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DWT 2014 - SA 01/4 Bergseits um Wernigerode

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Wernigerode Nicolaiplatz
Ziel:Wernigerode Stadtzentrum
Länge:ca. 12 km
Dauer:4 bis 5 Stunden
Anfahrt:Die Stadt liegt an den Bundesstraßen 6 und 244 und an der Eisenbahnstrecke Halberstadt–Vienenburg, die Halle (Saale) und Hannover verbindet.
Der Treffpunkt "Nicolaiplatz" befindet sich im Krezungsbereich der Burgstraße mit der Breiten Straße.UTM: 32 U 623114 5744115
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Harzklub-Schilder
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

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Informationen zur Tour

Harzklub-Wandertipp zum Deutschen Wandertag 2014.
Hinweis: Die Wanderführer behalten sich vor, beim offiziellen DWT-Termin die Tour bei Bedarf zu modifizieren.

Gasthaus Armeleuteberg

Gasthaus Armeleuteberg

Stadtzentrum – Westerntor – Armeleuteberg – Kaiserturm – Scharfenstein – Christianental – Schloßterasse – Stadtzentrum.

Wernigerode ist eine Stadt im Landkreis Harz (Sachsen-Anhalt). Nach Hermann Löns wird Wernigerode auch als "Die bunte Stadt am Harz" bezeichnet. Die Stadt liegt in rund 250 Meter über NHN an der Nordostflanke des Harzes, am Fuße des Brockens, an den Bundesstraßen 6 und 244 und an der Eisenbahnstrecke Halberstadt–Vienenburg, die Halle (Saale) und Hannover verbindet. Durch die Stadt fließt die Holtemme, in die unweit des Westerntores der Zillierbach mündet, der unmittelbar vor der Einmündung auch Flutrenne genannt wird. Ferner fließt nördlich der Stadt der Barrenbach durch mehrere Teiche und mündet im Ortsteil Minsleben in die Holtemme. Der historische Stadtkern besteht aus Altstadt und Neustadt. Zum Stadtgebiet zählen außerdem Hasserode, Nöschenrode, die Wohngebiete  Stadtfeld, Burgbreite, Harzblick und Charlottenlust sowie die Ortsteile Benzingerode, Minsleben, Silstedt, Schierke und Reddeber.

Die West-Ost-Ausdehnung des Stadtgebiets mitsamt den eingemeindeten Ortsteilen beträgt 9,5 km, die Nord-Süd-Ausdehnung 6 km. Der höchste Punkt ist der Brocken mit 1141 m ü. N der tiefste liegt bei 215 m ü. N.

Nach dem Aussterben der Grafen von Wernigerode in männlicher Linie durch den Tod des Grafen Heinrich 1429 wurde Wernigerode Sitz der Grafen zu Stolberg, die über Jahrhunderte hier die Oberherrschaft ausübten. Im Bauernkrieg 1525 wurden mehrere umliegende Klöster geplündert und teilweise zerstört, so insbesondere das Kloster Himmelpforten im heutigen Stadtteil Hasserode. Plünderungen im Dreißigjährigen Krieg und Zerstörungen durch Brände brachten großes Leid über die hier ansässige Bevölkerung. 1714 musste Graf Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode in einem Rezess die Oberhoheit Brandenburg-Preußens über die Grafschaft Wernigerode anerkennen.

Von 1807 bis 1813 war Wernigerode in den Stadtkanton Wernigerode des Königreichs Westphalen integriert, bevor die Stadt dem neugebildeten preußischen Kreis Osterwieck der preußischen Provinz Sachsen zugeordnet wurde. Erst nach Einspruch des Grafen Henrich zu Stolberg-Wernigerode wurde Wernigerode 1825 wieder Sitz eines eigenen Landkreises innerhalb des Regierungsbezirks Magdeburg. Am 29. März 1847 fiel ein Teil der Stadt, vor allem das Heideviertel, einem großen Brand zum Opfer. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzte in Wernigerode neben dem Tourismus die industrielle Entwicklung (unter anderem Maschinen- und Werkzeugbau, Elektromotoren, pharmazeutische Produkte, Schokolade, Schreibwaren, Baustoffe) ein, die zu einem wesentlichen Aufschwung der Stadt als Tourismuszentrum und Wirtschaftsstandort führten.

Am 22. Februar 1944 erlebte Wernigerode einen Luftangriff. Das repräsentative Brau- und Bürgerhaus Breite Straße 78 wurde zerstört, die Ruine später abgetragen. Der Westteil der Orangerie wurde schwer beschädigt.

