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DWT 2014 - DO 06 Hexenzauber und Teufelswerk

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Torfhaus
Ziel:Torfhaus
Länge:16 km
Dauer:ca. 7 Stunden
Anfahrt:Auf der B 4 bis Torfhaus
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Harzklub Schilder und Wegweiser des Nationalparks
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

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Informationen zur Tour

Harzklub-Wandertipp zum Deutschen Wandertag 2014.
Hinweis: Die Wanderführer behalten sich vor, beim offiziellen DWT-Termin die Tour bei Bedarf zu modifizieren.

Torfhaus

Torfhaus

Torfhaus - Goetheweg - Brocken und zurück

Torfhaus im Harz ist ein Ortsteil der Bergstadt Altenau im Landkreis Goslar. Mit etwa 800 m ü. NN ist es die höchstgelegene SiedlungNiedersachsens. Der Tourismusort besteht vorwiegend aus Ausflugslokalen, Jugendheimen, Skihütten und großen Parkplätzen. Torfhaus liegt im Oberharz in einem kleinem, aus dem Nationalpark Harzausgeklammerten Gebiet. Es befindet sich rund 6 km östlich von Altenau und etwa 9 km (je Luftlinie) südlich von Bad Harzburg. Östlich von Torfhaus entspringt im Torfhausmoor (auch Radaubornmoor genannt), einem Regenmoor (Hochmoor), die Radau. Die Bundesstraße 4 als Hauptverkehrsachse führt von Braunschweig her kommend durch Bad Harzburg am Nordharzrand, Torfhaus und Braunlage nach Nordhausen etwa am Südharzrand. Westlich bis nordnordwestlich von Torfhaus befindet sich der zweikuppige Höhenzug Lerchenköpfe mit den beiden Sendern Torfhaus/Harz. Der Name „Torfhaus" stammt aus dem dort ab dem 16. Jahrhundert sporadisch erfolgenden Torfabbau. Dieser wurde 1786 endgültig aufgegeben, da der Torf bei der vorherrschenden Witterung nicht trocknete. Ein erstes Gebäude namens Borkenkrug wird 1713 in den Forstamtsprotokollen erwähnt. Es handelte sich offensichtlich um ein Wege- und/oder Forsthaus. Die Straße stellte schon seinerzeit eine viel befahrene Verbindung zwischen Harzburg und Nordhausen dar.1842 wurde Torfhaus Poststation der Linie Bad Harzburg-Braunlage-Sankt Andreasberg. 1892 wurden zwei Gebäude (Ober- und Unterförsterei, Letztere ist auch Gastwirtschaft und Poststation) mit 22 Einwohnern gezählt.Baedekers Reiseführer Harz nennt 1943 als empfehlenswerte Unterkunft das Berghotel „Torfhaus" (35 Betten), den „Brockenkrug" (50 Betten), das „Landhaus Brockenblick" (26 Betten), eine Militärskihütte sowie ein Unterkunftshaus der Alpenvereinszweige Braunschweig und Hannover mit 21 Betten und 16 Lagern.Am 14. April 1945 drangen US-amerikanische Truppen von Altenau aus in Richtung Torfhaus vor, trafen aber auf heftigen Widerstand durch SS-Truppen und zwei Panzer. Erst am 15. April konnte die Siedlung besetzt werden, stand danach aber unter Beschuss deutscher Artillerie. Es erfolgte nachmittags sogar noch ein deutscher Gegenangriff, der aber abgewehrt werden konnte. In den folgenden Tagen kam es immer wieder zu kleinen Gefechten und Hinterhalten durch versprengte deutsche Soldaten, die sich in den Wäldern versteckt hielten. Als am 25. April zwei US-amerikanische Soldaten beim Betreten einer Skihütte am Schubenstein erschossen wurden, glaubten die Amerikaner, dass die Bewohner von Torfhaus die Soldaten in diesen Hinterhalt gelockt hätten. Die Einwohner wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und die gesamte Siedlung in Brand gesteckt. Nur eine Schweizer Hütte, die durch eine Rot-Kreuz-Fahne geschützte Alpenvereinshütte sowie das Gästehaus „Walhall" blieben von dieser Vergeltungsaktion verschont. Der Wiederaufbau des ersten Hotels erfolgte erst ab 1949.Bis zur Deutschen Wiedervereinigung 1990 war Torfhaus bekannt vor allem als Aussichtspunkt auf den nahen, aber unerreichbaren Brocken, der bei guter Sicht zum Greifen nahe hinter mehrfachem Sperr- und Todesstreifen eingezäunt lag. Außerdem gab es hier ein Informationszentrum des Bundesgrenzschutzes über die Grenzsicherungsanlagen der damaligen DDR. Torfhaus besitzt seit 2009 das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus des Nationalparks Harz. Des Weiteren steht dort eine Jugendherberge des Deutschen Jugendherbergswerks.Torfhaus ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen. Zum Beispiel kann man auf dem Goetheweg, der Teil des Harzer Hexenstiegs ist, vorbei am Torfhausmoor und am Quitschenberg zum Brocken, aber auch zum Dreieckigen Pfahl laufen. Andere Wege führen über Wurmberg oder Achtermannshöhe nach Braunlage, weitere als Magdeburger Weg Richtung Altenau oder vorbei an der Steilen Wand zur Wiege des Dammgrabens. Zudem führen mehrere Mountainbiketrails durch Torfhaus.Renn- und Tourenradfahrer fahren die Ortschaft bevorzugt über die von Altenau kommende Landstraße 504, die auch „Steile Wand"[1] genannt wird, an. Der Großparkplatz „Brockenblick" ist ein von Motorradfahrern stark frequentierter Treffpunkt.Ferner gibt es an den Lerchenköpfen für Skilanglauf Loipen. Daneben existieren eine Rodelbahn mit Lift sowie ein Skihang mit Schlepplift.

