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DWT 2014 - MO 06 Die Steinerne Renne - heute Wandergebiet - früher Arbeitsplatz der Bergleute

Rubrik:Wandern, Mountainbiking
Start:Wernigerode OT Hasserode – Haltestelle der Buslinien 1 und 4 (Floßplatz); UTM: 32 U 0620090 5742340
Ziel:Wernigerode OT Hasserode – Haltestelle der Buslinien 1 und 4 (Floßplatz); UTM: 32 U 0620090 5742340
Länge:8,90 km
Dauer:ca. 4 Stunden
Schwierigkeit:teilweise schwierige Wegstrecke
Anfahrt:Wernigerode OT Hasserode – Haltestelle der Buslinien 1 und 4 (Floßplatz); UTM: 32 U 0620090 5742340
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Harzklub-Schilder und Dennert-Tannen
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

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Informationen zur Tour

Harzklub-Wandertipp zum Deutschen Wandertag 2014.
Hinweis: Die Wanderführer behalten sich vor, beim offiziellen DWT-Termin die Tour bei Bedarf zu modifizieren.

Lehrpfad im Thumkuhlental - Wasserrad und Feldgestänge

Lehrpfad im Thumkuhlental - Wasserrad und Feldgestänge

Floßplatz -Steinerne Renne - Gebohrter Stein - Ottofelsen - Thumkuhlental  - Lossendenkmal – Floßplatz.

Die Steinerne Renne ist ein als Naturdenkmal ausgewiesener, schluchtartiger und etwa 2,5 km langer Talabschnitt der Holtemme. Sie erstreckt sich südwestlich des Wernigeröder Stadtteils Hasserode in einem bewaldeten Talabschnitt am Oberlauf der Holtemme zwischen dem etwas entfernten Renneckenberg (östlicher Nachbar des Brocken) etwa im Südwesten, zwischen dem Bielstein (ca. 525 m ü. NN) im Norden und dem Höhenzug Hippeln mit dem Kontorberg (556,1 m) im Süden. In der Schlucht wechseln sich zahlreiche kleine Wasserfälle und Stromschnellen der Holtemme in ihrem von Granitgestein durchsetztem Flussbett mit ruhigeren Flussabschnitten ab. Der unterhalb des Hannekenbruchs befindliche Schluchteingang liegt auf etwa 550 m ü. NN und der Schluchtausgang unterhalb des Bahnhofs Steinerne Renne auf rund 300 m ü. NN, womit sich zirka 250 m Höhenunterschied ergeben. In die Steinerne Renne mündet linksseits auf 395 m Höhe die Kleine Renne. In der Schlucht steht oberhalb einer 519,5 m hoch gelegenen Flussstelle das Waldgasthaus und Hotel Steinerne Renne. Als Steinrenne oder steinerne Rinne wurde dieses Naturschauspiel bereits in der frühen Neuzeit bezeichnet. Mit dem Aufkommen des Tourismus in der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Steinerne Renne zu einer der meist besuchten Schönheiten des Harzes. Beim Bau der Harzquer- und Brockenbahn wurde der Bahnhof Steinerne Renne angelegt. Unmittelbar am Wasserfall entstand 1869 zunächst ein hölzernes Blockhaus, der Vorläufer des heutigen Waldgasthaus und Hotel Steinerne Renne.  Zu Zeiten der DDR wurde das jetzige Hotelgebäude bis Mitte der 1970er Jahre als HO-Gaststätte und nach Umbau dann als Betriebsferienheim des Kombinats VEB Elektro-Apparate-Werke Berlin-Treptow „Friedrich Ebert“ mit öffentlicher Gaststätte genutzt. Das Waldgasthaus und Hotel Steinerne Renne ist heute als Nr. 28 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen. Die Schlucht kann gänzlich durchwandert werden.

 

Der Ottofels, auch Ottofelsen genannt, im Mittelgebirge Harz ist eine etwa 36 m hohe und seit 1964 als Naturdenkmal ausgewiesene Granit-Felsformation. Er wurde nach Fürst Otto zu Stolberg-Wernigerode benannt. Der Ottofels liegt im etwa 4 km südwestlich des Wernigeröder Stadtteils Hasserode. und 3 km nordnordwestlich von Drei Annen Hohne. Er befindet sich auf der Nordostflanke des Hohnekamms oberhalb vom Tal des Braunen Wassers. Der Fels steht auf rund 584 m ü. NN, woraus sich am Gipfel zirka 620 m ü. NN ergeben. Er besteht aus grobkörnigem Granit mit Wollsackverwitterungen.  Etwa 200 m südsüdwestlich des Ottofels steht das Karlshaus, das als Unterkunft von kleinen Gruppen gemietet werden kann. Am kürzesten zu erreichen ist der Ottofels zu Fuß, entweder vom Haltepunkt Steinerne Renne der Harzquerbahn und Brockenbahn oder vom Parkplatz an der Einmündung des Thumkuhlen- in das Drängetal unweit der Straße nach Drei Annen Hohne. Der Fels kann über Eisenleitern, die als Aufstiegsmöglichkeit am 27. Juli 1892 feierlich eingeweiht und nach 1990 erneuert wurden, bestiegen werden. Er dient auch als Klettergipfel für Bergsteiger. Von seinem Gipfel fällt der Blick über Berge und Täler des Harzes bis zum Brocken, nach Wernigerode mit dem Schloss Wernigerode und bis weit in das nördliche Harzvorland. Der Fels ist als Nr. 27 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen.