Im April 1945 erhielt Oberst Gustav Petri als Stadtkommandant den Befehl, die Stadt gegen die anrückenden Einheiten der US-Armee zu verteidigen. Da er diesen Befehl verweigerte, konnte die Stadt fast kampflos übergeben werden. Petri wurde daraufhin am 11. April bei Drei Annen Hohne standrechtlich erschossen. Die Stadt blieb unversehrt.

 

Wernigerode hat sehr viele touristische Attraktionen. Der Stadtkern besteht zum großen Teil aus niedersächsischen Fachwerkhäusern. Das neugotische Wernigeröder Schloss thront markant über der Stadt und ist schon aus der Ferne gut zu erkennen. Auch die Umgebung von Wernigerode ist äußerst reizvoll. Hier startet die Harzer Schmalspurbahn, die über Schierke zum Brocken sowie quer über den Harz nach Nordhausen in Thüringen fährt. Bis Oktober 2006 fand in Wernigerode die zweite Landesgartenschau Sachsen-Anhalts statt.

Jährlich werden im Innenhof des Wernigeröder Schlosses die „Schlossfestspiele“ veranstaltet. Sie sind eine Veranstaltung des Philharmonischen Kammerorchesters Wernigerode. Höhepunkte sind die Aufführungen von Opern bzw. Operetten wie Die Zauberflöte, Falstaff oder Zar und Zimmermann.

Das „Harzer Kultur- und Kongresszentrum“, kurz „KiK“ für: „Kultur im Kongresszentrum“, ist mit einem großen Saal (600 Sitzplätze) sowie mehreren Konferenzräumen ein Komplex von Räumlichkeiten für Veranstaltungen. Es befindet sich im Zentrum von Wernigerode. Die „Remise“ des Kunst- und Kulturvereins Wernigerode wird für Konzerte im kleinen Rahmen, Lesungen sowie sonstige Aufführungen genutzt.

Der Armeleuteberg im Harz ist ein 477,8 m hoher Berg bei Wernigerode.

Er erhebt sich knapp 2 km südlich der Altstadt von Wernigerode. In Richtung Nordosten fällt seine Waldlandschaft in das Zwölfmorgental – mit der jenseits davon befindlichen, nahen Harburg – nach Wernigerode ab. Nach Süden fällt sie in das Kalte Tal und etwa nach Nordwesten durch das Nesseltal nach Hasserode ab. Auf dem Berggipfel steht seit 1902 der Aussichtsturm Kaiserturm, von dem man unter anderem auf Wernigerode mit dem Schloss Wernigerode blickt. Zwischen Gipfel und westsüdwestlich davon befindlichem Försterplatz (mit Revierförsterei) befindet sich das Waldgasthaus Armeleuteberg, das als Nr. 35 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen ist.

Der Scharfenstein ist ein 462,4 hoher Bergsporn des Eichberg-Süd (486,4 m).

Er befindet sich etwa 1,5 km südsüdwestlich von Nöschenrode, einem südöstlichen Stadtteil von Wernigerode. Nach Norden leitet eine Scharte zum Eichberg-Süd über und östlich befindet sich der Astberg (474,8 m). In Richtung Westen und Südwesten fällt der Sporn in das Kalte Tal und nach Süden und Südosten in jenes des Zillierbachs ab. Am und auf dem Berg befindet sich die Scharfensteinklippe.

Zum Scharfenstein, der als Nr. 34 (Scharfenstein) in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen ist, verläuft aus Richtung Norden vom Eichberg-Süd kommend ein Pfad. Von dessen Südende führt eine schmale Steintreppe auf den Sporngipfel. Vom dortigen Aussichtspunkt fällt der Blick im Harz unter anderem zum Brocken. Denselben Pfad wandert man auch zurück, weil das Sporngelände mit Ausnahme von Richtung Norden zu allen Seiten steil abfällt.

Das Christianental nordöstlich des Wernigeröder Stadtteils Nöschenrode. Es befindet sich zwischen dem westlichen Agnesberg (395,1 m), mit dem westlich davon auf dem Burgberg stehenden Schloss Wernigerode, und dem östlichen Fenstermacherberg (466,5 m). Im Tal liegen der Obere und Untere Christianentalteich. Überregional bekannt ist das Christianental durch den dort befindlichen Wildpark Christianental, die am oberen Talende befindliche Waldgaststätte Christianental nebst Schützenhaus sowie das Fischmeister- und benachbarte Forsthaus am Beginn des Tales. Letzteres fand Eingang in den Titel des Romans Das Forsthaus im Christianental von Käthe Papke. Das Gasthaus Christianental ist als Nr. 31 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen. Zwischen Gast- und Schützenhaus befindet sich ein Gedenkstein für den Kreiswegemeister Otto Plachta.

