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DWT 2014 - DI 07 Harzer Klippentour

Rubrik:Wandern, Mountainbiking, Eintagestour
Start:Drei Annen Hohne
Ziel:Wernigerode - Ortsteil Hasserode
Länge:15 km
Dauer:ca. 6 Stunden
Schwierigkeit:teils schwierige steinige Wegstrecke
Anfahrt:mit dem Linienbus von Wernigerode - Busbahnhof in Richtung Schierke. Mit der Harzer Schmalspurbahn bis zum Bahnhof Drei Annen Hohne. Mit dem PKW auf der L 100 bis zum Großparkplatz in Drei Annen Hohne UTM: 32 U 619385 5737040
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Harzklub-Schilder und Dennert-Tannen
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

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Informationen zur Tour

Harzklub-Wandertipp zum Deutschen Wandertag 2014.
Hinweis: Die Wanderführer behalten sich vor, beim offiziellen DWT-Termin die Tour bei Bedarf zu modifizieren.

Hohnesteinklippen

Hohnesteinklippen

Drei Annen Hohne - oberer Hohneweg - Hohnsteinklippen - Ottofelsen - gebohrter Stein - Steinere Renne    - Wernigerode, Ortsteil  Hasserode.

Drei Annen Hohne ist eine Ortschaft, die zu Wernigerode im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt gehört und am Rande des Nationalparks Harz liegt. Beim Bau der Harzquerbahn und Brockenbahn wurde ein Haltepunkt für das Forsthaus Hohne und das gräflich-stolbergische Chaussee- und spätere Gasthaus Drei Annen eingerichtet, der zunächst die Bezeichnung Signalfichte trug. Nachdem die Fichte an der Kreuzung der Hagenstraße mit der Chaussee Elbingerode–Ilsenburg den Witterungsunbilden zum Opfer gefallen war, erhielt die Bahnstation die Bezeichnung Drei-Annen-Hohne, die in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts auch auf die gleichnamige kleine Siedlung am Bahnhof mit dem heutigen Hotel „Kräuterhof“ überging. Der Ort liegt etwa 9 km vom Stadtzentrum von Wernigerode im Harz an der Landstraße nach Schierke, von der hier eine Straße nach Elbingerode (Harz) führt. In Drei Annen Hohne zweigt die Brocken- von der Harzquerbahn ab. Daher kann es vorkommen, dass drei Züge gleichzeitig im Bahnhof stehen.

Der Name Drei Annen wurde 1770 erstmals erwähnt, als der Bergverwalter J. H. Schmidt aus Schierke um eine bergmännische Abbaugenehmigung für einen Bereich in der Nähe der heutigen Gaststätte Drei Annen ersuchte, um Kupfer und Silber abzubauen. Graf Christian Friedrich zu Stolberg-Wernigerode, dessen Mutter Anna hieß, übernahm am 10. Dezember 1770 zwei Kuxe für sich und einen weiteren Kux für seine in jenem Jahr geborene Tochter Anna. Auch für seine Nichte Anna wurde ein Kux erworben. Bereits 1781 musste der Bergbau wieder aufgegeben werden. Es wurde 1785 an anderer Stelle mit dem „Tiefe[n] Drei Annen Stollen“ ein neuer Versuch unternommen. Aber auch dieser blieb bis 1793/94 ohne großen Erfolg. Unweit der Gaststätte weist heute noch der Name Stollental auf diese Unternehmen hin. Nach den gescheiterten Bergbauversuchen verlegte man sich auf eine Bewirtung. Nach dem Bau der Hagenstraße zwischen Wernigerode und Schierke (1869–1872) bot der Platz des Gasthauses die Gelegenheit, dort 1871 ein neues Haus zu bauen, um das nun fällige „Chausseegeld“ zu erheben. Diese neue Straße wurde nach dem Wernigeröder Oberförster von Hagen zu seinem 50-jährigen Dienstjubiläum am 24. Februar 1870 Hagenstraße genannt. Direkt südöstlich am Haus vorbei führt seit 1898 die Strecke der Harzquerbahn. Der Haltepunkt wurde aber 1 km weiter westlich eingerichtet, da hier die Bahn auf ebenem Gelände fährt. Das ist der heutige Bahnhof Drei Annen Hohne. Die Gaststätte Drei Annen hatte bis in die 1950er Jahre private Betreiber. Dann wurde sie von der staatlichen Handelsorganisation (HO) der DDR geführt. Anschließend ging sie in den Besitz des VEB Schwermaschinenbaukombinats „Ernst Thälmann“ (SKET) Magdeburg über. Dieser Betrieb nutzte das Gebäude als Ferienheim und Schulungsobjekt. 1974 wurde neben der Gaststätte ein Bettenhaus errichtet. Nach einer umfangreichen Renovierung 1990 wurde es als Hotel eröffnet. Ab 1995 sind Waldgasthaus und Hotel wieder in privatem Besitz. Auf das Bettenhaus wurde 1997 eine weitere Etage gesetzt und das Dach der Umgebung angepasst. Zum Bereich Drei Annen gehört auch ein Jugendwaldheim des Forstamtes Elend. Die nahe Eschwegestraße ist nach dem Oberforstmeister Ernst von Eschwege (1859–1932), der für die Familie zu Stolberg-Wernigerode als Leiter der Forstverwaltung in der Region tätig war, benannt.

