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DWT 2014 - SA 2/13 Von Niedersachsen nach Sachsen-Anhalt

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Braunlage, Heinrich-Jasper-Platz
Ziel:Braunlage, Heinrich-Jasper-Platz
Länge:15 km
Dauer:ca. 6 Stunden
Anfahrt:Braunlage, Heinrich-Jasper-Platz
B 4 Abzweigung B 27 ins Zentrum Braunlage
UTM: 32 U 611163 5731847
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Harzklub-Schilder und Dennert-Tannen
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

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Informationen zur Tour

Harzklub-Wanderung zum DWT 2014

Wurmbergsteinbruch

Wurmbergsteinbruch

Braunlage - Steinbruch - Kaffeehorst - Bremke (ehemals Grenze) - Elend - und zurück.

Der Wurmberg im Landkreis Goslar ist mit 971,2 m ü. NN der zweithöchste Berg des Mittelgebirges Harz und der höchste Berg Niedersachsens (Deutschland). Der Wurmberg erhebt sich unmittelbar außerhalb des Nationalparks Harz im Naturpark Harz rund 3,3 km nördlich von Braunlage(etwa 560 m) und etwa 3 km westsüdwestlich von Schierke, das im benachbarten Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt liegt. Sein Gipfel befindet sich rund 4,8 km südlich (je Luftlinie) von jenem desBrockens. Beide Berge werden vom Tal der Kalten Bode getrennt, die dort in West-Ost-Richtung verlaufend etwa zwischen 700 und 650 m Höhe fließt. Die Grenze zu Sachsen-Anhalt führt nördlich und östlich am Berg vorbei. Jenseits davon liegen in Richtung Schierke Großer (906,4 m) und Kleiner Winterberg (837 m). Zwischen dem Wurmberg und dem Kleinen Winterberg entspringt die Bremke. Westlich vorbei am Berg fließt die Große Bode als östlicher Quellbach der Warmen Bode, die südlich des Bergs durch Braunlage fließt. Auf der Südflanke des Wurmbergs gibt es die zwei markanten Wurmbergklippen, die zu den zahlreichen Harzklippen gehören: Die Große Wurmbergklippe (auch Große Klippe genannt; max. 823,8 m, die als Naturdenkmal (ND GS 32) ausgewiesen ist, befindet sich im Naturschutzgebiet Wurmberg etwa 220 m westlich der Seilbahntrasse zwischen der Berg- und Mittelstation der Wurmbergseilbahn, wenig oberhalb des inzwischen zugeschütteten oberen Wurmbergsteinbruchs. Die Kleine Wurmbergklippe (oder Kleine Klippe; bei etwa 690 m liegt zwischen der Mittel- und Talstation der Seilbahn knapp 100 m östlich der Seilbahntrasse im Fichtenwald.

Um 1850 wurde auf dem Gipfel des Wurmbergs das erste Signal zur Vermessung des Harzes errichtet. Es wurde 1890 durch einen Holzturm für trigonometrische Messungen ersetzt, der bis 1930 bestand. Im Jahr 1922 wurde eine Skisprungschanze erbaut (siehe Absatz Skisprungschanzen) und in den 1950er Jahren direkt angrenzend eine Gaststätte - die Wurmberg-Alm. Die Deutsche Teilung führte dazu, dass die innerdeutsche Grenze nördlich und östlich am Wurmberg vorbei verlief. Während des Kalten Krieges befand sich auf dem Gipfelplateau eine Abhörstation: 1972 errichteten US-Geheimdienste auf dem Wurmberg einen 81 m hohen Turm, den North Tower, zur Aufnahme der entsprechenden Abhörgeräte. Diese Station wurde am 22. August 1994 gesprengt und ihre Überreste beseitigt.Seit 1963 führt von Braunlage aus die Wurmbergseilbahn auf den Berg.