Das Schloss Wernigerode im sachsen-anhaltischen Wernigerode erhielt seine jetzige Gestalt im ausgehenden 19. Jahrhundert und wurde zu einem Leitbau des norddeutschen Historismus. Es beherbergt heute ein vielbesuchtes Museum und eine Außenstelle der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt. Die erste urkundliche Erwähnung eines Grafen von Wernigerode im Jahre 1121 ist gleichzeitig die Ersterwähnung der Rodungssiedlung Wernigerode, deren Anfänge jedoch etwa ein Jahrhundert früher zu datieren sind. Die Burg Wernigerode wird erstmals im Jahre 1213 als castrum erwähnt, was ihren geschichtlichen Ursprung offenlässt.Die Grafen von Wernigerode hatten ihre Herrschafts- und Besitzrechte in einem Bereich, der durch eine Vielzahl von anderen kleinen Territorialgewalten geprägt war. Unmittelbar benachbart waren die Grafen von Blankenburg und von Regenstein, mit denen es häufig Auseinandersetzungen gab.

Auf einer Anhöhe rund 100 Meter oberhalb der verkehrsgünstig gelegenen Rodungssiedlung Wernigerode ließ Graf Adalbert oder dessen unmittelbare Nachkommen, die neben den Grafschaftsrechten auch die Verwaltung des Reichsforstes am Nordostharz innehatten, eine Burg errichten, die sie zu ihrem dauerhaften Herrschaftssitz wählten. Zu ihren Füßen kreuzten sich zwei Handels- und Heerstraßen, was einer der Hauptgründe war, warum sich im Schutz der Burg zahlreiche Handwerker und Händler in Wernigerode niederließen. Der rasch anwachsenden Siedlung verliehen die Grafen von Wernigerode am 17. April 1229 das Stadtrecht nach dem Vorbild des benachbarten Goslar. Das weitgehend in sich abgeschlossene Territorium der Grafschaft Wernigerode, wie es über viele Jahrhunderte bestand, bildete sich hingegen erst 1343 heraus. Damals wurden die in einem verheerenden Nachbarschaftskrieg unterlegenen Grafen von Regenstein gezwungen, große Teile ihres Gebietes an die Grafen von Wernigerode abzutreten.

Als die Grafen von Wernigerode 1429 in männlicher Linie ausstarben, übernahmen die verwandten Grafen zu Stolberg die Grafschaft Wernigerode und damit auch die Burg. Während der neu erworbene Besitz zunächst an Graf Heinrich von Schwarzburg verpfändet wurde, ließen sich im 16. Jahrhundert hier mehrere Vertreter der Grafen zu Stolberg nieder. Im ausgehenden Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg Wernigerode jedoch nach Auseinandersetzungen mit Vertretern der Stadt Wernigerode als Herrschaftssitz aufgegeben und die stolbergische Residenz nach Ilsenburg verlegt. Erst der junge Graf Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode, dem die Herrschaft 1710 durch Erbfolge zugefallen war, verlegte seinen Hofhaltungssitz wieder nach Wernigerode zurück und ließ die Burg zu einem Barockschloss umbauen. Einer seiner Nachfolger, Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode, finanzierte den aufwendigen Umbau zu einem Repräsentationsschloss des ausgehenden 19. Jahrhunderts, wie es noch heute in großen Teilen erhalten ist. Dabei entstand auch die 1880 vollendete Schlosskirche nach Plänen des Wiener Architekten Friedrich von Schmidt.

1929 wurde das Schloss als ständiger Wohnsitz der Familie Fürst zu Stolberg-Wernigerode aufgegeben. Teile der Außenanlagen und inneren Räumlichkeiten konnten von April 1930 bis Ende Dezember 1943 im Rahmen von Führungen gegen Entgelt öffentlich besichtigt werden. Jährlich besuchten damals über 40.000 Personen das Schloss. Ab 1944 wurde der größte Teil des Schlosses von der Rüstungskontor GmbH für Wohnzwecke genutzt. Botho Prinz zu Stolberg-Wernigerode als Eigentümer des Schlosses wurde 1945 durch die Bodenreform enteignet.

Mitte Dezember 1946 kam es zu einer unkontrollierten Vernichtungsaktion aller historischen Waffen und Rüstungen sowie der Gemälde von Personen in Uniformen oder mit militärischen Ehrenzeichen durch sowjetische Militärangehörige. Die im Schloss befindliche Außenstelle der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt wird von Konrad Breitenborn geleitet. Im Schloss entstand nach Übergabe an die Stadt Wernigerode 1946 ein Feudalmuseum, aus dem das heutige Museum im Schloss Wernigerode hervorgegangen ist.

Quelle: Wikipedia u. a.

Im Christianental

Im Christianental

Auf der Schlossterrasse

Auf der Schlossterrasse

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