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Hasbruch-Tour kurz (Landesforsten)

Rubrik:Wandern, Kurzwanderung
Start:Parkplatz "Sommerfrische"
Ziel:Parkplatz "Sommerfrische
Länge:4,84 km
Dauer:2 Stunden
Schwierigkeit:Leichte Tiour auf ebenen Wirtschaftswegen
Anfahrt:Auto: Von den Abfahrten Hude oder Ganderkesee-
West der A 28:
P3: Abfahrt Ganderkesee West, auf B 212 ca.
3,2 km Richtung Bookholzberg. Dann links ab in
die Hedenkampstraße. P3 nach ca. 1,1 km.

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Informationen zur Tour

Drei ausgesuchte Strecken von 5, 7 oder 12 Kilometern
Länge laden Sie auf der »Hasbruch-Tour« zum Wandern
ein! Der Weg führt Sie an der über 1.000-jährigen
»Friederikeneiche« vorbei, Sie streifen idyllische
Waldwiesen, genießen die Ruhe eines Waldteiches und
besuchen eine Jagdhütte aus dem 19. Jahrhundert.

Kreuzeiche

Kreuzeiche

Der »Hasbruch« ist ein rund 630 Hektar großes, historisches Laubwaldrevier zwischen Delmenhorst und Oldenburg.
Das idyllische Waldgebiet zieht seit über 150 Jahren Besucher aus nah und fern an. Vor allem der »Urwald«, der Rest eines früheren Hutewaldes, faszinierte immer wieder Künstler, Natur- und Heimatkundler, Forstleute und Erholung suchende Wanderer.
Apropos »Wanderer«: Die Wege dürfen auf den vorgeschlagenen Routen nicht verlassen werden, da der »Hasbruch « 1997 zum Naturschutzgebiet erklärt wurde.
Der Name »Hasbruch« wird übrigens abgeleitet von den Wortstämmen »Asbroc« oder »Asebroc« und weist im
norddeutschen Raum auf ein Waldbeziehungsweise Sumpfgebiet hin.
Zwei Bäche fließen durch den Hasbruch. Von Nord nach Süd wird er von der »Brookbäke« durchquert, die sich schließlich bei der Jagdhütte mit der »Hohlbäke« trifft. Der Forstort »Kleiriede«, ein ca. 50 Hektar großes Gebiet im Osten des Hasbruchs, wird in einem Vertrag aus den Jahren 1258/59 in Verbindung
mit Hute- oder Weiderechten erstmals als Eigentum des Klosters Hude erwähnt.
Die Beweidung des Waldes durch Pferde, Rinder, Schweine und
andere Haustiere, aber auch eine übermäßige und unkontrollierte Nutzung des Holzes als Brenn- und Baustoff, führten im 17. und 18. Jahrhundert zum Verschwinden ganzer Waldteile.
Es entstand eine halboffene bis offene Trift- und Hutelandschaft aus Wäldern, Wiesen, Äckern, Weiden, Sumpf- und Heideflächen. Erst vor etwa 150 Jahren begannen Forstleute wieder Wald zu
begründen. Die Reste der alten Eichen im »Urwald Hasbruch« sind Zeugen dieser ehemaligen Landschaft.

»Hasbruch-Tour 5,0 Kilometer«
Nun geht es aber los! Vom Parkplatz »Sommerfrische« (P 3) beginnt die kürzeste Wanderung: Anfangs wandern Sie auf dem »Hohenbökener Weg« – einer alten Verbindungsachse, die den
Hasbruch von Nordosten nach Westen durchquert. Gehen Sie einfach immer geradeaus, bis Sie zur nächsten größeren
Wegekreuzung gelangen. Hier steht die Kreuzeiche mitten auf dem Wegekreuz: Sie stammt aus dem 1954 gesäten, benach-barten Bestand und wurde 1967 als Nachfolgerin der zusammengestürzten alten Kreuzeiche gepflanzt.
Nun biegen Sie links ab und wandern durch einen alten Eichenbestand, in dem zur Frühjahrszeit, noch bevor die Eichen ihr Laub ausgetrieben haben, die Anemonen blühen. Dieser weiße
Blütenteppich ist der erste, lang ersehnte Bote des Frühlings – die Blüten des Scharbockkrauts vervollständigen in Form von gelben Klecksen das schöne Bild.

Nach 500 Metern treffen Sie auf einen weiteren Hauptweg. Die Wanderroute geht jetzt links herum weiter; aber
nur wenige Meter entfernt liegt rechter Hand, am Rande des Urwalds Hasbruch, die Ruine der »Amalieneiche «. Benannt wurde diese Eiche nach Amalie, der oldenburgischen Prinzessin und späteren Königin von Griechenland. Bereits 1864 wurde die
Amalieneiche als die mächtigste und zugleich schönste aller Hasbrucheichen beschrieben; geradezu ein Symbol für
den Urwald Hasbruch! Im Februar 1982 stürzte sie im Alter von rund 1.200 Jahren um.
Wieder auf der Wanderroute, geht es nun weiter bis zur »Dicken Eiche« – begleitet von älteren und jüngeren Eichenbeständen, vorbei an einer Wiese mit Blick in die offene Landschaft.
Die Dicke Eiche war die stärkste aller Hasbrucheichen. Durch Fahrlässigkeit brannte sie 1923 völlig aus
und stü rzte danach um. In den 60er- Jahren wurden die Reste des Stammes auf Klötze gelegt. Heute steht an dieser Stelle eine neue Dicke Eiche – ein nettes Plätzchen mit Bank und Tisch lädt zu einer kleinen Pause ein.
Haben Sie den Platz der Dicken Eiche hinter sich gelassen, geht es weiter, vorbei an Eichenbeständen unterschiedlichen Alters, bis Sie wieder auf den »Hohenbökener Weg« stoßen. Von hier sind es bis zum Parkplatz »Sommerfrische« und damit zum Ende der Wanderstrecke nur noch knapp 700 Meter.

Natur pur!

Natur pur!

Amalieneiche

Amalieneiche

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