Der Steinbruch am Wurmberg wurde durch Herrmann Bachstein im Rahmen der Errichtung der Südharz-Eisenbahn1899 angelegt. Seit dem 1. September 1899 befand sich am Fuße des Wurmbergs am Brockenweg der Güterbahnhof Wurmberg (bis 1958). Dort wurden die Roh- und Werksteine aus Wurmberg-Granit verladen. Am Güterbahnhof befand sich seit 1925 das „Knacker" genannte Schotterwerk. Die Verladestation Wurmberg war zunächst mittels eines Bremsberges mit der weiter oben am Berg gelegenen unteren Steinbruchsohle verbunden. Auf diesem wurden die Steine in an Seilen befindlichen Loren transportiert. Der Damm, auf dem die Gleise dieser Transportanlage verlegt waren, ist heute noch in voller Länge erkennbar. Später wurde auf dem Damm eine Seilbahn errichtet, deren Pfeilerfundamente noch heute im Wald zu finden sind.1974 wurde der Steinbruchbetrieb eingestellt. Geblieben ist eine beachtlich hohe Gesteinswand im unteren Teil des Steinbruchs. Der obere Steinbruch wurde mit Abraum gefüllt, der im ersten Bauabschnitt der Umgehungsstraße Braunlage anfiel. Seit 2006 liegt er innerhalb des Naturschutzgebiets Wurmberg.

Die Wurmbergseilbahn führt als Kleinkabinenbahn von Braunlage auf den Wurmberg. Die einstige Zwei-Sektionen-Bahn wurde in zwei Bauabschnitten errichtet: Seit 1963 verlief sie von der heutigen Mittel- zur Bergstation, das untere Stück von der Tal- zur Bergstation wurde erst 1967 eröffnet. 2001 wurde die heutige, komplett durchgängige Bahn eröffnet - mit Aus- und Zustiegsmöglichkeit an der Mittelstation. Die Seilbahn ist 2,8 km lang, überwindet 397,5 m Höhenunterschied, ganzjährig geöffnet und dient zum Beispiel Wintersportlern und Wanderern als Aufstiegshilfe. Der Wurmberg ist Standort mehrerer Skisprungschanzen: Auf seinem Gipfel steht seit 1922 die Wurmbergschanze, deren 30 m hoher Anlaufturm eine Aussichtsplattform enthält, und am Südhang stehen nahe Braunlage die Brockenwegschanzen.

Das Wintersport- und Skigebiet soll im Rahmen des Konzepts „Wurmberg 2015" mit einem Investitionsvolumen von 7,5 Millionen Euro ausgebaut werden. Die Rodungsarbeiten für die Verbreiterung der vorhandenen Skipisten und für die zwei neuen Skipisten sind seit dem 29. September 2012 zum größten Teil abgeschlossen. Bereits ab Dezember 2012 sollen die neuen Pisten Wintersportlern zur Verfügung stehen.

Vorgesehen sind Beschneiungen mit Schneekanonen, die im Pistenbereich oberhalb der Mittelstation der Wurmbergseilbahn und / oder am Kaffeehorst aufgestellt werden könnten. Hierzu benötigtes Wasser soll aus einem speziell dafür angelegten und etwa 5.000 m² großen Speichersee auf der Bergkuppe kommen. Am Kaffeehorst soll als Zusatz zum vorhandenen Doppelankerlift ein neuer 4er-Sessellift gebaut werden, womit sich die Förderkapazität fast verdreifachen würde. Vom Liftausstieg nahe dem Gipfel könnte dann nach allen Seiten abgefahren werden kann. Die parallel dazu entstehende, neue 1,2 km lange Abfahrt soll für Nachtbetrieb eine Beleuchtungsanlage bekommen. Auch sollen sonst vorhandene Abfahrtsmöglichkeiten ausgebaut werden: Es soll Verbindungen vom Südosthang zum Nordhang und zum Südhang geben, der jetzige Snowboardhang erweitert werden und zudem zusätzlich eine weitere Rodelbahn angelegt werden. Etwa ostnordöstlich des Wurmbergs - im Bereich zwischen Großem und Kleinem Winterberg - soll in Richtung des Dorfs Schierke in Sachsen Anhalt eine Liftanlage oder Gondelbahn mit vier neuen Abfahrten entstehen. Des Weiteren soll eine Reifenrodel-Anlage (Snowtubing) mit Lift entstehen. Im Endstadium könnte das Wintersport- und Skigebiet über 13 Abfahrten mit insgesamt rund 30 km Pisten verfügen. Ferner sollen neue Parkplätze entstehen und die Gastronomie ausgebaut werden.

