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Vom Haus der Natur zu den Rabenklippen (Landesforsten)

Rubrik:Wandern
Start:Haus der Natur
Ziel:Haus der Natur
Länge:8,26 km
Dauer:3 Stunden, 1,5 bei Nutzung der Seilbahn
Schwierigkeit:Bequeme Wanderung auf guten Waldwegen.
Anfahrt:Auto: Über die A 395 von Norden, über die B 6 oder B 6n von Westen bzw. Osten, über die B 4 von Süden nach Bad Harzburg. Das Haus der Natur befindet sich im Kurpark von Bad Harzburg nahe der Talstation der Burgberg-Seilbahn. Parkmöglichkeiten
am Haus oder auf dem Großparkplatz an der B 4.
Bus und Bahn:
Bus: Haltestelle »Berliner Platz« in Bad Harzburg, zum Haus der Natur.
Bahn: Bahnhof Bad Harzburg. Von hier mit dem Bus zur Haltestelle »Berliner Platz« (s.o.) oder zu Fuß zum Haus der Natur.

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Informationen zur Tour

Diese Wanderroute ist einfach toll: Der Weg führt Sie zunächst – zu Fuß oder per Seilbahn – auf den Burgberg.
Von hier aus haben Sie einen fantastischen Blick über den
Nordharz. Auf der »Harzburg« fühlen Sie die Geschichte
der vergangenen Jahrhunderte regelrecht an sich vorbei
ziehen. Dazu erleben Sie auf dem Weg zur »Rabenklippe«
Natur, die sich wirklich sehen lassen kann!

Burgruinen voller Geheimnisse

Burgruinen voller Geheimnisse

Sie beginnen Ihre Wanderung im »Haus der Natur« am Kurpark von Bad Harzburg. Diese interaktive Walderlebnisausstellung wurde 2008 um die »Luchs-Information Harz« erweitert. Ein Großbildschirm liefert hier einzigartige Videofallen-Aufnahmen
aus dem Freiland und Naturfilme zum Luchs. Info-Tafeln und ein
PC-Terminal informieren aktuell und anschaulich über die Tierart Luchs und das Wiederansiedelungsprojekt.
Wenn Sie Ihre Wanderung an einem Mittwoch oder Samstag planen, empfehlen wir Ihnen, einen „Luchstag « daraus zu machen. Besuchen Sie zunächst das Haus der Natur mit seiner
Luchs-Information. Anschließend wandern Sie auf unserer schönen Route zur Rabenklippe und erleben nach einer Rast oder Einkehr um 15.20 Uhr eine Luchsfütterung live.
In der über 400 m2 großen Schau finden Sie außerdem z. B. eine Waldkartei, die sich mit der Vielfalt der Harzer Tier- und Pflanzenwelt beschäftigt. Die bedrohlichen Beißwerkzeuge
einer Zecke werden hier ebenso vorgeführt wie der spontane Farbwechsel der Bachforelle oder das blitzschnelle Hervor-schnellen der Kreuzotterzähne. Eine Borkenkäferkammer erlaubt das unmittelbare Beobachten dieser für das Ökosystem Wald wichtigen Spezies. Auch einige Harzer Gesteine sind Thema der Ausstellung. Im Shop können Sie sich für diese Wanderung mit
Kartenmaterial versorgen. Ein Mountainbike- Verleih am Kurpark-Pavillon, direkt vor dem »Haus der Natur« ermöglicht es, die Route auch mit demFahrrad zu erleben.

Auf Ihrer Wanderroute erklimmen Sie zunächst den geschichts-trächtigen Bad Harzburger »Burgberg«. Sie haben jedoch die Wahl: Sie können wandern oder bequem mit der Burgberg-Seilbahn fahren. Diese bekannte Großseilbahn bringt Sie auf den »Großen Burgberg« (482 m). Von dort können Sie die Wanderung zur »Rabenklippe« starten. Der Vorteil dieser Route ist, dass von hier aus keine nennenswerten Höhenunterschiede mehr zu bewältigen sind.
Die »Harzburg« steckt voller Geschichte – sie wurde um 1065 unter Heinrich IV. als eine der ersten Harzer Reichsburgen erbaut. Begünstigt durch die Lage auf dem steilen Burgberg
entwickelte sie sich zu einer der bedeutendsten Burgen ihrer Zeit, spielte in den Sachsenaufständen eine wichtige Rolle und wurde 1074 geplündert und zerstört. Nach dem Wiederaufbau erlebte sie unter Otto IV. eine neue Blüte: Der Reichsschatz des Heiligen
Römischen Reiches wurde hier aufbewahrt. Der Tod Ottos IV. auf der Harzburg beendete ihre bedeutende Rolle. Auf dem Großen Burgberg ist unter anderem der 57 Meter tiefe Burgbrunnen
erhalten geblieben. Der Burgberg bietet von der »Canossa-
Säule« einen hervorragenden Blick über den Nordharz und sein Vorland.
Vom Burgberg geht es in südöstliche Richtung weiter in den »Nationalpark Harz«. Ihre Wanderroute führt Sie über den »Antoniusplatz« am »Sachsenberg « (ehemaliger Belagerungsberg der Sachsen) über die »Säperstelle« weiter zur »Tiefen Kohlstelle«. Dieser Name deutet an, dass hier in
den Wäldern – wie überall im Harz – früher eine intensive Köhlerei herrschte, insbesondere zur Versorgung des energiehungrigen Harzer Bergbaus und seiner Hüttenwirtschaft mit Holzkohle. Aus dieser Zeit der Buchenverkohlung stammen viele Probleme der heutigen Wälder.
Mit dem Namen »Kaiserweg«, auf dem Sie sich hier befinden, wird eine uralte Nord-Süd-Wegeverbindung über den Harz bezeichnet.
Wahrscheinlich schon in der Jungsteinzeit als Saumweg benutzt, diente diese, ursprünglich in Oker beginnende
und früher »Heidenstieg« genannte Verbindung später als Handels- und Pilgerweg.
An vielen Stellen entlang Ihrer Route sehen Sie die Spuren des Waldumbaus im Nationalpark Harz – die hier nicht bodenständigen Fichten werden gefällt, um einen naturnäheren Zustand der Wälder zu erreichen. Dabei gilt das waldbauliche Motto: »Hilfe zur Selbsthilfe« – so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich. Naturferne Fichtenbestände werden dabei entweder
in Laub- oder Mischwälder – jeweils mit dominierender Buche –
überführt. Dabei gilt die Vegetation als einer der wichtigsten Indikatoren für Zustand, Funktion und Dynamik der Wälder. So werden ehemalige Fichten-Wirtschaftswälder zunehmend zu ökologisch sehr wertvollen, naturnahen Waldgesellschaften und
damit zur Nationalpark-Wildnisentwicklung geführt. Das anfallende Fichtenstammholz wird – sofern ökologisch und ökonomisch sinnvoll –genutzt, um einen Teil der Waldumbau-kosten abzudecken. Es wird sichergestellt, dass nach Ablauf der
Renaturierungsarbeiten keine Käferbehandlung mehr notwendig ist. Die Weichen dafür werden mit Rücksicht auf die benachbarten Fichten-Wirtschaftswälder und nahe gelegenen Erholungsorte gestellt – denn eine artenreiche, vitale Natur und das menschliche Wohlbefinden gehöreneng zusammen.


