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DWT 2014 - SA 2/23 Durch die Karstlandschaft in die Rosenstadt Sangerhausen

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Bahnhof Bennungen am Ortsausgang Richtung Wickerode
Ziel:Sangerhausen
Länge:21,39 km
Dauer:ca. 8 Stunden
Anfahrt:A 38 Abf. Roßla;
Bahnhof Bennungen am Ortsausgang Richtung Wickerode;
UTM: 32 U 647459 5703569
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Harzklub-Schilder
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

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Informationen zur Tour

Harzklub-Wanderung zum DWT 2014

Sangerhausen Rosarium

Sangerhausen Rosarium

Forellenhof Wickerode - Questenberg -  Queste mit schöner Aussicht - Hainrode (Einkehr) - Karstwanderweg nach Großleinungen - Höhenwanderweg nach Sangerhausen (Rückfahrt  mit der Bahn vom Bahnhof Sangerhausen nach Bennungen).

Questenberg ist ein Ortsteil der Gemeinde Südharz  im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt, etwa 12 km westlich der Kreisstadt Sangerhausen im  Unterharz im Tal der Nasse gelegen. Erste Siedlungsspuren datieren aus dem 5. und 6. Jh. vor Christus. Oberhalb des Ortes befindet sich die gleichnamige Burg Questenberg. Reste der Burg (Befestigungsmauern und Turm), auf dem steilen Burgberg am östlichen Dorfrand gelegen, sind noch zu besichtigen.

Die Burg Questenberg ist die Ruine einer mittelalterlichen Feudalburg auf dem Burgberg nördlich des Dorfs Questenberg im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt. Der Bergfried, die  Ringmauer, zwei Keller sowie eine Wand des Palas sind erhalten und frei zugänglich. Die Höhenburg ist etwa 1200 bis 1250, vermutlich von den Grafen von  Beichlingen erbaut und zur Verteidigung an eines sich nach ihr benennenden Rittergeschlechtes von Questenberg anvertraut worden. Seit 1305 waren die Grafen von Hohnstein Besitzer. 1349 wurde die Burg erstmals direkt als „hus zcuo Questinberg“ genannt.

Der Ritter Heinrich von me Rade und seine Brüder erhielten Questenberg und sieben dazugehörende Dörfer als Lehen. 1383 verkaufen die Grafen von Hohnstein die Besitzung an Landgraf Balthasar von Thüringen. Die Burg und Herrschaftnutzten die Thüringer Landgrafen ununterbrochen als Verpfändungsobjekt. Von 1424 bis 1430 hatte Landgraf Friedrich I. das „Schloss“ und Amt Questenberg für 450 Mark Silber an Dietrich von Witzleben und seine Sohn Friedrich verpfändet. 1430 verkaufen Landgrafen die Herrschaft an die Grafen zu Stolberg. Wie schon unter den Thüringern diente die Besitzung auch den Stolbergern vorwiegend zu Pfandgeschäften. Zunächst wurde die Burg an die adlige Familie Knaut verpfändet. Von 1468 bis 1486 ging das Pfand an die altmärkische Familie von Bertkow und anschließend bis 1670 wieder an die Knauts. Ab 1645 war die Linie Stolberg-Wernigerode  Lehnsherr.

1718 ging die Besitzung durch Kauf an die Grafen zu Stolberg-Roßla. Eine letzte militärische Nutzung hatte die Burg 1633, als sie dem Kriegskommissar Valenthin Rothmehler als Quartier für eine Kompanie gegen die Harzschützendiente. Bereits im Bauernkrieg wurde die Burg als wüst bezeichnet. 1649 war die Burg bereits so verfallen, dass nur noch wenige Keller nutzbar waren.

Die Queste stellt wahrscheinlich eine Variante der germanischen Irminsul (Irmensäule) dar. An einem etwa zehn Meter hohen Baumstamm wird ein riesiger Kranz aus Reisig befestigt. An den Enden des Kreuzes werden ebenfalls Reisigbündel befestigt, die sogenannten Quasten.

