GeoLife | Das Freizeitportal in Niedersachsen | geolife.de

Hochsolling-Tour (Landesforsten)

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Parkplatz Wildparkhaus
Ziel:Parkplatz Wildparkhaus
Länge:12,66 km
Dauer:4 Stunden
Schwierigkeit:Bequeme Halbtages-Wanderung auf Wander- und
Wirtschaftswegen.
Anfahrt:Auto: Über die A 7, Abfahrt Northeim West, anschließend auf der B 241 und B 497 nach Neuhaus.
Über die A 2, Abfahrt Rehren, anschließend auf der B 83 und
B 497 nach Neuhaus.

Bus und Bahn: Von den Bahnhöfen in Holzminden und Uslar per Bus nach Neuhaus. Der Startpunkt am Wildpark ist mit dem Regional- Bus aus Holzminden und Uslar erreichbar

Tour auf der Karte anzeigen »

Informationen zur Tour

Diese sehenswerte Tour führt Sie durch Wälder und über Bergwiesen des Hochsollings. Sie wandern unter prächtigen Eichenalleen und durch denkmalgeschützte Gestütswiesen. Nachdem Sie über weite Bergwiesen einen Aussichtsturm erreicht haben, bietet sich Ihnen eine herrliche Aussicht in das Weserbergland.

Herrlicher Blick ins Weserbergland

Herrlicher Blick ins Weserbergland

Start und Ziel ist der Parkplatz des »Wildparks Neuhaus«.

Zunächst ist der Besuch des nagelneuen Wildparkhauese Pflicht! Eine moderne Ausstellung  informiert Sie über den Wildpark und die Umweltbildungsangebote der Niedersächsischen
Landesforsten.
Hier im Solling-Besucherzentrum in Neuhaus finden Sie den Naturpark und den Tourismus in der Solling-Vogler-Region.
Die typischen Lebensräume zeigt eine interaktive Ausstellung, das Cafe/ Bistro Rotwild lädt zum Verweilen ein.

Den Einstieg in Ihre Wanderroute finden Sie in der Zufahrt zum Wildpark. Nach rund 300 Metern treffen Sie auf den Eingangs-bereich des Wildparks. Mit einem Besuch können Sie sich jetzt
so richtig auf die weitere Wanderung einstimmen.

Die Niedersächsischen Landesforsten zeigen hier auf 50 Hektar Fläche Solling-Typisches: Bunte Mischwälder, alten Baumbestand,
weite Bergwiesen und natürlich auch viele heimische Wildarten. Selbst ausgestorbene Arten wie zum Beispiel der Wolf und der Luchs lassen sich in großzügigen, naturbelassenen Gehegen
beobachten. Im Waldmuseum erfahren Sie Hintergründe und Zusammenhänge zum Thema Wald und Forstwirtschaft. Es ist auf dem Wildparkgelände gelegen, der Besuch ist im Eintrittspreis enthalten. Nach 2,5 Kilometern des Rundweges erreichen Sie wieder den Eingangsbereich, hier können Sie sich im Wildparklokal fuür die weitere Tour stärken.
Weiter geht es über den Weg an der Pferdekoppel, bis Sie an einem Mauerdurchbruch die Eichenallee erreichen.
In den Sommermonaten fasziniert hier der Anblick von ca. 50 rassigen Hannoveraner-Junghengsten, die vom Landgestuüt Celle hierher zur Sommerweide gebracht werden. Die weitläufigen
Weideflächen um Neuhaus haben für die Pferdezucht eine historische Bedeutung: Schon Anfang des 18. Jahrhunderts
entschloss sich der Hof in Hannover zur Anlage des Königlich
Hannoverschen Gestuüts. Die spätere Zucht von Nachwuchs-pferden fuür das Preußische Heer und die Unterbringung
von wertvollen Trakehner- Zuchtpferden nach dem Zweiten Weltkrieg setzten diese Tradition fort.
Auch die Entstehung der kilometerlangen Trockenmauern, die nach englischem Vorbild zur Einfriedung und Abgrenzung der Gestütsweiden errichtet wurden, geht auf das Königshaus
Hannover zurück. Sie stehen heute unter Baudenkmalschutz und sind vielfältiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Setzen Sie Ihren Weg in Richtung Neuhaus fort, wird ihr Weg von mächtigen Eichenalleen, die hier entlang mehrerer Forstwege zu finden sind, gesäumt. Diese entstanden auf Veranlassung des Forstmannes Johann Georg von Langen Mitte des 18. Jahrhun-derts.
Er war es auch, der den nordwestlichen Teil der Sollingwälder
als Bestandteil der Braunschweiger Weserforsten vermessen hat. Er teilte die unübersichtlichen und teilweise verwüsteten Wälder in Bewirtschaftungseinheiten ein (Ursprung der Nachhaltigkeit) und legte über die Höhenrü cken Verbindungswege an.
Die Linienführung dieser Wege betonte er durch Pflanzung zusätzlicher Eichenreihen. Mittlerweile sind daraus mächtige Baumriesen geworden, die vielen seltenen Tierarten Unterschlupf
bieten. Die Forstleute der Niedersächsischen Landesforsten erhalten die Eichenalleen und entwickeln sie weiter, um damit einen Biotopverbund zu schaffen: Seltene Tierarten wie
Mittelspecht und Hirschkäfer brauchen alte Eichen als Lebensraum. Sie nutzen die Alleen als Wanderrouten zwischen
den zerstreut liegenden Eichenwäldern und können sich dadurch neue Brutund Nahrungsgebiete erschließen.


