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Nordharz-Tour (Landesforsten)

Rubrik:Wandern
Start:Parkplatz Sportanlagen
Ziel:Parkplatz Sportanlagen
Länge:9,25 km
Dauer:3 Stnden
Schwierigkeit:Überwiegend eben auf befestigten Forstwegen.
Mäßige Anstiege zum Steinbruch und zum Westerberg.
Anfahrt:ANFAHRT
Auto: Über die K 35 von Langelsheim oder
Lautenthal nach Wolfshagen.
In der Ortsmitte Richtung Tennis- und Fußballplatz,
bis zum Parkplatz der Sportanlage am
Ortsende.

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Informationen zur Tour

Die Nordharz-Tour ist ein echter Sprung in die Natur:
Nicht umsonst sind hier der Glockenfrosch, zahlreiche
Wasservogelarten und der Uhu zuhause. Das Auge
wandert ja bekanntlich mit – und so bietet Ihnen diese
Tour neben der Vielfalt von Mischwäldern auch einen
großen stillgelegten Steinbruch mit schroffen Felsen
und glasklaren Wasserflächen als einzigartiges
Naturschutzrefugium.

mehrere Baumgenerationen wachsen nebeneinander

mehrere Baumgenerationen wachsen nebeneinander

Ihr Wanderweg beginnt am Parkplatz der Sportanlagen am Waldeingang. Hier zweigt links vom Forstweg der »Heimbergweg« (Harzklub Wanderweg Nummer 6, blaues Dreieck) ab. Als Grasweg führt er Sie nach 300 Metern mit einem kurzen Anstieg an den Zaun des Steinbruchs.Weiter auf einem befestigten Forstweg, gelangen Sie nach 500 Metern an eine Kreuzung, bei der Sie links weitergehen und bereits nach 200 Metern den Aussichtpunkt, den Rand des Steinbruchs, als erstes Zwischenziel erreichen.
Die herrliche Aussicht in das Innere des ehemaligen Steinbruchs mit klaren, seichten Wasserflächen und schroffen Felswänden ist eine besondere Augenweide. Hier ist eine klaffende
Landschaftswunde zu einem Highlight der Natur geworden. Eine
Übersichtstafel erläutert die Geschichte des aktiven Diabas-Steinbruchs Wolfshagen, die 1885 begann und rund 100 Jahre andauerte. Sein subvulkanisches, sehr hartes Diabasgestein
war im Straßenbau ein gefragter Baustoff.
Rund 25 Millionen Tonnen Gestein wurden abgebaut, bevor der Steinbruch, von 1987 bis 1990 renaturiert und rekultiviert, der Natur zurückgegeben wurde. Künstliche Inseln undHöhlen sind entstanden und ca. 53.000 Bäume und Sträucher gepflanzt
worden. Heute umfasst der Steinbruch 6 Hektar Wasserflächen,
14 Hektar Felshänge mit Steilböschungen und 11 Hektar Fläche mit unbeeinflusster, natürlicher Entwicklung.
In dem Biotop aus Menschenhand leben heute die seltenen Geburtshelferkröten, die im Volksmund auch
»Glockenfrösche« genannt werden: Ihr feiner glockenartiger Ruf gibt dieser Art den Namen. Zahlreiche Wasservogel- und Libellenarten, sowie Fledermäuse profitieren von den Gewässern. Felsenbrüter wie der Uhu nutzen die Felswände als Wohn-oder
Jagdrevier.

Zurück vom Aussichtpunkt mit Ruhebankgeht es nun weiter links auf dem »Fosseckenweg« talabwärts. Sie durchwandern schattigen Laubmischwald, bis nach gut 600 Metern an der
Weggabelung ein Schild rechts zur »Hütte am Alexanderplatz« weist. Vom leicht ansteigenden Forstweg aus sehen Sie dort Bäume, die im Harz eher selten sind: Die Nordamerikanischen
Weymouthkiefern oder Stroben bilden am Fuß des Westerbergs Waldbestände, die fremde Akzente in unsere Harzwälder bringen.
Am »Alexanderplatz« lädt eine Schutzhütte zur Rast ein. An dieser Kreuzung wählen Sie den rechten Weg, der stetig bergauf um den Westerberg herumführt. Nach etwa einem Kilometer haben Sie eine stattliche Höhe erklommen – der Wald gibt nun den Blick ins nördliche Harzvorland frei.
Unter Ihnen liegen die Orte Langelsheim, Astfeld, im Osten breitet sich das auffällig moderne Gewerbegebiet der alten Kaiserstadt Goslar aus.
Die Forststraße führt Ihre Wanderung weiter durch Fichten- und Buchenwälder. Einzelne Lärchen und auch Eichen erkennt man am Wegesrand. Als Wärme liebende Art kann die Eiche hier am Harzrand in geringer Höhenlage noch gut wachsen. Den 389 Meter hohen »Dittmarsberg« umrunden Sie und können nun einen Abzweig zur »Granetalsperre« wählen.
Der Abstecher führt nach 1,5 Kilometern zur Staumauer der wichtigsten Trinkwassertalsperre des Nordharzes.
Im Gebäude der Harzwasserwerke ist eine Ausstellung über Trinkwasser zu sehen. In einem großen Aquarium beweisen Bachforellen im nachgebildeten Lebensraum eines Bergbaches
die gute Harzer Wasserqualität. Die sehenswerte Ausstellung ist für jeden kostenlos zugänglich.
Wieder zurück auf dem Dittmarsberg folgen Sie dem Weg nach Südwesten. Zunächst wandern Sie durch gleichförmige
Fichtenwälder, die in den 50er-Jahren gepflanzt wurden und heute zu stattlichen Wäldern heranreifen. Später zeugen junge Buchenbestände, die im Schutz des Kronendaches der alten
Fichten gepflanzt wurden, vom Waldumbau: Hier wächst bereits die nächste Waldgeneration, die aus Mischwäldern bestehen wird. »Miesplietweg« steht auf einem Stein an der Wegekreuzung.
Sie biegen nach rechts ab. Bald geht es flott talabwärts, der »Dröhneberg« auf der rechten, die »Mispliet« auf der linken Seite.
Im Talgrund wachsen stattliche Eschen- und Eichenbäume, die viel Licht auf den Waldboden durchlassen. Sie sind gut 170 Jahre alt. Die Quellbereiche und Bachabschnitte sind zum Teil geschützte Biotope. Zahlreiche Blütenpflanzen kennzeichnen
diese Wälder, besonders häufig treffen Sie den Waldziest an. Im Frühjahr locken Frühlingsblüher: Anemonenteppiche und würziger Bärlauchduft strömt dann das Tal hinab.

Nach wenigen hundert Metern endet Ihre Rundwanderung wieder an der Sportanlage am Waldrand.

Der Steinbruch ist ein echter Hingucker

Der Steinbruch ist ein echter Hingucker

Granetalsperre

Granetalsperre

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