GeoLife | Das Freizeitportal in Niedersachsen | geolife.de

DWT 2014 - MI 15 Karst, Kirchen und Burgen im Naturpark Südharz

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:99762 Neustadt/Harz - PP. Wiesenplatz UTM: 32 U 627101 5713587
Ziel:Neustadt
Länge:13,18 km
Dauer:Ca. 6 Stunden
Anfahrt:Auf der B 4 bis Niedersachswerfen. Dann auf der L 1037 bis Neustadt. UTM: 32 U 627101 5713587
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Harzklub-Schilder und Hinweisschilder der Tourist-Info Neustadt
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

Tour auf der Karte anzeigen »

Informationen zur Tour

Harzklub-Wanderung zum DWT 2014

Neustadt/Harz Altes Tor

Neustadt/Harz Altes Tor

Wiesenplatz - Wetterfahne - Harzfelder Holz - Ebersburg - Alte Poststraße - Burg Hohnstein  (Einkehr) - Mammutbaum - Gondelteich - Köhlerei - Burgstraße  - Altes Tor in Neustadt. 

Neustadt/Harz ist eine Gemeinde im Landkreis Nordhausen (Thüringen) und staatlich anerkannter Luftkurort. Neustadt befindet sich nordöstlich von Nordhausen im Südharz und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz. Die Nachbargemeinden sind Harztor,  Herrmannsacker, Buchholz, Nordhausen, Harzungen. m Jahr 1372 wird die Gemeinde als "Novenstadt" (von lat. novus "neu") erstmals urkundlich erwähnt. 1485 durfte der Ort ein Rathaus bauen und eine Rolandstatue zum Zeichen der Gerichtsbarkeit errichten. Ein Großfeuer vernichtete Neustadt am 10. September 1678 beinahe komplett, nur drei Häuser überstanden die Katastrophe. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Fremdenverkehr, 1870 wurde ein Kurhaus und acht Jahre später ein Badehaus gebaut. Ab 1887 betrieb Hermann Kronberg ein  Sanatorium auf der Grundlage eines Naturheilverfahrens. Seit 1890 darf sich Neustadt  Luftkurort nennen. Mit der Vereinigung mit der Nachbargemeinde Osterode im Jahre 1952 überschritt Neustadt erstmals die Einwohnerzahl von 1000.

Neustadt ist Mitglied der internationalen Städtefreundschaft Neustadt in Europa, in der 36 Städte mit Namen „Neustadt“ aus sechs Ländern zusammengeschlossen sind. Die nähere und weitere Umgebung von Neustadt ist reich an Sehenswürdigkeiten, die alle durch Wanderwege erschlossen sind. Von den drei Burgruinen ist die Burgruine Hohnstein als eine der ältesten Anlagen des gesamten Harzes am bedeutsamsten. Lohnend ist auch der Besuch der kürzlich renovierten und denkmalgeschützten Trinkwassertalsperre Neustadt  (auch oft als Nordhäuser Talsperre bezeichnet), die nur etwa sechs Kilometer vom Ort entfernt liegt. Gondelteich und separates Waldbad runden das Ganze ab. In der Nähe befindet sich der Poppenberg (601 m ü. NN), mit dem bereits der Hochharz beginnt. Neben einigen Handwerksbetrieben bestimmt, bedingt durch den Status als Luftkurort, der Tourismus mit seinen Beherbergungsbetrieb die Wirtschaft von Neustadt. Größter Einzelarbeitgeber dürfte das Fachkrankenhaus für Atemwegserkrankungen sein.

Die Ebersburg, ursprünglich Ebersberg genannt, ist die Ruine einer Höhenburg im Gemeindegebiet von Herrmannsacker im Landkreis Nordhausen,  Thüringen. Die Ruine der Ebersburg befindet sich im Südharz im Naturpark Südharz etwa 1.000 m nördlich des Dorfs Herrmannsacker oberhalb des Thyra-Zuflusses Krebsbach auf dem Burgberg (387,5 m). In einer 1189 oder 1190 ausgestellten Urkunde bekennt Erzbischof Konrad von Mainz, dass er das verpfändet gewesene Schloss Ebersberg und dessen Einkünfte von seinem Verwandten, dem Pfalzgrafen von Sachsen, eingelöst und diesem zu Lehen gegeben habe. Die verbreitete Annahme, dass Ebersberg im Rahmen der gegen Nordhausen geführten aktiven Erwerbspolitik des Pfalzgrafen und späteren Landgrafen Hermann I. von Thüringen um das Jahr 1182 aus- oder neugebaut wurde, kann damit nicht aufrechterhalten werden. Wahrscheinlicher ist die Vermutung, dass diese Burg ursprünglich zum Schutz des Mainzer Hofes Rottleberode in den einstmals königlichen Forst hineingebaut wurde und hier gleichzeitig auch zur Bedrohung der Reichsstadt Nordhausen diente. Die Ebersburg bei Nordhausen und Großfurra im Wippertal sind Befestigungen der Thüringer Landgrafen in Nordthüringen. Deshalb kam wohl auch der Erbmarschall aus dieser Burg. Er wurde aber 1246 abgelöst. Mit dem Tode von Heinrich Raspe (Gegenkönig von 1246 bis 1247) stirbt das ältere Thüringer Landgrafenhaus 1247 aus. Die Herrschaft kommt durch Erbschaft an die Wettiner.