Auf dem Weg von der Straßenkreuzung am Bahnhof Drei Annen Hohne in Richtung Hohneklippen zweigt nach etwa 500 m nach rechts ein Weg ab. Nach einigen Minuten erreicht man am Forsthaus Hohne das „Natur-Erlebniszentrum HohneHof“ als eines von mehreren Informationszentren des Nationalparks Harz. Den Namen bekam es von den nahegelegenen Hohneklippen. Der HohneHof ist als Nr. 174 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen. Diese Gegend wurde erstmals 1251 erwähnt. Das Anwesen wurde 1686 beschrieben als „Hut und Trift auf der Hohne nebst einem Rinderhof, daneben Stuten- und Fohlenweide“.

Durch neuere Forschungen lassen sich diese Angaben inzwischen präzisieren und die Jahreszahl der Gründung von Hohne genau angeben. Für den 28. Mai 1667 fand sich ein Beleg, dass das Hohnegebiet mit seinen zahlreichen Lichtungen und Waldwiesen in diesem Jahr als Weide genutzt wurde. Laut einem Rechnungsbuch seien an dem Tag Rinder hinter der Hohne in die Weide gangen. Graf Heinrich Ernst zu Stolberg-Wernigerode hatte dazu die Möglichkeit geschaffen und zwei Rinderhirten angestellt, die die Rinder der Bauern der Gegend den Sommer über hier weiden ließen. Die Herde umfasste im Jahr 1667 112 Tiere ausLangeln, Abbenrode, Wernigerode, Halberstadt, Stapelburg, Drübeck, Ilsenburg, Silstedt, Osterwieck und Minsleben.

Im Frühjahr 1668 kam ein neuer Rinderhirte, für den ein in diesem Jahr als Rinder- oder Hirtenhaus bezeichnetes einfaches Unterkunftsgebäude an der Hohne erbaut wurde. Die feste Unterkunft ermöglichte es ihm nunmehr, mit der Herde auch bis in den regnerischen Herbst hinein auf der Weide zu bleiben. Das Haus hatte seinen Standort dort, wo sich heute das Gebäudeensemble des früheren Forsthauses Hohne befindet. Die 1872 eingerichtete gräfliche Försterei in Hohne ging 1934 an den preußischen Staat über und bestand als Nationalpark-Revierförsterei bis 2004.

Aus Anlass der Sommersonnenwende wurde am 20. Juni 2008 erstmals am früheren Forsthaus Hohne vom Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode unter Leitung von Christian Fitzner ein Konzert unter dem MottoSagenumwobene Bergwildnis präsentiert, zu dem die RM Balance Dance Company unter Leitung von Heide Reinsch tanzte. Organisator dieser Veranstaltung war der Nationalpark Harz.

Sehenswert ist die unter Naturschutz stehende Eiche auf einer zeitweilig als Schafweide genutzten Waldwiese westlich des Glashüttenweges und des Forsthauses Hohne, etwa 200 m Luftlinie vom Bahnhof entfernt. Der mächtige Eichenstamm zeigt auf einer Seite Brandspuren, die am Ende des Zweiten Weltkrieges entstanden, als ein unter dem Baum stehender Tigerpanzer gesprengt wurde. Die Eiche steht heute im Mittelpunkt des neuen Löwenzahn-Entdeckerpfades des Nationalparks Harz, der sich hier durch den benachbarten Wald und über die Wiese schlängelt.

