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Talsperre Königshütte

Rubrik:Wandern, Mountainbiking, Kurzwanderung
Start:Königshütte
Ziel:Königshütte
Länge:7,12 km
Dauer:3 Stunden
Schwierigkeit:Leichte Waldwanderung rund um
die Überleitungssperre mit nur einer
leichten Steigung zur Burgruine gleich
zu Beginn der Wanderung. Im späteren
Verlauf Genuss des Uferwegs.
Anfahrt:Anfahrt mit dem Auto: Auf der Bundestraße
27 bis Königshütte, dort auf
die Landstraße 98 Richtung Benneckenstein.
Anfahrt mit Bus & Bahn: Buslinie 257
bis Königshütte.
Ausgangspunkt: Parkplatz an der
Landstraße 98, südlich von Königshütte
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Harzklub-Schilder
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

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Informationen zur Tour

Rund um die Überleitungssperre

Königsburg bei Köenigshütte

Königsburg bei Köenigshütte

Wir verlassen den Parkplatz und wenden uns an der Straße zunächst nach rechts in Richtung Königshütte. Auf dem schmalen Weg biegen wir schon nach wenigen Metern rechts ab und überqueren die Warme Bode. Wir blicken ihr zwar hinterher, doch die letzten einhundert Meter dieses Flusses können wir leider nicht komplett überschauen, da sie nach rechts abknickt, bevor sie ganz in der Nähe auf die Kalte Bode zusammentrifft und diese beiden Wasserläufe als Bode durch das enge Tal bei Thale fließen und nach insgesamt 169 Kilometern bei Nienburg in die Saale münden. Hinter der Brücke stoßen wir auf eine Informationstafel über den Harzer Hexenstieg, wenden uns nach rechts und sehen auf der rechten Seite ein Pumpenhäuschen der Kalten Bode. Gleich gegenüber auf der linken Seite verlassen wir den breiten Weg und biegen auf einen schmalen Pfad ein, der uns in die Höhe führt. Nach links können wir mit der steigenden Anzahl an Höhenmetern nicht nur Königshütte überblicken, sondern auch den markanten Sendeturm auf der Brockenkuppe ausmachen, der von hier aus 12,5 Kilometer Luftlinie entfernt ist. Eine Sitzbank lädt uns zwar zum Verweilen ein, doch nur wenige Meter später erscheint bereits die Ruine der Königsburg, wo sich auch ein überdachter Picknickplatz befindet. Die Königsburg hat ihren Namen erst seit Beginn des 18. Jahrhunderts. Zuvor wurde sie Königshof genannt. Erstmalig wurde sie unter dieser Bezeichnungim frühen 13. Jh. erwähnt, doch Ausgrabungen lassen vermuten, dass die heutige Ruine bereits im 10. Jahrhundert erbaut wurde. Der Harzer Archäologe Paul Höfer befasste sich um die Wende zum 20. Jahrhundert mehrere Jahre mit der Erforschung der Ruine und glaubte zunächst, die lang gesuchte Pfalz Bodfeld gefunden zu haben, die jedoch nördlich von Elbingerode bestand. Wir tragen den Stempel Nummer 41der Harzer Wandernadel in den Stempelpass ein und machen uns auf den weiteren Weg. Die Holzbrücke überqueren wir und folgen dem gut erkennbaren Weg durch das Gras bis zu einer T-Kreuzung. An dieser wenden wir uns nach links und wandern auf einem zweispurigen Forstweg stets geradeaus. Dabei genießen wir die Ruhe des Waldes, die von dem Zwitschern der Vögel untermalt wird. Sämtliche Abzweige ignorieren wir und gelangen nach einiger Zeit automatisch zu einer Schutzhütte an einem Parkplatz für die Angler der Fischereipachtgemeinschaft. Wir biegen rechts auf den Weg deutscher Kaiser und Könige des Mittelalters im Harz ab und wandern am Ufer der Überleitungssperre bis zur rund 200 Meter entfernten Trogfurter Brücke.  Dort erhalten wir einen weiteren Stempel der Harzer Wandernadel, er trägt die Ziffer 42. Die Trogfurter Brücke wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts aus Bruchsteinen erbaut und war Teil des Kaiserwegs, der von Nord nach Süd über die Bode verlief. Errichtet wurde sie vermutlich aus Steinen des ehemaligen Wartturms der Susenburg.  Die Ruine der Susenburg ist lediglich 800 Meter von dem Brückenübergang entfernt. Vier Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges sprengten Truppen der SS auf ihrem Rückzug die steinerne Brücke, doch noch im selben Jahr begann man mit dem Bau einer neuen, dieses Mal aus Stahlbeton bestehenden Brücke. Heute ist auch diese Brücke nicht mehr vorhanden, sondern wurde durch die Staumauer der Königshütter Talsperre ersetzt. Diese wurde 1956 fertiggestellt und staut seitdem die Bode zu einem 32 Hektar großen See. Wir überqueren die Staumauer und sehen anhand der Wanderwegmarkierung, dass wir uns gleichzeitig auf der Via Romea befinden. Dieser alte Pilgerweg entstand im 13. Jahrhundert, als der Abt des Benediktinerklosters Sankt Marien in Stade, Albert von Stade, nach Rom pilgerte. Auf der Nordseite der Staumauer wenden wir uns sofort nach links und wandern gemütlich auf der ebenen Straße am Ufer des Sees entlang. Die mit Betonplatten ausgestattete Straße ist jedoch wenig befahren und bietet immer wieder Sitzmöglichkeitenam Rande, von denen wir den Blick über den See schweifen lassen können. Dem kurvigen Weg folgend,  erreichen wir bald schon Königshütte und wandern auf der Bodetalstraße geradeaus. Auf der rechten Seite sehen wir eine kleine Grünanlage. An dieser Stelle befanden sich ursprüngliche eine Schule und eine Kirche, die auf eine Kapelle aus dem frühen 17. Jahrhundert zurückging. Beide wurden jedoch während schwerer Kämpfe im Zweiten Weltkrieg zerstört und nicht mehr aufgebaut. An einer Kreuzung wenden wir uns nach links, überqueren die Kalte Bode und biegen gleich dahinter erneut nach links ab. An einem Gedenkstein zu Ehren des Oberförsters Wilhelm Pfeil wandern wir vorbei, bleiben geradeaus und erreichen nach kurzer Zeit unseren Ausgangspunkt.

Staumauer Überleitungssperre

Staumauer Überleitungssperre

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