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DWT 2014 - DO 26 Expedition Wurmberg

Rubrik:Wandern
Start:Braunlage Parkplatz Wurmbergseilbahn
Ziel:Braunlage Parkplatz Wurmbergseilbahn
Länge:9 km
Dauer:ca. 6 Stunden
Anfahrt:Großparkplatz an der Wurmbergseilbahn in Braunlage, Am Amtsweg
UTM: 32 U 611347 5732377
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Harzklub-Schilder
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de
Nähere Informationen zur Tour erhalten Sie auch beim Niedersächsischen Forstamt Clausthal Tel. 0 53 23 /93 61 27

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Informationen zur Tour

Harzklub-Wandertipp zum Deutschen Wandertag 2014.
Hinweis: Die Wanderführer behalten sich vor, beim offiziellen DWT-Termin die Tour bei Bedarf zu modifizieren.

Oberer Bodefall bei Braunlage

Oberer Bodefall bei Braunlage

Sprudelnder Bergbach, sagenhafte Wälder, felsige Aufstiege - Abenteuer Wurmberg.
Harzer Natur abseits der befestigten Wanderwege - Bergwandern mal ganz anders.

Ein Tagesausflug auf Niedersachsens höchsten Berg, gefüllt mit Erlebnis, Information und körperlicher Herausforderung. Begleitet werden Sie von einer Försterin oder einem Förster. Sie lernen dabei die Bergwelt des Harzes mit ihren naturkundlichen und kulturellen Aspekten auf unterhaltsame Art kennen. Ideal für Freizeitgruppen oder Schulklassen.

Übrigens:

