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Teichwirtschaft Ahlhorn (Landesforsten)

Rubrik:Wandern, Kurzwanderung
Start:Wanderparkplatz am Naturschutzgebiet
Ziel:Wanderparkplatz im Nauturschutzgebiet
Länge:5,19 km
Schwierigkeit:Bequeme ebene Wanderung, die die Landschaftselemente
Wald und Wasser reizvoll miteinander verbindet.
Anfahrt:Auto: Von der A 29 Abfahrt Ahlhorn;
B 213 in Richtung Cloppenburg, nach 0,7 km
(Hinweisschild »Teichwirtschaft«) rechts in den Wald abbiegen. Geradeaus auf der Straße »Zu den Fischteichen« durch die beiderseits angrenzenden Waldflächen fahren. Nach ca. 3,5 km auf dem Wanderparkplatz am Naturschutzgebiet parken.
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. hellgrüne Frabmarkierung rechts des Weges

Tour auf der Karte anzeigen »

Informationen zur Tour

Diese Wanderung durch das Naturschutzgebiet
»Ahlhorner Fischteiche« bietet Ihnen einen wundervollen
Wechsel aus Wald- und Wasserflächen. Mit etwas Glück
können Sie auf Ihrem Marsch einem faszinierenden
Froschkonzert lauschen, denn hier finden Sie die meisten
Frösche und Kröten weit und breit.

Ahlhorner Teiche

Ahlhorner Teiche

Ihre Autofahrt über die Straße »Zu
den Fischteichen« führt Sie zunächst
durch einen jungen Wald – er ist
ebenfalls Teil der Aufforstungen nach
dem verheerenden Orkan vom
13. November 1972. Am Ende der
Straße stoßen Sie auf einen Wanderparkplatz
– hier können Sie Ihr Auto
abstellen und Ihre Wandertour durch
das Naturschutzgebiet »Ahlhorner
Fischteiche« starten.
Eine Übersichtstafel am Parkplatz
enthält viele interessante Informationen
zum 1993 ausgewiesenen Schutzgebiet.
So viel steht fest: Auf 485 Hektar
purer Natur finden Sie hier jede
Menge Erholung und tolle Erlebnisse.
Wussten Sie zum Beispiel, dass es
im Naturschutzgebiet »Ahlhorner
Fischteiche« den wohl reichhaltigsten
Amphibienbestand im nordwestdeutschen
Raum gibt? Übrigens können
sich alle Wanderer, die mit Kindern
unterwegs sind, freuen: Auf der anderen
Straßenseite lädt der Spiel- und
Rastplatz zum Toben und Entspannen
ein. Für eine Entspannung ist es jedoch noch zu früh: Sie wenden sich
nach rechts und wandern ein Stück
die Straße nach Westen in Richtung
Garrel entlang.
Nach 200 Metern zweigt rechts am
Findling der Wanderweg ab. Sie überqueren
auf einer Holzbrücke das
»Lethetal« mit Niedermooren und
Erlenbruchwald und treffen auf einen
Wanderweg am Kirchenteich.
40 Meter von der Einmündung entfernt
steht rechts eine Aussichtsplattform,
von der Sie einen guten Blick
auf das Gewässer haben. Und dieser
Blick lohnt sich: Verschiedene Wasservögel
wie z. B. Stock-, Schell- und
Reiherenten, Blässhühner und Haubentaucher
sind hier oft zu finden.
Am gegenüberliegenden Ufer liegt die
Kirche »St. Petri«. Der Wanderweg
führt Sie von der Einmündung nach
links weiter am Graben entlang mit
dem Kirchenteich zur rechten Hand.
Entlang des Weges bieten einige
Bänke Rastmöglichkeiten – von hier
aus können Sie dem Konzert der
Wasserfrösche lauschen.

