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Nationalpark Harz - Rund um das Große Torfhausmoor

Rubrik:Wandern
Start:Torfhaus - Nationalpark Besucherzentrum TorfHaus
Ziel:Torfhaus
Länge:8 km
Dauer:ca. 3 Stunden
Schwierigkeit:Bequeme Wanderung auf guten Waldwegen durch den Nationalpark Harz
Anfahrt:PKW: Von Norden über die A 395 und die B 4 durch Bad Harzburg; von Süden auf der B 4 über Braunlage.
Bahn und Bus: Über den Bahnhof Bad Harzburg und von dort mit dem Bus nach Torfhaus, Haltestelle Torfhaus der Verkehrsgemeinschaft Harz, siehe www.kvg-braunschweig.de; Anfahrt mit dem Bus auch von Braunlage möglich.
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Beschilderung des Nationalparks Harz mit Harzklub-Symbolen
Kontakt:Nationalpark Harz, Tel. 0 39 43 / 55 02-0, www.nationalpark-harz.de, unterwegs@nationalpark-harz.de
Nationalpark- Besucherzentrum TorfHaus, Tel. 0 53 20 / 33 17 90, www.torfhaus.info

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Informationen zur Tour

Rundwanderung um das Große Torfhausmoor

Blick über das Große Torfhausmoor zum Brocken

Blick über das Große Torfhausmoor zum Brocken

Ausgangspunkt für diesen Rundweg ist das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus – hier erhalten Sie Infos, Broschüren und Wanderkarten. Vor dem Haus veranschaulichen drei Moorstelen eindrucksvoll das Wachstum der Moore.

Großes Torfhausmoor
Auf dem Goetheweg (Wanderweg 10 F) gelangen wir zum Großen Torfhausmoor, auch Radauer Born-Moor genannt, und können es auf einem Holzsteg überqueren. Ein Hochmoor wie dieses erhält seine Nährstoffe ausschließlich über das Regenwasser. Es ist daher ein extrem nährstoffarmer Lebensraum – nur angepasste Tiere und Pflanzen leben hier. Die Bezeichnung „Hochmoor“ rührt von der Hochwölbung im Moorzentrum her. Die Vielfalt und Dynamik der Moore des Nationalparks Harz ist in Europa einzigartig - ein Naturerbe von internationaler Bedeutung. Bitte helfen Sie mit diesen Wert zu erhalten, indem Sie die empfindlichen Moorflächen nicht betreten.

Abbegraben: Kulturdenkmal im Nationalpark
Der Goetheweg wird von einem künstlichen Wasserlauf begleitet – dem Abbegraben. Goethe kannte ihn noch nicht – er wurde erst 1827 gebaut. Der 1,5 Kilometer lange Graben ist Bestandteil der „Oberharzer Wasserwirtschaft“, des historischen Energieversorgungssystems des Oberharzer Bergbaus. Dieses Kulturdenkmal, bestehend aus 107 historischen Teichen, 310 Kilometer Gräben und 31 Kilometer unterirdischen Wasserläufen, wurde 2010 vom UNESCO-Welterbekommitee als Welterbe in die Liste des Natur- und Kulturerbes aufgenommen.
So wichtig der Abbegraben für den Bergbau war, so nachteilig ist er für die Moore. Zu seiner Versorgung gibt es zahlreiche Stichgräben, die die oberhalb gelegenen Flächen des Magdbettmoores entwässern. Daher hat der Nationalpark viele dieser Gräben wieder renaturiert.

Kaiserweg
Wir folgen dem Goetheweg bis zur Kreuzung mit dem Kaiserweg. Der Goetheweg verläuft rechts weiter in Richtung Brocken. Unsere Wanderung führt uns jedoch nach links – wir folgen nun dem Kaiserweg (Wanderweg 35 E). Dieser frühzeitliche Handelsweg überquert den Harz von Harzburg und Königskrug nach Nordhausen.

Moorfichtenwald
Bald erreichen wir eine Brücke und überqueren den Bergbach Abbe. Schauen wir nach links in Richtung Großes Torfhausmoor, so blicken wir auf einen Moorfichtenwald. Diese natürliche Waldgesellschaft ist eine „Kampfzone“ des Waldes und bildet sich an den Rändern der Moore aus. An der nächsten Kreuzung verlassen wir den Kaiserweg und laufen links und dann wieder links in Richtung Torfhaus (Skihütten) auf den Schubenstein (803 m ü. NHN). Hier treffen wir auf den WaldWandelWeg. Auf einem kurzen Abstecher können wir hier den Wald in seiner Eigendynamik beobachten.

Alter Torfstich
Kurz vor dem Ende unserer Wanderung passieren wir linkerhand einen alten Torfstich - hier wurde Torf abgebaut. Die mit Fichten und Zwergsträuchern bewachsenen Stichwände im Hintergrund geben einen imposanten Eindruck von der Mächtigkeit der Torflager im Großen Torfhausmoor.

Quelle: Nationalpark Harz - www.nationalpark-harz.de

Blick in den Nationalpark Harz

Blick in den Nationalpark Harz

Fichtenwurzeln um Felsen

Fichtenwurzeln um Felsen

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Urheber: Harzklub e. V.

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