Torfhaus ist im Rahmen beider Kuppen der Lerchenköpfe Standort der beiden Sender Torfhaus/Harz mit jeweils einem Sendeturm. Der eine wird vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) und der andere von der Deutsche Funkturm GmbH (DFMG) betrieben. Der NDR-Turm (Südkuppe), der zur Verbreitung des digitalen Fernsehens DVB-T und von UKW-Hörfunk dient, ist 279,8 m hoch. Der DFMG-Turm (Nordkuppe), der zur Verbreitung von UKW-Hörfunk und Richtfunk dient, ist 130 m hoch.

Der Brocken ist mit 1141,1 m ü. NN der höchste Berg im Norden Deutschlands und des Mittelgebirges Harz. Er erhebt sich nahe Wernigerode im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Der Berg und seine Umgebung zählen zum Nationalpark Harz.

Vom Brocken, einem der beliebtesten Ausflugsziele Deutschlands, kann man bei guten Sichtbedingungen bis zum Großen Inselsberg inThüringen, zum Köterberg im Weserbergland und zum Petersberg nördlich von Halle an der Saale schauen. Zum Berggipfel fährt seit 1899, mit Unterbrechung in Folge der Deutschen Teilung, die schmalspurige Brockenbahn. Auf dem Berg befinden sich mehrere Sendeanlagen. Der Brocken liegt im Hochharz im Nationalpark Harz und im Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt. Er erhebt sich im Territorium von Wernigerode, dessen Kernort etwa 12 km nordöstlich des Berggipfels liegt. Etwa 2 km westlich des Gipfels verläuft die Grenze zu Niedersachsen. Am Südostfuß des Brockens liegt der Kurort Schierke.

Etwas nördlich unterhalb des Brockengipfels befand sich bis zum Jahr 1744 der Brockenteich. Am bzw. nahe dem Berg liegen die Quellgebiete der FließgewässerBode, Ecker, Ilse und Oder. Die abgerundete Kuppe des Brockens ist baumfrei, aber mit Zwergstrauchheide bewachsen. Die höchste Stelle des Brockens liegt auf 1141,1 m ü. NN, anderen Angaben zufolge auf 1140,7 m ü. NN, gerundet also auf 1141 m.