Sie umrunden das größte Gewässer
der Teichwirtschaft, den so genannten
»18-ha-Teich«. Auf der vom Ufer
abgewandten Wegseite wachsen jüngere
Kiefernwälder heran. Entlang des
Uferbereiches kommen Stieleichen
und Birken besonders häufig vor.
Nach etwa einer halben Stunde erreichen
Sie an der Westseite des Sees
eine kleine Sitzgruppe. Der Weg führt
Sie von hier aus weiter zu einer kleinen
Holzbrücke. Unmittelbar danach
verlassen Sie den Hauptwanderweg
und biegen nach rechts auf einen
Grasweg ein. Sie streifen einen kleinen
Wald mit Lebensbäumen und
gehen am Nordufer des 18-ha-Teiches
entlang. Nun naht schon bald die
nächste Pause: Sie biegen in der
Kurve nach rechts auf die Zufahrt
zum Blockhaus ein.
An der Einfahrt zum Gelände des
Blockhauses, einer Einrichtung der
evangelisch-lutherischen Kirche in
Oldenburg, die für Seminar- und
Jugendarbeit genutzt wird, sehen Sie
wieder die Kirche St. Petri. Im Innenhof
des Blockhauses haben Sie die
Möglichkeit, nach gut der Hälfte des
Wanderweges eine größere Rast einzulegen
und sich zu stärken. Auch ein
Abstecher auf das Wasser per Ruderboot
ist von hier aus möglich.
Wenn Sie das Gelände Richtung Südosten
wieder verlassen, erkennen Sie
das »Hüttenlager«. Hier betreiben die vertreten durch das Niedersächsische
Forstamt Ahlhorn, seit 1968 eines
ihrer neun Jugendwaldheime in
Niedersachsen. Schülerinnen und
Schüler ab der siebten Klasse aller
Schulformen haben hier die Möglichkeit,
unter Anleitung eines Försters
und seiner Mitarbeiter einen zwölftägigen
Aufenthalt zu erleben und den
Lebensraum Wald praktisch kennen
zu lernen.
Im weiteren Verlauf Ihres Weges
gelangen Sie an einen Querweg. Dort
wenden Sie sich nach links und wandern
entlang der Wiese, an deren
Ende Sie rechts der befestigten Straße
durch den Eichenwald folgen. Nach
der Überquerung der Straßenbrücke
erreichen Sie die »12 Apostel«, eine
vorgeschichtliche Steinsetzung. Diese
Steine sollen in früher Zeit als Sonnenwenduhr
gedient haben. Die
Umgebung der Ahlhorner Fischteiche
wurde durch die Inlandsvereisung
während des Eiszeitalters geprägt.
Während des Drenthe-Stadiums der
Saale-Vereisung vor rund 170.000
Jahren bedeckten mächtige Eisflächen
die Landschaft. Spätere Vereisungen
ließen sie zwar eisfrei, sie war aber
nun ungeschützt den klimatischen
Einflüssen ausgesetzt. Die Grundmoräne
der letzten Vereisung wurde
durch Schmelzwasser und Wind zerstört,

Flugsande verlagerten sich und
nur große Geschiebe und Blöcke, wie
die Apostelsteine, blieben liegen.
Genug Geschichtsunterricht für eine
Wanderung! Nur wenige Schritte weiter
stehen Sie auf der Talsperre der
Lethe. Von hier aus werden die Teiche
mit Wasser versorgt. Einige Minuten
später erkennen Sie links die historischen
Wirtschaftsgebäude der Teichwirtschaft.
Noch vor 100 Jahren war
dieses Gebiet eine Heidelandschaft,
durchzogen von dem Flüsschen Lethe.
In Mulden und Senken des unkultivierten
Bodens entstand in den Jahren
1906 bis 1917 die aus über vierzig
Karpfenteichen und zwei Forellenanlagen
bestehende Teichwirtschaft.
Der Asphaltstraße folgend durchqueren
Sie den Eichen- und Erlenwald.
Zum Ende der Wanderung haben Sie
oft die Möglichkeit, auf der Stromleitung
entlang des Weges heimische
Singvögel zu beobachten. Im Schatten
des Waldrandes verläuft neben der
Straße der Weg zurück zum Parkplatz,
den Sie nach weiteren zehn
Minuten erreichen.

Picknickplatz

Picknickplatz

Lethe-Talsperre

Lethe-Talsperre

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