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Holzurburger Forst (Landesforsten)

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Südl. Parkplatz Holzurburger Forst am der L117
Ziel:Südl. Parkplatz Holzurburger Forst am der L117
Länge:7,19 km
Schwierigkeit:Gute Forstwege, einfach zu gehen, keine Höhenunterschiede,
bei Regenwetter sind feste Schuhe sinnvoll.
Anfahrt:Auto: Auf der L 128 aus südlicher Richtung nach
Bad Bederkesa hineinfahren (Mattenburger
Straße), im Ort rechts in die Holzurburger Straße
(L117) Richtung Steinau abbiegen, nach ca. 2 Kilometern
beginnt der »Holzurburger Wald«, kurz
darauf sind Parkplätze ausgewiesen.
Kontakt:Niedersächsisches Forstamt Saupark
Joachim Hansmann
Regionaler Pressesprecher Niedersachsen Mitte
Jagdschloss
31832 Springe

Tel.: 05041 9468-14
Joachim.Hansmann@nfa-saupark.niedersachsen.de
www.landesforsten.de

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Informationen zur Tour

Manch einer, der auf dem Weg zur Nordsee ist und die
Autobahn meidet, kennt diesen schönen Luftkurort
bereits: Bad Bederkesa. Dieses Fleckchen Niedersachsen
bietet sich perfekt für einen Kurzurlaub oder etwas
»Seele baumeln lassen« im Wald an. Denn eines steht fest:
Ein Spaziergang im »Holzurburger Wald« lohnt sich!

Nur 2,0 Kilometer nördlich von Bad
Bederkesa liegt dieses herrliche Waldgebiet
– Sie erreichen die ausgeschilderten
Parkplätze, indem Sie in Bad
Bederkesa der L 128 folgen (Mattenburger
Straße). Aus Süden kommend,
biegen Sie in die Holzurburger Straße
(L 117 Richtung Steinau) ab. Kurz
nachdem der Wald beginnt, sind die
Parkplätze ausgeschildert.
Während Ihres Spazierganges bietet
sich Ihnen ein interessanter Kontrast:
Wenn Sie in Richtung »Schützenplatz«
nach Süden gehen, schimmert durch
das satte Grün der Blätter kurz vor
Erreichen des Schützengebäudes das
Wasser des »Bederkesaer Sees«. Uralte
Eichen und Buchen rahmen den idyllischen
Platz, hier sollten Sie unbedingt
eine Pause einlegen, Bänke laden zum
Picknicken und Verweilen mit Blick
auf den See ein – es ist ein toller Ort,
um seine Seele baumeln zu lassen!
Der Wald reicht direkt bis an das
Nordufer des Sees und wird am Wasser
von Schilf und Röhricht abgelöst.
Oft schwimmen hier Enten, Teichhühner
und andere Wasservögel – Sie
können sie wunderbar bei der Nahrungssuche
beobachten. Wenn Sie von
hier aus Richtung Osten gehen, haben
Sie einen großartigen Blick über den
gesamten See.
Während der gesamten Wanderung
erfreuen mächtige Eichen- und Buchenbestände Ihr Auge, kleinere
Partien mit Bergahorn und Esche
beleben das Waldbild. Im August gibt
es einen besonderen Farbtupfer, denn
zahlreiche Vogelbeeren zieren mit
ihren roten Früchten die Wegränder.
Wenn Sie Ihre Wandertour durch den
»Holzurburger Wald« in den Sommermonaten
planen, brauchen Sie keine
Sorge zu haben, dass es zu heiß wird:
Ausladende Laubbaumkronen spenden
an heißen Tagen herrlich kühlen
Schatten, so dass die Wanderung auch
bei höheren Temperaturen ein entspanntes
Vergnügen ist!
Die weitere Route führt Sie noch ein
Stück am Seeufer entlang, bevor es
wieder in den Wald hineingeht. Hier
erhaschen Sie mit viel Glück einen
Blick auf heimische Waldbewohner:
Dort, wo der Wald sich selber ausgesät
hat, vom Förster als »Verjüngungspartien
« bezeichnet, steht häufig
Rehwild – unsere am häufigsten vorkommende
»Schalenwildart«. Das
Rehwild wird in der Fachsprache so
genannt, weil der Jäger ihre, als Paarhufe
ausgebildeten Zehen »Schalen«
nennt. Das Rehwild ist ein typischer
Waldrandbewohner und dort, wo es
Ruhe findet, kann man es auch tagsüber
antreffen. Die Möglichkeiten, es
zu erblicken, sind auf Grund der
üppigen Vegetation allerdings eher
gering. Dafür wird man aber während
des Spazierganges vom vielstimmigen
Konzert der zahl- und artenreichen
Singvögel begleitet. Übrigens: Wenn
Sie auf Ihrer Wanderung ein Geräusch
hören, dass wie ein helles Lachen
klingt, handelt es sich nicht um eine
belustigte Waldfee, sondern um einen
Schwarzspecht, dessen markanter Ruf
hier des Öfteren erklingt. Wenn Sie
jedoch Ihre Wanderung bereits in den
frühen Morgenstunden starten, werden
ganz andere Waldbewohner Ihre
Wege kreuzen: Hasen fühlen sich hier
durchaus wohl!
Etwas schaurig und düster wird die
Stimmung, wenn man den Hauptwanderweg
verlässt und einem kleinen
Pfad zum »Fliegerkreuz« folgt. Nach
etwa 100 Metern steht, eng umwachsen
von Büschen, ein mächtiges hölzernes
Kreuz. Es weist den Ort als
Absturzstelle eines Flugzeuges aus: Im Jahre 1940 stürzten hier junge
deutsche Soldaten auf dem Rückweg
von Scapa Flow mit ihrer Maschine
in den Tod. Scapa Flow ist eine Bucht
zwischen den südlichen Orkney-Inseln,
Schottland und Großbritannien. Seit
der Wikingerzeit diente das durch die
umliegenden Inseln gut geschützte
Gewässer als natürlicher Hafen. Die
britische Marine richtete den Hauptstützpunkt
ihrer Flotte sowohl im
Ersten als auch im Zweiten Weltkrieg
in dieser Bucht ein.
Zurück auf dem Hauptwanderweg,
haben Sie den nahen Waldparkplatz
bald wieder erreicht.
Je nach Tageszeit und Hungergefühl
sollten Sie sich dazu entschließen, die
Zeit für einen kürzeren oder auch
längeren Aufenthalt in Bad Bederkesa
zu nutzen! Als Moorheilbad und Luftkurort
anerkannt, lockt der gepflegte
Ort nach der Wanderung mit hochklassiger
und weit über die Region
hinaus bekannter Gastronomie.
Ebenso reizvoll ist ein Bummel durch
die Innenstadt mit einer anschließenden
Burgbesichtigung. In der Burg
befindet sich ein archäologisch-kulturgeschichtliches
Museum.
Wenn Sie sich dagegen lieber sportlich
betätigen möchten, dann sollten
Sie es einmal mit einem Segeltörn
oder einer Tretbootfahrt auf dem
227 Hektar großen Bederkesaer See
versuchen. Um noch weiter in der
Natur zu bleiben, bietet sich ein
Gang auf dem Moor-Erlebnispfad
durch die Flögelner Naturschutzgebiete
(etwa 6,0 Kilometer nördlich
von Bad Bederkesa) an.

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Urheber: Niedersächsisches Forstamt Saupark 2013

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