Die Höhe des Brockengipfels war vor 1989 in den meisten einschlägigen Karten und Büchern mit 1142 m ü. NN angegeben. Eine neue Aufmessung des Gipfels nach dem aktuellen Messsystem Anfang der 1990er-Jahre kam aber nur auf1140,07 m. Um zu den alten Angaben wieder einen Bezug herzustellen, wurden Mitte der 1990er Jahre am höchsten Brockenpunkt Granitfelsbrocken aufgestellt, mit denen die frühere Höhenangabe nicht nur erreicht, sondern um rund einen Meter überschritten wird. An diesem Gipfelstein wurde eine Höhenmarke „1142 m" angebracht. Diese Höhenangabe auf dem oberen Schild bezieht sich auf die Linie auf dem unteren Schild.[2]

Nebenkuppen des Brockens sind unter anderem Heinrichshöhe (ca. 1045 m), Königsberg (1033,5 m) und Kleiner Brocken (1018,4 m). Der Brocken und sein Umfeld, das Brockenmassiv, bestehen aus geologischer Sicht vorwiegend aus Granit (dem so genannten Brockengranit), einem plutonischen Gestein. Aufgrund des markanten Höhenunterschieds gegenüber dem Umland weist der Brocken als niederschlagsreichster Punkt im nördlichen Mitteleuropa Niederschläge im Jahresdurchschnitt (1961-1990) von 1814 Millimetern auf. Das Jahrestemperaturmittel beträgt 2,9 °C.[6] Aufgrund des rauen Klimas ist der Brocken ein Lebensraum seltener Arten. Der Brockengipfel gehört zur subalpinen Vegetationszone. Seine Flora und Fauna sind vergleichbar mit denen von Nordskandinavien und den Alpen. Der Brockengipfel liegt als einziger Berg des deutschen Mittelgebirgsraumes oberhalb derWaldgrenze, so dass allenfalls sehr kleinwüchsige Fichten dort zu finden sind. Hauptsächlich findet sich dort eine Zwergstrauchheide. Im 1890 gegründetenBrockengarten wird die Flora von Nationalpark-Mitarbeitern gehegt und in regelmäßigen Führungen Besuchern vorgeführt. Dort werden nicht nur Pflanzen des Brockens gezeigt, sondern auch Hochgebirgsgewächse aus anderen Regionen und Ländern.Zu den typischen Arten am Brocken, die man in Norddeutschland sonst nicht oder kaum findet, gehören ab einer Höhe von etwa 1050 m ü. NN die Brockenblumeoder Brockenanemone genannte Kleine Alpen-Kuhschelle (Pulsatilla alpina subsp. alba), Habichtskräuter wie das Brockenhabichtskraut (Hieracium negrescens) und das Alpenhabichtskraut (Hieracium alpinum), Ruchgräser (Anthoxanthum), der Frauenmantel (Alchemilla), die Blutwurz (Potentilla tormentilla), der Alpenflachbärlapp (Diphasiastrum alpinum), die Flechte Isländisches Moos (Cetraria islandica) und die Rentierflechte (Cladonia rangiferina). Die Krähenbeere wird hier auchBrockenmyrte genannt.

