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DWT 2014 - SA 02/1 Bergbaugeschichte an den Welterbestätten - Oderteich und Rehberger Graben

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Wandertreff Bad Harzburg - Haus der Natur
Ziel:Bad Harzburg
Länge:19 km
Dauer:8 bis 9 Stunden
Anfahrt:Die Wanderungen finden ab "Haus der Natur" Nordhäuser Straße 2B, 38667 Bad Harzburg statt.
Wandertreff: UTM 32 U 607474 5747955;
Parkplätze: gegenüber Berliner Platz und Großparkplatz an der B4 Ortsausgang in Richtung Harz
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Harzklub Schilder und Hinweisschilder des Nationalparks Harz und der Harzwasserwerke
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

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Informationen zur Tour

Harzklub-Wandertipp zum Deutschen Wandertag 2014.
Hinweis: Die Wanderführer behalten sich vor, beim offiziellen DWT-Termin die Tour bei Bedarf zu modifizieren.

Oderteich

Oderteich

Busfahrt nach Oderbrück und zurück - Wanderung: Oderbrück - Oderteich - Rehberger  Graben - Odertal - Oderbrück.

Oderbrück ist ein reizvolles Wander- und Wintersportgebiet im niedersächsischen Landkreis Goslar, zwischen Bad Harzburg und Braunlage, und gehört zum Stadtgebiet des heilklimatischen Kurortes Sankt Andreasberg. Das nur wenige Einwohner zählende, idyllische Oderbrück liegt inmitten des Nationalparks auf einer Höhe von 800 Metern und bietet ideale Voraussetzungen für einen erholsamen Urlaub im Harz. Für die Freizeitgestaltung steht das weitläufige Loipen- und Wanderwegenetz im Nationalpark Harz zur Verfügung, ebenso können sich die Feriengäste von Oderbrück beim Mountainbiking, Inline Skating, Nordic Walking und Rodeln vergnügen. Der Wanderweg von Oderbrück zum 1.141,1 Meter hohen Brocken, dem höchsten Berg des deutschen Mittelgebirges, zählt mit 16,4 km zu den kürzesten seiner Art und ist in Bezug auf die Steigung einer der Leichtesten. Der Weg führt vorbei an Hochmooren, Wäldern, einer vielfältigen Flora und dem historischen Grenzstein Dreieckiger Pfahl bis zum neuen Goetheweg und der Brockenstraße, um nach etwa 2,5 Stunden den Gipfel des Brockens zu erreichen. Die Schönheit der Natur können die Urlauber auch auf dem 7 km langen Wanderweg von Oderbrück zur Achtermannshöhe entdecken. Reichlich Zeit für die Erkundung der verschiedenen Lebensräume sollte der Wanderer mitbringen.

Der Oderteich wurde errichtet, um über den Rehberger Graben die Wasserräder der Sankt Andreasberger Bergwerke auch in Trockenzeiten zuverlässig mit Aufschlagwasser zu versorgen. Sein Fassungsvermögen beträgt 1,7 Millionen Kubikmeter und reichte aus, um eine Trockenperiode von etwa drei Monaten zu überbrücken. Er ist der größte aller Oberharzer Teiche.Heute treibt das Wasser des Oderteiches noch mehrere Wasserkraftwerke in Sankt Andreasberg, in der Grube Samson und im Sperrluttertal an. Der Oderteich liegt mitten im Nationalpark Harz. Badebetrieb ist im südlichen Drittel, also in Dammnähe, erlaubt. Der nördliche Bereich wird im Sommer durch eine Schwimmerkette abgegrenzt und soll ausschließlich der Natur überlassen werden. Es gibt einen etwa 4,5 Kilometer langen Rundwanderweg um den Teich, der streckenweise als Bohlensteg durch hochmoorähnliche Flächen führt. Eissportliche Nutzungen im Winter sind nicht zu empfehlen, da der stark wechselnde Wasserstand die Bildung einer stabilen Eisdecke insbesondere im Uferbereich erheblich erschwert. Von den Betreibern des Oderteiches, den Harzwasserwerken, wurde Mitte der 1990er Jahre ein Informations-„WasserWanderWeg" angelegt. Dieser führt über die Dammkrone zu den beiden Ausfluten, weist auf die beiden zusätzlichen Sammelgräben hin und geht über den Überlaufpegel entlang der großen Ausflut und deren Schussrinne hinunter zum luftseitigen Dammfuß. Von dort aus hat man einen Blick auf das luftseitige Mauerwerk des Staudammes und kann den Auslass des Grundablasses sowie den Beginn des Rehberger Grabens betrachten. Informationstafeln entlang dieses Weges erläutern die verschiedenen Bauwerke.

