GeoLife | Das Freizeitportal in Niedersachsen | geolife.de

Auf dem Fuchspfad im Wald Maiburg unterwegs (Landesforsten)

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Waldparkplatz an der L102 zw. Bippen und Schwagsdorf
Ziel:Rundweg oder nächster Waldparkplatz a.d. L102
Länge:7,14 km
Anfahrt:Auto: Über die A 1, Abfahrt Holdorf fahren Sie
über Bersenbrück bis nach Ankum.
Von Ankum dann über Eggermühlen nach Bippen.
Von Bippen aus fahren Sie über die L 102 (Maiburgstraße)
in Richtung Schwagstorf.
2,0 km südlich von Bippen treffen Sie auf einen
großen Wanderparkplatz, auf dem Sie Ihr Auto
abstellen können.
Kontakt:Niedersächsisches Forstamt Saupark
Joachim Hansmann
Regionaler Pressesprecher Niedersachsen Mitte
Jagdschloss
31832 Springe

Tel.: 05041 9468-14
www.landesforsten.de

Tour auf der Karte anzeigen »

Informationen zur Tour

Diese Wanderung führt Sie in den Norden des Landkreises
Osnabrück – hier finden Sie das idyllische Naturschutzgebiet
»Maiburg«. Die Tour ist so unterhaltsam wie ein
»Klassenzimmer im Grünen« – denn große Teile der
Wanderung bestehen aus einem Waldlehrpfad.Wenn Sie
alles Wissenswerte in sich aufgesogen haben, wird es im
Anschluss Zeit für die Hexentreppe oder den Teufelsstein.

Waldpäddgen

Waldpäddgen

Der besagte Waldlehrpfad, der Sie
durch Ihre Wandertour führt, trägt
den Namen »Vosspäddken« (Pfad
des Fuchses). Die »Maiburg« ist ein
1000 Hektar großes Waldgebiet und
liegt südlich der Ortschaft Bippen im
Norden des Landkreises Osnabrück.
Der Waldlehrpfad »Vosspäddken«
besteht aus einem Nord- und einem
Südteil. Er verläuft zum Großteil
durch das Naturschutzgebiet der
Maiburg. Jeder der beiden Wege ist
etwa 3,6 Kilometer lang. Sie können
beide Routen erwandern, denn die
zwei Strecken lassen sich auf Verbindungswegen
gut miteinander kombinieren.

Sie beginnen Ihre Wanderung auf
dem etwa 2,0 Kilometer südlich von Bippen gelegenen Parkplatz an der
L 102, die von Bippen nach Schwagstorf
führt. Folgen Sie einfach stets den
Markierungen: Holztafeln mit einem
Fuchssymbol weisen Ihnen den Weg!
Die Blickrichtung des Fuchses gibt
Ihnen an Kreuzungen oder Abzweigungen
die Richtung vor. Neben dem
Fuchssymbol findet Sie entlang des
Lehrpfades Stationstafeln mit weiteren
Informationen.
Nach knapp 1,0 Kilometer erreichen
Sie den Eingang zum »Vosspäddken«.
In einer Holzkiste liegt hier Informationsmaterial
mit Erläuterungen zum
Waldlehrpfad, einer Karte und ausführlichen
Beschreibungen aus.
Übrigens: In der Umgebung des Pfad-
Einganges stehen recht alte Kiefern:
Sie sind über 170 Jahre alt und stammen
aus jener Zeit, als man die Maiburg
wieder aufforstete. Denn Raubbau
am Holz und Vieheintrieb in den
Wald hatten weite Landstriche entwaldet.
Weiter geht es: Sie kommen nach
einer Weile an einem Waldspielplatz
vorbei. Gegenüber befindet sich die so

