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DWT 2014 - SA 2/10 Auf dem geologischen Rundweg im Hasseröder Bergbaurevier

Rubrik:Wandern, Kurzwanderung
Start:Wernigerode (Floßplatz); UTM: 32 U 0620090 5742340
Ziel:Wernigerode OT Hasserode
Länge:7,78 km
Dauer:ca. 3 Stunden
Anfahrt:Wernigerode OT Hasserode – Haltestelle der Buslinien 1 und
4 (Floßplatz); UTM: 32 U 0620090 5742340

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Informationen zur Tour

Harzklub-Wanderung zum DWT 2014

Der naturkundlich geologische Lehrpfad Hasserode

Der naturkundlich geologische Lehrpfad Hasserode

Floßplatz – Rennetal – Thumkuhlental – Floßplatz.

Bereits seit dem Mittelalter wurde in den Harzbergen südwestlich von Hasserode Bergbau betrieben. Das Hasseröder Revier umfasste die drei Täler Thumkuhlental, Drängetal und Holtemmetal. Mit diversen Unterbrechungen förderten hier die Bergleute vor allem Kobalt-, Kupfer-, Nickel- und Bleierze. Die Erzadern waren allerdings nur wenig ergiebig und die mühevolle Tätigkeit der Bergarbeiter daher zu keiner Zeit von nennenswertem wirtschaftlichen Erfolg gekrönt. Ende des 18. Jahrhunderts erfolgte im Thumkuhlental ein letzter Versuch, dem Berg einen Gewinn abzutrotzen. Die zugehörige Grube trug den Namen "Aufgeklärtes Glück" und nahm 1786 ihren Betrieb auf. Nicht zuletzt wegen eines verheerendes Unwetters im Jahre 1795, welches hohe Reparaturkosten zur Folge hatte, sowie einer Brandkatastrophe acht Jahre später musste im Jahre 1804 auch dieses Bergwerk schließen.Die verbliebenen Relikte der einstigen Bergbauarbeiten im Hasseröder Revier können Sie heute während einer Wanderung auf dem Naturkundlich-Geologischen Lehrpfad besichtigen. Stationen auf diesem etwa sieben Kilometer langen Rundweg sind u.a. der Bahnhof von Hasserode, der Bahnhof "Steinerne Renne", das Wasserkraftwerk an der Holtemme und die ehemalige Grube "König Friedrich". Des Weiteren kommen Sie auf dem Lehrpfad an dem bereits erwähnten ehemaligen Bergwerk "Aufgeklärtes Glück" und seinem Stollenmundloch vorbei. In der Nähe befindet sich ein rekonstruiertes und funktionstüchtiges Kunstrad mit rund 40 Meter langem Feldgestänge, welches eine Pumpe antreibt. Diese fördert aus einem 70 Meter tiefen ehemaligen Erkundungsschacht der Wismut AG Wasser ans Tageslicht. Die durch diese nach historischem Vorbild um die Jahrtausendwende errichtete Anlage erbrachte Leistung beträgt etwa 1PS. Auf dem Naturkundlich-Geologischen Lehrpfad sehen Sie außerdem eine Präsentation von diversen Bohrgeräten, Bohrlöchern und Bohrkernen. Nahe der Landstraße in Richtung Drei Annen Hohne treffen Sie auf das Lossendenkmal. Dieses erinnert an einen bedeutenden Geologen, welcher sich im 19. Jahrhundert um die geologische Kartierung der Harzregion verdient gemacht hat. Auf verschiedenen Informationstafeln am Wegesrand erfahren Sie darüber hinaus viel Wissenswertes rund um den Bergbau im Harz. Der Naturkundlich-Geologische Lehrpfad folgt auf weiten Strecken dem Weg neben dem Gleis der Harzquerbahn. Für die Wanderung bieten sich als gute Ausgangs- und Endpunkte die beiden bereits genannten Bahnhöfe sowie der Parkplatz am Lossendenkmal an.

