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DWT 2014 - DI 08 Mit Sagen und Geschichte – bergauf und bergab um Wernigerode

Rubrik:Wandern, Mountainbiking, Eintagestour
Start:Wernigerode – Marktplatz (Wohltäterbrunnen) UTM: 32 U 622938 5744014
Ziel:Wernigerode
Länge:10,36 km
Dauer:ca. 6 Stunden
Anfahrt:Wernigerode – Marktplatz (Wohltäterbrunnen) UTM: 32 U 622938 5744014
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Harzklub-Schilder
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

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Informationen zur Tour

Harzklub-Wandertipp zum Deutschen Wandertag 2014.
Hinweis: Die Wanderführer behalten sich vor, beim offiziellen DWT-Termin die Tour bei Bedarf zu modifizieren.

Schloss Wernigerode

Schloss Wernigerode

Marktplatz – Zwölfmorgental – Harburg – Christianental – Schloßterrasse – Lustgarten.

Wernigerode ist eine Stadt im Landkreis Harz (Sachsen-Anhalt). Nach Hermann Löns wird Wernigerode auch als Die bunte Stadt am Harz bezeichnet. Die Stadt liegt in rund 250 Meter über NHN an der Nordostflanke des Harzes, am Fuße des Brockens, an den Bundesstraßen 6 und 244 und an der Eisenbahnstrecke Halberstadt–Vienenburg, die Halle (Saale) und Hannover verbindet. Durch die Stadt fließt die Holtemme, in die unweit des Westerntores der Zillierbach mündet, der unmittelbar vor der Einmündung auch Flutrenne genannt wird.

Das dominante Gebäude am Marktplatz - das Wernigeröder Rathaus -  wurde 1277 erstmals als  Spiel- und Gerichtshaus erwähnt. Der massive Bau des ursprünglichen „Spelhuses“ lässt vermuten, dass schon damals an eine spätere Aufstockung durch Fachwerk gedacht war, denn tatsächlich ist bei seinem späteren Ausbau an den Fundamenten nichts geändert worden. Selbst die spitzbogige gotische Eingangstür in das Erdgeschoss ist heute noch vorhanden. Mit der Aufstockung 1492 erhielt das „Spielhaus“ einen großen Festsaal, der über eine Freitreppe an der Westseite betreten werden konnte. Versehen mit einem hohen Giebel, konnte das Gebäude jetzt nicht nur neben den Patrizierhäusern am Markt bestehen, sondern wurde jetzt zum dominierenden Mittelpunkt des Marktplatzes. Die aufwärts strebenden Fachwerkbalken nahmen dem Ganzen die bisherige Plumpheit. Das 1497 vollendete Gebäude entsprach schon mehr dem nach städtischer Repräsentanz verlangenden Bürgertum. Sein heutiges Aussehen erhielt es nach einem Brand (1521) und einem weiteren Umbau in den Jahren 1539 bis 1544. Besonders bemerkenswert sind die geschnitzten Figuren, mit denen die Geschoss- und Dachüberstände verziert sind. Es gilt als eines der schönsten Rathäuser Europas.

Das Zwölfmorgental (bis 1900: Zwölfmorgenthal) ist ein Gebirgseinschnitt im Harz, südwestlich von Wernigerode. Das Tal erstreckt sich westlich der Harburg und mündet im Zillierbachtal in Nöschenrode. Aufgrund der geringen Länge des Talgrundes gibt es nur ein kleines Rinnsal als Fließgewässer, zumal im oberen Talgrund früher ein Wasserbehälter zum Auffangen des Wassers diente. Die Hänge des oberen Zwölfmorgentales werden für Wintersportaktivitäten des Skiklubs Wernigerode genutzt, dazu existiert auch ein Skilift, der als Tellerlift rund 400 m Abfahrt bietet. Im mittleren Talgrund befinden sich die Zwölfmorgentalschanzen mit dem Schanzenhaus. Bis hierhin ist auch eine öffentliche Befahrung des Tales mit Kraftfahrzeugen möglich. Das untere Zwölfmorgental ist fast komplett bebaut.