Bekannt ist das Dorf für das jährlich am Pfingstwochenende auf dem westlich des Dorfes gelegenen Questenberg gefeierte Questenfest, bei dem am Pfingstmontag zum Sonnenaufgang der Kranz der Queste aus Birken- und Buchengrün mit zwei so genannten Quasten von einem mehrere Meter hohen Eichenstamm abgenommen und zur Nachmittagszeit mit frischem Grün beschmückt wieder heraufgezogen wird. Vermutet werden dahinter Überbleibsel eines Festes des heidnischen Festes zur Sommersonnenwende. Eine andere Sage lässt den Ursprung dieses Festes auf die verlorene und wiedergefundene Tochter des Ritters Knaut auf Questenberg zurückgehen.

Die Queste ist als Nr. 212 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen.

Des Weiteren gibt der Questenberger Roland Anlass zu Spekulationen. Da Questenberg nie ein Ort von größerer Bedeutung war, erscheint eine Rolandstatue hier fehl am Platze. Die Vermutungen reichen von einem Zeichen für Markt- und Münzrecht bis hin zu einer bloßen Kopie des Nordhäuser Rolands, dem der Questenberger im Aussehen sehr ähnelt. Der Sanskrit- und Buddhaforscher Otto Rudolf Franke (* 24. Juni 1862 als Müllersohn in Wickerode) besuchte vier Jahre die Volksschule in Questenberg.

Durch den Ort führt der Karstwanderweg.

 

Der Karstwanderweg ist ein über 250 km langer, ausgeschilderter und markierter Wanderweg  im Landkreis Osterode am Harz in Niedersachsen, im Landkreis Nordhausen und im Kyffhäuserkreis in  Thüringen sowie im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Er führt vom niedersächsischen Förste durch die Karstlandschaft des Südharzes, unter anderem durch die Rüdigsdorfer Schweiz, ins sachsen-anhaltische Pölsfeld. Weiterhin gibt es einen Abschnitt, der in Thüringen von Auleben  nach  Bad Frankenhausen führt. Der Weg erschließt zahlreiche Naturschönheiten, darunter Höhlen wie die Heimkehle und die Barbarossahöhle,  Dolinen,  Erdfälle wie den Juessee oder den Beberteich und die Schwimmende Insel, zu- und abflusslose Gewässer wie der Aschenhütter Teich, der Wiedensee und der Kesselsumpf, Moorlandschaften wie die Teufelsbäder, Karstquellen wie die Rhumequelle  und das Teufelsloch, Bachschwinden und Flussversinkungen wie der Bauerngraben und die Versickerung der Sieber, sowie zahlreiche Gipsfelsen. Die mittelalterlichen  Wüstungen Hage,  Königshagen und  Smerbeke  liegen am Karstwanderweg. Für den Karstwanderweg wurde eine eigene Markierung kreiert. Es handelt sich um den weißen Anfangsbuchstaben K auf einem roten Querbalken über weißem Grund.

 

WALLHAUSEN/ Gerade noch rechtzeitig bevor der Tourismusverband Sangerhausen den neuen Wanderflyer mit 16 Wanderrouten der Region in den Druck gibt, stellte der Heimat- und Geschichtsverein „Goldene Aue“ den Wegeverlauf, des Kaiser-Otto-Höhenweges vor. Für den rund 14 Kilometer langen Weg zwischen der Berg- und Rosenstadt Sangerhausen und dem Rolanddorf Bennungen wurden drei Rundwanderwege konzipiert, die gleichzeitig eine Anbindung zum Karstwanderweg und dem Weg Deutscher Kaiser und Könige des Mittelalters im Harz zum Kaiserweg in Tilleda darstellen.

Das Licht, welches im Kaiser-Otto-Jahr 2012 auf Wallhausen fiel, sollte nicht so schnell verblassen, waren sich die Vertreter des Vereins, des Landkreises, der Gemeinde Wallhausen, des Schlosses Wallhausen und vom Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz von Anfang an einig.

So hatte Heinz Noack vom Heimat- und Geschichtsvereins „Goldene Aue“ die Idee, den von Alfred Schneider (1928-2003) Anfang der 1990er Jahre ausgeschilderten Höhenwanderweg in Kaiser-Otto-Höhenweg umzubenennen. „Der weithin bekannte Name soll geschichtsinteressierte Gäste in die Goldene Aue und den Südharz locken“, begründete er den Vorschlag. Der Weg wurde passend zum 1100. Geburtstag Ottos des Großen, am 23. November 2012, offiziell umbenannt.  