Die Steinerne Renne ist ein als Naturdenkmal ausgewiesener, schluchtartiger und etwa 2,5 km langer Talabschnitt der Holtemme. Sie erstreckt sich südwestlich des Wernigeröder Stadtteils Hasserode in einem bewaldeten Talabschnitt am Oberlauf der Holtemme zwischen dem etwas entfernten Renneckenberg (östlicher Nachbar des Brocken) etwa im Südwesten, zwischen dem Bielstein (ca. 525 m ü. NN) im Norden und dem Höhenzug Hippeln mit dem Kontorberg (556,1 m) im Süden. In der Schlucht wechseln sich zahlreiche kleine Wasserfälle und Stromschnellen der Holtemme in ihrem von Granitgestein durchsetztem Flussbett mit ruhigeren Flussabschnitten ab. Der unterhalb des Hannekenbruchs befindliche Schluchteingang liegt auf etwa 550 m ü. NN und der Schluchtausgang unterhalb des Bahnhofs Steinerne Renne auf rund 300 m ü. NN, womit sich zirka 250 m Höhenunterschied ergeben. In die Steinerne Renne mündet linksseits auf 395 m Höhe die Kleine Renne. In der Schlucht steht oberhalb einer 519,5 m hoch gelegenen Flussstelle das Waldgasthaus und Hotel Steinerne Renne. Als Steinrenne oder steinerne Rinne wurde dieses Naturschauspiel bereits in der frühen Neuzeit bezeichnet. Mit dem Aufkommen des Tourismus in der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Steinerne Renne zu einer der meist besuchten Schönheiten des Harzes. Beim Bau der Harzquer- und Brockenbahn wurde der Bahnhof Steinerne Renne angelegt. Unmittelbar am Wasserfall entstand 1869 zunächst ein hölzernes Blockhaus, der Vorläufer des heutigen Waldgasthaus und Hotel Steinerne Renne.  Zu Zeiten der DDR wurde das jetzige Hotelgebäude bis Mitte der 1970er Jahre als HO-Gaststätte und nach Umbau dann als Betriebsferienheim des Kombinats VEB Elektro-Apparate-Werke Berlin-Treptow „Friedrich Ebert“ mit öffentlicher Gaststätte genutzt. Das Waldgasthaus und Hotel Steinerne Renne ist heute als Nr. 28 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen. Die Schlucht kann gänzlich durchwandert werden.

Nahe dem Schluchtausgang steht neben dem Bahnhof Steinerne Renne das 1899 in Betrieb genommenes Wasserkraftwerk Steinerne Renne, das zur Stromversorgung des damals errichteten Schotter- und Granitwerks diente. Es ging 1943 in den Besitz der Stadt Wernigerode über, die es für die Energieversorgung des Stadtteils Hasserode nutzte. Ab 1945 wurde es durch das VEB Energiekombinat Magdeburg, später den VEB Instandsetzungsbetrieb für Batterien und Flurfördergeräte betrieben. Nach dessen Privatisierung als WERBAT GmbH wurde das Kraftwerk 1995 an einen Privateigentümer veräußert. 2002 wurde es wieder an die Stadt zurückverkauft, die es heute als Technisches Denkmal betreibt.

Das Wasser wird im Wald aus dem kleinen Becken eines Wehres unterhalb des Gasthauses Steinerne Renne über einen etwa 1,7 km langen, geschlossenen Kanal zum Rechenhaus geleitet, wo Treibgut ausgesiebt wird. Hinter dem Kanalende fällt es durch eine etwa 160 m lange Druckrohrleitung zum Kraftwerk ab. Darin werden mit zwei Pelton-Turbinen, von denen eine aus der Erbauungszeit stammt, jährlich rund eine Million Kilowattstunden elektrischer Strom erzeugt.

Auf dem Gelände des ehemaligen Granit- und Schotterwerks, das seit 1944 als Ziegelwerk Steinerne Renne und für den Bau von Teilen für Flugzeugtriebwerken genutzt wurde, entstand ein dem KZ Mittelbau-Dora unterstelltes KZ-Außenlager, in dem zunächst französische, belgische und italienische Zwangsarbeiter, dann 500 Häftlinge aus dem bisherigen KZ-Außenkommando am Veckenstedter Weg in Wernigerode zum Einsatz kamen, die einen Tag vor der Besetzung des Lagers durch amerikanische Truppen am 10. April 1945 auf einen Todesmarsch nach Leitmeritz geschickt wurden.

