GeoLife | Das Freizeitportal in Niedersachsen | geolife.de

DWT 2014 - FR 26 Unter Eichen, an Teichen, bei Mönchen und Zwergenschmieden (Landesforsten)

Rubrik:Wandern
Start:Parkplatz Mönchswald an der L 604 bei Walkenried
Ziel:Parkplatz Mönchswald an der L 604 bei Walkenried
Länge:8 km
Dauer:4 Stunden
Schwierigkeit:Überwiegend eben.
Anfahrt:Auto: Auf der L 601 in Richtung Braunlage, am Abz. L 604 in Richtung Bad Sachsa links abbiegen -linkerhand befindet sich gut erkennba der Parkplatz Mönchswald -
UTM: 32 U 610900 5717515
Bahn: Bis Bahnhof Walkenried, sofortiger Einstieg in die Route möglich, da sie unmittelbar hier vorbeiführt.
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Harzklub-Schilder
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

Tour auf der Karte anzeigen »

Informationen zur Tour

Harzklub-Wandertipp zum Deutschen Wandertag 2014.
Hinweis: Die Wanderführer behalten sich vor, beim offiziellen DWT-Termin die Tour bei Bedarf zu modifizieren.

Mönchswald

Mönchswald

Diese Südharz-Tour führt durch 1000-jährige Kulturgeschichte, eine Waldweidelandschaft im Mönchswald, zu einer mittelalterlichen Karpfenzucht und zur Burgruine Sachsenstein.

Am Parkplatz „Mönchswald" an der L 604 begrüßen uns Schweine und Ziegen, die im lichten, parkartigen Eichenwald den Sommer über das Gras und den Baumwuchs kurz halten. In der eingezäunten Fläche erleben wir die typische Waldweidewirtschaft, wie sie im Mittelalter weit verbreitet war. Davon zeugt der 400 Jahre alte Hutewald zwischen Walkenried und Bad Sachsa. Um das historische Landschaftsbild lebendig zu halten, hat das Forstamt Lauterberg mit dem Mönchswald ein kleines Freilicht-Waldmuseum eingerichtet. Der Wald diente den Menschen nämlich bis ca. 1950 unter anderem als Viehweide, vor allem  in der Nähe der Ortschaften. Von der Eichelmast der einzelnen, breitkronigen Eichen gediehen Schweine besonders gut. Unsere Wanderung führt zunächst links am Zaun entlang, denn schräg links über die Wiese bis hin zum Bahndamm der früheren Südharzeisenbahn. auf diesem asphaltierten Radweg passieren wir den Rand des Walkenrieder Neubaugebietes, bis ein Schild in Richtung „Naturschutzgebiet Priorteich" und „Sachsenstein" weist. Hier geht es rechts ab auf den Forstweg, nach 200 Metern dann links auf den Teichrundweg Q 12.  Am nächsten Abzweig erblicken wir den "Eckteich", überqueren den Damm, biegen links ab und gehen 100 Meter bis zum benachbarten „Affenteich". Am Ufer entlang geht der Forstweg  bis zum Ortsrand von Walkenried.  Die zahlreichen Teiche um Walkenried sind keineswegs natürlich entstanden, sondern von den Zisterziensermönchen des „Klosters Walkenried" angelegt worden. Damals bildete die Karpfenzucht eine wichtige Nahrungsgrundlage, heute erfreuen sich seltene Tiere und Pflanzen, Freizeitangler und Badegäste an diesem Reservat. Und natürlich die Wanderer. In den Jahren 2004 und 2005 sanierten die Niedersächsischen Landesforsten mit finanzieller Unterstützung des Umweltministeriums und der Europäischen Union die einmalige Kulturlandschaft und das heutige Naturschutzgebiet der „Walkenrieder Klosterteiche". Bäume hatten die Dämme durchwurzelt und undicht werden lassen. Das Laub faulte als dicke Schlammschicht am Boden und raubte Fischen und Kleinstlebewesen den Sauerstoff.  Die Bäume auf den Dämmen wurden gefällt, der Schlamm ausgebaggert und die „Mönche" - das sind die „Stöpsel"  zur Regulierung des Wasserstandes - erneuert. Die Wanderung geht weiter: Vom Ortsrand Walkenried folgen wir nun dem „Sachsaer Weg" bis zum Bahnhof. Hinter dem Bahnhof verlassen wir Walkenried rechts in Richtung Neuhof.  Der Fußweg führt ein kurzes Stück an der L 603 am Südufer des „Andreasteiches" (Wanderweg 32 R) und biegt dann rechts ab auf den „Karstwanderweg" Richtung „Burgruine Sachsenstein". Ein kurzer steiler Anstieg auf dem „Höllsteinklippenweg" belohnt uns mit einer herrlichen Aussicht über die Teiche und Walkenried. Weiße Gipsnasen schauen aus dem Boden und die Landschaft entlang der Klippen vermittelt ein durchaus südländisches Urlaubsgefühl.  Nach gut 4 Kilometern vom Beginn der Wanderung begegnen wir der 850 Jahre alten „Sachseneiche'" und folgen dem Karstwanderweg zwischen Wald und Wiese nach einem Linksknick bis zum Wiesenende. Dort treffen wir wieder auf den Weg 32 R Richtung Ruine Sachsenstein.  An der „Helbing Hütte" führt geradeaus ein Stichweg zu einem grandiosen Ausblick über die Klippen und Kalkfelsen. Der „Sachsenstein-Aussichtspunkt „ ist am weitesten entfernt vom Ausgangspunkt unserer Wanderung (5, 5 km). Der leuchtend weiße Steilabbruch ist 50 bis 60 Meter hoch und aus einer mächtigen Zechsteinschicht aufgebaut. Diese Gipsschicht wurde vor 260 Millionen Jahren während der Zechsteinzeit von einem Meer abgelagert. Zurück an der Schutzhütte geht es links weiter an der „Zwergenschmiede" vorbei. Das sind halbrunde Höhlen, die durch Wasseraufnahme und Einbrüche im Gipsgestein entstanden sind. Wir überqueren nun die Bahngleise am Fußgängerüberweg und erreichen über einen Stichweg links nach 200 Metern die „Burgruine Sachsenstein". Die spärlichen Überreste der Burg (gebaut 1073) von Kaiser Heinrich IV. sind Zeugen einer bewegten Geschichte im Südharz, wo Sachsen, Franken und Thüringer um die Vorherrschaft stritten. Der Salier Heinrich IV. wollte mit dieser und anderen Harzburgen seine Macht gegenüber den Sachsen ausbauen. Die kurze Geschichte der Sachsenburg finden wir auf einer Informationstafel. Wir gehen den Stichweg zurück, dann nach links und an der nächsten Wegekreuzung zum „Prior-Waldschwimmbad". Das Bad umranden wir links herum, um anschließend am „Hirseteich" nach rechts abzubiegen. Auch diesen Teich umranden wir links herum und folgen dem Trampelpfad in nördlicher Richtung bis wir wieder den Zaun vom „Mönchswald" erreichen und zum Ausgangspunkt zurückkehren.

Quelle: Raus ins Grüne der Niersächsischen Landesforsten

Zechsteinklippen am Sachsenstein

Zechsteinklippen am Sachsenstein

Priorteich bei Walkenried

Priorteich bei Walkenried

PDF-Ausdruck Informationen als PDF herunterladen (2,23 MB)

Urheber: Harzklub e. V. und Niedersächsische Landesforsten

« zurück zur Übersicht »