GeoLife | Das Freizeitportal in Niedersachsen | geolife.de

DWT 2014 - FR 11 Auf dem Kammweg am Harzrand entlang

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Kloster Michaelstein in Blankenburg OT Oesig
Ziel:Wernigerode
Länge:13 km
Dauer:ca. 5 Stunden
Anfahrt:UTM: 32 U 632196 5741263; Sie erreichen das Kloster per PKW über die B 81 und B 6 bzw. B 6n; Ausfahrt „ Blankenburg/Zentrum”. In Blankenburg ist das KLOSTER MICHAELSTEIN ausgeschildert. Den neuen Parkplatz finden Sie, wenn Sie sich am Kreisel vor dem Kloster Richtung „Heimburg” halten und dann nach ca. 300m links abbiegen. Es besteht von/nach den Bahnhöfen Blankenburg/Harz und Wernigerode ein regelmäßiger Busanschluß.
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Harzklub-Schilder
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

Tour auf der Karte anzeigen »

Informationen zur Tour

Harzklub-Wandertipp zum Deutschen Wandertag 2014.
Hinweis: Die Wanderführer behalten sich vor, beim offiziellen DWT-Termin die Tour bei Bedarf zu modifizieren.

Kloster Michaelstein

Kloster Michaelstein

Mit dem Bus nach Blankenburg – Wanderung : Kloster Michaelstein – Teufelsgrund – Struvenburg – Austberg – Lustgarten – Wernigerode.

Kloster Michaelstein ist ein ehemaliges  Zisterzienserkloster nahe der Stadt Blankenburg. Heute ist die Anlage eine Station an der Straße der Romanik. Die frühere Klosteranlage ist derzeit Sitz der Stiftung Kloster Michaelstein - Musikakademie Sachsen-Anhalt für Bildung und Aufführungspraxis. 956 wurde eine Klause der verstorbenen Liutbirg urkundlich erwähnt. Es handelt sich dabei um eine dem Heiligen St. Michael geweihte Höhlenkirche, dem heutigen Volkmarskeller unweit des Eggeröder Brunnens. 1139 leitete die Quedlinburger Äbtissin Beatrix II. die Gründung eines Klosters ein, das nur wenige Jahre später nach Michaelstein an die heutige Stelle verlegt wurde. Der wachsende Besitz des Klosters führte zu einer wirtschaftlichen Blütezeit Michaelsteins. Aufständische Bauern verwüsteten 1525 das Kloster. 1543 legte der letzte katholische Abt seine Würde nieder. Das Kloster kam in den Besitz der Grafen von Blankenburg, die als protestantische Äbte fungierten. Nach dem Tod des letzten Grafen 1599 ging Blankenburg und mit ihm das Kloster an die Herzöge von Braunschweig. 1629 bis 1631 und 1636 bis 1640 waren während des Dreißigjährigen Kriegs wieder Zisterziensermönche in Michaelstein. 1690 kam Michaelstein in den Besitz der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg, die den Bau zuerst als Schule und später wirtschaftlich nutzten. Während der Amtszeit des Abtes Eberhard Finen wurde 1717 ein Predigerseminar eingerichtet, das bis 1808 bestand. Aufgrund der Beratungen vom 21. September 1880 durch die Beauftragten von Anhalt, Braunschweig und Preußen übernahm die braunschweigische Regierung, auf Empfehlung durch den Kammerpräsidenten Griepenkerl, die Kosten der Einrichtung einer Zuchtanstalt für Forellen, Saiblinge und Schmerle. Die Leitung der Zuchtanstalt wurde dem Amtsrath und Inhaber einer eigenen Zuchtanstalt Dieckmann, mit entsprechenden finanziellen Zusagen, übertragen.

1945 erfolgte mit der Enteignung durch die Bodenreform die Aufteilung des Klostergutes. 1968 begann die Wiederherstellung der Gebäude durch Initiative des Telemann-Kammerorchesters und seines Dirigenten Dr. Eitelfriedrich Thom. 1977 erfolgte die Gründung der Kultur- und Forschungsstätte, des späteren Instituts für Aufführungspraxis der Musik des 18. Jahrhunderts. 1988 folgte das Museum mit einer Sammlung vorrangig historischer Musikinstrumente. Im selben Jahr wurden einige Musiker des Telemann-Kammerorchesters mit historischen Instrumenten als "Barockensemble des Telemann-Kammerorchesters" fest angestellt. 1995 kam durch die Kürzung der Mittel das Aus für die große Besetzung des Telemann-Kammerorchesters, welches mit normalen Instrumenten spielte. Das Barockensemble firmierte alleinig unter dem Namen "Telemann-Kammerorchester" und spielte ausschließlich auf historischen Instrumenten. 1997 erfolgte die Umwandlung des Instituts in die öffentlich-rechtliche Stiftung Kloster Michaelstein - Musikinstitut für Aufführungspraxis. Seit 2001 ist auch die „Landesmusikakademie des Landes Sachsen-Anhalt“ hier eingerichtet. Ab 2000 wurde das Orchester schrittweise ausgegliedert und in die Selbstständigkeit entlassen. Einige Zeit später kam es zum Bruch zwischen den Musikern, ein Teil spielt auf historischen Instrumenten unter dem Namen "Telemannisches Collegium Musicum". Die Witwe von Dr. Eitelfriedrich Thom führt das Telemann-Kammerorchester unter altem Namen, jedoch ohne Bindung an das Kloster Michaelstein, weiter. In der Außenwand der barocken Klosterkirche, welche sich im Westflügel des Klosters befindet, sind die sterblichen Überreste der Kaisertochter Beatrix I. († 1061) eingemauert. Vom Kloster als Ölmühle genutzt wurde die in der Nähe befindliche Mönchemühle am Goldbach. Die Stiftung veranstaltet überregional bekannte Konferenzen und Seminare und macht durch weiterführende Forschung auf sich aufmerksam. Seit vielen Jahren hat sie einen festen Platz in der europäischen Fachwelt.

