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Südlicher Lappwald (Landesforsten)

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Großparkplatz am Quellenhof
Ziel:Großparkplatz am Quellenhof
Länge:8,12 km
Schwierigkeit:Bequeme Wanderung auf Wirtschaftswegen
Höhenrahmen: 145–195 m über NN. Sehr gut als
Fahrradtour geeignet.
Anfahrt:Auto: Über die A 2, Abfahrt Helmstedt-Zentrum/Bad Helmstedt. Auf der Kreisstraße nach Norden und einfach der Ausschilderung »Bad Helmstedt« folgen.
Der Parkplatz befindet sich auf der rechten Seite
kurz nach Erreichen des Ortsschildes »Bad Helmstedt«.

Bahn: Bahnhof Helmstedt. Im Anschluss weiter mit der Buslinie 392 zur Haltestelle »Brunnental/ Bad Helmstedt«.

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Informationen zur Tour

Nicht nur, dass Sie auf dieser Wandertour die Schönheit
der Natur genießen können – auf Ihrer Wanderung
durch den südlichen »Lappwald« streifen Sie die Historie
der Region: Vom »Löwendenkmal« über die ehemalige
innerdeutsche Grenze bis hin zur »Walbecker Warte« aus
dem Jahre 1377 erleben Sie regionale Geschichte hautnah.

Löwendenkmal

Löwendenkmal

Auf nahezu 8,5 Kilometern Strecke bietet diese Tour einen artenreichen, vielschichtigen Mischwald mit vielen
Sehenswürdigkeiten. Sie führt in ein Naturschutzgebiet und es gibt sowohl Ruinen als auch andere Kulturdenkmäler zu sehen.

Los geht es in »Bad Helmstedt« auf dem Großparkplatz
gegenüber dem Quellenhof, gleich am Ortsbeginn.
Sie verlassen den Parkplatz über den Fuß- und Radweg auf der Südseite. Weiter geht es nun in östlicher Richtung, wobei Sie gleich die »Lappwaldstraße« überqueren und schon einen
Blick auf die so genannte »Totenwiese « werfen können. Auf dieser Feuchtwiese wachsen neben der Trollblume noch einige andere geschützte Pflanzenarten. Hinter dem Denkmal liegt der Brunnentalpark. Nun führt die Tour entlang des direkt an der »Totenwiese« befindlichen Wanderweges in nordwestliche Richtung, wobei Sie immer wieder Ausblicke auf die schöne, am Bach gelegene Feuchtwiese haben.

Nach 500 Metern gelangen Sie auf den »Rabebäumeweg, auf dem Sie etwa 50 Meter in Richtung Straße (links herum) gehen. Schon nach etwa 50 Metern schwenken Sie wieder nach rechts auf Ihren Wanderweg ein.
Auf diesem Weg geht es etwa 1,5 Kilometer parallel zur »Lappwaldstraße« durch überwiegend lichte Eichenaltholz-bestände, bis Sie das Naturschutzgebiet »Lappwald« erreichen.

Informationen zu diesem 600 Hektar großen Naturschutzgebiet finden Sie auf einer interessanten Informationstafel direkt am Wanderweg.
Weiter geht es in nordwestlicher Richtung entlang des »Schwanefelderweges«. Bevor sie nach 600 Metern links in den »Lindenbruchweg« abbiegen, besteht die Möglichkeit, noch einen kurzen Abstecher zur ehemaligen innerdeutschen Grenze zu machen, die hier – nur einen guten Steinwurf entfernt – verlief. Noch heute erinnern freie Flächen und Plattenwege an die jüngere Geschichte.

Bei ihrer Wanderung entlang des Lindenbruchweges streifen Sie innerhalb des Naturschutzgebietes einen Bereich, der völlig ohne menschliche Bearbeitung erhalten bleibt: In diesem »Naturwald« wird erforscht, wohin die Entwicklung der Waldgesellschaft
geht, wenn sie nicht von Menschen beeinträchtigt wird.

Nachdem Sie noch ein kleines Hochmoor streifen, erreichen Sie dann die »II. Walbecker Warte«. An diesem historischen Ort gibt es gleich mehrere sehenswerte Objekte: Zum einen die besagte »II.Walbecker Warte«, die zur Überwachung der <Landwehr um 1377 errichtet wurde. Zu dieser äußeren Stadtbefestigung gehören außerdem die »I. Walbecker Warte« und die »Magdeburger Warte«. Alle drei Warten sind durch die Landwehr verbunden, die etwas oberhalb von Walbeck im Wald beginnt. Von hier führt sie über die II. zur I. Walbecker Warte und geht
weiter in Richtung Helmstedt, wo sie kurz vor der Stadt (etwa in Höhe des heutigen Freibades) in südöstlicher Richtung abschwenkt, die Autobahn A 2 schneidet und vor der Magdeburger Warte ausläuft.
Die Landwehr war auf einer Seite zusätzlich mit einer eingeflochtenen Dornenhecke (»Knickhecke«) versehen, so dass die seinerzeit zollpflichtigen Überwege wohl nur an den Warten gewesen sind. In dieser Landwehr verlief dann teilweise die alte
braunschweigisch-preußische Grenze, von der noch heute die alten Grenzsteine zeugen. Einer von diesen Grenzsteinen (Nr. 381 aus dem Jahr1849) steht dicht bei der Warte. Die ehemalige     »L 643« – heute »WalbeckerWeg« – war vor dem Zweiten
Weltkrieg eine Verbindungsstraße zwischen Helmstedt und Walbeck und hatte, durch die links und rechts gepflanzten Kastanien, Alleecharakter. Von hier ist in etwa 1,0 Kilometer
Entfernung die Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt zu erreichen. Als
stummer Zeitzeuge steht dort noch aus DDR-Zeiten ein Wachturm der ehemaligen Grenztruppen.

Ihre Wanderung geht weiter in Richtung Helmstedt. An einem leichten Anstieg kommen Sie an einem der alten Lappwaldstein-brüche vorbei Der Sage nach sollen dort die Steine des alten Helmstedter Rathauses gehauen worden sein. Kurz darauf
erreichen Sie die bereits erwähnte »I. Walbecker Warte«.
Hier verlassen Sie den Walbecker Weg in südöstlicher Richtung. In etwa 1,2 Kilometern Entfernung befindet sich auf ihrer Wanderroute eine Schutzhütte, die zum Verweilen einlädt.
Von hier aus geht es entlang an Eichen, Kiefern und Lärchenbeständen zur »Zigarrenhöhe«. Auf dem letzten Kilometer der Wanderung laufen Sie auf einem straßenbegleitenden Weg, zwischen Eichen und Buchen, zurück ins »Brunnental« (Bad Helmstedt).
Dabei kommen Sie an weiteren geschichtsträchtigen Orten vorbei – zum Beispiel an den so genannten »Wölbäckern«.
Als weiteres, historischen Überbleibsel finden Sie auf einem Schild sowie an dem ersten Haus in Bad Helmstedt die Ortsbezeichnung »Pluderbusch«: Sie ist ein Hinweis auf die Wüstung»Pludh« (früherer Ort, der wohl während der Stadtgründung Helmstedt aufgegeben wurde). Im heutigen Sprachgebrauch bedeutet Pludh so viel wie »Sumpf«. Mit Erreichen des Ortes Bad Helmstedt kommen Sie nun auch wieder auf dem Parkplatz an, der bereits Startpunkt Ihrer Wanderung
war.

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