Sie halten sich an der »Tiefen Kohlstelle« (Schutzhütte) links und wandern weiter zur Nationalpark-Waldgaststätte »Rabenklippe«. Sie ist eine der autofreien Waldgaststätten im Nationalpark Harz und eine der sieben Waldgaststätten rund um Bad Harzburg – ein wildromantisches Wanderziel mit schönem Brockenblick.
Direkt neben der Gaststätte befindet sich das Luchsgehege – dort
gibt es die Katzen mit den Pinselohren aus nächster Nähe zu betrachten. Nach jahrelangen Vorbereitungen ist der Luchs im Jahr 2000 in den Nationalpark Harz und die Harzregion zurückgekehrt. Die großen Katzen sind sehr scheu und in freier Natur kaum zu entdecken. Doch hier an der Nationalpark-Waldgaststätte »Rabenklippe« ist das kein großes Problem –
mit etwas Geduld und Glück können Sie einen Blick auf die scheuen Wildkatzen erhaschen.
Für den Rückweg stehen Ihnen viele Wanderwege offen: Sie wählen jedoch am besten den Weg durch das »Kalte Tal«, indem Sie zunächst zurück zur Tiefen Kohlstelle wandern und dann
geradeaus der Beschilderung »Molkenhaus« folgen (Wanderweg 19 C,»Kaiserweg«). Dem nächstmöglichen Wanderweg folgen Sie am »Echoplatz« nach rechts hinab ins Tal, halten sich am »Reuscheteich« links und folgen dem Weg immer weiter bergab. Bald erreichen Sie wieder den Ausgangspunkt Ihrer Wanderung, das Haus der Natur.


Service-Informationen
Das Haus der Natur ist täglich von
10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
Montags – außer an Feiertagen –
geschlossen. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 2€, für Kinder 1€, Familien 5€, Ermäßigung für Kurkarteninhaber
und Gruppen.

Weitere Infos
unter www.haus-der-natur-harz.de.

Die Öffnungszeiten der Nationalpark-
Gaststätte »Rabenklippe«: Dienstag– Sonntag: 10.00–18.00 Uhr; Montag Ruhetag, außer an Feiertagen.

Das Luchsgehege ist jedoch auch außerhalb dieser Zeiten zu besuchen.

Kontakt:
Nationalpark-Waldgaststätte Rabenklippe, 38655 Bad Harzburg, Tel. 05322 2855, Internet: www.rabenklippe.de.

Auch geführte Rangerwanderungen führen zum Luchsgehege. Jeden Dienstag wandern die Bad Harzburger Ranger vom Haus der Natur auf Wunsch zum Luchsgehege – los geht es jeweils um 10.30 Uhr am Haus der Natur. Die Länge dieser Wanderung
beträgt ca. 12 km, die Dauer ca. 3,5 Stunden. Eine – auch kurzfristige – Vorabsprache kann unter Tel. 05322 53001 zwischen 8.00 und 8.30 Uhr getroffen werden.

Eine Alternative: mit dem Erdgasbus zum Luchsgehege
Vom Bad Harzburger Bahnhof fahren während der Wandersaison vom 1. April bis zum 13. November die umweltfreundlichen Erdgasbusse der KVG/Verkehrsgemeinschaft Harz (Linie 875) über die Nationalpark- Waldgaststätte Molkenhaus direkt an
die Rabenklippe. Die Busse halten unter anderem am »Berliner Platz« und am »Märchenwald« und kommen eine halbe Stunde später an der Rabenklippe an.

 

 

 

 

Verlaufen nicht möglich !

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Luchs

Luchs

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