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Brunnental-Wanderung (Landesforsten)

Rubrik:Wandern, Kurzwanderung
Start:Parkplatz am Brunnentheater
Ziel:Parkplatz am Brunnentheater
Länge:6,46 km
Schwierigkeit:Bequeme Wanderung auf Wirtschaftswegen.
Anfahrt:Auto: A 2 Abfahrt Helmstedt – Zentrum/ Bad Helmstedt, auf der K 49 Richtung Norden in Richtung Bad Helmstedt – einfach der Ausschilderung folgen. In Bad Helmstedt am Löwendenkmal
Richtung Norden zum Theater (ist ausgeschildert).

Bahn: Bahnhof Helmstedt. Im Anschluss mit der Buslinie 392 zur Haltestelle Brunnental/ Bad Helmstedt.

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Informationen zur Tour

Auf dieser Wandertour durch den schönen »Lappwald«
geht es wahrlich romantisch zu: Der Weg führt Sie vom
Theater und dem »Clarabad« über den »Paradiesweg« zu
»Adam und Eva«. Schaurig wird es lediglich an der
»Totenwiese« – aber davon sollten Sie sich nicht abhalten
lassen, denn Sie genießen hier Ausblicke auf einen
artenreichen Mischwald und auf ein wunderschönes Tal
mit Teichen und anderen Sehenswürdigkeiten.

Totenwiese

Totenwiese

Ihre Tour beginnt in Bad Helmstedt. Dort können Sie auf dem Parkplatz am Theater Ihr Auto abstellen. Der Weg zum Theater ist gut ausgeschildert.
Ein genauerer Blick auf das Schauspielhaus lohnt sich übrigens:
Schön anzusehen steht es am »Brunnenweg «. Ein Besuch lohnt sich allemal, denn hier stehen oft bekannte Schauspieler auf der Bühne.
Informationen zum Programm finden
Sie unter www.stadt-helmstedt.de.

Auch für einen leeren Magen ist gesorgt: Auf dem Parkplatz befindet sich eine Grillhütte, die man bei der Stadt Helmstedt mieten kann
(Informationen: Stadt Helmstedt, Markt 1, 38350 Helmstedt, Tel: 05351 523 969 7). Doch nun soll erstmal gewandert werden: Vom Parkplatz aus geht es zwischen Theater und Grillhütte
in östlicher Richtung los. Nach rund 250 Metern überqueren
Sie die »Brunnentalstraße« und erreichen eine der im »Brunnental« gelegenen Feuchtwiesen. Nach etwa 300 Metern (seit Beginn der Wanderung) sehen Sie rechter Hand ein Tretbecken. Hier biegen Sie links ab und folgen dem Weg entlang des »Clarabadteiches« (südliche Seite). Nach etwa 700 Meter Strecke erreichen Sie ein Hinweisschild auf die Grabstelle des Forstmeister Alers. Die Inschrift des Steines auf dem
Grabmal ist nur noch schwer lesbar und lautet: »Hier ruht der Herzögl. Braunsch. Forstmeister Georg Alers, geb. 12. Mai 1811, gest. 30. Juli 1891, Stifter des Clarabades – Erfinder der
Flügelsäge.« Diese Säge, die Alers 1868 erfand, diente zur Aufästung stehender Bäume ohne Leiter. Alers erhielt ein Patent in 18 deutschen und fünf europäischen Ländern, was seinen
Bekanntheitsgrad sehr steigerte.

Weiter des Weges, kommen Sie nach wenigen Metern zum Ausflugslokal »Clarabad«. Dieses frühere Bad entstand
nach 1870, als der Forstmeister Georg Alers die obere Holzmühle
erwarb und vergrößerte. Ein Badehaus mit Wannenbädern wurde später eingerichtet. Das alte Mühlenrad trieb einen Spring-brunnen im Teich an und pumpte das Wasser in die Wannen.
Die Badequelle – nach der Tochter »Clara« benannt – wurde von Gutachtern als Heilwasser gewertet.
Weiter geht es auf Ihrer Wanderroute langsam den »Burgberg« hinauf. Nach den ersten 1,2 Kilometern Ihrer Wanderung sehen Sie rechts einen der alten Steinbrüche des Lappwaldes.
300 Meter weiter steht rechts des Weges der alte Pferdestall der ehemaligen Revierförsterei Mesekenheide – die Försterei selbst ist 1972 abgerissen worden.