Die Harburg, früher auch Haarburg oder Hardenberg genannt, ist eine abgegangene mittelalterliche Höhenburg bei Wernigerode im Harz in Sachsen-Anhalt.  Von der um 1150 erbauten Burg ist nichts mehr erhalten. An ihrem früheren Standort finden sich heute Reste des Burghügels mit einem Burgplatz von 16 mal 52 Metern. Auf dem Burgstall befindet sich eine Berggaststätte mit Terrasse. Bis 1956 stand auf dem Gelände der Harburg ein Bismarck-Denkmal.

Das Christianental nordöstlich des Wernigeröder Stadtteils Nöschenrode. Es befindet sich zwischen dem westlichen Agnesberg (395,1 m), mit dem westlich davon auf dem Burgberg stehenden Schloss Wernigerode, und dem östlichen Fenstermacherberg (466,5 m). Im Tal liegen der Obere und Untere Christianentalteich. Überregional bekannt ist das Christianental durch den dort befindlichen Wildpark Christianental, die am oberen Talende befindliche Waldgaststätte Christianental nebst Schützenhaus sowie das Fischmeister- und benachbarte Forsthaus am Beginn des Tales. Letzteres fand Eingang in den Titel des Romans Das Forsthaus im Christianental von Käthe Papke. Das Gasthaus Christianental ist als Nr. 31 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen. Zwischen Gast- und Schützenhaus befindet sich ein Gedenkstein für den Kreiswegemeister Otto Plachta.

Das Schloss Wernigerode im sachsen-anhaltischen Wernigerode erhielt seine jetzige Gestalt im ausgehenden 19. Jahrhundert und wurde zu einem Leitbau des norddeutschen Historismus. Es beherbergt heute ein vielbesuchtes Museum und eine Außenstelle der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt. Die erste urkundliche Erwähnung eines Grafen von Wernigerode im Jahre 1121 ist gleichzeitig die Ersterwähnung der Rodungssiedlung Wernigerode, deren Anfänge jedoch etwa ein Jahrhundert früher zu datieren sind. Die Burg Wernigerode wird erstmals im Jahre 1213 als castrum erwähnt, was ihren geschichtlichen Ursprung offenlässt. Die Grafen von Wernigerode hatten ihre Herrschafts- und Besitzrechte in einem Bereich, der durch eine Vielzahl von anderen kleinen Territorialgewalten geprägt war. Unmittelbar benachbart waren die Grafen von Blankenburg und von Regenstein, mit denen es häufig Auseinandersetzungen gab. Auf einer Anhöhe rund 100 Meter oberhalb der verkehrsgünstig gelegenen Rodungssiedlung Wernigerode ließ Graf Adalbert oder dessen unmittelbare Nachkommen, die neben den Grafschaftsrechten auch die Verwaltung des Reichsforstes am Nordostharz innehatten, eine Burg errichten, die sie zu ihrem dauerhaften Herrschaftssitz wählten. Zu ihren Füßen kreuzten sich zwei Handels- und Heerstraßen, was einer der Hauptgründe war, warum sich im Schutz der Burg zahlreiche Handwerker und Händler in Wernigerode niederließen. Der rasch anwachsenden Siedlung verliehen die Grafen von Wernigerode am 17. April 1229 das Stadtrecht nach dem Vorbild des benachbarten Goslar. Das weitgehend in sich abgeschlossene Territorium der Grafschaft Wernigerode, wie es über viele Jahrhunderte bestand, bildete sich hingegen erst 1343 heraus. Damals wurden die in einem verheerenden Nachbarschaftskrieg unterlegenen Grafen von Regenstein gezwungen, große Teile ihres Gebietes an die Grafen von Wernigerode abzutreten. Als die Grafen von Wernigerode 1429 in männlicher Linie ausstarben, übernahmen die verwandten Grafen zu Stolberg die Grafschaft Wernigerode und damit auch die Burg. Während der neu erworbene Besitz zunächst an Graf Heinrich von Schwarzburg verpfändet wurde, ließen sich im 16. Jahrhundert hier mehrere Vertreter der Grafen zu Stolberg nieder. Im ausgehenden Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg Wernigerode jedoch nach Auseinandersetzungen mit Vertretern der Stadt Wernigerode als Herrschaftssitz aufgegeben und die stolbergische Residenz nach Ilsenburg verlegt. Erst der junge Graf Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode, dem die Herrschaft 1710 durch Erbfolge zugefallen war, verlegte seinen Hofhaltungssitz wieder nach Wernigerode zurück und ließ die Burg zu einem Barockschloss umbauen. Einer seiner Nachfolger, Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode, finanzierte den aufwendigen Umbau zu einem Repräsentationsschloss des ausgehenden 19. Jahrhunderts, wie es noch heute in großen Teilen erhalten ist. Dabei entstand auch die 1880 vollendete Schlosskirche nach Plänen des Wiener Architekten Friedrich von Schmidt. 1929 wurde das Schloss als ständiger Wohnsitz der Familie Fürst zu Stolberg-Wernigerode aufgegeben. Teile der Außenanlagen und inneren Räumlichkeiten konnten von April 1930 bis Ende Dezember 1943 im Rahmen von Führungen gegen Entgelt öffentlich besichtigt werden. Jährlich besuchten damals über 40.000 Personen das Schloss. Ab 1944 wurde der größte Teil des Schlosses von der Rüstungskontor GmbH für Wohnzwecke genutzt. Botho Prinz zu Stolberg-Wernigerode als Eigentümer des Schlosses wurde 1945 durch die Bodenreform enteignet. Mitte Dezember 1946 kam es zu einer unkontrollierten Vernichtungsaktion aller historischen Waffen und Rüstungen sowie der Gemälde von Personen in Uniformen oder mit militärischen Ehrenzeichen durch sowjetische Militärangehörige. Die im Schloss befindliche Außenstelle der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt wird von Konrad Breitenborn geleitet. Im Schloss entstand nach Übergabe an die Stadt Wernigerode 1946 ein Feudalmuseum, aus dem das heutige Museum im Schloss Wernigerode hervorgegangen ist.