In Neuhaus biegen Sie rechts in den »Dölmeweg« (siehe Straßen-namen- Schild) ein und laufen bis zur nächsten Trockenmauer, vor der Sie links in den Wanderweg einbiegen. Der Weg bleibt weiterhin abwechslungsreich, vom »Dölmetal« leicht ansteigend,
vorbei an weiten Bergwiesen führt er Sie zum Aussichtsturm »Hochsolling«. Aus einer luftigen Höhe von 33 Metern bietet er eine herrliche Aussicht in das Weserbergland.

Zurück auf dem Wanderweg, der kurz vor dem Hochsolling-Turm eine Forststraße kreuzt, folgen Sie von dort der Beschilderung des Hochsolling-Rundweges. Nun wandern Sie am Waldrand entlang und haben wunderschöne Einblicke in ein weites
Wiesental. Dem Wildzaun folgend, geht es nach einiger Zeit auf einem mit knorrigen Buchen gesäumten Weg weiter in den Wald. Durch ein kleines Tor gelangen Sie wieder auf
einen geschotterten Weg, der Sie zu einer Landesstraße (L 549) führt. Auf der anderen Straßenseite gelangen Sie links abwärts auf einem kleinen Pfad zu einem Parkplatz.
Rechts führt von hier aus eine Forststraße in den Wald, direkt zum Hochmoor »Mecklenbruch«. Auf Eichenstegen geht der Weg nun weiter und ermöglicht einen herrlichen Spaziergang durch das Moor. Auf einem kleinen Aussichtsturm können Sie sich
einen Überblick verschaffen und die deutlichen Spuren der Torfstecherei zur Beheizung von Wanderglashütten erkennen. Bis heute hat sich das Moor nur teilweise von der damaligen Übernutzung erholt: Das Moor drohte auszutrocknen – so wurde 1981 mit Renaturierungsarbeiten zum Erhalt und Schutz des Moores begonnen, die bis ins Jahr 2004 fortgesetzt wurden.

Weiter den Steg entlang erreichen Sie schließlich einen Rastplatz
mit einer Infotafel zum Hochmoor Mecklenbruch.
Von nun an geht’s bergab! Vorbei an der Jugendherberge und am Ortsrand von Silberborn gelangen Sie in die »Sandwäsche«. Hier wurden bis Mitte des vorigen Jahrhunderts Quarzsand abgebaut und seine Tonanteile ausgewaschen. Der gereinigte Sand war ein
unentbehrlicher Rohstoff für die Glasherstellung und wurde an viele Glashütten des Sollings geliefert, ebenso in Verbindung mit dem ausgewaschenen Ton an die Porzellanmanufaktur Fürstenberg. In dem zerklüfteten Gelände sind die ehemaligen Abbaustellen noch gut zu erkennen.

Von hier aus führt die letzte Etappe Ihrer Wanderung über Neuhaus zurück zu Ihrem Ausgangspunkt, dem Parkplatz am Wildpark.

Rassige Hannoveraner-Junghengste

Rassige Hannoveraner-Junghengste

Sollingturm

Sollingturm

PDF-Ausdruck Informationen als PDF herunterladen (3,97 MB)

« zurück zur Übersicht »