genannte »Waldschule«: Hier kann
man im Rahmen der Umweltbildung
zusammen mit den Forstleuten Wald
und Natur intensiv erleben; ein echtes
Klassenzimmer im Grünen!
Der Weg führt Sie anschließend um
einen großen Waldteich herum. Folgen
Sie weiterhin dem Fuchssymbol
und nutzen Sie das Faltblatt, um sich
über Baumgreise und lokale Spezialitäten,
wie die »Maiburger Tangen«
zu informieren.
Nach etwa 2,0 Kilometern erreichen
Sie eine überdachte Sitzgruppe. Sie
dient zum Ausruhen und darüber
hinaus als ein weiteres grünes Klassenzimmer.
Die Sitzgruppe steht
inmitten eines Buchenbestandes.
Ursprünglich wuchsen in der Maiburg
überwiegend Buchen- und Eichen-
Buchenmischwälder. Doch mit
Zunahme der Bevölkerung wurde
dem Wald jahrhundertelang mehr
Holz entnommen als nachwachsen
konnte. Dazu kam, dass die Bauern
ihr Vieh in den Wald trieben, damit
sich Schweine, Rinder und Gänse von
Eicheln, Bucheckern und Kräutern,
aber auch von den jungen Bäumen
des Waldes ernähren konnten. Sogar
die Humusschicht wurde aus dem
Wald entnommen, um damit Ackerflächen
aufzudüngen. Dieser »Raubbau
« am Wald führte letztlich dazu,
dass der hier ursprüngliche Wald bis
auf wenige Reste zurückgedrängt
wurde. Jedermann nutzte den Wald,
aber niemand sorgte dafür, den
Wald für kommende Generationen zu
erhalten. Dünenbildung und die
Ausbreitung des Heidekrautes waren
die Folge.
Zur Wiederaufforstung der Kahlflächen
nahm man überwiegend
anspruchslose Nadelbaumarten, so
dass heute die Kiefer hier das Waldbild
dominiert. Also, Augen auf:
Das alles erkennen Sie, wenn Sie weiterhin dem Fuchssymbol auf dem
Wanderpfad folgen, bis Sie wieder
einen befestigten Forstweg erreichen.
Hier hätten Sie nun die Möglichkeit,
der Wander-Route »Nord« zu folgen,
um durch eine Schlucht (»Hexentreppe
«) zum Ausgangspunkt zurückzukehren.
Die »Hexentreppe« wurde
der Sage nach von Hexen angelegt,
damit diese zu ihrem Hexentanzplatz
auf dem »Qualenberg« gelangen können.
Mit Hexerei haben Sie auf Ihrer
Wandertour glücklicherweise nichts
zu schaffen – Sie setzen Ihren Weg
fort und kreuzen einen Verbindungsweg,
der mit gelben Punkten gekennzeichnet
ist.
Nun erreichen Sie die Wander-Route
»Süd«. Nach eineinhalb Kilometern
kommen Sie an den »Teufelsstein«.
Dieser Felsblock stammt aus Skandinavien.
Er ist während der letzten Eiszeit
vor rund 20.000 Jahren durch den
Druck des sich von Norden ausbreitenden
Eises hierher transportiert
worden. An vielen Stellen ragen ähnlich
große Felsblöcke aus dem Boden.
Für Grabanlagen (Hünengräber),
Kultstätten, Gedenksteine und Bauwerke
sind viele von diesen Findlingen
hier in der Region verbaut
worden. Einige geheimnisvolle
Geschichten und Sagen verdanken
diesen stummen Zeitzeugen ihren
Ursprung!

Sie wandern weiter auf der »Wander-
Route Süd« bis zu dem Schild »S 2«.
Hier biegen Sie links ab und folgen
dem mit gelben Punkten gekennzeichneten
Pfad. Links und rechts
des Weges sehen Sie unter etwa 100-
jährigen Fichten und Kiefern junge
Buchen. Hier wurde unter dem schützenden
Dach des Altbestandes die
nächste Waldgeneration angepflanzt,
die überwiegend aus Buchenmischwald
bestehen wird und damit dem
ursprünglichen Waldbild der Maiburg
wieder sehr nahe kommt. Dieser Prozess
soll mittelfristig im gesamten
Schutzgebiet umgesetzt werden.
Der eingeschlagene Verbindungsweg
führt Sie wieder zum Waldlehrpfad.
Dem »Pfad des Fuchses« (Vosspäddken)
folgend, gelangen Sie wieder zu
Ihrem Ausgangspunkt und beenden
damit Ihre schöne Wander-Tour
durch die Maiburg.

Sie können Die Wanderung auch vom südlichen Parkplatz beginnen, funktioniert das auch, sie müssen sich halt die Wegbeschreibung " von hinten erarbeiten".

Teufelsstein

Teufelsstein

idyllischer Rastplatz

idyllischer Rastplatz

PDF-Ausdruck Informationen als PDF herunterladen (2,97 MB)

Urheber: Niedersächsisches Forstamt Saupark 2013

« zurück zur Übersicht »