Das Bergwerk Aufgeklärtes Glück ist eine stillgelegte Grubenanlage im Thumkuhlental südwestlich des Stadtteils Hasserode von Wernigerode in Sachsen-Anhalt. Die Außenanlagen bilden heute einen Teil des naturkundlich-geologischen Lehrpfades, der durch den Nachbau einer alten Wasserkunst ein sehr anschauliches Zeugnis von der einstigen bergmännischen Tätigkeit am Fuße des Brockens im Harz ablegt. Der gräfliche Bergrat Dr. Christoph Friedrich Jasche aus Ilsenburg war einer der Ersten, die die bergbauliche Vergangenheit dieses Bergbaureviers wissenschaftlich untersuchten. Er schrieb im Jahre 1846: „Quer durch das Dränge- und Dummkuhlenthal setzt ein Gang, auf welchem Kobalterze einbrechen und der schon in alten Zeiten Gegenstand des Bergbaues gewesen ist. Ob dieser Bau nicht die Veranlassung zur Anlage des Blaufarbenwerks auf der Bergfreiheit in Hasserode gegeben hat, bleibt zweifelhaft, soviel ist aber ausgemacht, dass die Grube nie ergiebig genug gewesen ist, um das Blaufarbenwerk gehörig mit Kobalterzen zu versorgen, daher dasselbe nach Ausweis der Akten die bedürfenden Erze in ältren Zeiten, namentlich im Jahr 1771, hauptsächlich von Andreasberg, früher auch wohl aus Böhmen bezogen hat. Die verlaßene Grube kommt in den ältren Nachrichten vom Jahr 1728 unter dem Namen Dumme Kuhle vor.“ Der Name leitet sich von „dummen“, also nicht ergiebigen Kuhle oder Grube her. Amtsgerichtsrat Walther Grosse ging hingegen 1929 davon aus, dass der Name einen Hinweis gibt, dass das Halberstädter Domstift hier einmal Bergrechte ausgeübt hat. Dies kann bestätigt werden, denn der Bischof und das Domkapitel zu Halberstadt traten im Mittelalter tatsächlich als oberste Berg- und Lehnsherren von Hasserode in Erscheinung. Die Lehnsträger waren seit 1343 die Grafen von Wernigerode und so findet sich in einer undatierten Urkunde des 1429 verstorbenen Grafen Heinrich von Wernigerode die Ersterwähnung dieser Grube am Dhumkuhlenbergk na den Huppeln. Dr. Jasche schreibt ferner:„Im Jahr 1786 wurde die im Freien liegende Grube wieder aufgenommen, von dem Bergschreiber Ditterich gemuthet und eine neue Gewerkschaft ausgerichtet. Die Grube erhielt den Namen: Aufgeklärtes Glück. Vermittelst einer Tagekunst wurde in einem Hauptschachte auf dem Gange abgesunken und mit Feldörtern auf dem Streichen deßelben aufgefahren. Die Gangart bestand in Quarz und Kalkspath, die Erze in grauem und weißen Speiskobalt, Kupfernickel und Arsenikkies.“ Das Gesuch um Mutung der Fundgrube samt der Halde, vier Obermaasen, nöthigen Erb-Stollen, Licht- und Tage-Schächten, Waßer-Gefälle, Radstube, Poch- und Wasch-Werk, Bergschmiede und allen im Berg-Bau hergebrachten und üblichen Berg-Freiheit- und Gerechtigkeiten ist im Original heute noch im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt erhalten. Unterzeichnet wurde es am 3. Juni 1785 vom gräflichen Bergschreiber und späteren Berginspektor Carl Wilhelm Ditterich. Zur Besprechung der Konditionen, unter denen der Grubenbetrieb erfolgen sollte, wurde Ditterich am 4. Juli 1785 vor das gräfliche Bergamt Wernigerode geladen. Dort wurde ihm unter anderem mitgeteilt, dass wegen Feuerholzmangels das beabsichtigte Anlegen einer Farbmühle nicht möglich ist und für das Bergwerk das erste Jahr lang kein Zehnt an den Grafen gezahlt zu werden braucht. Drei Monate erhielt Ditterich Zeit, um mit dem Bau zu beginnen. Ditterich nahm die ihm vom Bergamt auferlegten Bedingungen zur Mutung des „Aufgeklärten Glücks“, der früheren Charlotten-Koboldts-Grube, an. In der Folgezeit bemühte er sich vergeblich, alte Risse oder Unterlagen über die mit Wasser gefüllte Vorgängergrube zu erhalten und mit dem Geheimen Präsidenten von Waitz, dem Betreiber des auf preußischem Gebiet in Hasserode gelegenen Blaufarbenwerks, in persönlichen Kontakt zu kommen. Angesichts dieser Tatsachen und des nahenden Winters bat Ditterich das Bergamt, den Grubenbetrieb erst zu Beginn des Johannisquartals 1786 aufzunehmen. Diesem Gesuch wurde stattgegeben, zumal im Archiv des Bergamts und der gräflichen Kammer nichts Zweckmäßiges über den früheren Bergbau im Thumkuhlental gefunden werden konnte. Am 14. April 1786 fuhren die Bergleute Sebastian Rose und Andreas Lampe unter Anleitung von Ditterich ihre erste Schicht in der Grube „Aufgeklärtes Glück“, dann ging es Schlag auf Schlag. Insbesondere wurde zunächst die alte Abraumhalde nach Kobalt abgesucht. Dabei wurden über 22 Zentner verwertbares Gestein gefunden, das man gewinnbringend an Farbmühlenbesitzer in Allstedt, Welbsleben und Eisenach verkaufte. Die gesamte gräfliche Familie war mit Bergwerksanteilen am Gewinn und Verlust der Grube beteiligt. In Hasserode hatte Ditterich u. a. den Inspektor Schultze, den Farbenmeister Jordan und die beiden Papiermachermeister J. H. und J. D. Märtens bewegen können, einen Kux zum Preis von 1 Taler und 16 Groschen zu erwerben. Er selbst hatte als Schichtmeister drei Kuxe inne und war damit neben Graf Christian Friedrich zu Stolberg-Wernigerode der Hauptgesellschafter dieser Grube. Die änderte sich bereits im folgenden Jahr, denn der Geheime Rat und Kanzler von Bechtolsheim aus Eisenach übernahm kurzzeitig 50 Kuxe. er Sommer 1795 bedeutete beinahe das Aus für diese Kobaltgrube. Am Abend des 25. Juli begann es so stark zu regnen, dass der Bach im Thumkuhlental anschwoll und das Wasser in der Nacht eine schreckliche Verwüstung anrichtete. Der Kunstgraben wurde voller Steine und Schlamm gespült und das bewegliche Holzwehr zerstört. Das Wasser hatte sein altes Bachbett verlassen und sich einen neuen Lauf gesucht. Dabei war es auch in den obersten Stollen geflossen und hatte die ganze Zeche ersäuft sowie einen Teil der Halde mit zu Tal gerissen und den Fahrweg völlig ausgewaschen. Besonders schlimm waren jedoch die Zerstörungen in der Radstube. Ditterich schätzte ein, dass 200 Reichstaler wohl kaum ausreichen würden, um die Schäden zu beseitigen. Der Ilsenburger Hütteninspektor Würtzbach meinte sogar, dass der Ruin, so die Waßerfluth daselbst angerichtet, noch viel größer ist. Ditterich ließ sich nicht ermutigen und tat alles, um den Betrieb der Grube wieder in Gang zu setzen, was ihm auch erfolgreich gelang. Mit dem Anlegen eines neuen Schachtes, den er den Namen „Bergmannshoffnung“ gab, den Ausbau der Ufermauern und der Verlegung des Fahrweges sollte sich ein ähnliches Unglück nicht mehr wiederholen.