Der Rehberger Graben (auch Neuer Rehberger Graben) ist ein von den Sankt Andreasberger Bergleuten erbauter Wassergraben und ein wichtiger Bestandteil desOberharzer Wasserregals. Der Rehberger Graben ist 7,25 km lang und verläuft vom Oderteich entlang der Ostseite des 893 m ü. NN hohen Rehbergs bis zur Jordanshöhe kurz vor Sankt Andreasberg. Von dort verläuft er unterirdisch durch den 760 m langen Tiefen Gesehr Wasserlauf(Fertigstellung 1699, Gefälle von ca. 8 m) nach Sankt Andreasberg, wo er sich dann in zwei Stränge unterteilt. Zunächst gelangt das Wasser über Rohrleitungen zum Kraftwerk Grundstrasse, weiter über das Kraftwerk Teichtal in den Hilfe Gottes Teich und von dort in die Grube Samson, wo sich die Stränge teilen. In 130 m Teufe befindet sich das KraftwerkGrüner Hirsch, dessen Wasser durch den 1,4 km langen Grünhirschler Stollen(Gesamtlänge 10,2 km) zur Sperrlutter abgeleitet wird. Die Sperrlutter fließt durch das Sperrluttertal in Richtung Bad Lauterberg, wo sie auf halber Strecke noch die Turbinen der Firma Eckold speist. Sie mündet in die Oder kurz unterhalb der Odertalsperre. Der zweite Strang gelangt in ein weiteres Kraftwerk der Grube Samson. Das Kraftwerk Sieberstollen liegt auf einer Teufe von 190 m und wird über den 3,1 km langen Sieberstollen (Gesamtlänge 13,1 km) in die Sieber entwässert. Neben der eigentlichen Quelle - dem Oderteich - wird der Rehberger Graben noch von weiteren Bächen gespeist, von denen die größten die Hühnerbrühe und der Rehbach nahe dem Oderteich und der 4,2 km lange Sonnenberger Graben (erbaut im 16. Jahrhundert) unterhalb des Internationalen Haus Sonnenberg sind. Bereits von 1602 bis 1604 wurde eine erste Version des Rehberger Grabens etwa 30 m oberhalb des heutigen Grabens errichtet. Es handelte sich um eine reine Holzrinnenkonstruktionen, die aus 9,6 m (5 Lachter) langen und 68 cm (28 Zoll) breiten Segmenten gefertigt wurde. Da das Holz ständig erneuert werden musste, der Graben im Sommer oftmals austrocknete und im Winter zufror, begann man entsprechend den Vermessungen von Christian Zacharias Koch[1] im Jahre 1699 mit dem Bau des heutigen Grabens. Richter Meyer schlug 1694 vor, den Tiefen Wasserlauf endlich durchzutreiben, um auch die Wasser der Oder zu erreichen. Der (neue) Rehberger Graben wurde am 11. Oktober 1703 vollendet, jedoch wurden auch später ständig Änderungen und Verbesserungen vorgenommen. Der Graben wurde systematisch ausgemauert und teilweise durch Felsblöcke, die bei den Sprengarbeiten gewonnen wurden, überdeckt und so vor Verschüttung und winterlichem Frost geschützt. Der Rehberger Graben ist ein sehr dauerhaftes Bauwerk, das auch heute noch mit nur sehr geringer Wartung unverändert funktioniert. Er ist eines der ältesten in Deutschland noch erhaltenen und benutzten Wasserbauwerke. Das Grabenbauwerk wurde über Kilometer hinweg mit einem einheitlichen Gefälle von ca. 4,5 ‰ versehen und hat damit auf seiner gesamten Länge von 7,2 km einen Höhenunterschied von 31,9 m. Ursprünglich wurde der Rehberger Graben und sein Vorgänger angelegt, um das Wasser an der Ostseite des Rehberges zu sammeln und von dort zu den Bergwerken in Sankt Andreasberg zu leiten, wo es dem Antrieb der Wasserräder diente. Nach Fertigstellung des Oderteiches erhöhte sich die Wassermenge