Der Ziegenberg bei Heimburg ist ein 88,4 ha großes Naturschutzgebiet zwischen Heimburg und Benzingerode. Das im Landschaftsschutzgebiet Harz und Vorländer liegende Naturschutzgebiet weist neben Halbtrockenrasen, Gebüschfluren und Kiefernwäldern auch Feuchtwiesenareale auf. Es liegt auf dem langgestreckten Hügelareal des namensgebenden Ziegenbergs bei Heimburg im Südosten und des Struvenbergs bei Benzingerode im Nordwesten. Als Bestandteil der nördlichen Aufrichtungszone des Harzes entstand der Ziegenberg während der Gebirgsentwicklung des Harzes. Während dessen Heraushebung wurden die horizontalen Schichten des Umlandes, hauptsächlich aus Muschelkalkbestehend, aufgestellt. Der nördliche Teil des Ziegenberges ist durch Silt und Mergel geprägt. Im Naturschutzgebiet hat der Lothringer Lein (Linum leonii) sein nördlichstes Vorkommensgebiet. Zu den darüber hinaus vorkommenden Pflanzen zählen vor allem die Kleine Bibernelle (Pimpinella saxifraga), die Großblütige Braunelle (Prunella grandiflora), der Gewöhnliche Fransenenzian (Gentianopsis ciliata), das Sichelblättriges Hasenohr(Bupleurum falcatum) und die Silberdistel (Carlina acaulis).

Südhang des Struvenbergs: Kurz vor Abfall des Berges in Richtung Benzingerode durchziehen die Reste von Wallanlagen einer im 10. Jahrhundert bestehenden Schutzburg, der Struveburg, das Gelände. Nach Rodung des Waldes diente der Berg über Jahrhunderte als Weidefläche. Später wurden Teile des Areals mit Schwarzkiefern (Pinus nigra) aufgeforstet und Steinbrüche angelegt. Aufgabe des zum 1. Januar 1982 eingerichteten Naturschutzgebietes ist „Schutz und Erhaltung der Trocken- und Halbtrockenrasen mit ihren submediterranen Pflanzengesellschaften sowie einer artenreichen Insektenfauna“ und ein Schutz der geologischen Besonderheiten. Zu diesem Zweck wird der Berg gelegentlich durch Schafe beweidet, darüber hinaus wird Buschwerk entfernt. Der Kiefernwald des südlichen Hangs soll in einen Steppenwald mit Traubeneichen umgewandelt werden. Andere Flächen werden einer vollkommen natürlichen Entwicklung überlassen

Der Austberg erhebt sich direkt nordwestlich vom Ortskern s Benzingerodes. Nach Norden fällt seine Landschaft in das eigentliche Harzvorland ab, südlich erhebt sich der Harz. Östlich vorbei fließt der Holtemme-Zufluss Hellbach.  Auf dem Austberg steht etwas westlich des Gipfels auf etwa 290 m der einstige Wartturm Austbergturm, der nun als Aussichtsturm dient. Die Warte ließen die Regensteiner Grafen um 1250 erbauen. Sie diente als Signalturm ihres Landwehrsystems und den Grafen von Blankenburg als Schutzturm. Der Rundturm aus Muschelkalk-Bruchstein mit Gipsmörtel mit etwa 4,4 m  Durchmesser und 1,2 m Mauerstärke ist zirka 10 m hoch. Eine Restaurierung erfolgte zwischen 2006 und 2008/2009.

Der Lustgarten in Wernigerode (Harz) ist eine im 16. Jahrhundert angelegte Parkanlage, die im 18. Jahrhundert erst zu einem französischen Barockgarten und dann zu einem englischen Park umgestaltet wurde. Mit erheblichen Mitteln wurde der Lustgarten für die Landesgartenschau von Sachsen-Anhalt im Jahre 2006 grundlegend saniert.

Quellen: Wikipedia und privat

Naturschutzgebiet Ziegenberg.

Naturschutzgebiet Ziegenberg.

Kirche in Benzingerode

Kirche in Benzingerode

PDF-Ausdruck Informationen als PDF herunterladen (1,71 MB)

« zurück zur Übersicht »