Der Wurmberg im Landkreis Goslar ist mit 971,2 m ü. NN der zweithöchste Berg des Mittelgebirges Harz und der höchste Berg Niedersachsens (Deutschland). Der Wurmberg erhebt sich unmittelbar außerhalb des Nationalparks Harz im Naturpark Harz rund 3,3 km nördlich von Braunlage(etwa 560 m) und etwa 3 km westsüdwestlich von Schierke, das im benachbarten Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt liegt. Sein Gipfel befindet sich rund 4,8 km südlich (je Luftlinie) von jenem desBrockens. Beide Berge werden vom Tal der Kalten Bode getrennt, die dort in West-Ost-Richtung verlaufend etwa zwischen 700 und 650 m Höhe fließt. Die Grenze zu Sachsen-Anhalt führt nördlich und östlich am Berg vorbei. Jenseits davon liegen in Richtung Schierke Großer (906,4 m) und Kleiner Winterberg (837 m). Zwischen dem Wurmberg und dem Kleinen Winterberg entspringt die Bremke. Westlich vorbei am Berg fließt die Große Bode als östlicher Quellbach der Warmen Bode, die südlich des Bergs durch Braunlage fließt. Auf der Südflanke des Wurmbergs gibt es die zwei markanten Wurmbergklippen, die zu den zahlreichen Harzklippen gehören: Die Große Wurmbergklippe (auch Große Klippe genannt; max. 823,8 m, die als Naturdenkmal (ND GS 32) ausgewiesen ist, befindet sich im Naturschutzgebiet Wurmberg etwa 220 m westlich der Seilbahntrasse zwischen der Berg- und Mittelstation der Wurmbergseilbahn, wenig oberhalb des inzwischen zugeschütteten oberen Wurmbergsteinbruchs. Die Kleine Wurmbergklippe (oder Kleine Klippe; bei etwa 690 m liegt zwischen der Mittel- und Talstation der Seilbahn knapp 100 m östlich der Seilbahntrasse im Fichtenwald. Eine lange, in gerader Linie geführte und aus unbehauenen Steinen gefügte Treppe beginnt etwa 90 Höhenmeter oberhalb des Bergbaureviers auf Eisenerz an der Ostflanke des Berges und mündet am Rand des Gipfelplateaus in ein Terrassenfeld mit Kanten aus gleichfalls unbehauenen Steinen. Im Volksmund wurde diese Treppe im 19. Jahrhundert  Heidentreppe genannt; im 20. Jahrhundert bürgerte sich der Name Hexentreppe ein. Heinrich Pröhle berichtete 1856 in seinen Harzsagen, dass in Verlängerung der Treppe ein steinerner Weg auf dem Plateau zu einem runden Steinhaufen führt. Anlässlich seiner Sammlung der Sagen des Oberharzes wurde ihm 1851 durch Bewohner Braunlages berichtet, dass dort einst ein heidnischer Tempel gewesen sei. Zwischen 1949 und 1956 führte Walter Nowothnig (1907-1971) auf dem Wurmberg mehrere archäologische Grabungen durch. Die Sagensammlung Pröhles bestärkte in ihm den Verdacht, dass das Gerücht, diese Treppe sei erst durch den um 1825 in Braunlage lebenden, reitenden Förster Daubert angelegt worden, nicht länger haltbar war. Durch Nowothnigs Grabungen wurde der steinerne Weg wiederentdeckt und schließlich am Ende des Weges eine kreisrunde Wallanlagevon etwa 10 m Durchmesser freigelegt, welche die Reste eines quadratischen Steinbaus umschließt. Des Weiteren wurden südlich des Weges die Fundamente eines kleinen Rundbaus entdeckt. 2006 wurde eine weitere, größere Wallanlage am Westrand des Gipfelplateaus bekannt. Nowothnig fand keine Anhaltspunkte für die Datierung der Anlage, weshalb sie fortan als Prähistorische Kultstätte unbekannter Zeitrechnung geführt wurde.Unwissenschaftliche Spekulationen machten aus den Steinsetzungen schnell eine keltische Kultanlage. Der quadratische Bau innerhalb der Wallanlage wurde zu einem Tempel, der Weg zu einer Prozessionsstraße, die Steinterrassen zu einem Kulttheater und die Reste des kleinen Rundbaus erhielten den Namen Hexenaltar. Von 1999 bis 2000 wurden unter Leitung von Michael Geschwinde und Martin Oppermann erneut archäologische Untersuchungen auf dem Wurmberg durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Forschungen sind reichlich ernüchternd. Die quadratische Formation erwies sich als Fundament einer von 1820 bis 1840 bestehenden Steinhütte, welche der Oberförster Daubert dort angelegt hatte. Die Reste dieser Hütte, eben jener bei Pröhle erwähnte Steinhaufen, wurden 1890 für die Errichtung des im Absatz Allgemein genannten trigonometrischen Messturmes genutzt. Die kreisrunde Anlage entstand erst beim Bau dieses Turmes als Widerlager für Schrägpfosten, die den Turm allseits abstützten. Unterhalb eines der Steine der Hexentreppe wurde ein englischer Knopf aus der Zeit um 1800 gefunden, womit sich diese Treppe schließlich doch als ein Werk Dauberts erwies. Auch die große Wallanlage ist wahrscheinlich ein vom besagten Förster angelegtes Gehege gewesen. Der runde Hexenaltar konnte als Fundamentrest der alten Signalanlage von 1850 identifiziert werden. Einzig das Alter der steinernen Terrassenanlage konnte nicht zweifelsfrei geklärt werden. Geschwindes Team hält eine durch starke Erosion natürlich entstandene geologische Formation für wahrscheinlich, die später von Menschenhand ausgebaut wurde. Nowothnig scheint durch seine sagenhaften Funde so geblendet gewesen zu sein, dass er sowohl den Messturm, der erst zwanzig Jahre vor den Grabungen abgebrochen wurde, als auch das Signal, das ihm durch Pröhles Berichte bekannt war, nicht in seine Untersuchung einbezog. Der Förster Daubert und seine Tochter waren bekannt für ihre Gelage auf dem Berg, und der Aberglaube Braunlager Einwohner scheint dahinter heidnische Handlungen vermutet zu haben. Aus ihren Erzählungen wurde in wenigen Jahrzehnten die Sage vom Heidentempel. Obschon mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass sich einst auf dem Berg eine prähistorische