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DWT 2014 - MI 20 Sagenumwobene Teufelsmauer und Kloster Wendhusen (Kanonissenstift)

Rubrik:Wandern, Lehr-/Naturerlebnispfade (für Naturerlebnispunkte), Stadt-/Ortsbesichtigungen, Eintagestour
Start:Parkplatz Teufelsmauer bei Weddersleben an der Bodebrücke
Ziel:Wandertreff Tourist-Info Thale
Länge:7,01 km
Dauer:ca. 6 Stunden
Anfahrt:Von Thale: L 92 in Richtung Neinstedt, in Neinstedt die Quedlinburger Str. (K 2355) in Richtung Wedderleben/Teufelmauer bis zum Parkplatz an der Bode .
Von Quedlinburg die Wipertistr. in Richtung Wedderleben/Neinstedt. UTM: 32 U 0644295 5736042
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Harzklub-Schilder und Dennert-Tannen
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

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Informationen zur Tour

Harzklub-Wanderung zum DWT 2014

Teufelsmauer bei Weddersleben

Teufelsmauer bei Weddersleben

Teufelsmauer Königstein - Bodeaue - Kloster Wendhusen  mit Führung - Mythenweg durch  Thale - Wandertreff Tourist-Info - Rückfahrt zum Start mit einem Shuttlebus.

Die Teufelsmauer im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt ist eine aus harten Sandsteinen der oberen Kreide bestehende Felsformation im nördlichen Harzvorland, die auf etwa 20 km Länge von Ballenstedt über Rieder und Weddersleben bis nach Blankenburg (Harz) verläuft. Zahlreiche herausragende Einzelfelsen tragen Eigennamen. Die Teufelsmauer bei Weddersleben wird auch Adlersklippen genannt. Viele Sagen und Mythen haben sich gebildet, um die Besonderheit dieses Ortes erklärbar zu machen. Er wurde daher bereits 1833 sowie 1852 durch den Landrat unter Schutz gestellt, um den Abbau des begehrten Bausandsteins zu unterbinden. Die Teufelsmauer bei Weddersleben ist seit 1935 auch als Naturschutzgebiet gesichert und zählt damit zu den ältesten Naturschutzgebieten Deutschlands. Der Harznordrand mit der Teufelsmauer wurde 2006 in die Liste der 77 ausgezeichneten Nationalen Geotope aufgenommen.Die Felsrippe der Teufelsmauer tritt im Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt zwischen Ballenstedt im Südosten und Blankenburg (Harz) im Nordwesten auf 20 km Länge an drei Stellen zu Tage. Sie beginnt mit den Gegensteinen nordwestlich von Ballenstedt. Ihre Fortsetzung findet sich in der Teufelsmauer nördlich Neinstedts und südlich Wedderslebens, wo sich auf 2 km Länge von Südosten nach Nordwesten der Königstein, die Mittelsteine und die Papensteine aneinanderreihen; zwischen Neinstedt und Weddersleben fließt die Bode als weithin größter Fluss der Gegend durch die Felsformation. Nach Nordwesten hin, vorbei an Warnstedt, setzt sich der felsige Höhenzug zwischen Timmenrode und Blankenburg mit dem Hamburger Wappen, der Gewittergrotte, dem Froschfelsen und dem Heidelberg (331,5 m ü. NHN), Großvaterfelsen (317,1 m ü. NHN) und Großmutterfelsen fort.

 

