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DWT 2014 - DO 12 Ilsenburg erkunden und am Harzrand zurück nach Wernigerode

Rubrik:Wandern, Lehr-/Naturerlebnispfade (für Naturerlebnispunkte), Stadt-/Ortsbesichtigungen, Eintagestour
Start:Wernigerode – Hauptbahnhof - UTM: 32 U 623277 5744775
Ziel:Wernigerode
Länge:13,01 km
Dauer:ca. 5 Stunden
Anfahrt:Die Stadt liegt an den Bundesstraßen 6 und 244 und an der
Eisenbahnstrecke Halberstadt–Vienenburg, die Halle (Saale)
und Hannover verbindet..
Treffpnkt - Wernigerode - Hauptbahnhof - UTM: 32 U 623277
5744775
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Industrielehrpfad Erz zum Metall", Klosterwanderweg, E11 und Harzklub-Schilder
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

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Informationen zur Tour

Harzklub-Wanderung zum DWT 2014

Ilsenburg - Vom Erz zum Metall

Ilsenburg - Vom Erz zum Metall

Bahnfahrt nach Ilsenburg – Route vom „Erz zum Metall“ – Klosterweg – Darlingerode – Himmelspforte – Wernigerode

Ilsenburger Industrielehrpfad "Vom Erz zum Metall"

Die Geschichte der Entwicklung der Hüttenindustrie und Metallverarbeitung Ilsenburgs wird auf dem neuen "Industrielehrpfad" eindrucksvoll verdeutlicht. Die über tausendjährige Geschichte Ilsenburgs belegt, dass die Harzer Bodenschätze, vor allem die Eisen- und Kupfererze, der Wald mit seinen Holzvorräten und die Wasserkraft der Ilse Ausgangspunkte und Voraussetzungen für die Ansiedlung von Menschen und damit für die Entwicklung von Handwerk und Industrie waren.  Bereits im frühen Mittelalter war Ilsenburg ein Ort der Eisen- und Messingerzeugung und -verarbeitung. Über 40 Wasserräder entlang des Flusslaufes verwandelten die Kraft des fließenden Wassers in Antriebsenergie für Blasebälge zur künstlichen Erzeugung von Verbrennungsluft für die vielen Rennöfen, die "Hohen Öfen" und Schmiedefeuer sowie für Pochwerke zur Erzzerkleinerung und für die vielen Hammer- und Walzwerke zur Metallumformung. Der Industrielehrpfad vermittelt industriegeschichtliches und technisch-technologisches Wissen über den langen, wechselvollen und erfolgreichen Weg von der Erzverhüttung bis zur neuzeitlichen Grobblecherzeugung und zur Fertigung von Radsätzen, Nockenwellen und Lenkstangenrohren für die Automobilindustrie.

Dieser  Abschnitt des Harzer Klosterwanderweg verbindet die romanischen Klosteranlagen von Ilsenburg und Drübeck miteinander. Beide Objekte gehören zur „Straße der Romanik durch Sachsen-Anhalt“.  Da keine schriftlichen Quelle vom Alltag in den beiden Klöstern berichten, entstanden im Laufe der Zeit verschiedene Mythen. So erzählt die Sage vom Mönchsgraben von einem unterirdischen Gang zwischen den Klöstern Ilsenburg und Drübeck, der unter dem Kammerberg verlaufen soll. Hier trafen sich die Mönche und Nonnen heimlich, um nicht nur geistigen Genüssen zu frönen. Ausschließen kann man solche Rendezvous zwar nicht, aber unterirdisch haben sie ganz sicher nicht stattgefunden. Weder Ein- noch Ausgang eines solchen Ganges wurden jemals gefunden, und auch die geologische Beschaffenheit des Kammerberg-Gebietes spricht gegen jede bergbauliche Tätigkeit. Doch der Mythos lebt weiter. Der Wanderweg am Rande des Nationalparks Harz führt an mehreren Teichen  vorüber, die von der ehemaligen Fischzucht der beiden Klöster zeugen. Die Teiche mit erlenbewachsenen Ufern gelten als wertvolle Feuchtbiotope. Die Route führt durch typischen Harzer Mischwald, in dem seit jeher Rot-, Reh- und Schwarzwild beheimatet ist. Der Weg säumt auch eine vielfältige Vegetation, zu der Leberblümchen, Bärlauch, Maiglöckchen, Herbstzeitlose sowie viele essbare Pilze wie Maronen, Steinpilze und Hallimasch gehören. Autor: Günther Herlitze „Wandern im Harz“.

        

Das Kloster Himmelpforten ist ein heute nicht mehr existierendes Augustiner-Eremitenkloster auf halbem Wege zwischen Hasserode (einem Ortsteil von Wernigerode ) und Darlingerode. Das Kloster wurde 1253 durch die Herren von Hartesrode in einem geschützten Waldtal nordwestlich von Hasserode gegründet. Sie wählten diese Stätte, da hier bereits zuvor Wilhelmitenbrüder gehaust hatten. Die Augustiner betrieben unter anderem Fischzucht und sogar Weinbau. Himmelpforten wurde am 6. August 1517 von Martin Luther besucht, wo er sich mit seinem Ordensbruder und Freund, dem Generalvikar Johann von Staupitz traf, mit dem er dabei auch über den Ablasshandel sprach. An die Zusammenkunft erinnert der 1917 errichtete Luthergedenkstein. Im Bauernkrieg begehrten Bauern gegen die Abgaben und den Zehnten auf; nach offensichtlich fruchtlosen Verhandlungen, die zunächst Cord Hoidop mit den Mönchen führte, stürmten am 30. April oder am  1. Mai  1525 aufgebrachte Bauern unter Führung des Wernigeröder Wundarztes Wiardes, Jakob Schüttes und des Nöschenröder Schankwirts Danzke das Kloster und plünderten es. Die Mönche flohen, der Überlieferung nach zur nun Mönchenlagerstätte genannten Stelle unweit der Steinernen Renne im Oberharz. Entgegen der Sage wurden die Wirtschafts- und Kirchengebäude nicht zerstört, sondern nur „gepucht und spoliret“, wie die später gefänglich eingezogenen Bauernführer zu Protokoll gaben. Nachdem sie Urfehde geschworen hatten, wurde die Todesstrafe in Landesverweisung umgewandelt. Die vertriebenen Mönche zogen unter ihrem neuen Prior Peter Gröning erneut ins Kloster, die Gebäude einschließlich der Kirchen wurden noch einige Jahrzehnte genutzt, verfielen aber stetig und wurden bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts fast vollständig abgetragen und als Baumaterial benutzt. Erhalten haben sich bis heute mehrere Forellenteiche des Klosters und Reste einer Grundmauer. Heute ist das Tal, in dem sich das Kloster Himmelpforten befand, als Start- und Zielort des alljährlich im Oktober stattfindenden Harz-Gebirgslaufs bekannt.

Quelle: Wikipedia

 

Kloster Drübeck

Kloster Drübeck

Hinweistafel Kloster Himmelpforten

Hinweistafel Kloster Himmelpforten

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