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DWT 2014 - SA 01/3, DI 05 und FR 09 Von Kloster zu Kloster

Rubrik:Wandern, Regionales Radwandern, Stadt-/Ortsbesichtigungen, Kurzwanderung
Start:Ilsenburg Parkplatz Ilsetal
Ziel:Kloster Ilsenburg
Länge:7,10 km
Dauer:ca. 4 Stunden
Anfahrt:Ilsenburg - Parkplatz Ilsetal
UTM 32 U 0615135 5746215
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Harzklub-Schilder und das Logo des harzer Klosterwanderweges
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

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Informationen zur Tour

Harzklub-Wanderung zum DWT 2014

Kloster Drübeck

Kloster Drübeck

Vom Kloster Ilsenburg zum Kloster Drübeck und zurück mit abschließender Führung durch das Kloster Ilsenburg.

Dieser  Abschnitt des Harzer Klosterwanderweg verbindet die romanischen Klosteranlagen von Ilsenburg und Drübeck miteinander. Beide Objekte gehören zur „Straße der Romanik durch Sachsen-Anhalt“.  Da keine schriftlichen Quelle vom Alltag in den beiden Klöstern berichten, entstanden im Laufe der Zeit verschiedene Mythen. So erzählt die Sage vom Mönchsgraben von einem unterirdischen Gang zwischen den Klöstern Ilsenburg und Drübeck, der unter dem Kammerberg verlaufen soll. Hier trafen sich die Mönche und Nonnen heimlich, um nicht nur geistigen Genüssen zu frönen. Ausschließen kann man solche Rendezvous zwar nicht, aber unterirdisch haben sie ganz sicher nicht stattgefunden. Weder Ein- noch Ausgang eines solchen Ganges wurden jemals gefunden, und auch die geologische Beschaffenheit des Kammerberg-Gebietes spricht gegen jede bergbauliche Tätigkeit. Doch der Mythos lebt weiter. Der Wanderweg am Rande des Nationalparks Harz führt an mehreren Teichen  vorüber, die von der ehemaligen Fischzucht der beiden Klöster zeugen. Die Teiche mit erlenbewachsenen Ufern gelten als wertvolle Feuchtbiotope. Die Route führt durch typischen Harzer Mischwald, in dem seit jeher Rot-, Reh- und Schwarzwild beheimatet ist. Der Weg säumt auch eine vielfältige Vegetation, zu der Leberblümchen, Bärlauch, Maiglöckchen, Herbstzeitlose sowie viele essbare Pilze wie Maronen, Steinpilze und Hallimasch gehören. Autor: Günther Herlitze „Wandern im Harz“ 

Das Kloster Drübeck ist ein ehemaliges Benediktinerinnenkloster in Drübeck am nördlichen Harzrand in Sachsen-Anhalt. Es ist heute eine Tagungsstätte der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland mit einem Pädagogisch-Theologischen Institut, einem Haus der Stille, einem Pastoralkolleg und einem Medienzentrum. Das Nonnenkloster Drübeck wurde in einer Urkunde vom 26. Januar 877 zum ersten Mal erwähnt. Es stellte sich jedoch heraus, dass diese Urkunde eine Fälschung ist. Seitdem gilt die Urkunde des Königs Otto I. vom 10. September 960 als wissenschaftlich belegte Ersterwähnung des Klosters Drubechi.995 bestätigte Otto III. die freie Äbtissinnenwahl und damit die besondere Rechtsstellung des Klosters. Damit genoss das Stift im 10. Jh. Vorrechte wie die Reichsabteien in Gandersheim und Quedlinburg. In den Wirren der Reformationszeit und des Bauernkrieges erlosch kurzzeitig das Klosterleben. 1687 wurden die Klostergebäude den Grafen zu Stolberg-Wernigerode übereignet, die hier zur selben Zeit ein evangelisches Damenstift errichteten. Die evangelische Kirchenprovinz Sachsen übernahm auf Bitte der letzten Äbtissin Magdalena 1946 das Kloster Drübeck als Erholungsheim und Tagungsstätte. Die letzte Kanonisse starb am 29. Januar 1976 im 88. Lebensjahr. Seit 1996 sind im Kloster Drübeck das Pädagogisch-Theolgische Institut, das Pastoralkolleg und das Haus der Stille angesiedelt.