Der Lustgarten in Wernigerode (Harz) ist eine im 16. Jahrhundert angelegte Parkanlage, die im 18. Jahrhundert erst zu einem französischen Barockgarten und dann zu einem englischen Park umgestaltet wurde. Mit erheblichen Mitteln wurde der Lustgarten für die Landesgartenschau von Sachsen-Anhalt im Jahre 2006 grundlegend saniert. Auf einer nach Norden vorgeschobenen Terrasse zwischen dem Schlossberg und der Stadt Wernigerode erstreckt sich der Lustgarten, dessen nordwestlichen Abschluss heute das Ensemble von Palmenhaus und Orangerie bildet. Graf Wolf Ernst zu Stolberg bekam bei einer Erbteilung 1589 die Grafschaft Wernigerode zugesprochen. Seit den siebziger Jahren des 16. Jahrhunderts hielt Graf Wolf Ernst vielfach und seit 1587 ununterbrochen auf dem Schloss Wernigerode Hof. Hier legte er u.a. den Grundstock für die bedeutende gräfliche Büchersammlung. In der ersten Amtsrechnung seiner Regierung aus den Jahren 1589/90 werden bereits Ausgaben für die Anschaffung eines turmgekrönten Lusthauses erwähnt. Dieses kleine Lustschloss befand sich am Weg zur Wernigeröder Neustadt. Rings um das Gebäude entstanden nach dem Vorbild der italienischen Renaissance streng gegliederte Beete - die Anfänge des heutigen Lustgartens. Im Jahre 1618 wird erstmals ein Springbrunnen in diesem Garten bei der Dienstverpflichtung des Röhrenbohrers Hans Helmholt genannt. Graf Wolfgang Georg zu Stolberg übertrug ihm u.a. die Aufgabe, die Wasserröhrenleitung herzustellen, die in den Lustgarten und zum Wernigeröder Vorwerk am Fuße des Schlossberges führte.

Quellen: Wikipedia und  privat

 

Schanzen im Zwölfmorgental

Schanzen im Zwölfmorgental

Blick auf die Harburg

Blick auf die Harburg

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