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DWT 2014 - DO 07 Wo Mönche und Knappen zu Hause waren

Rubrik:Wandern, Mountainbiking, Sportradfahren, Eintagestour
Start:Blankenburg – Kloster Michaelstein UTM: 32 U 0631900 5741150
Ziel:Blankenburg – Kloster Michaelstein UTM: 32 U 0631900 5741150
Länge:12,78 km
Dauer:3 bis 4 Stunden
Anfahrt:Sie erreichen das Kloster per PKW über die B 81 und B 6 Ausfahrt Blankenburg Zentrum. In Blankenburg ist das KLOSTER MICHAELSTEIN ausgeschildert. Den neuen Parkplatz finden Sie, wenn Sie sich am Kreisel vor dem Kloster Richtung „Heimburg” halten und dann nach ca. 300m links abbiegen. Es besteht von/nach den Bahnhöfen Blankenburg/Harz und Wernigerode ein regelmäßiger Busanschluß.
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Harzklub-Schilder
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

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Informationen zur Tour

Harzklub-Wanderung zum DWT 2014

Kloster Michaelstein

Kloster Michaelstein

Kloster Michaelstein - Volkmarskeller - Eggeröder Brunnen – Herzogsweg - Bastweg - Kloster Michaelstein (Einkehrmöglichkeit in der Gaststätte  Cellarius Kloster Michaelstein).

Kloster Michaelstein ist ein ehemaliges  Zisterzienserkloster nahe der Stadt Blankenburg im Harz in Sachsen-Anhalt. Heute ist die Anlage eine Station an der Straße der Romanik. Die frühere Klosteranlage ist derzeit Sitz der Stiftung Kloster Michaelstein - Musikakademie Sachsen-Anhalt für Bildung und Aufführungspraxis. 956 wurde eine Klause der verstorbenen Liutbirg urkundlich erwähnt. Es handelt sich dabei um eine dem Heiligen St. Michael geweihte Höhlenkirche, dem heutigen Volkmarskeller unweit des Eggeröder Brunnens. 1139 leitete die Quedlinburger Äbtissin Beatrix II. die Gründung eines Klosters ein, das nur wenige Jahre später nach Michaelstein an die heutige Stelle verlegt wurde. Der wachsende Besitz des Klosters führte zu einer wirtschaftlichen Blütezeit Michaelsteins. Aufständische Bauern verwüsteten 1525 das Kloster. 1543 legte der letzte katholische Abt seine Würde nieder. Das Kloster kam in den Besitz der Grafen von Blankenburg, die als protestantische Äbte fungierten. Nach dem Tod des letzten Grafen 1599 ging Blankenburg und mit ihm das Kloster an die Herzöge von Braunschweig. 1629 bis 1631 und 1636 bis 1640 waren während des Dreißigjährigen Kriegs wieder Zisterziensermönche in Michaelstein. 1690 kam Michaelstein in den Besitz der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg, die den Bau zuerst als Schule und später wirtschaftlich nutzten. Während der Amtszeit des Abtes Eberhard Finen wurde 1717 ein Predigerseminar eingerichtet, das bis 1808 bestand. Aufgrund der Beratungen vom 21. September 1880 durch die Beauftragten von Anhalt, Braunschweig und Preußen übernahm die braunschweigische Regierung, auf Empfehlung durch den Kammerpräsidenten Griepenkerl, die Kosten der Einrichtung einer Zuchtanstalt für Forellen, Saiblinge und Schmerle. Die Leitung der Zuchtanstalt wurde dem Amtsrath und Inhaber einer eigenen Zuchtanstalt Dieckmann, mit entsprechenden finanziellen Zusagen, übertragen. 1945 erfolgte mit der Enteignung durch die Bodenreform die Aufteilung des Klostergutes. 1968 begann die Wiederherstellung der Gebäude durch Initiative des Telemann-Kammerorchesters und seines Dirigenten Dr. Eitelfriedrich Thom. 1977 erfolgte die Gründung der Kultur- und Forschungsstätte, des späteren Instituts für Aufführungspraxis der Musik des 18. Jahrhunderts. 1988 folgte das Museum mit einer Sammlung vorrangig historischer Musikinstrumente. Im selben Jahr wurden einige Musiker des Telemann-Kammerorchesters mit historischen Instrumenten als "Barockensemble des Telemann-Kammerorchesters" fest angestellt. 1995 kam durch die Kürzung der Mittel das Aus für die große Besetzung des Telemann-Kammerorchesters, welches mit normalen Instrumenten spielte. Das Barockensemble firmierte alleinig unter dem Namen "Telemann-Kammerorchester" und spielte ausschließlich auf historischen Instrumenten. 1997 erfolgte die Umwandlung des Instituts in die öffentlich-rechtliche Stiftung Kloster Michaelstein - Musikinstitut für Aufführungspraxis. Seit 2001 ist auch die „Landesmusikakademie des Landes Sachsen-Anhalt“ hier eingerichtet. Ab 2000 wurde das Orchester schrittweise ausgegliedert und in die Selbstständigkeit entlassen. Einige Zeit später kam es zum Bruch zwischen den Musikern, ein Teil spielt auf historischen Instrumenten unter dem Namen "Telemannisches Collegium Musicum". Die Witwe von Dr. Eitelfriedrich Thom führt das Telemann-Kammerorchester unter altem Namen, jedoch ohne Bindung an das Kloster Michaelstein, weiter. In der Außenwand der barocken Klosterkirche, welche sich im Westflügel des Klosters befindet, sind die sterblichen Überreste der Kaisertochter Beatrix I. († 1061) eingemauert. Vom Kloster als Ölmühle genutzt wurde die in der Nähe befindliche Mönchemühle am Goldbach. Im ehemaligen Zisterzienserkloster hat die Stiftung Kloster Michaelstein - Musikakademie Sachsen-Anhalt für Bildung und Aufführungspraxis ihren Sitz. Das ganze Jahr über finden Konzerte und Veranstaltungen im denkmalgeschützten Kloster statt. Ob „ Michaelsteiner Klosterkonzerte“, „Talente-Schmiede“, „Klingendes Museum“, "Kluge Donnerstage" oder "Sonntagsführungen". Das Spektrum reicht von talentierten Nachwuchsmusikern über internationale Interpreten bis hin zu renommierten Fachleuten. Führungen durch die Klosteranlage mit dem nach dem Vorbild historischer Pläne angelegten Kräuter- und Gemüsegarten und die Musikinstrumenten-Ausstellung werden ganzjährig auf Voranmeldung durchgeführt. Im Kreuzgang und in den Räumen der Klausur empfängt den Besucher die Ruhe eines Klosters und die schlichte Ästhetik der Architektur der Zisterzienser. Ein Anziehungspunkt im Sommer ist das Michaelsteiner Klosterfest, das Kunst, Musik und Natur verbindet. Im Nordflügel befindet sich eine Musikbibliothek, welche öffentlich zugänglich ist. In einer Scheune erklingt bei Führungen der Nachbau einer von Salomon de Caus konstruierten Musikmaschine. Die Stiftung veranstaltet überregional bekannte Konferenzen und Seminare und macht durch weiterführende Forschung auf sich aufmerksam. Seit vielen Jahren hat sie einen festen Platz in der europäischen Fachwelt.