Zu den Wanderzielen auf dem oder nahe dem Wurmberg gehören neben seinem Gipfel mit der Wurmbergschanze (mit Aussichtsplattform und Restaurant) die Gaststätte Rodelhaus, die Kleine und Große Wurmbergklippe, der Wurmbergsteinbruch, die Bärenbrücke an der Warmen Bode sowie die Ortschaften Braunlage, Elend, Königskrug und Schierke. In der warmen Jahreszeit kann auf dem Berg mit Mountainbikes und Monsterrollern gefahren werden. Die auf dem Berg stehende Gaststätte Wurmberg-Alm ist als Nr. 156 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen.

Elend (Harz) ist ein Ortsteil der Stadt Oberharz am Brocken im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Elend liegt im  Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt etwas außerhalb desNationalparks Harz. Es befindet sich südlich vom Hohnekamm mit dem Erdbeerkopf, südöstlich des Barenbergs und nordnordwestlich vom Rauhen Jakob auf etwa 480 bis 525 m ü. NN im Tal der Kalten Bode, das nördlich des Dorfs Elendstal genannt wird und als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Etwa 3 km westlich der Ortschaft liegt das Naturschutzgebiet Kramershai und in südlichen Richtungen erstrecken sich Teile des NaturschutzgebietsHarzer Bachtäler. Das nordnordwestliche Nachbardorf istSchierke. Die Flurbezeichnung unter dem elendischen Wege wird für 1483 erstmals erwähnt. Nicht erst die Errichtung einer Eisenhütte im ausgehenden 18. Jahrhundert führte zur Entstehung der kleinen Siedlung Elend. Bereits 1619 haben Hauß und Hof auf dem Elende im Hartze bestanden, die sich im Besitz des Elbingeröder Amtsinhabers Statius von Münchhausen befanden. Dieser verkaufte jenes Haus nebst Hof und dem daran gelegenen Wiesenplatz für 200 Taler an seinen treuen Diener Sander Bräutigam von der Erichsburg. Dieser Bräutigam wird später als Förster bezeichnet. Er durfte hier Kühe und Rinder halten, Bier brauen und an Passanten ausschenken. Außer diesem Forsthaus, das auch als Meierei genutzt und so bezeichnet wurde, muss auch die Sägemühle weiterhin bestanden haben. 1731 wird diese grundlegend instandgesetzt, weil die Ehlendsche Sagemühle wegen derer nach St. Andreasberge aljährlich destinirten Bloche im Stande gehalten werden muß. Im Verlaufe des 18. Jahrhundert finden sich immer wieder Angaben über Reparaturen an dieser Sägemühle. Das Forsthaus Elend wechselte 1763 von der Familie Theuerkauf, die die Nachkommen Bräutigams waren, in den Besitz des Försters Johann Dietrich Führer, der sein Haus nebst Zubehör zwischen November 1787 und Februar 1788 an den hannoverschen Staat verkaufte. Im Laufe des Jahres 1781 wurde dann mit dem Bau eines neuen Hüttenwerkes in Elend begonnen, das unweit des bisherigen Försterhauses entstand. Die erste Schule entstand 1796. 1818 wurde der Hochofen wieder abgerissen und 1863 wurde die Eisenhütte ganz stillgelegt, so dass die Hüttenwerker arbeitslos wurden und die Einwohnerzahl rapide sank. Ihre einzige Erwerbsquelle war danach die Forstwirtschaft.Nach dem Ersten Weltkrieg kam mit dem Fremdenverkehr ein neuer Wirtschaftszweig hinzu. 1925 gab es im Sommer schon 31.550 Übernachtungen. Bereits seit 1899 fuhr die Harzquerbahn und 1928 wurde eine Straße nacheröffnet. Bis 1990 lag Elend unmittelbar an der innerdeutschen Grenze.Am 1. Januar 2010 schloss sich die Gemeinde Elend mit den Gemeinden Sorge, Stiege und Tanne, sowie den Städten Elbingerode (Harz), Hasselfelde undBenneckenstein (Harz), zur Stadt Oberharz am Brocken zusammen.

Quelle:wikipedia

Elend: kleinste Holzkirche Deutschlands

Elend: kleinste Holzkirche Deutschlands

Mahnmal Deutsche Teilung an der Bremke

Mahnmal Deutsche Teilung an der Bremke

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Urheber: Harzklub e. V.

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