Sie folgen dem Burgbergweg weiter in südöstlicher Richtung. Nach rund 700 Metern biegt der Hauptweg rechts ab und nach weiteren 600 Metern kommen Sie an eine Kreuzung.
Sollten Sie die Wanderung abkürzen wollen, können Sie an dieser Stelle rechts abbiegen und sind nach etwa 1,5 Kilometern wieder auf dem Parkplatz am Theater.

Es lohnt sich allerdings, der vorhergesehenen Route zu folgen: Es wird nun paradiesisch! Denn: Hier wird der Weg namentlich zum »Paradiesweg« – auf ihm wandern Sie durch schöne Eichen-bestände, bis Sie nach etwa 1,0 Kilometern erneut an eine Kreuzung kommen. Hier besteht wieder die Möglichkeit
einer Abkürzung: Einfach rechts abbiegen – so erreichen Sie nach
1,9 Kilometern Ihren Parkplatz.

Aber:
Auch hier geht die eigentliche Route geradeaus weiter, bis Sie nach 500 Metern an der kommenden Kreuzung rechts in nördlicher Richtung abbiegen. Sie befinden sich noch immer auf dem Paradiesweg und erreichen nach 500 Metern den Platz
»Adam und Eva«.
»Adam und Eva« ist ein alter Duellplatz der Studenten der ehemaligen Universität Helmstedt (1576–1810). »Adam« und »Eva« sind die Namen der beiden am Platz stehenden alten
Bäume. Hier haben Sie die Möglichkeit, an Bänken und Tischen in herrlicher Umgebung zu rasten.
Nach einer ordentlichen Stärkung geht diese Tour weiter entlang des Hauptweges, bis Sie nach rund 600 Metern einen kleinen Bach überqueren. Linker Hand können Sie hier auf alte Wölbäcker blicken. »Wölbäcker «, oder auch »Wölb-Äcker«, sind alte Felder – sie sind nach dem Anbauverfahren benannt, bei dem mit Pflug
und Haken die Felder von den Rändern zur Mitte hin bearbeitet wurden: Dadurch kam es zu Aufwölbungen auf den Feldern. Die Wölbäcker auf Ihrer Wandertour dienten vermutlich der Versorgung der früheren Orte »Behemisthop « und »Pludh«.

In östlicher Richtung geht es nun parallel der »Brunnentalstraße«
zurück nach »Bad Helmstedt«. Sie erreichen den Ort bereits nach wenigen Metern. Auf dem Burgweg erreichen Sie dann den »Quellenhofteich«, hinter dem Sie nach links abbiegen.
Nach einigen Metern, die Sie auf dem Damm zwischen Teich und Feuchtwiese zurücklegen, erreichen Sie die Straße.
An der Straße angekommen, haben Sie links einen freien Blick auf die so genannte »Totenwiese«. Auf dieser Wiese sollen der Sage nach um 1100 n. Chr. die Wenden von dem späteren
Kaiser, Graf Lothar von Süpplingenburg, endgültig geschlagen worden sein.

Auf dem Rückweg zum Parkplatz kommen Sie nun an dem
Löwendenkmal, das »Zur Ehre der im Kampfe für Deutschlands Freiheit 1870 und 1871 gefallenen Braunschweigern « erstellt wurde. Dieses Denkmal wurde als steinerne Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg, auf Veranlassung des Kommer-zienrates Friedrich Wilhelm Schöttler aus Braunschweig gestiftet und am 27. 10. 1872 eingeweiht. Auf den gegenüberliegenden Flächen sind die Schlachten jenes Krieges angegeben, an denen die Braunschweigischen Regimenter teilgenommen haben.
Die beiden Seitenflächen enthalten die Namen aller gefallenen Soldaten aus dem Herzogtum Braunschweig.
Geschaffen wurde dieses Denkmal von dem Hofbildhauer Theodor
Strümpel aus Braunschweig.
Die übrigen 400 Meter bis zum Theaterparkplatz und Ihrem Auto führen Sie auf angenehmen Wegen durch den schönen »Brunnentalpark«, in dem einige Skulpturen aufgestellt
sind.

Die Tour bietet abwechslungsreiche Landschaftsbilder

Die Tour bietet abwechslungsreiche Landschaftsbilder

Paradiesweg

Paradiesweg

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