Interessant ist der Bahnhof Drei Annen Hohne als Trennungsbahnhof der Harzquerbahn und der Brockenbahn.

Der Ottofels, auch Ottofelsen genannt, im Mittelgebirge Harz ist eine etwa 36 m hohe und seit 1964 als Naturdenkmal ausgewiesene Granit-Felsformation. Er wurde nach Fürst Otto zu Stolberg-Wernigerode benannt. Der Ottofels liegt im etwa 4 km südwestlich des Wernigeröder Stadtteils Hasserode. und 3 km nordnordwestlich von Drei Annen Hohne. Er befindet sich auf der Nordostflanke des Hohnekamms oberhalb vom Tal des Braunen Wassers. Der Fels steht auf rund 584 m ü. NN, woraus sich am Gipfel zirka 620 m ü. NN ergeben. Er besteht aus grobkörnigem Granit mit Wollsackverwitterungen.  Etwa 200 m südsüdwestlich des Ottofels steht das Karlshaus, das als Unterkunft von kleinen Gruppen gemietet werden kann. Am kürzesten zu erreichen ist der Ottofels zu Fuß, entweder vom Haltepunkt Steinerne Renne der Harzquerbahn und Brockenbahn oder vom Parkplatz an der Einmündung des Thumkuhlen- in das Drängetal unweit der Straße nach Drei Annen Hohne. Der Fels kann über Eisenleitern, die als Aufstiegsmöglichkeit am 27. Juli 1892 feierlich eingeweiht und nach 1990 erneuert wurden, bestiegen werden. Er dient auch als Klettergipfel für Bergsteiger. Von seinem Gipfel fällt der Blick über Berge und Täler des Harzes bis zum Brocken, nach Wernigerode mit dem Schloss Wernigerode und bis weit in das nördliche Harzvorland. Der Fels ist als Nr. 27 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen.

Die Steinerne Renne ist ein als Naturdenkmal ausgewiesener, schluchtartiger und etwa 2,5 km langer Talabschnitt der Holtemme. Sie erstreckt sich südwestlich des Wernigeröder Stadtteils Hasserode in einem bewaldeten Talabschnitt am Oberlauf der Holtemme zwischen dem etwas entfernten Renneckenberg (östlicher Nachbar des Brocken) etwa im Südwesten, zwischen dem Bielstein (ca. 525 m ü. NN) im Norden und dem Höhenzug Hippeln mit dem Kontorberg (556,1 m) im Süden. In der Schlucht wechseln sich zahlreiche kleine Wasserfälle und Stromschnellen der Holtemme in ihrem von Granitgestein durchsetztem Flussbett mit ruhigeren Flussabschnitten ab. Der unterhalb des Hannekenbruchs befindliche Schluchteingang liegt auf etwa 550 m ü. NN und der Schluchtausgang unterhalb des Bahnhofs Steinerne Renne auf rund 300 m ü. NN, womit sich zirka 250 m Höhenunterschied ergeben. In die Steinerne Renne mündet linksseits auf 395 m Höhe die Kleine Renne. In der Schlucht steht oberhalb einer 519,5 m hoch gelegenen Flussstelle das Waldgasthaus und Hotel Steinerne Renne. Als Steinrenne oder steinerne Rinne wurde dieses Naturschauspiel bereits in der frühen Neuzeit bezeichnet. Mit dem Aufkommen des Tourismus in der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Steinerne Renne zu einer der meist besuchten Schönheiten des Harzes. Beim Bau der Harzquer- und Brockenbahn wurde der Bahnhof Steinerne Renne angelegt. Unmittelbar am Wasserfall entstand 1869 zunächst ein hölzernes Blockhaus, der Vorläufer des heutigen Waldgasthaus und Hotel Steinerne Renne.  Zu Zeiten der DDR wurde das jetzige Hotelgebäude bis Mitte der 1970er Jahre als HO-Gaststätte und nach Umbau dann als Betriebsferienheim des Kombinats VEB Elektro-Apparate-Werke Berlin-Treptow „Friedrich Ebert“ mit öffentlicher Gaststätte genutzt. Das Waldgasthaus und Hotel Steinerne Renne ist heute als Nr. 28 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen. Die Schlucht kann gänzlich durchwandert werden.

Quellen: Wikipedia und privat 

Ottofelsen

Ottofelsen

Waldgasthaus Steinerne Renne

Waldgasthaus Steinerne Renne

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