Nun muss der Weg touristisch erschlossen werden. Eine durchgängige Beschilderung soll das Siegel Ottos I. zeigen. Außerdem sollen in Sangerhausen, Wallhausen und Bennungen Informationstafeln aufgestellt werden. „Die Ideen für den Wegeverlauf und passende Informationen für die Tafeln kann der Verein liefern, für die Umsetzung brauchen wir Verbündete“, erläuterte Noack bei einem ersten Treffen im Kaiser-Otto-Saal im Schloss Wallhausen das Vorhaben. Deshalb hatte der Verein potentielle Partner eingeladen, die sich an der Umsetzung des touristischen Projektes beteiligen sollen. Das Schloss Wallhausen mit seiner künftigen Dauerausstellung zu den Ottonen, soll dabei ein Ausgangspunkt zu geführten Wanderungen für geschichtlich interessierte Gäste werden. Christine Trebeck vom Tourismusverband Sangerhausen empfindet das Projekt als eine Bereicherung für das touristische Angebot. „Es ist doch unser gemeinsames Ziel, die Gäste länger in der Region zu halten. Da kommen zusätzliche Angebote sehr gelegen“, sagte sie. Für die Ausschilderung des Weges steht die Verwaltung des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz dem Tourismusverein in bewährter Form zur Seite. Gemeinsam mit dem Regionalverband Harz will man die Finanzierung und Gestaltung der Infotafeln angehen.  

Erfolgreiche Kooperationsarbeit:

Der Heimat- und Geschichtsverein Goldene Aue blickt bereits auf mehrere erfolgreiche Kooperationsmaßnahmen mit dem Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz zurück. So wurde gemeinsam mit der GFM Sangerhausen die Streuobstwiese am Bauerngraben rekultiviert, Neuanpflanzungen durchgeführt und eine Öbsterhütte errichtet. Im Jahr 2011 wurden zusammen mit der Kreisvolkshochschule Mansfeld-Südharz 22 Natur- und Landschaftsführer für das Biosphärenreservat ausgebildet. Quelle zum Höhenweg: Mitteldeutsche Zeitung.

Sangerhausen ist eine Stadt im deutschen Land Sachsen-Anhalt. Sie liegt im Südwesten des Bundeslandes an der Grenze zu Thüringen und ist die Kreisstadt des Landkreises Mansfeld-Südharz. Zwischen Magdeburg und Erfurt, zwischen Göttingen und Halle an der Saale, im Herzen Mitteldeutschlands liegt Sangerhausen. Sangerhausen liegt am östlichen Rand der Goldenen Aue, einem fruchtbaren Tal zwischen Harz und Kyffhäuser, das von dem Fluss Helme durchflossen wird. Durch die Stadt selbst fließt der Fluss Gonna. Nachbargemeinden sind Harzgerode (Landkreis Harz) im Norden,  Südharz im Westen, Wallhausen und  Edersleben im Süden und Allstedt und Mansfeld im Osten. Sangerhausen ist vermutlich eine fränkische Gründung. Erstmals erwähnt wurde die Siedlung in einem zwischen 780 und 802 erstellten Urkundenbuch des Kloster Fulda. In einem zwischen 881 und 899 entstandenen  Verzeichnis des Zehnten des Klosters Hersfeld wird Sangerhausen als zehntpflichtiger Ort Sangerhus im  Friesenfeld genannt. 991 gehörte das Dorf zum Kloster Memleben. Ab dem 10. Jahrhundert gab es einen Fronhof im Bereich der heutigen Ulrichkirche. Nachdem Sangerhausen zwischen 1004 und 1017 das Marktrecht verliehen wurde, entstand im Bereich des heutigen Alten Marktes ein Marktflecken. Dieser wuchs infolge des Zuzugs von Kaufleuten mit dem Frohnhof im Norden zusammen. 1194 wurde dem Dorf das Stadtrecht verliehen. Im Jahre 1204 erhielt die nunmehrige Stadt Schutz durch einen Palisadenzaun, 1263 erhielt sie dann eine Stadtmauer und 1485 fiel sie an die albertinische Linie der Wettiner. Wichtiger Wirtschaftszweig war seit dem Mittelalter der Silber- und Kupfer-Bergbau. Im Jahre 1391 wurde zum ersten Mal in der meißnischen Groschengeschichte außerhalb der Landesmünzstätte Freiberg in der neu errichteten Münzstätte Sangerhausen Groschengeld geprägt. Die neue Münze war für Zahlungsverpflichtungen im Harzer Silberbergbau errichtet worden. Da sich viele Bürger von Sangerhausen 1525 am Bauernkrieg beteiligten, wurde die Stadt mit 5.000 Gulden und sieben Hinrichtungen bestraft. Erst nach dem Tod Herzog Georgs des Bärtigen setzte sich 1539 die Reformation durch. Bis zum 19. Jahrhundert ging die Bedeutung des Bergbaus allmählich zurück. 1815 wurde Sangerhausen preußisch und Verwaltungssitz des Landkreises Sangerhausen im  Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen. Der Anschluss an das Eisenbahnnetz erfolgte am 10. Juli 1866 durch die Halle-Kasseler Eisenbahn. 1880 kam noch die Bahnstrecke nach Erfurt hinzu. Die Industrialisierung führte zur Ansiedlung von Fabriken, die Feilen, Fahrräder, Malz, Klaviere,  Maschinen, Möbel, Leder, Käse und Zucker herstellten. Im Jahre 1903 wurde das Rosarium im Osten der Stadt gegründet. Im Zweiten Weltkrieg blieb die Stadt weitgehend verschont, der Bahnhof wurde allerdings zerstört, als in ihm ein beladener Munitionszug explodierte. Bereits während des Zweiten Weltkriegs wurden Sondierungen zur Wiederaufnahme des Bergbaus vorgenommen. 1951 begann mit dem VEB Thomas-Müntzer-Schacht wieder die Förderung von Kupfererz, die jedoch nach der Wiedervereinigung eingestellt werden musste, da die Gestehungskosten den Weltmarktpreis um mehr als das Zehnfache übertrafen. Zeugen des einstigen Bergbaus sind der Museumsschacht Wettelrode und die riesige Abraumhalde (Schachthalde genannt) im Norden der Stadt.  