1249 gelingt es dem Grafen Siegried von Anhalt, der die Burg als Heiratsgut seiner Frau beansprucht, die Burg nach einer Fehde in seinen Besitz zu bringen. Nach weiteren Kämpfen wieder im Besitz der Wettiner, kommt die Burg 1326 als Lehen an die Grafen zu Stolberg. Bereits im 16. Jahrhundert beginnt der Verfall der Burg. Die Burgruine wird seit 2006 vom Verein für lebendiges Mittelalter e.V. instand gesetzt. Von der mittelalterlichen Anlage sind heute insbesondere noch die Ruinen der Toranlage der Kernburg sowie der 19 m hohe Bergfried mit einer Mauerstärke von bis zu 4,5 m vorhanden. Von der Ebersburg fällt der Blick unter anderem hinab nach Herrmannsacker und hinüber zum Kyffhäuser mit dem Kyffhäuserdenkmal. Die Ruine ist als Nr. 100 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen.

Die Burg Hohnstein ist die Burgruine einer  Höhenburg bei   Neustadt im Landkreis Nordhausen in Thüringen. Die Burg Hohnstein befindet sich im Naturpark Südharz etwa 1 km nördlich des Kernorts von Neustadt, einer Gemeinde am Südrand des Harzes, auf dem bewaldeten, felsigen Bergsporn des Schlossbergs (402,9 m ü. NN). Nach Meinung der älteren Forschung soll die Burg Hohnstein um 1120 entstanden sein. Neueste Forschungen zum romanischen Bestand der Burg scheinen jedoch darauf hinzuweisen, dass der Bau der Ursprungsanlage frühestens in die Mitte des 12. Jahrhunderts zu setzen ist. Ihre Gründung wurde stets einem Grafen Konrad von Sangerhausen zugeschrieben, einem Neffen des Thüringer Landgrafen Ludwig der Springer. Jedoch lässt sich eine Verbindung Konrads zu den ab 1182 auftretenden Grafen von Honstein nicht nachweisen. Es handelt sich hier um die Grafen von Ilfeld, welche die Burg, keine Grafschaft, Mitte der 1170er Jahre von den Welfen erlangten. Ihre Wurzeln lassen sich bis ins letzte Drittel des 11. Jahrhunderts zurückverfolgen. Als Grafen von Hohnstein (zeitgenössisch: Honstein) übernahmen die Grafen von Ilfeld rasch die Vorherrschaft im Südharz-Gebiet. Die neubegründete Dynastie der Honstein-Ilfelder Grafen führte den Leitnamen Elger, und sie wählten die Burg Honstein als ihren Stammsitz; die bescheidene Ilburg im nahen Ilfeld wurde zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich bereits aufgegeben.[1] Wir wissen jedoch das sie unter der Regentschaft Elger III. († 1219) geschleift wurde. Die erste Erwähnung der Burg Hohnstein ist auf das Jahr 1202 datiert. Ähnlich erfolgreich wie die Thüringer Landgrafen bauten die Honsteiner rasch ein beträchtliches Territorium auf, wozu sie auch Gebiete um Arnstadt und Gotha im Thüringer Becken hinzugewannen. Nach der ersten Blüte des Geschlechts im 13. Jahrhundert trat durch die Erbteilung 1315 in mehrere Linien ein Bedeutungsverlust ein. Auch militärisch war die Burg Hohnstein bald veraltet, 1380 wurde sie erstmals erobert und nochmals 1412 in einem Familienstreit, der zum so genannten Fleglerkrieg ausartete, in dessen Folge die Hohnsteiner Grafen ihre Stammburg verloren.

Während des Bauernkrieges galt Hohnstein noch als sichere Festung und wurde deshalb vom Abt des Klosters Ilfeld aufgesucht, um sich und den Klosterschatz zu retten. Während die Hohnsteiner Grafen auf Burg Lohra das Ende ihrer Herrschaft besiegelten (sie starben 1593 aus), gelangte die Burg Hohnstein durch Kauf im 1. Viertel des 15. Jahrhunderts in den Besitz der Grafen zu Stolberg, welche die Anlage militärisch und baulich mit großem Aufwand modernisierten (Artillerieturm) und unter Graf Heinrich zu Stolberg zu einem repräsentativen Renaissanceschloss ausbauten. In dieser Zeit wurde sie eine der größten Burgen im Harz.

Sie wurde 1627 zerstört. Eine kaiserliche Truppe unter Obristleutnant Christian Vitzthum von Eckstedt steckte die von seinen Leuten bereits weitgehend ausgeplünderte Burg und das zugehörige Vorwerk am 10. bzw. 20. Juli (abhängig vom Kalender) 1627 in Brand. Nur wenige brauchbare Überbleibsel konnten so nach Abzug der vitzthumschen Truppe aus der Brandruine geborgen werden, wozu die Glocke der Burgkapelle und der Altar der Schlosskapelle gehörten.

Im Laufe der folgenden Jahrhunderte verfiel die Burgruine immer mehr. Unterhalb der Ruine wurde 1908 ein Gasthaus erbaut. Nach 1990 wurde mit Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten an der Burgruine begonnen. Seit Ostern 2001 ist die Burg wieder bewirtschaftet.

Die Ruine der Burg Hohnstein kann ungeführt besichtigt werden. Von einer Turmruine, auf die eine Eisentreppe führt, fällt der Blick in die Harzlandschaft und hinüber zum Kyffhäuser. Die Burgruine ist als Nr. 98 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen.

Quellen: Wikipedia und privat

Bergfried der Ebersburg

Bergfried der Ebersburg

Burgruine Hohnstein

Burgruine Hohnstein

« zurück zur Übersicht »