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DWT 2014 - FR 10 Aufwärts mit der Harzer Schmalspurbahn und leicht zurück nach Wernigerode

Rubrik:Wandern, Mountainbiking, Eintagestour
Start:Wernigerode – Bahnhof der Harzer Schmalspurbahn am Hauptbahnhof
Ziel:Wernigerode OT Hasserode – Haltestelle der Buslinien 1 und 4 (Floßplatz) UTM: 32 U 0620090 5742340
Länge:10 km
Dauer:4 bis 5 Stunden
Anfahrt:Mit der Harzer Schmalspurbahn bis zum Bahnhof Drei Annen Hohne. Mit dem PKW auf der L 100 bis zum Großparkplatz in Drei Annen Hohne UTM: 32 U 619385 5737040
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Harzklub-Schilder
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

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Informationen zur Tour

Harzklub-Wandertipp zum Deutschen Wandertag 2014.
Hinweis: Die Wanderführer behalten sich vor, beim offiziellen DWT-Termin die Tour bei Bedarf zu modifizieren.

Ottofelsen

Ottofelsen

Dampflokfahrt mit der Harzer Schmalspurbahn nach Drei Annen Hohne – Wanderung zum Ottofelsen und über die Steinerne Renne nach Wernigerode, Ortsteil Hasserode.

Drei Annen Hohne ist eine Ortschaft, die zu Wernigerode im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt gehört und am Rande des Nationalparks Harz liegt. Beim Bau der Harzquerbahn und Brockenbahn wurde ein Haltepunkt für das Forsthaus Hohne und das gräflich-stolbergische Chaussee- und spätere Gasthaus Drei Annen eingerichtet, der zunächst die Bezeichnung Signalfichte trug. Nachdem die Fichte an der Kreuzung der Hagenstraße mit der Chaussee Elbingerode–Ilsenburg den Witterungsunbilden zum Opfer gefallen war, erhielt die Bahnstation die Bezeichnung Drei-Annen-Hohne, die in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts auch auf die gleichnamige kleine Siedlung am Bahnhof mit dem heutigen Hotel „Kräuterhof“ überging. Der Ort liegt etwa 9 km vom Stadtzentrum von Wernigerode im Harz an der Landstraße nach Schierke, von der hier eine Straße nach Elbingerode (Harz) führt. In Drei Annen Hohne zweigt die Brocken- von der Harzquerbahn ab. Daher kann es vorkommen, dass drei Züge gleichzeitig im Bahnhof stehen.

Auf dem Weg von der Straßenkreuzung am Bahnhof Drei Annen Hohne in Richtung Hohneklippen zweigt nach etwa 500 m nach rechts ein Weg ab. Nach einigen Minuten erreicht man am Forsthaus Hohne das „Natur-Erlebniszentrum HohneHof“ als eines von mehreren Informationszentren des Nationalparks Harz. Den Namen bekam es von den nahegelegenen Hohneklippen. Der HohneHof ist als Nr. 174 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen.

 

Der Ottofels, auch Ottofelsen genannt, im Mittelgebirge Harz ist eine etwa 36 m hohe und seit 1964 als Naturdenkmal ausgewiesene Granit-Felsformation. Er wurde nach Fürst Otto zu Stolberg-Wernigerode benannt. Der Ottofels liegt im etwa 4 km südwestlich des Wernigeröder Stadtteils Hasserode. und 3 km nordnordwestlich von Drei Annen Hohne. Er befindet sich auf der Nordostflanke des Hohnekamms oberhalb vom Tal des Braunen Wassers. Der Fels steht auf rund 584 m ü. NN, woraus sich am Gipfel zirka 620 m ü. NN ergeben. Er besteht aus grobkörnigem Granit mit Wollsackverwitterungen.  Etwa 200 m südsüdwestlich des Ottofels steht das Karlshaus, das als Unterkunft von kleinen Gruppen gemietet werden kann. Am kürzesten zu erreichen ist der Ottofels zu Fuß, entweder vom Haltepunkt Steinerne Renne der Harzquerbahn und Brockenbahn oder vom Parkplatz an der Einmündung des Thumkuhlen- in das Drängetal unweit der Straße nach Drei Annen Hohne. Der Fels kann über Eisenleitern, die als Aufstiegsmöglichkeit am 27. Juli 1892 feierlich eingeweiht und nach 1990 erneuert wurden, bestiegen werden. Er dient auch als Klettergipfel für Bergsteiger. Von seinem Gipfel fällt der Blick über Berge und Täler des Harzes bis zum Brocken, nach Wernigerode mit dem Schloss Wernigerode und bis weit in das nördliche Harzvorland. Der Fels ist als Nr. 27 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen.