Das Kloster Ilsenburg ist ein ehemaliges Benediktinerkloster in der Stadt Ilsenburg im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Die Klosteranlage stammt aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Eigentümer der Klosterkirche ist seit 1974 die Stadt Ilsenburg, die den sakralen Bau aufwendig restaurieren ließ. Die Reste der Klausurgebäude sind seit 2000 im Besitz der Stiftung Kloster Ilsenburg. Es soll ein Kunst- und Kulturzentrum entstehen, in das auch das auf dem ehemaligen Klostergelände liegende Schloss einbezogen wird. Das Kloster und die Schlosskirche St. Peter und Paul sind eine Station an der Straße der Romanik in Sachsen-Anhalt. Kaiser Heinrich II. beurkundete am 15. April 1003 die Schenkung der „Elisenaburg“ an den Halberstädter Bischof Arnulf (999–1023). Der Ausbau der kaiserlichen Jagdpfalz zu einem Kloster zog sich vermutlich bis 1018 hin. Erst hier findet sich wieder eine Nachricht über das „Benediktiner-Kloster St. Peter“. Arnulf hatte es mit zahlreichen Ländereien ausgestattet und nun Mönche aus Fulda nach Ilsenburg berufen. Die Blütezeit des über 500 Jahre bestehenden Klosters lag zwischen dem ausgehenden 11. und dem 13. Jahrhundert. Zahlreiche durch Kauf und Schenkungen erworbene Besitzungen ließen es zu einem der reichsten Benediktinerklöster zwischen Weser und Elbe aufsteigen. Nachdem Bischof Burchard II. den Mönch Herrand (* um 1055, † 1102) als Abt eingesetzt hatte, gewann Ilsenburg seit etwa 1070 auch auf geistigem Gebiet zunehmend an Bedeutung. Von hier aus wurden in der Folgezeit verschiedene Klöster neu eingerichtet oder reformiert, wie Huysburg, Harsefeld bei Stade, Hillersleben bei Magdeburg und Wimmelburg bei Eisleben. Die Reformierung des Klosterlebens in Ilsenburg fand ihren baulichen Ausdruck in der Errichtung einer größeren Kirche, die am 5. Juni 1087 von Burchard II. den Heiligen Peter und Paul geweiht wurde. Ihr dreischiffiger Chor, der wiederum in drei Apsiden endete, ist in der Kirchenbaukunst des Benediktinerordens im damaligen deutschen Reich erstmals nachweisbar. Der reich verzierte Fußboden aus Gipsestrich stammt aus der Zeit um 1200 und gehört heute zu den Kostbarkeiten romanischer Kunst im deutschen Raum. Die zum Teil noch erhaltenen Klausurgebäude wurden zwischen 1120 und 1176 errichtet, nachdem Feuer die Vorgängerbauten zerstört hatte. Zum Konvent gehörten zeitweise 25 Mönche. Seit 1464/65 war die Abtei Mitglied der Bursfelder Kongregation des Benediktinerordens. Während des Bauernkrieges wurden große Teile der Kirche, des Kreuzgang und der Marienkapelle zerstört. Der letzte Abt verstarb 1572. Der nun als Administrator eingesetzte Graf Christoph zu Stolberg veranlasste ein Jahr später umfangreiche Baumaßnahmen an der inzwischen baufälligen Klosterkirche, die in Folge als Schlosskirche genutzt wurde. Es folgten im 17. und 18. Jahrhundert der Abriss des Westflügels der Klausur und des Kreuzganges. Die verbliebenen Gebäudeteile erfuhren in den folgenden Jahrhunderten eine sehr unterschiedliche Nutzung. Größere Erhaltungsmaßnahmen an der Bausubstanz sind erst wieder nach 1860 im Zusammenhang mit der Errichtung des Schlossflügels an der Westseite des ehemaligen Klostergeländes belegt. 1929 verpachtete Fürst Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode neben dem Schloss auch die alten Klostergebäude für 30 Jahre an die Altpreußische Union der Evangelischen Kirchen Berlin, die verschiedene Fortbildungsstätten in den Räumlichkeiten etablierte. Nach Ablauf des Vertrages blieben die inzwischen enteigneten Reste der Klausur ungenutzt. Erst mit dem Verkauf der Klosterkirche an die Gemeinde Ilsenburg 1974 und der Eröffnung eines Erholungsheimes für Mitarbeiter des Ministeriums für Land- und Nahrungsgüterwirtschaft im Schlossflügel wurden die Gebäude zumindest für angemeldete Besucher wieder begehbar und erste Sicherungsarbeiten und kleinere Reparaturarbeiten veranlasst. Im Jahre 2000 übernahm die Stiftung Kloster Ilsenburg unter dem Vorsitz von Maria Fürstin zu Stolberg-Wernigerode den Ost- und den Südflügel der Klausur des einstigen Benediktinerklosters. Sie gehören inzwischen zu den Schwerpunktobjekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

 Quelle:: Wikipedia

Ilsenburg Klosterkirche

Ilsenburg Klosterkirche

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