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DWT 2014 - DI 18 Rund um den Bauerngraben

Rubrik:Wandern, Kurzwanderung
Start:Parkplatz an der L 234 zwischen Roßla und Agnesdorf - UTM: 32 U 645386 5706101
Ziel:Parkplatz an der L 234 zwischen Roßla und Agnesdorf
Länge:3,54 km
Dauer:ca. 3 Stunden
Anfahrt:Anreise mit PKW, kein ÖPNV - Parkplatz an der L 234 zwischen Roßla und Agnesdorf -
UTM: 32 U 645386 5706101
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Hinweisschilder Karstwanderweg und Schautafeln zu den geologischen Hintergründen zum Phänomen des "periodischen Sees".
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

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Informationen zur Tour

Harzklub-Wandertipp zum Deutschen Wandertag 2014.
Hinweis: Die Wanderführer behalten sich vor, beim offiziellen DWT-Termin die Tour bei Bedarf zu modifizieren.

Periodischer See mit Wasser

Periodischer See mit Wasser

Rundweg um den geheimnisvollen Bauerngraben mit seinem rätselhaften Phänomen des „periodischen Sees“. Auf dieser Wanderung lernt man die typischen Karsterscheinungen wie Erdfälle, Abrissspalten und Gipspuckellandschaften kennen.

Ganz der landschaftlichen Vielgestaltigkeit im Naturraum Karstlandschaft gewidmet und bequem an einem Nachmittag zu bewältigen ist der Rundweg um den geheimnisvollen Bauergraben mit seinem rätselhaften Phänomen des „periodischen Sees“.  Die Wanderung  beginnt und endet am Parkplatz östlich der Strasse von Hayn - Agnesdorf - Roßla. Ziel ist der Periodische See „Bauerngraben“. Dabei handelt es sich um ein Karstschwindenbecken, in dem sich in unregelmäßigen Abständen und Perioden Wasser zu einem ca. 3,5 Hektar großen See anstaut, der jedoch auch in kürzester Zeit wieder verschwunden sein kann. Diese einmalige Erscheinung erklärt sich durch die unsteten Erosions-  und Bodenverhältnissen. Nach starken Regenfällen können die Schwundlöcher des Glasebachs durch Pflanzenreste, Lehm und Geröll verstopft sein und die sumpfige Talwiese wandelt sich zu einem See, der für Wochen, Monate oder gar Jahre besteht und dann sehr plötzlich wieder verschwindet.

Auf  dieser Wanderung lernt man weitere typische Karsterscheinungen, wie Erdfälle, Abrissspalten und Gipsbuckellandschaften, kennen. Dabei folgen wir einem Stück des Karstwanderweges. Rucksackverpflegung ist angebracht, im Anschluss kann die im Nachbarort gelegene Gaststätte „Zur Queste“ in Questenberg besucht werden.

Weitere Infos:

Der Bauerngraben, auch Hungersee genannt, im Harz ist ein Naturschutzgebiet mit dem periodisch vorhandenen Mündungssee des Glasebachs  zwischen  Breitungen, Agnesdorf und Roßla im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt. Das Naturschutzgebiet  ist Teil des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz. Südöstlich von Breitungen, südwestlich von Agnesdorf  und nördlich von Roßla liegt er nördlich unterhalb des Wurmbergs einem Ostausläufer des Hohen Kopfs (351,1 m). Wesentlicher Bestandteil des Naturschutzgebiets ist ein periodischer See (eigtl. episodischer See; ca. 250 m ü. NN oder ein Schwindenbecken von etwa 350 m Länge und 100 m Breite, in dem der Glasebach versickert. Charakteristisch ist das zum Teil plötzliche Verschwinden des Sees, wenn sich der Abfluss durch Auflösen von Material öffnet. Dadurch kann der See für längere Zeit trocken fallen. Durch das Naturschutzgebiet führt der Karstwanderweg. Der Bauerngraben ist beliebtes Ausflugsziel und vom nahe gelegenen Parkplatz auf leicht begehbaren Wanderweg zu erreichen. Er ist als Nr. 213 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel  einbezogen.

Das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz erstreckt sich über die Südharzregion in Sachsen-Anhalt mit weitläufigen Buchenwäldern, die vom Auerberg bis an den Rand der Goldenen Aue reichen und dann von Streuobstwiesen, Äckern, Wiesen und Weiden abgelöst werden. Ein Alleinstellungsmerkmal ist die dem Südharz vorgelagerte Karstlandschaft. Hier treten Zechsteinablagerungen mit gut wasserlöslichen Gipsen, Anhydriten und Salzen zutage. Durch Verkarstung entstanden und entstehen noch heute unterschiedlichste Geländeformen, z.B. Dolinen, Erdfälle, Bachschwinden und Höhlen. Diese bizarre Landschaft, die mit ihren mosaikartigen, kleinflächigen Strukturen wertvolle Lebensräume für eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt bietet, ist einmalig in Europa. Das Biosphärenreservat umfasst einen typischen Ausschnitt dieser Landschaft mit einer Größe von 30.034 Hektar. Es befindet sich im westlichen Teil des Landkreises Mansfeld-Südharz und erstreckt sich bis zur Landesgrenze nach Thüringen. Durch das Biosphärenreservat führen sehr unterschiedliche Wanderwege. Jedes Jahr kommen Besucher aus ganz Deutschland in den Südharz, um die lichten Buchenwälder, die hügeligen Waldränder und die Karsterscheinungen zu erkunden.

Der seit dem Herbst 2011 zertifizierte Karstwanderweg führt durch das Herz des Südharzes. Aber auch Abzweigungen des Kaiserweges und andere ausgeschilderte Wege führen durch das Biosphärenreservat. Darüber hinaus gibt es Stempelstationen, die für die Harzer Wandernadel genutzt werden können. Auf vielfältige Weise übt die Region das ganze Jahr ihren Reiz auf ihre Gäste aus, besonders empfehlenswert sind aber zwei Jahreszeiten. Im Frühling ist die Landschaft durch die häufig vorkommenden Streuobstwiesen mit den blühenden Kirsch-, Apfel- und Pflaumenbäumen in helles Licht getaucht, Düfte und Insekten begleiten die Wanderer. Der Herbst taucht die Laubwälder in bunte Farben und regt die Sinne an.  

Mitarbeiter des Biosphärenreservats halten auf einigen Wanderstrecken die Wege frei und sorgen für die Instandhaltung der Stufen und Handläufe. An bestimmten Wegpunkten wurden in den letzten Jahren Rasthütten errichtet, so dass auch ein Regenguss auszuhalten ist. Für die Erhaltung des leiblichen Wohls sorgen in vielen Orten die Biosphärenwirte, die regionaltypische Gerichte anbieten. Für einen längeren Aufenthalt bieten zahlreiche Hotels und Pensionen Übernachtungsmöglichkeiten an. Bei einem längeren Aufenthalt kann das breite Spektrum der Wanderangebote ausgeschöpft werden. Seit 2011 bieten zertifizierte Natur- und Landschaftsführer geführte Wanderungen an. Ebenso stehen Mitarbeiter der Biosphärenreservatsverwaltung für thematische Führungen zur Verfügung.

Quellen: Wikipedia und lvwa sachsen-anhalt.

Periodischer See - trocken

Periodischer See - trocken

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