Während der Friedlichen Revolution 1989/90 wurde ein Runder Tisch gebildet und es kam zu Demonstrationen mit bis zu 25.000 Teilnehmern. 

In der Stadt liegen drei mittelalterliche Kirchen: die Marktkirche St. Jakobi, Sankt Ulrici (eine im Kern romanische Pfeilerbasilika) und die Marienkirche. Auch einige Profanbauten wie das Alte Schloss (nur noch Reste), das Neue Schloss oder das alte Rathaus stammen noch aus dem Mittelalter. Sehenswert ist des Weiteren der mittelalterliche Stadtkern mit seinen Bürgerhäusern aus der Zeit der Renaissance.Seit 1907 gibt es eine Neuapostolische Kirche. Die neugotische, katholische Herz-Jesu-Kirche wurde 1894 geweiht.

In Sangerhausen befindet sich seit 1903 das Europa-Rosarium mit der größten Rosensammlung der Welt. Es gehört zum Netzwerk Gartenträume Sachsen-Anhalt. Im Spengler-Museum befindet sich das vollständige Skelett eines Alt-Mammuts.

Die Region um Sangerhausen zählt zu den wirtschaftsschwächsten in Deutschland. Mit dem Niedergang des Bergbaus fiel nach 1990 der Haupterwerbszweig für die Menschen der Gegend weg. Derzeit liegt die Arbeitslosenquote etwa bei 17 %. Dennoch konnten einige Traditionsbetriebe wie die MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke bestehen bleiben und sich am Markt behaupten.

Südlich der Stadt verläuft als wichtigste Fernverbindung die neue A 38 (Leipzig/Halle–Göttingen/Kassel). Am Dreieck „Südharz“ bei Sangerhausen beginnt die A 71 nach Erfurt (geplante durchgehende Fertigstellung 2014). An der A 38 befinden sich die Anschlussstellen Sangerhausen-West (15) und Sangerhausen-Süd (16).

In Sangerhausen kreuzen sich die Eisenbahnlinien  Halle–Kassel und Magdeburg–Erfurt, für letztere trifft sich hier die Bahnstrecke Sangerhausen–Erfurt von Süden mit dem Abschnitt der Berlin-Blankenheimer Eisenbahn von Norden, mit jeweils durchgehenden Verbindungen alle zwei Stunden. Mit dem sogenannten Kupferexpress bestehen darüber hinaus stündliche Verbindungen nach Halle und Nordhausen. Seit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2009 bietet die Deutsche Bahn zudem freitags bzw. sonntags den Intercity „Kyffhäuser“ auf der Relation Leipzig–Halle–Kassel–Frankfurt am Main an.

