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DWT 2014 - SO 10 Hercynia Curiosa - Mord und Totschlag am Himmelreich

Rubrik:Wandern
Start:Bahnhof Ellrich
Ziel:Kloster Walkenried
Länge:7,5 km
Dauer:ca. 3 Stunden
Anfahrt:Bahnhof Ellrich - von Walkenried in östl. Richtung auf der L 601/ L 1014 bis Ellrich Mitte; dann in südl. Richtung nach Ausschilderung bis zum Bahnhof - UTM: 32 U 615662 5715639
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Harzklub-Schilder und Schilder Karstwanderweg
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

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Informationen zur Tour

Harzklub-Wanderung zum DWT 2014

Blick vom Himmelreich auf Ellrich

Blick vom Himmelreich auf Ellrich

Streckenwanderung vom Bahnhof Ellrich über das Himmelreich zum Kloster Walkenried -  Sagen, Mythen, Natur, Bahn- und Grenzgeschichten.
Der Karstwanderweg ist ein Wanderweg der ganz besonderen Art. Er durchquert auf seiner Länge von 233 km die Bundesländer Niedersachsen, Thüringen, als auch Sachsen-Anhalt. Wegen seiner überwiegend naturbelassenen Wege, der abwechslungsreichen Landschaftsformen, sowie hervorragenden Beschilderung wurde er vom Deutschen Wanderverband als "Qualitätswanderweg" ausgezeichnet. Im Naturpark Südharz führt er von der niedersächsischen Grenze nahe Klettenberg und Ellrich, bis zur Heimkehle an der Grenze zu Sachsen-Anhalt, auf mehr als 50 km durch eine Gipskarstlandschaft, die europaweit einzigartig ist. Entlang von Karsphänomenen wie Bachschwinden, Dolinen, Erdfällen und Karstquellen oder beim Durchlaufen der typischen Karstbuchenwälder, kann man links und rechts des Weges viele Tiere und Pflanzen bewundern. Selbstverständlich kann man entlang des Weges auch einiges zu den Phänomenen im Karst erfahren. Warum verschwindet das Wasser so plötzlich in der Erde und wann und wo taucht es wieder auf? Oder warum gibt es solch komische "Dellen" in der Landschaft? Diese und viele weitere Antworten bekommt man, wenn man sich entschließt, diese faszinierende Landschaft zu erwandern.
Das "Himmelreich" ist Teil des Naturschutzgebietes "Itelteich". Besonders auffällig sind hier die auf Gips stockenden Buchen- Altbestände und Einzelbäume von über 250 Jahren Alter. Sie gehen in das Zerfallsstadium über und werden von über 100 Tierarten, vom Insekt über die Fledermaus bis zur Eule, als Nahrungsquelle und Lebensraum genutzt. Beachten Sie bitte das Wegegebot.
Seit 2010 ist die Klosteranlage Walkenried Teil des UNESCO-Welterbes Erzbergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft - bedeutendstes und größtes vorindustrielles Energieversorgungssystem. Die technische Entwicklung des Bergbaus im Oberharz war Vorreiter in Europa. Schon vor 800 Jahren war das Wasser im Oberharz die entscheidende Kraftquelle der Berg- und Hüttenwerke. Im frühen 13. Jahrhundert entwickelten die Walkenrieder Mönche als bedeutende Berg- und Hüttenherren erste Systeme zur Wasserversorgung ihrer eigenen Montan- und Teichwirtschaft, die Harzer Bergleute dann über Jahrhunderte weiter ausbauten. Damit sind die Walkenrieder Zisterziensermönche die Väter der Oberharzer Wasserwirtschaft. Ihr Kloster war somit die wirtschaftliche Betriebszentrale des sich ab 1225 bei Seesen am Harz entwickelnden Industriegebiets mit Teich- und Grabensystem (Pandelbachtal) und des zeitgleichen Oberharzer und Rammelsberger Bergbaus. Am Rammelsberg war Walkenried vermutlich seit der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts mit der Realisierung modernster Wasserwirtschaftssysteme befasst; das Kloster hielt dort 25 % der Grubenanteile und die Mönche waren gemeinsam mit der Bergstadt Goslar über zwei Jahrhunderte die bedeutendsten Bergherren. Einzigartiges Zeugnis der Walkenrieder Mönche als Rammelsberger Bergherren ist die in Gewölbetechnik ausgemauerte Radstube, das Feuergezäher Gewölbe aus dem 13. Jahrhundert, gelegen in dem Teil des Rammelsberges, der ehemals dem Kloster gehörte. Ausschlaggebend für die Aufnahme der nahezu komplett erhaltenen gotischen Klosteranlage in das UNESCO-Weltkulturerbe war nicht zuletzt die überragende bauliche Sonderform des nördlichen Kreuzgangflügels, dem „Doppelschiffigen". Mit außergewöhnlichem künstlerischen Anspruch und Raumeindruck, mit seiner Rhythmisierung durch die Rundstützen, dabei lichtdurchflutet und geprägt durch den unverwechselbaren Hallencharakter ist er seit jeher architektonisches Alleinstellungsmerkmal und „Markenzeichen" Walkenrieds.

Quelle: Wikipedia

Am Itelteich

Am Itelteich

Kloster Walkenried

Kloster Walkenried

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Urheber: Harzklub e. V.

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