Thumkuhlental

Das Bergwerk Aufgeklärtes Glück ist eine stillgelegte Grubenanlage im Thumkuhlental südwestlich des Stadtteils Hasserode von Wernigerode in Sachsen-Anhalt. Die Außenanlagen bilden heute einen Teil des naturkundlich-geologischen Lehrpfades, der durch den Nachbau einer alten Wasserkunst ein sehr anschauliches Zeugnis von der einstigen bergmännischen Tätigkeit am Fuße des Brockens im Harz ablegt. Der gräfliche Bergrat Dr. Christoph Friedrich Jasche aus Ilsenburg war einer der Ersten, die die bergbauliche Vergangenheit dieses Bergbaureviers wissenschaftlich untersuchten. Er schrieb im Jahre 1846: „Quer durch das Dränge- und Dummkuhlenthal setzt ein Gang, auf welchem Kobalterze einbrechen und der schon in alten Zeiten Gegenstand des Bergbaues gewesen ist. Ob dieser Bau nicht die Veranlassung zur Anlage des Blaufarbenwerks auf der Bergfreiheit in Hasserode gegeben hat, bleibt zweifelhaft, soviel ist aber ausgemacht, dass die Grube nie ergiebig genug gewesen ist, um das Blaufarbenwerk gehörig mit Kobalterzen zu versorgen, daher dasselbe nach Ausweis der Akten die bedürfenden Erze in ältren Zeiten, namentlich im Jahr 1771, hauptsächlich von Andreasberg, früher auch wohl aus Böhmen bezogen hat. Die verlaßene Grube kommt in den ältren Nachrichten vom Jahr 1728 unter dem Namen Dumme Kuhle vor.“ Der Name leitet sich von „dummen“, also nicht ergiebigen Kuhle oder Grube her.

Bereits Ende des Jahres 1802 kamen Zweifel an der Rentabilität der Grube „Aufgeklärtes Glück“ auf. Das Bergamt forderte darüber mehrere Gutachten ab, die sich inhaltlich jedoch widersprachen. So blieb alles vorerst noch beim Alten. Dann kam der Herbst des Jahres 1803 und Berginspektor Ditterich musste am 29. November dem Bergamt berichten:

„Zu den mannichfachen Widerwärtigkeiten meines Lebens kann ich auch den gestrigen Schaden beim Aufgeklärten Glück im Hasserödischen Revier rechnen, als mir gegen Mittag der Berghauer Gille durch einen expressen Boten die traurige Nachricht sagen ließ, dass der Göpel dieser Zeche brennt und er seinen Kammeraden, den Berghauer Andreas Hahne, dabei vermisst!“

Die Frage, ob es böswillige Brandstiftung oder Selbstentzündung war, konnte nicht geklärt werden. Zum Glück war kein Menschenleben zu beklagen, aber der finanzielle Verlust für den Weiterbetrieb der Grube war erheblich. Verbittert über die ständigen Rückschläge verließ den Berginspektor Ditterich der Lebensmut, er starb im Herbst 1804. Sein Sohn stellte den Abbau am Ende des gleichen Jahres ein, weil er keine Finanzen mehr zum Weiterbetrieb hatte und er und der Bergkommissar Dr. Jasche der Grube kein Geld mehr vorschießen wollten und konnten. Dr. Jasche ließ die alten Grubengebäude abreißen und teilte am 4. November 1809 dem Bergamt Wernigerode mit:„Schon ist ein Zeitraum von beinahe fünf Jahren verstrichen. Immer noch hegte ich in diesem langen Zeitraume Hoffnung, dieses bis dato darniedergelegene Werk wieder in Betrieb zu setzen, leider aber erlaubten dies Theurung und Krieg, die Feinde aller Gewerbe und Künste, nicht!“ Da sich die Zeiten nicht besserten, ist der Betrieb der Grube „Aufgeklärtes Glück“ nicht wieder aufgenommen worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg suchte hier die SDAG Wismut vergeblich nach Uran. Die Schächte und Stollen des „Aufgeklärten Glücks“ wurden von 1996 bis 1998 fachmännisch verwahrt.

Karl August Lössen

Karl August Lossen (* 5. Januar 1841 in Kreuznach; † 24. Februar 1893 in Berlin) war ein deutscher Geologe. Er  studierte an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin, an der Bergakademie Berlin und an der Universität Halle, wo er 1866 mit einem Thema zur Geologie des Taunus promovierte.

Als Geologe wurde Lossen 1866 tätig an der Preußischen Geologischen Landesanstalt; von 1873 an war er Königlicher Landesgeologe. Er schuf als sein wichtigstes Werk die geologische ("geognostische") Übersichtskarte des Harzes im Maßstab 1:100 000; sie wurde 1877 erstmals gedruckt. Obwohl er in Berlin tätig war, kehrte er immer wieder in den Harz zurück, um die dortigen geologischen Schichten exakt zu kartieren und mehrere grundlegende Publikationen vorzulegen. 27 Jahre lang befasste er sich mit dem geologischen Aufbau des Harzes.

Am 17. Oktober 1896 wurde auf Anregung des Naturwissenschaftlichen Vereins der Stadt Wernigerode im Drängetal an der Einmündung des Thumkuhlentales ein vier Meter hohes Denkmal, ein Granit-Obelisk mit Relief und Gedenktafel, umgeben von zahlreichen Gesteinen aus dem Harz, für Lossen errichtet; zum 17. Oktober 1993 wurde es nach einer Instandsetzung in seiner heutigen rekonstruierten und erweiterten Form fertiggestellt. Ferner ist in Hasserode eine Straße nach ihm benannt, ebenso das Mineral Lossenit, ein Gemenge aus Skorodit und Beudantit.

Quellen: Wikipedia und privat

Stollenmundloch

Stollenmundloch

Lossendenkmal am Eingang des Thumkuhlentals

Lossendenkmal am Eingang des Thumkuhlentals

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