Kultanlage befand, wurde das Bergplateau 2003 auf Grund seiner einzigartigen Spuren menschlicher Nutzung des Oberharzes in der frühen Neuzeit als archäologisches Schutzgebiet ausgewiesen. Um 1850 wurde auf dem Gipfel des Wurmbergs das erste Signal zur Vermessung des Harzes errichtet. Es wurde 1890 durch einen Holzturm für trigonometrische Messungen ersetzt, der bis 1930 bestand. Im Jahr 1922 wurde eine Skisprungschanze erbaut und in den 1950er Jahren direkt angrenzend eine Gaststätte - die Wurmberg-Alm. Die Deutsche Teilung führte dazu, dass die innerdeutsche Grenze nördlich und östlich am Wurmberg vorbei verlief. Während des Kalten Krieges befand sich auf dem Gipfelplateau eine Abhörstation: 1972 errichteten US-Geheimdienste auf dem Wurmberg einen 81 m hohen Turm, den North Tower, zur Aufnahme der entsprechenden Abhörgeräte. Diese Station wurde am 22. August 1994 gesprengt und ihre Überreste beseitigt. Seit 1963 führt von Braunlage aus die Wurmbergseilbahn auf den Berg. Der Steinbruch am Wurmberg wurde durch Herrmann Bachstein im Rahmen der Errichtung der Südharz-Eisenbahn1899 angelegt. Seit dem 1. September 1899 befand sich am Fuße des Wurmbergs am Brockenweg der Güterbahnhof Wurmberg (bis 1958). Dort wurden die Roh- und Werksteine aus Wurmberg-Granit verladen. Am Güterbahnhof befand sich seit 1925 das „Knacker" genannte Schotterwerk. Die Verladestation Wurmberg war zunächst mittels eines Bremsberges mit der weiter oben am Berg gelegenen unteren Steinbruchsohle verbunden. Auf diesem wurden die Steine in an Seilen befindlichen Loren transportiert. Der Damm, auf dem die Gleise dieser Transportanlage verlegt waren, ist heute noch in voller Länge erkennbar. Später wurde auf dem Damm eine Seilbahn errichtet, deren Pfeilerfundamente noch heute im Wald zu finden sind.1974 wurde der Steinbruchbetrieb eingestellt. Geblieben ist eine beachtlich hohe Gesteinswand im unteren Teil des Steinbruchs. Der obere Steinbruch wurde mit Abraum gefüllt, der im ersten Bauabschnitt der Umgehungsstraße Braunlage anfiel. Seit 2006 liegt er innerhalb des Naturschutzgebiets Wurmberg. Die Wurmbergseilbahn führt als Kleinkabinenbahn von Braunlage auf den Wurmberg. Die einstige Zwei-Sektionen-Bahn wurde in zwei Bauabschnitten errichtet: Seit 1963 verlief sie von der heutigen Mittel- zur Bergstation, das untere Stück von der Tal- zur Bergstation wurde erst 1967 eröffnet. 2001 wurde die heutige, komplett durchgängige Bahn eröffnet - mit Aus- und Zustiegsmöglichkeit an der Mittelstation. Die Seilbahn ist 2,8 km lang, überwindet 397,5 m Höhenunterschied, ganzjährig geöffnet und dient zum Beispiel Wintersportlern und Wanderern als Aufstiegshilfe. Der Wurmberg ist Standort mehrerer Skisprungschanzen: Auf seinem Gipfel steht seit 1922 die Wurmbergschanze, deren 30 m hoher Anlaufturm eine Aussichtsplattform enthält, und am Südhang stehen nahe Braunlage die Brockenwegschanzen. Das Wintersport- und Skigebiet soll im Rahmen des Konzepts „Wurmberg 2015" mit einem Investitionsvolumen von 7,5 Millionen Euro ausgebaut werden. Die Rodungsarbeiten für die Verbreiterung der vorhandenen Skipisten und für die zwei neuen Skipisten sind seit dem 29. September 2012 zum größten Teil abgeschlossen. Bereits ab Dezember 2012 sollen die neuen Pisten Wintersportlern zur Verfügung stehen. Vorgesehen sind Beschneiungen mit Schneekanonen, die im Pistenbereich oberhalb der Mittelstation der Wurmbergseilbahn und / oder am Kaffeehorst aufgestellt werden könnten. Hierzu benötigtes Wasser soll aus einem speziell dafür angelegten und etwa 5.000 m² großen Speichersee auf der Bergkuppe kommen. Am Kaffeehorst soll als Zusatz zum vorhandenen Doppelankerlift ein neuer 4er-Sessellift gebaut werden, womit sich die Förderkapazität fast verdreifachen würde. Vom Liftausstieg nahe dem Gipfel könnte dann nach allen Seiten abgefahren werden kann. Die parallel dazu entstehende, neue 1,2 km lange Abfahrt soll für Nachtbetrieb eine Beleuchtungsanlage bekommen. Auch sollen sonst vorhandene Abfahrtsmöglichkeiten ausgebaut werden: Es soll Verbindungen vom Südosthang zum Nordhang und zum Südhang geben, der jetzige Snowboardhang erweitert werden und zudem zusätzlich eine weitere Rodelbahn angelegt werden. Etwa ostnordöstlich des Wurmbergs - im Bereich zwischen Großem und Kleinem Winterberg - soll in Richtung des Dorfs Schierke in Sachsen Anhalt eine Liftanlage oder Gondelbahn mit vier neuen Abfahrten entstehen. Des Weiteren soll eine Reifenrodel-Anlage (Snowtubing) mit Lift entstehen. Im Endstadium könnte das Wintersport- und Skigebiet über 13 Abfahrten mit insgesamt rund 30 km Pisten verfügen. Ferner sollen neue Parkplätze entstehen und die Gastronomie ausgebaut werden. Zu den Wanderzielen auf dem oder nahe dem Wurmberg gehören neben seinem Gipfel mit der Wurmbergschanze (mit Aussichtsplattform und Restaurant) die Gaststätte Rodelhaus, die Kleine und Große Wurmbergklippe, der Wurmbergsteinbruch, die Bärenbrücke an der Warmen Bode sowie die Ortschaften Braunlage, Elend, Königskrug und Schierke. In der warmen Jahreszeit kann auf dem Berg mit Mountainbikes und Monsterrollern gefahren werden. Die auf dem Berg stehende Gaststätte Wurmberg-Alm ist als Nr. 156 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen.

Quelle: Wikipedia

Wurmberg mit Schanze

Wurmberg mit Schanze

Wurmbergsteinbruch

Wurmbergsteinbruch

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Urheber: Harzklub e. V.

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