Auf den Hochmoorflächen rund um den Brockengipfel findet man beispielsweise Wollgräser, Sonnentau und die Zwerg-Birke(Betula nana).Auch einige Tierarten haben sich an die Lebensbedingungen auf dem Brocken angepasst. So brüten im Gipfelbereich der Wiesenpieper (Anthus pratensis) sowie die Ringdrossel (Turdus torquatus).Die Waldeidechse tritt am Brocken mit einer eigenen, dunkel gefärbten Variante auf, Lacerta vivipara aberr. negra. Auch den Grasfrosch (Rana temporaria) findet man dort. Insekten sind sehr zahlreich. Man findet besonders viele Käfer, beispielsweise Laufkäfer wie Amara erratica, und Hunderte Arten Schmetterlinge. Der Kohlweißling hat hier pro Jahr nur eine Generation, während es im Tiefland zwei sind.Zu den glazialrelikten Säugetier- und Vogelarten gehören die Nordfledermaus (Eptesicus nilssoni), die Alpenspitzmaus (Sorex alpinus) und die Ringdrossel. Der Brocken wird im Volksmund auch Blocksberg genannt und ist von vielen Sagen umwoben. Seit der Zeit der Hexenverfolgungen wurden Angeklagten in den Hexenprozessen die Teilnahme an geheimen Hexenversammlungen beziehungsweise dem Hexensabbat, beispielsweise in der Walpurgisnacht, vorgeworfen. Der Brocken wurde 1540 erstmals als ein solcher Treffpunkt und als einer der Hexentanzplätze bezeichnet. Da sich die Bezeichnung „Hexe" erst im 16. Jahrhundert verbreitete, finden sich auch ältere, dem heutigen Verständnis von Hexen sehr ähnliche Beschreibungen über unterschiedliche Gestalten, die zum „Blocksberg fahren und dort ihre Versammlung haben". So gilt der Brocken bereits in einem Gedicht um 1300 als Sammelplatz von „Geisterwesen". Zu den vielen Sagen trug vielleicht bei, dass auf dem Brockengipfel an über 300 Tagen im Jahr Nebel auftritt. Dadurch sind seltene optische Effekte wie Halos und vor allem das sogenannte Brockengespenst zu beobachten, welches den Wanderern Schrecken einjagt. Beschrieben wurde dieses Phänomen unter anderem von Goethe, der dreimal den Brocken bestieg. Seine erste Besteigung des Berges fand im Winter 1777 statt, sie war aber nicht die erste Winterbesteigung des Brockens. Heute pendelt mit der Brockenbahn wieder eine Schmalspurbahn zwischen Wernigerode, Drei Annen Hohne, Schierke und dem Brocken. Die Züge sind regelmäßig mit Dampflokomotiven bespannt. Auf dem Gipfel befinden sich das Brockenhaus mit einem Museum zur Geschichte des Berges und Brockengarten (botanische Anlage), welche vom Nationalpark Harzbetreut werden. Des Weiteren finden sich Restaurants und das Brockenhotel, welche von den Brockenwirten der Familie Steinhoff bewirtschaftet werden. Das Gebiet um den Brocken ist insbesondere bei Wanderern beliebt. Der Goetheweg ist ein zum Brockengipfel führender Wanderweg. Benannt ist er nach Johann Wolfgang von Goethe, der im Jahr 1777 ungefähr diesen Weg einschlug. Viele Wanderwege führen in die benachbarten Orte Schierke, Braunlage und Sankt Andreasberg. Vom Brocken aus führt der 100 km lange Harzer Hexenstieg Richtung Osten nach Thale sowie Richtung Westen über Torfhaus und Altenau nach Osterode. Der „Bad Harzburger Teufelsstieg" führt vom Brocken nach Bad Harzburg. Auch Mountainbiker nutzen die Wanderwege. Von Schierke aus führt eine asphaltierte Straße[ auf den Gipfel, die unter anderem mit Pferdefuhrwerken befahren wird, aber auch von Touren- und Rennradfahrern genutzt wird. Aufgrund der Lage im Nationalpark dürfen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor dort nur mit Sondergenehmigung verkehren. Als besonderes Original gilt der Träger der Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt, Benno Schmidt (* 1932) - genannt Brocken-Benno - aus Wernigerode, der den Berg seit 1989 fast täglich besteigt und mehr als 6.000 Besteigungen (Stand 23. Mai 2012: 6.666) durchgeführt hat.[24] In den Jahren 1997, 1998 und 2000 wurde er als „tüchtigster Brockenwanderer" in das Guinness-Buch der Rekorde eingetragen. (Quelle:Wikipedia)

Brockenkuppe

Brockenkuppe

Brockenstein

Brockenstein

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Urheber: Harzklub e. V.

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