GeoLife | Das Freizeitportal in Niedersachsen | geolife.de

Kleine Elmtour (Landesforsten)

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Bahnhof Königslutter
Ziel:Bahnhof Königslutter
Länge:10,10 km
Schwierigkeit:Abwechslungsreicher Tagesausflug durch Stadt
und Wald, auf festen Wirtschaftswegen, leichte
bis mittlere Steigung.
Anfahrt:Auto: Über die A 2, Abfahrt Königslutter, durch Ochsendorf nach Königslutter, Parkplätze am Bahnhof.

Bahn: Stündlich eintreffend aus Braunschweig und Magdeburg. Die Wanderung beginnt am Bahnhof.
Kontakt:Niedersächsisches Forstamt Saupark
Joachim Hansmann
Regionaler Pressesprecher Niedersachsen Mitte
Jagdschloss
31832 Springe

Tel.: 05041 9468-14
Joachim.Hansmann@nfa-saupark.niedersachsen.de
www.landesforsten.de

Tour auf der Karte anzeigen »

Informationen zur Tour

Auf dieser vielseitigen Wandertour erwartet Sie eine
Menge: das wohl größte und schönste Buchenwaldgebiet
Norddeutschlands, alte Steinbrüche, abwechslungsreiche
Waldbilder und eine mittelalterlich geprägte Kleinstadt
mit winkeligen Gässchen und schönen alten Fachwerkhäusern
aus jener Zeit, als das berühmte Duckstein bier
der Stadt Königslutter zu Wohlstand verhalf

Eintauchen in die Ruhe des Waldes: Im Elm kein Problem!

Eintauchen in die Ruhe des Waldes: Im Elm kein Problem!

Am Bahnhof angekommen, spazieren Sie vom Bahnhofsgebäude gegenüber in die »Lindenstraße«, dann geradeaus durch den »Stadtpark«, über die Fußgängerampel weiter in die »Westernstraße«.

Im Anschluss gehen Sie direkt um das Bankgebäude herum und folgen dem Straßenverlauf der »Elmstraße« bis zum Waldrand. Nach diesen ersten 2 Kilometern werden Sie nun mit dem Eintauchen in einen Jahrhunderte alten Buchenwald belohnt.

Am Waldparkplatz teilen sich die Wege: Nehmen Sie den linken und bleiben Sie bei der nächsten Gabelung nach 200 Metern auf dem rechten Weg. Nach weiteren 400 Metern bietet sich die erste Verschnaufpause an: Schlagen Sie den Pfad ein, der linker Hand abzweigt – nach rund 30 Metern erreichen Sie eine Bank an der »Zwillingsbuche«, neben der ehemaligen »Kuhspringquelle«.

Der Elm verfügt mit seiner rund 10.000 Hektar großen Waldfläche
über eine Ausdehnung von ca. 20 Kilometern. Er erreicht am
»Eilumer Horn« mit 322,5 Meter über Normalnull seinen höchsten
Punkt. Zu einem Drittel ist der Elm Landeswald und zu zwei Dritteln Privat- und Stiftungswald, aufgeteilt zwischen rund 40 verschiedenen Waldbesitzern. Das gesamte Waldgebiet wird nach ökologischen Gesichtspunkten forstlich bewirtschaftet und ist mit den Waldrandbereichen als Landschaftsschutzgebiet in den Naturpark Elm-Lappwald eingebettet. Prädikat: wirklich empfehlenswert!
Sie durchwandern auf dieser Tour den Wald der Stiftung Braun-schweigischer Kulturbesitz und Wald der Landesforsten. An der nächsten Wegekreuzung gehen Sie rechts herum und umrunden
dabei eine gut 35 Meter hohe und über 250 Jahre alte Buche. Sie hat einen Aststummel, der wie ein Krokodilmaul aussieht. Nach etwa einem weiteren Kilometer Anstieg bietet sich am Wegekreuz die Möglichkeit, den Weg links zur Schutzhütte und eine Abkürzung zum Parkplatz »Lutterspring « zu wählen.

Der eigentliche Weg führt Sie jedoch geradeaus weiter – auf den »FEMO-Steinkuhlenrundweg« (FEMO: Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen e.V.).
Etwa 40 Meter links vom Weg entdecken Sie eine eingezäunte Freifläche. Diese Zaunkonstruktion aus unbehandelten Dachlatten wird »Hordengatter« genannt. Es schützt die Forstkultur aus jungen Vogelkirschen, Bergahörnern und Eschen vor dem naschhaften Rehwild. Die Freifläche ergab sich aus dem Abhieb von Fichten, die vom Borkenkäfer befallen waren.