Die Steinerne Renne ist ein als Naturdenkmal ausgewiesener, schluchtartiger und etwa 2,5 km langer Talabschnitt der Holtemme. Sie erstreckt sich südwestlich des Wernigeröder Stadtteils Hasserode in einem bewaldeten Talabschnitt am Oberlauf der Holtemme zwischen dem etwas entfernten Renneckenberg (östlicher Nachbar des Brocken) etwa im Südwesten, zwischen dem Bielstein (ca. 525 m ü. NN) im Norden und dem Höhenzug Hippeln mit dem Kontorberg (556,1 m) im Süden. In der Schlucht wechseln sich zahlreiche kleine Wasserfälle und Stromschnellen der Holtemme in ihrem von Granitgestein durchsetztem Flussbett mit ruhigeren Flussabschnitten ab. Der unterhalb des Hannekenbruchs befindliche Schluchteingang liegt auf etwa 550 m ü. NN und der Schluchtausgang unterhalb des Bahnhofs Steinerne Renne auf rund 300 m ü. NN, womit sich zirka 250 m Höhenunterschied ergeben. In die Steinerne Renne mündet linksseits auf 395 m Höhe die Kleine Renne. In der Schlucht steht oberhalb einer 519,5 m hoch gelegenen Flussstelle das Waldgasthaus und Hotel Steinerne Renne. Als Steinrenne oder steinerne Rinne wurde dieses Naturschauspiel bereits in der frühen Neuzeit bezeichnet. Mit dem Aufkommen des Tourismus in der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Steinerne Renne zu einer der meist besuchten Schönheiten des Harzes. Beim Bau der Harzquer- und Brockenbahn wurde der Bahnhof Steinerne Renne angelegt. Unmittelbar am Wasserfall entstand 1869 zunächst ein hölzernes Blockhaus, der Vorläufer des heutigen Waldgasthaus und Hotel Steinerne Renne.  Zu Zeiten der DDR wurde das jetzige Hotelgebäude bis Mitte der 1970er Jahre als HO-Gaststätte und nach Umbau dann als Betriebsferienheim des Kombinats VEB Elektro-Apparate-Werke Berlin-Treptow „Friedrich Ebert“ mit öffentlicher Gaststätte genutzt. Das Waldgasthaus und Hotel Steinerne Renne ist heute als Nr. 28 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen. Die Schlucht kann gänzlich durchwandert werden.   Nahe dem Schluchtausgang steht neben dem Bahnhof Steinerne Renne das 1899 in Betrieb genommenes Wasserkraftwerk Steinerne Renne, das zur Stromversorgung des damals errichteten Schotter- und Granitwerks diente. Es ging 1943 in den Besitz der Stadt Wernigerode über, die es für die Energieversorgung des Stadtteils Hasserode nutzte. Ab 1945 wurde es durch das VEB Energiekombinat Magdeburg, später den VEB Instandsetzungsbetrieb für Batterien und Flurfördergeräte betrieben. Nach dessen Privatisierung als WERBAT GmbH wurde das Kraftwerk 1995 an einen Privateigentümer veräußert. 2002 wurde es wieder an die Stadt zurückverkauft, die es heute als Technisches Denkmal betreibt. Das Wasser wird im Wald aus dem kleinen Becken eines Wehres unterhalb des Gasthauses Steinerne Renne über einen etwa 1,7 km langen, geschlossenen Kanal zum Rechenhaus geleitet, wo Treibgut ausgesiebt wird. Hinter dem Kanalende fällt es durch eine etwa 160 m lange Druckrohrleitung zum Kraftwerk ab. Darin werden mit zwei Pelton-Turbinen, von denen eine aus der Erbauungszeit stammt, jährlich rund eine Million Kilowattstunden elektrischer Strom erzeugt.

Quellen: Wikipedia und privat

 

 

 

Waldgasthaus Steinerne Renne

Waldgasthaus Steinerne Renne

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