Volkmarskeller wird eine Höhle  mit einer einst daneben befindlichen Kirche in der Nähe genannt. Der Volkmarskeller befindet sich im oberen Teil des Klostergrundes. Er liegt etwa auf der halber Strecke des Wanderweges, der vom Kloster Michaelstein zur   Elbingeröder Waldsiedlung Eggeröder Brunnen führt und die Höhle etwas unterhalb passiert. Um die Zeit von 850 bis 870 lebte in einer Klause die von den Zeitgenossen hoch geachtete Klausnerin Liutbirg, die eine enge Vertraute der Bischöfe Haimo von  Halberstadt und  Ansgar von Bremen gewesen ist. Deren Klause wurde bis in die 1930er Jahre im Volkmarskeller vermutet, bis Walther nachweisen konnte, dass es sich um das Kloster Wendhusen bei Thale handelte. Die dem heiligen Michael geweihte Kirche neben der Klause wurde 956 von Otto I. dem Stift Quedlinburg geschenkt. Die unweit der kaiserlichen Jagdpfalz Bodfeld befindliche Höhle diente fortan frommen Einsiedlern als Unterkunft, so wird z. B. 1118 vom Tod eines Bernhardus presbyter solitarius de Laide sancti Michaelis berichtet. Nach einigen Jahren der Vorbereitung seit 1135 erfolgte gemäß den Annales Cistercienses am 28. Juli 1146 die offizielle Besetzung der Höhle und Kirche mit Zisterziensermönchen aus dem Kloster Kamp unter Leitung des Abtes Roger. Auf Bitten des Äbtissin Beatrix II. von Quedlinburg bestätigte Papst Innozenz II. 1146 die Klostergründung und die diesem bereits 1138/39 vom Quedlinburger Ministerialen Burchard geschenkten Güter in Marsleben, Groß- und Klein-Ditfurt, Sülten und anderen Orten (heute meist Wüstungen in der Nähe von Quedlinburg). Burchard schloss sich dem neuen Konvent an. Im Zeitraum von 1151 bis 1167 wurde das Mönchskloster nach Evergodesrode an den unteren Talsausgang an der heutigen Stelle des Klosters Michaelstein verlegt. Die verfallene Höhle wurde in den Jahren 1884–1887 von Baurat Brinkmann wieder ausgegraben und zugänglich gemacht.  Unweit des Volkmarskellers befindet sich die ehemalige Eisenerzgrube Volkmar. Hier ereignete sich 1893 eine Sprengstoffexplosion, die durch die komplizierte Handhabung von Dynamit bei Temperaturen unter 7 °C verursacht wurde. Der Bergverein zu Hüttenrode setzte 2007 den dabei ums Leben gekommenen Kumpel ein Denkmal, das am Fahr- und Waldweg zwischen Eggeröder Brunnen–Volkmarskeller und dem Kloster Michaelstein bei Blankenburg steht. Der frei zugängliche Volkmarskeller ist als Nr. 87 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen.