Das Europa-Rosarium in Sangerhausen besitzt die größte Rosensammlung der Welt. Heute sind mehr als 8.300 Rosenarten und Rosensorten, über 40 Rosenklassen - insgesamt etwa 60.000 Rosensträucher auf einer Fläche von 15 Hektaraufgepflanzt. Darunter sind etwa 500 unterschiedliche Arten und Formen von Wildrosen. Das Rosarium Sangerhausen war zunächst vom Verein Deutscher Rosenfreunde (VDR) als Sammelstelle für neu eingeführte Rosensorten gedacht. Peter Lambert - Rosenzüchter aus Trier und Gründungsmitglied des VDR - schlug 1897 vor, ein Vereinsrosarium zu schaffen. Der Rosensammler Albert Hoffmann stiftete seine Sammlung mit rund 1.100 Rosensorten als Grundstock für das Rosarium. 1899 wurde vom Gartenarchitekten Friedrich Erich Doerr ein formaler Rosengarten entworfen, der 1902 um einen landwirtschaftlichen Teil erweitert wurde. Nach fünf Jahren wurde das Rosarium Sangerhausen auf einer Fläche von 1,5 Hektar am 3. Juli 1903 zum Kongress Deutscher Rosenfreunde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Wildrosensammlung des Botanikers Georg Dieck aus Zöschen mit 450 Rosensorten wurde 1900 auf der Weltausstellung in Paris ausgestellt. 1909 wurde seine Sammlung in das Rosarium Sangerhausen aufgenommen. 1927 fand in Sangerhausen die erste Neuheitenprüfung von Rosensorten statt. 1933 legte der Mitbegründer und ehrenamtliche Geschäftsleiter Ewald Gnau, Rosenprofessor genannt, seine Tätigkeit aus Protest gegen das Gleichschaltungsgesetz offiziell nieder. 1939 wurde das Rosarium, damals mit 5.000 Rosensorten, auf eine Fläche von 12,5 Hektar erweitert. 1947 wurden Jungpflanzen und die Bibliothek des VDR als Reparationsleistung zum Aufbau von Rosarien in die UdSSR nach Moskau, Leningrad und Kiew geschickt. 1964 wurde ein Ideenwettbewerb zur Neuordnung und Erweiterung des Rosariums veranstaltet. Nach den Gestaltungsvorschlägen wurde 1969 der Schaugarten auf dem Erweiterungsgelände angelegt. Seit 1977 wird im August das „Fest der 1000 Lichter“ - als Rosenfest mit Feuerwerk und großer Parkillumination gefeiert. 1987 wurde ein Gartenteil mit 150 Rosensorten auf etwa 1 Hektar Fläche neu gestaltet, der der Rosenzüchtung in der DDR gewidmet ist. 3000 Rosenpflanzen geben einen Überblick über 40 Jahre Rosenzucht der DDR. 1993 wurde das Rosarium Sangerhausen zum Europa-Rosarium und Sangerhausen zur Rosenstadt des VDR ernannt. Seit 2006 wird das Rosarium zusätzlich durch das Netzwerk Gartenträume Sachsen-Anhalt touristisch vermarktet. Obwohl die Sammlung durch das Dritte Reich hindurch und über das Kriegsende 1945 hinaus bewahrt und ausgebaut werden konnte, erfüllte das Rosarium während der DDR nicht mehr den ursprünglichen Zweck und erwarb zwischen 1950 und 1990 nur wenige Neuheiten. Die Sammlung ist jedoch eine lebendige Enzyklopädie und umfangreiche Sammlung der Rosensorten des frühen 20. Jahrhunderts. Als Schwerpunkte sind die Polyantha-Rosen, Remontant-Rosen, Noisette-Rosen und  Rambler-Rosen, vielfach auch Raritäten, zu finden. Das Rosarium enthält auch eine Sammlung von Rosenzüchtungen aus ehemals kommunistischen Ländern.

Quelle: Wikipedia

 

 

 

Sangerhausen Bahnhof.

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SangerhausenUlrichkirche

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