Das Kloster Wendhusen, modernisiert auch Wendhausen, in Thale ist das älteste Kloster auf dem Gebiet des heutigen Landes Sachsen-Anhalt. Es ist hier das einzige karolingerzeitliche Bauwerk und das älteste Kanonissenstift im Osten Deutschlands. Das Kloster entstand um 825 als Gründung Giselas, der ältesten Tochter des ostfälischen Grafen Hessi, der 782 das Grafenamt von Karl dem Großen erhalten hatte. Diese war als Ehefrau des Grafen Unwan bereits frühzeitig verwitwet und wurde als Erbauerin mehrerer Klöster bekannt, neben Wendhusen auch in Karsbach in Franken. Ihre beiden Töchter Hruothild und Bilihilt wurden die ersten Äbtissinnen der Klöster Karsbach bzw. Wendhusen. Die aus Solazburg stammende und mit den Fundatoren in enger Beziehung stehende Liutbirg erhielt eine Zelle am zu Wendhusen gehörenden Altmichaelstein/Volkmarskeller, in der sie 30 Jahre lebte. Die Reichsabtei Herford, das älteste und zeitweise bedeutendste sächsische Damenstift, hat auf spätere Stiftungen als Vorbild gedient und auch direkten Einfluss sowohl verfassungsmäßiger als auch personeller und kultureller Art ausgeübt. Nachweisen lässt sich solcher Einfluss in Wendhusen und in Gandersheim. Das Kloster Wendhusen erhielt schon bald nach seiner Gründung Unterstützung aus Herford, vielleicht auch personeller Art. Im fragmentarisch erhaltenen Nekrolog des Klosters aus dem 11. Jahrhundert steht an erster Stelle die Herforder Äbtissin Haduwy. Weiterhin trug das Kloster das nicht eben häufige Patrozinium der hl. Pusinna, der Herforder Stiftspatronin. Pusinnenreliquien gelangten von Herford aus in das Kloster. Mathilde, die Witwe Heinrich I., versuchte 936 den Konvent nach Quedlinburg zu verlegen. Die vollständige Verlegung misslang jedoch aufgrund des Widerstandes der Stiftsdamen und der Äbtissin Diemot und das Kloster bestand in Abhängigkeit zum Quedlinburger Reichsstift fort.1180 wurde das Stift in den Auseinandersetzungen zwischen Kaiser Friedrich I. und Herzog Heinrich dem Löwen verwüstet, aber gleich danach wieder aufgebaut. Während des Bauernkrieges wurde das Kloster 1525 ausgeraubt, zerstört und niedergebrannt. 1540 wurde es säkularisiert. Aus den Grundstücken und Gebäuden des ehemaligen Klosters wurde ein Rittergut, das sich bis zur Enteignung 1945 im Besitz der Familie des Freiherren Axel von dem Bussche befand. Im Februar 2007 übernahm die Nordharzer Altertumsgesellschaft e.V. unter dem ehemaligen Blankenburger Bürgermeister, dem Heimatforscher Heinz A. Behrens von der Stadt Thale den Klosterkomplex. Die Gesellschaft betreibt ein Klostermuseum zum Spezialthema "Kanonissenstifte" und ein Zentrum für lebendige Geschichte. Der heute in Thale vorhandene große Turm ist der beeindruckende Rest eines Westbaus (Sächsischer Westriegel), der spätestens um 1192/96 an eine ältere Kirche angefügt wurde. Wahrscheinlicher ist aber der Umbau bzw. die Erneuerung nach den Verwüstungen von 1180. Archäologische Grabungen haben 1993/94 die Fundamentzüge der Außenmauern des ehemals anschließenden Kirchenschiffs zutage gebracht, so dass die frühere Meinung einiger Forscher, die den Wendhusenturm als karolingisch-ottonischen Wohnturm angesehen hatten, widerlegt wurde.

 

Ein Brunnen der Weisheit. Ein Reichtum spendender Ring. Ein achtbeiniges Pferd. Zusammen mit mehreren Germanischen Gottheiten und anderen Fabelwesen der Germanischen Mythologie bilden diese Figuren den Mythenweg Thale, der von der Talstation der Seilbahn durch die gesamte Stadt bis zum Kloster Wendhusen führt.

 

Der Mythenweg Thale ist eine sagenhafte Erfolgsgeschichte, die im Jahr 2004 begann. Mit dem einäugigen Göttervater Wotan, der neben dem Rathaus aus dem Brunnen der Weisheit trinkt, wurde im Juli 2004 das erste Figurenensemble des Mythenweges errichtet. Inzwischen schmücken insgesamt zehn von unterschiedlichen Künstlern gestaltete Skulpturen den einzigartigen Themenweg. Die einzelnen Figuren sind mit in den Fußweg eingelassenen Hufeisen miteinander verbunden. Die gravierten Glücksbringer sind so beliebt, dass der ursprünglich vom Bodetal bis zum Rathaus geplante Mythenweg inzwischen bis zum Kloster Wendhusen in der Thalenser Altstadt führt. Dort symbolisiert die Bronzefigur des Harzgaugrafen Hessi den Übergang von der Germanischen Mythologie zum Christentum. Ursprung der Idee für den Mythenweg waren die hohe Konzentration an Sagen und Mythen in diesem Teil des Harzes sowie das vorhandene einzigartige Potenzial an altheidnischen Kultstätten wie dem Hexentanzplatz und der Rosstrappe. Die auf dem Mythenweg aufgestellten Figuren aus der Germanischen Mythologie machen diesen Mythos für die Gäste und Bürger der Stadt sichtbar und erlebbar. Tauchen auch Sie ein in die Germanische Götterwelt und lernen Sie die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Figuren kennen.

 

www.bodetal.de; 

weitere Quellen: Wikipedia und Privat

 

Kloster Wendhusen

Kloster Wendhusen

Wotan am Brunnen des Weisheit

Wotan am Brunnen des Weisheit

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