Immer noch bergauf, sehen Sie einen über 100-jährigen Buchenbestand, der sich durch kräftige Durchforstungen nun hervorragend verjüngen kann. Das geerntete Buchenholz wird für
Möbel, Bahnschwellen, Paletten oder als Sägeholz verwendet.

Bergab geht es nun auf einem asphaltierten Forstweg. Spätestens beim »Erlebnissteinbruch« sollten Sie eine größere Pause einlegen: Zahlreiche Informationstafeln entführen Sie in die Zeit des aktiven Elmkalk-Steinbrechens und geben Ihnen über die geologischen Formationen des Elms mit seinen vielschichtigen Muschelkalkstrukturen Aufschluss. Die Abraumhalden im hinteren Bereich gehören zum Betriebsgelände einer Steinbruchfirma und dürfen nicht betreten werden.
Die alten Buchen rechts am Weg sind typisch für den Elm als alten Waldstandort. Trotz intensiver forstwirtschaftlicher Nutzung bleiben im Altholz mindestens fünf alte Bäume je Hektar (100 x 100 Meter) dem natürlichen Verfall überlassen – sie beheimaten
damit eine Vielzahl von höhlenbrütenden Vögeln, Fledermäusen
und Insekten und dienen so auf unschätzbare Weise dem biologischen Gleichgewicht im Wald.

An der Autostraße angekommen, gehen Sie ein Stück parallel zu ihr und schwenken hinter dem Sportplatz in den Fußweg »FEMO-Erlebnispfad Lutterbach«. Sie gehen direkt an dem 1708 vom Abt Fabricius erbauten Quellhaus der »Quelle Lutterspring« vorbei, die zu den ergiebigsten Quellen Niedersachsens zählt. Nach etwa
200 Metern erreichen Sie das so genannte »Kutschloch«. Es ist ein Quelltümpel, in den einer alten Ortsage nach im Mittelalter ein reicher Mann bei Gewitter mit seiner Kutsche
versunken sein soll. Entlang des Mauerverlaufes gelangen Sie schließlich zum romanischen »Kaiserdom« von 1135, mit einem einzigartigen Kreuzgang und dem Grab des Kaisers Lothar von Süpplingenburg. Wenn Sie außen um den Dom herumgehen, können Sie den »Jagdfries«, ein Meisterwerk romanischer
Bildhauerkunst entdecken und nähern sich nun dem Domcafé, in
dem auch das Museum mechanischer Musikinstrumente, das Museum für Stadtgeschichte und die Dombauhütte
dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr zu besichtigen sind. Wenn Sie noch weiter den Dom umrunden, werden Sie über die Vitalität der über 800-jährigen »Kaiser-Lothar-Linde«
staunen – ein beeindruckender Anblick!


Gegenüber vom Domportal geht Ihr Weg stadteinwärts bergab: »Am Plan« – anschließend links in die »Schöppenstedter Straße«, dann rechts in die »Kattreppeln« zum »Gänsemarkt«. Hier sehen Sie das am besterhaltene Brauhaus von 1670, heute Stadt-bücherei und Otto-Klages-Sammlung geologischer Funde der Region. An diesem historischen Gebäude gehen Sie vorbei
und biegen schließlich links in die »Marktstraße« ein. Ganz am Ende, zwischen Rathaus und Stadtkirche befindet sich das »Geopark-Informationszentrum « (geöffnet von Dienstag bis Sonntag, Eintritt frei).

Zum Bahnhof gelangen Sie, wenn Sie ein Stück entlang der »B1« oder durch die »Westernstraße« (Fußgängerzone) und dann wieder durch den »Stadtpark« gehen.

Wenn Ihnen nach Ihrer Wanderung der Sinn nach etwas Unterhaltung und Zerstreuung steht, sind Sie in Königslutter gut aufgehoben: Anfang Juni findet hier jährlich das Domfest statt, das Ducksteinfest lockt im Juli, die Domkonzerte im September und in der Vorweihnachtszeit ein Adventsmarkt rund um die Stadtkirche.

Kutschloch

Kutschloch

Kaiserdom

Kaiserdom

PDF-Ausdruck Informationen als PDF herunterladen (4,48 MB)

Urheber: Niedersächsisches Forstamt Saupark 2013

« zurück zur Übersicht »