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DWT 2014 - DI 06, SA 02/9 Auf dem Höhenweg am Harzrand entlang

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Heimburg
Ziel:Innenstadt Wernigerode unterhalb des Lustgartens
Länge:10 km
Dauer:ca. 4 Stunden
Anfahrt:Busfahrt vom Wernigerode Busbahnhof nach Heimburg
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Harzklub-Schilder
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

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Informationen zur Tour

Harzklub-Wandertipp zum Deutschen Wandertag 2014.
Hinweis: Die Wanderführer behalten sich vor, beim offiziellen DWT-Termin die Tour bei Bedarf zu modifizieren.

Heimburg und Regenstein

Heimburg und Regenstein

Streckenwanderung: Heimburg - Struvenburg - Austberg - Lustgarten - Wernigerode.

Heimburg liegt am Nordharz, etwa 5 km nordwestlich der Kernstadt von Blankenburg (Harz) am alten Verlauf der Bundesstraße 6 in Richtung Wernigerode. Östlich des Dorfs besteht eine Auffahrt zur B 6n und der Abzweig einer Verbindungsstraße nach Derenburg. In der Ortschaft führt südlich eine Straße am Kloster Michaelstein vorbei zum Blankenburger Stadtteil Oesig.Unmittelbar nördlich des Dorfs liegt eine Anhöhe, auf der sich die Überreste der ehemaligen Burg Heimburg, auch Altenburg genannt, und ein Aussichtspunkt befinden. Zudem liegt Heimburg am Fuß der Hügelkette von Ziegenberg (315,7 m) und Struvenberg (305,7 m), die sich in Richtung Nordwesten bis Benzingerode hinzieht, einen guten Ausblick auf das Harzvorland bietet und vom Naturschutzgebiet Ziegenberg bei Heimburg eingenommen wird. Die Heimburg wurde 1073 erstmals urkundlich erwähnt, die an ihrem Fuße entstandene Hörigensiedlung 1256. Nach dem Verlust einer mehrere Generationen dauernden Fehde zwischen Heimburg und Regenstein übernahmen die Grafen von Regenstein die Burg Heimburg. Eine Linie dieser Grafen nannte sich danach von Regenstein-Heimburg. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg mehrfach verpfändet und nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg kam es zu keinen Erneuerungen mehr, sodass die Burg vollständig zerfiel und als Steinbruch für Baumaterial genutzt wurde. Nach dem Erlöschen des Geschlechts der Regensteiner 1599 fiel das Lehen an deren Lehnsherr, den Herzog von Braunschweig, zurück. Heimburg gehörte bis 1945 zum braunschweigischen Kreis Blankenburg und gelangte 1952 an den Kreis Wernigerode des DDR-Bezirks Magdeburg. Seit dem Inkrafttreten der Kreisgebietsreform am 1. Juli 2007 gehört Heimburg zum Landkreis Harz. Am 1. Januar 2010 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Heimburg zusammen mit den Gemeinden  Cattenstedt, Hüttenrode, Wienrode und Timmenrode sowie der Stadt Derenburg in die Stadt Blankenburg (Harz) eingemeindet.

Der Ziegenberg bei Heimburg ist ein 88,4 ha großes Naturschutzgebiet zwischen Heimburg und Benzingerode. Das im Landschaftsschutzgebiet Harz und Vorländer liegende Naturschutzgebiet weist neben Halbtrockenrasen, Gebüschfluren und Kiefernwäldern auch Feuchtwiesenareale auf. Es liegt auf dem langgestreckten Hügelareal des namensgebenden Ziegenbergs bei Heimburg im Südosten und des Struvenbergs bei Benzingerode im Nordwesten.Als Bestandteil der nördlichen Aufrichtungszone des Harzes entstand der Ziegenberg während der Gebirgsentwicklung des Harzes. Während dessen Heraushebung wurden die horizontalen Schichten des Umlandes, hauptsächlich aus Muschelkalkbestehend, aufgestellt. Der nördliche Teil des Ziegenberges ist durch Silt und Mergel geprägt. Im Naturschutzgebiet hat der Lothringer Lein (Linum leonii) sein nördlichstes Vorkommensgebiet.Zu den darüber hinaus vorkommenden Pflanzen zählen vor allem die Kleine Bibernelle (Pimpinella saxifraga), die Großblütige Braunelle (Prunella grandiflora), der Gewöhnliche Fransenenzian (Gentianopsis ciliata), das Sichelblättriges Hasenohr(Bupleurum falcatum) und die Silberdistel (Carlina acaulis).

Südhang des Struvenbergs: Kurz vor Abfall des Berges in Richtung Benzingerode durchziehen die Reste von Wallanlagen einer im 10. Jahrhundert bestehenden Schutzburg, der Struveburg, das Gelände. Nach Rodung des Waldes diente der Berg über Jahrhunderte als Weidefläche. Später wurden Teile des Areals mit Schwarzkiefern (Pinus nigra) aufgeforstet und Steinbrüche angelegt. Aufgabe des zum 1. Januar 1982 eingerichteten Naturschutzgebietes ist „Schutz und Erhaltung der Trocken- und Halbtrockenrasen mit ihren submediterranen Pflanzengesellschaften sowie einer artenreichen Insektenfauna“ und ein Schutz der geologischen Besonderheiten. Zu diesem Zweck wird der Berg gelegentlich durch Schafe beweidet, darüber hinaus wird Buschwerk entfernt. Der Kiefernwald des südlichen Hangs soll in einen Steppenwald mit Traubeneichen umgewandelt werden. Andere Flächen werden einer vollkommen natürlichen Entwicklung überlassen

Der Austberg erhebt sich direkt nordwestlich vom Ortskern s Benzingerodes. Nach Norden fällt seine Landschaft in das eigentliche Harzvorland ab, südlich erhebt sich der Harz. Östlich vorbei fließt der Holtemme-Zufluss Hellbach.  Auf dem Austberg steht etwas westlich des Gipfels auf etwa 290 m der einstige Wartturm Austbergturm, der nun als Aussichtsturm dient. Die Warte ließen die Regensteiner Grafen um 1250 erbauen. Sie diente als Signalturm ihres Landwehrsystems und den Grafen von Blankenburg als Schutzturm. Der Rundturm aus Muschelkalk-Bruchstein mit Gipsmörtel mit etwa 4,4 m  Durchmesser und 1,2 m Mauerstärke ist zirka 10 m hoch. Eine Restaurierung erfolgte zwischen 2006 und 2008/2009.

Der Lustgarten in Wernigerode (Harz) ist eine im 16. Jahrhundert angelegte Parkanlage, die im 18. Jahrhundert erst zu einem französischen Barockgarten und dann zu einem englischen Park umgestaltet wurde. Mit erheblichen Mitteln wurde der Lustgarten für die Landesgartenschau von Sachsen-Anhalt im Jahre 2006 grundlegend saniert.

Dorfkirche Benzingerode

Dorfkirche Benzingerode

Löwentor am Lustgarten in Wernigerode

Löwentor am Lustgarten in Wernigerode

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