Bereits Ende des Jahres 1802 kamen Zweifel an der Rentabilität der Grube „Aufgeklärtes Glück“ auf. Das Bergamt forderte darüber mehrere Gutachten ab, die sich inhaltlich jedoch widersprachen. So blieb alles vorerst noch beim Alten. Dann kam der Herbst des Jahres 1803 und Berginspektor Ditterich musste am 29. November dem Bergamt berichten: „Zu den mannichfachen Widerwärtigkeiten meines Lebens kann ich auch den gestrigen Schaden beim Aufgeklärten Glück im Hasserödischen Revier rechnen, als mir gegen Mittag der Berghauer Gille durch einen expressen Boten die traurige Nachricht sagen ließ, dass der Göpel dieser Zeche brennt und er seinen Kammeraden, den Berghauer Andreas Hahne, dabei vermisst!“ Die Frage, ob es böswillige Brandstiftung oder Selbstentzündung war, konnte nicht geklärt werden. Zum Glück war kein Menschenleben zu beklagen, aber der finanzielle Verlust für den Weiterbetrieb der Grube war erheblich. Verbittert über die ständigen Rückschläge verließ den Berginspektor Ditterich der Lebensmut, er starb im Herbst 1804. Sein Sohn stellte den Abbau am Ende des gleichen Jahres ein, weil er keine Finanzen mehr zum Weiterbetrieb hatte und er und der Bergkommissar Dr. Jasche der Grube kein Geld mehr vorschießen wollten und konnten. Dr. Jasche ließ die alten Grubengebäude abreißen und teilte am 4. November 1809 dem Bergamt Wernigerode mit: „Schon ist ein Zeitraum von beinahe fünf Jahren verstrichen. Immer noch hegte ich in diesem langen Zeitraume Hoffnung, dieses bis dato darniedergelegene Werk wieder in Betrieb zu setzen, leider aber erlaubten dies Theurung und Krieg, die Feinde aller Gewerbe und Künste, nicht!“ Da sich die Zeiten nicht besserten, ist der Betrieb der Grube „Aufgeklärtes Glück“ nicht wieder aufgenommen worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg suchte hier die SDAG Wismut vergeblich nach Uran. Die Schächte und Stollen des „Aufgeklärten Glücks“ wurden von 1996 bis 1998 fachmännisch verwahrt.