durch Zuflüsse von der Ostseite desBruchbergs und der Westseite des Brockens deutlich. Auch gab es durch die Wasserstauung in Trockenzeiten praktisch keine Stillstände im Bergbau mehr. Der Graben hat eine Durchflusskapazität von ungefähr 400 l/s. Insgesamt war der Rehberger Graben von zentraler Bedeutung für den Bergbau in Sankt Andreasberg. Heute treibt das Wasser des Rehberger Grabens noch sechs kleinere Wasserkraftwerke an und liefert dabei jährlich 6,5 GWh. Entlang des Graben wurde ein ziemlich breiter Inspektionsweg angelegt, der heute unter dem Namen Rehberger Grabenweg als beliebter Rad- und Wanderweg bekannt ist. Auch Goethe spazierte 1783 (2. Harzreise) und 1784 (3. Harzreise) auf diesem Weg und machte dabei an der heute Goetheplatz genannten Stelle eine berühmte gesteinskundliche Entdeckung. Er beobachtete am durch die Sprengungen der Bergleute freigelegten Felsen, wie sich durch das Eindringen glutflüssigen Granites in das ältere Schiefer- und Grauwackengestein der sehr harte Hornfels gebildet hatte, blieb aber trotzdem im damaligen Basaltstreit bei seiner irrigen Annahme, dass der Granit ein Sediment und das "neptunische Urgestein" sei, das alle anderen Gesteine unterlagere. Erst kurz vor seinem Tod korrigierte Goethe seine Ansicht, die nicht mehr zu halten war. Heute ist der Goetheplatz ein beliebter Rastplatz für Wanderer mit Bänken und Tischen. Im Mai 2010 wurde der Goetheplatz als Harzer Geotop des Jahres ausgewiesen. Oberhalb des Rehberger Grabenweges verläuft der Rehberger Planweg. Er dient im Winter als ziemlich schneesichere Loipe (Rundkurs Sonnenberg) und im Sommer als Wanderweg mit herrlichen Aussichtspunkten. Der Rehberger Grabenweg hingegen ist praktisch ständig von dichtem Wald umgeben und bietet deshalb nur sehr wenige interessante Aussichten. In jüngster Zeit hat allerdings der Orkan Kyrill auch am Rehberger Grabenweg einige schöne Aussichten freigelegt. Der Rehberger Grabenweg ist Teil der südlichen Brockenumgehung des Harzer Hexenstieges. Entlang des Rehberger Grabenweges sind zahlreiche Informationstafeln angebracht, die über den Graben und die ihn umgebende Natur informieren (Wasser Wander Wege). Ziemlich am Ende des Rehberger Grabenweges steht schließlich das Rehberger Grabenhaus. Es ist heute ein gern besuchtes Ausflugslokal, von dem man an Winterabenden die Wildfütterung aus nächster Nähe beobachten kann.

Das Rehberger Grabenhaus im Mittelgebirge Harz ist eine Waldgaststätte am Rehberger Graben auf der Südflanke des Rehbergs, der sich im Nationalpark Harz nahe Sankt Andreasberg im niedersächsischen Landkreis Goslar erhebt. Es steht auf etwa 680 m ü. NN Das Rehberger Grabenhaus ist heute Wandergaststätte und Ausflugslokal, von dem man an Winterabenden die Wildfütterung aus nächster Nähe beobachten kann. Es kann auf dem Rehberger Grabenweg nach einem etwa 1.000 m langen Fußmarsch vom Parkplatz Dreibrode nördlich der Jordanshöhe aus erreicht werden. Die Gaststätte ist als Nr. 155 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen.

Quelle: Wikipedia

Goetheplatz am Rehberger Graben

Goetheplatz am Rehberger Graben

Rehberger Grabenweg

Rehberger Grabenweg

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Urheber: Harzklub e. V.

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