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DWT 2014 - DO 28 Die Karstlandschaft bei Questenberg

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Bahnhof Bennungen am Ortsausgang Richtung Wickerode UTM: 32 U 647459 5703569
Ziel:Bahnhof Bennungen
Länge:11,02 km
Dauer:ca. 5 Stunden
Anfahrt:A 38, Abfahrt Roßla:
Treffpunkt: Bahnhof Bennungen am Ortsausgang Richtung Wickerode - UTM: 32 U 647459 5703569
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Harzklub-Schilder und Schilder "Karst-Wanderweg"
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

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Informationen zur Tour

Harzklub-Wandertipp zum Deutschen Wandertag 2014.
Hinweis: Die Wanderführer behalten sich vor, beim offiziellen DWT-Termin die Tour bei Bedarf zu modifizieren.

Queste

Queste

Wickerode - Borntal - Karstwanderweg nach Questenberg -  Queste mit schöner Aussicht - Forellenhof Wickerode mit Rastmöglichkeit - über den Katzenstieg zurück nach Bennungen.

Ein paar Hinweise:

Bennungen ist ein Ortsteil der Gemeinde Südharz im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt. Bennungen liegt nördlich des Kyffhäuser an der zur 13 km östlich liegenden Kreisstadt Sangerhausen führenden L 151 und der Halle-Kasseler Eisenbahn. Bennungen wurde erstmals 1112 urkundlich erwähnt. Das gleichnamige Rittergeschlecht „von Bennungen“ hatte hier seinen Stammsitz. Am 1. Januar 2010 schlossen sich die Gemeinden Bennungen, Breitenstein, Breitungen,  Dietersdorf,  Drebsdorf, Hainrode, Hayn (Harz),  Kleinleinungen,  Questenberg, Roßla,  Rottleberode, Schwenda  und Uftrungen zur neuen Gemeinde Südharz zusammen.

 

Wickerode ist ebenfalls ein Ortsteil der Gemeinde Südharz . Der Ort wurde am 1. September 2010 eingemeindet und bis dahin von der Gemeinde Südharz mit verwaltet. Wickerode liegt im Südharz an der Landstraße zwischen  Bennungen und  Questenberg  bzw.  Kleinleinungen. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1111 als Wigharderode. Wickerode gehörte zum Besitz der Grafen zu Stolberg und war Teil des Amtes Questenberg in der Grafschaft Stolberg-Roßla. Bis 1815 stand Wickerode unter der Oberhoheit des Königreichs Sachsen und gelangte dann an den Regierungsbezirk Merseburg der preußischen Provinz Sachsen. Wickerode war über mehrere Jahrzehnte Sitz eines Bergamtes der Grafen zu Stolberg-Wernigerode. 1819 lebten in Wickerode 321 Einwohner in 77 Häusern. Hier wurde der Sanskrit- und Buddha-Forscher Rudolf Otto Franke am 24. Juni 1862 als Müllersohn geboren.

 

Auch Questenberg gehört zur Gemeinde Südharz  etwa 12 km westlich der Kreisstadt Sangerhausen  im Unterharz im Tal der Nasse gelegen. Erste Siedlungsspuren datieren aus dem 5. und 6. Jh. vor Christus. Oberhalb des Ortes befindet sich die gleichnamige Burg Questenberg. Reste der Burg (Befestigungsmauern und Turm), auf dem steilen Burgberg am östlichen Dorfrand gelegen, sind noch zu besichtigen.

Die Burg Questenberg ist die Ruine einer mittelalterlichen Feudalburg auf dem Burgberg nördlich des Dorfs Questenberg. Der Bergfried, die Ringmauer, zwei Keller sowie eine Wand des Palas sind erhalten und frei zugänglich. Die Höhenburg ist etwa 1200 bis 1250, vermutlich von den Grafen von Beichlingen erbaut und zur Verteidigung an eines sich nach ihr benennenden  Rittergeschlechtes von Questenberg anvertraut worden. Seit 1305 waren die Grafen von Hohnstein Besitzer. 1349 wurde die Burg erstmals direkt als „hus zcuo Questinberg“ genannt. Der Ritter Heinrich von me Rade und seine Brüder erhielten Questenberg und sieben dazugehörende Dörfer als Lehen. 1383 verkaufen die Grafen von Hohnstein die Besitzung an Landgraf  Balthasar von Thüringen. Die Burg und  Herrschaftnutzten die Thüringer Landgrafen ununterbrochen als Verpfändungsobjekt. Von 1424 bis 1430 hatte Landgraf Friedrich I. das „Schloss“ und Amt Questenberg für 450 Mark Silber an Dietrich von Witzleben und seine Sohn Friedrich verpfändet. 1430 verkaufen Landgrafen die Herrschaft an die Grafen zu Stolberg. Wie schon unter den Thüringern diente die Besitzung auch den Stolbergern vorwiegend zu Pfandgeschäften. Zunächst wurde die Burg an die adlige Familie Knaut verpfändet. Von 1468 bis 1486 ging das Pfand an die altmärkische Familie von Bertkow und anschließend bis 1670 wieder an die Knauts. Ab 1645 war die Linie Stolberg-Wernigerode Lehnsherr. 1718 ging die Besitzung durch Kauf an die Grafen zu Stolberg-Roßla. Eine letzte militärische Nutzung hatte die Burg 1633, als sie dem Kriegskommissar Valenthin Rothmehler als Quartier für eine Kompanie gegen die Harzschützendiente. Bereits im Bauernkrieg wurde die Burg als wüst bezeichnet. 1649 war die Burg bereits so verfallen, dass nur noch wenige Keller nutzbar waren.

Die Queste stellt wahrscheinlich eine Variante der germanischen Irminsul (Irmensäule) dar. An einem etwa zehn Meter hohen Baumstamm wird ein riesiger Kranz aus Reisig befestigt. An den Enden des Kreuzes werden ebenfalls Reisigbündel befestigt, die sogenannten Quasten. Bekannt ist das Dorf für das jährlich am Pfingstwochenende auf dem westlich des Dorfes gelegenen Questenberg gefeierte Questenfest, bei dem am Pfingstmontag zum Sonnenaufgang der Kranz der Queste aus Birken- und Buchengrün mit zwei so genannten Quasten von einem mehrere Meter hohen Eichenstamm abgenommen und zur Nachmittagszeit mit frischem Grün beschmückt wieder heraufgezogen wird. Vermutet werden dahinter Überbleibsel eines Festes des heidnischen Festes zur Sommersonnenwende. Eine andere Sage lässt den Ursprung dieses Festes auf die verlorene und wiedergefundene Tochter des Ritters Knaut auf Questenberg zurückgehen.

Die Queste ist als Nr. 212 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen.

Des Weiteren gibt der Questenberger Roland Anlass zu Spekulationen. Da Questenberg nie ein Ort von größerer Bedeutung war, erscheint eine Rolandstatue hier fehl am Platze. Die Vermutungen reichen von einem Zeichen für Markt- und Münzrecht bis hin zu einer bloßen Kopie des Nordhäuser Rolands, dem der Questenberger im Aussehen sehr ähnelt. Der Sanskrit- und Buddhaforscher Otto Rudolf Franke (* 24. Juni 1862 als Müllersohn in Wickerode) besuchte vier Jahre die Volksschule in Questenberg.

Durch den Ort führt der Karstwanderweg.

Quelle: Wikipedia

 

 

Questenberg - Blick von der Queste

Questenberg - Blick von der Queste

Questenberger Roland

Questenberger Roland

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