Die Waldsiedlung Eggeröder Brunnen ist ein Ortsteil von Elbingerode (Harz) im Bereich einer Wüstung und der dort gelegenen, namensgebenden Quelle. Der Ort ist heute eine Ferienhaussiedlung. Am Quellgebiet lag früher ein 956 von Kaiser Otto I. urkundlich als Egininkisrod nachgewiesener Ort in dem der Ort der Michaeliskirche am Volkmarskeller zugeordnet wurde und somit an Quedlinburg geschenkt. Dieser existierte bereits seit dem 9./10. Jahrhundert. Im Mittelalter war der Ort als Engerode, ein bedeutender Hüttenort. Nach dem Auslaufen der Bergbauphase fiel der Ort wüst. 1152 wurde Egininkisrod ein Wirtschaftshof des Klosters Michaelstein und ist 1173 als dominicale Engerode als Zubehör des Klosters nachgewiesen. Die nächste urkundliche Erwägung stammt aus dem Jahr 1311, als curia des Klosters. Der genaue Zeitpunkt ist unbekannt. Aus dem Jahr 1733 ist der Ort bereits wüst und auf einer Hüttenröder Flurkarte nur noch als Engeröder Born bezeichnet. Das in der Nähe gelegene Forsthaus, welches wohl auch noch auf dem Gebiet der Wüstung liegt, ist ab 1820 durch einen geometrischen Grundriss des Forstreviers Heimburg, nachgewiesen. Auf einer geschichtlichen Karte Wernigerodes von Gustav Reischel aus dem Jahr 1912 wird die Wüstung als Ecgihartingerode bezeichnet. In jüngerer Zeit wurde der Ort als Ferienhaus-Waldsiedlung wiederbelebt. 1946 wurde die Siedlung, zu Ehren von Heinrich Jasper in Jasperode umbenannt. Dieser Name wird seit 1990 nicht mehr offiziell verwendet, ist aber noch der Name einer der Straßen in dieser Siedlung. Am Eggeröder Brunnen wurden 1986 Brennöfen zur Eisengewinnung ausgegraben und über 110 Scherben gefunden. Die Begleitscherben reichen zurück bis ins 10. Jahrhundert. An den Mauerresten wurde nach 1990 mit Sondierungsgrabungen begonnen. Außerhalb der heutigen Siedlung sind als Spuren der früheren Siedlung einige Wege erhalten. Ein Weg führt, vom Forstort Kröppel kommend, auf die ehemals zentralen Bauten zu und weiter über eine weitere Wüstung nach Rübeland. Am Waldrand ist dieser Weg über eine Weggabelung noch erkennbar. Auf älteren Karten, noch bis mindestens 1820, ist der Weg als Rübeländer Weg eingezeichnet. Ein zweiter, vom Volkmarskeller kommender Weg überquert den Goldbach über eine Furt, führt an Pingen vorbei und mündet oberhalb der Quelle Eggeröder Brunnen in eine Weggkreuzung. Der letzte Abschnitt dieses Weges, auf dem wohl ehemals Eisenerze vom Mittelberg zur Verhüttung transportiert wurden, liegt im Bereich der heutigen Siedlung und wird wieder genutzt. Der alte Weg hat bis zu drei nebeneinander liegende Fahrspuren. Der dritte Weg, mit bis zu sechs Fahrspuren, kommt von Hüttenrode, führt am Waldrand des Waddekenholz vorbei und endet an der Rippenbach-Quelle. Dort lag früher eine Schäferei, weswegen der Weg auf einer alten Karte auch als  Hammeltrift  eingetragen ist. Der Eggeröder Brunnen ist eine eingehauste Karstquelle inmitten des gleichnamigen Ortes. Er gilt als Quelle des Goldbachs. Das im Massenkalk entspringende Quellwasser wird im Ort zu einem Teich aufgestaut. Als noch Bergbau in der Gegend um Elbingerode betrieben wurde, wurde das Wasser der Quelle über mehrere Kunstgräben abgeführt und in mehreren Teichen aufgestaut. Die Baumgruppe am Eggeröder Brunnen steht unter Denkmalschutz.

Quelle: Wikipedia

 

Volkmarskeller

Volkmarskeller

Eggeröder Brunnen

Eggeröder Brunnen

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