Karl August Lossen (* 5. Januar 1841 in Kreuznach; † 24. Februar 1893 in Berlin) war ein deutscher Geologe. Er  studierte an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin, an der Bergakademie Berlin und an der Universität Halle, wo er 1866 mit einem Thema zur Geologie des Taunus promovierte. Als Geologe wurde Lossen 1866 tätig an der Preußischen Geologischen Landesanstalt; von 1873 an war er Königlicher Landesgeologe. Er schuf als sein wichtigstes Werk die geologische ("geognostische") Übersichtskarte des Harzes im Maßstab 1:100 000; sie wurde 1877 erstmals gedruckt. Obwohl er in Berlin tätig war, kehrte er immer wieder in den Harz zurück, um die dortigen geologischen Schichten exakt zu kartieren und mehrere grundlegende Publikationen vorzulegen. 27 Jahre lang befasste er sich mit dem geologischen Aufbau des Harzes. Am 17. Oktober 1896 wurde auf Anregung des Naturwissenschaftlichen Vereins der Stadt Wernigerode im Drängetal an der Einmündung des Thumkuhlentales ein vier Meter hohes Denkmal, ein Granit-Obelisk mit Relief und Gedenktafel, umgeben von zahlreichen Gesteinen aus dem Harz, für Lossen errichtet; zum 17. Oktober 1993 wurde es nach einer Instandsetzung in seiner heutigen rekonstruierten und erweiterten Form fertiggestellt. Ferner ist in Hasserode eine Straße nach ihm benannt, ebenso das Mineral Lossenit, ein Gemenge aus Skorodit und Beudantit.

Quellen: Heimat- und Geschichtsverein Wernigerode, Wikipedia und privat

Wasserrad und Feldgestänge

Wasserrad und Feldgestänge

Stollenmundloch am Braunen Wasser

Stollenmundloch am Braunen Wasser

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