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HK Kloster Riechenberg

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Parkplatz Friedhof Hildesheimer Str.
Ziel:Goslar
Länge:12, 5 km
Dauer:4 bis 5 Stunden
Anfahrt:Goslar B 6n - Ausfahrt aus beiden Richtungen Hildesheimer Str. bis Aldi Parkplatz oder Besucher-Parkplatz am Friedhof
UTM: 32 U 597462 5752721
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

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Informationen zur Tour

Harzklub Wanderung

Ortskern Jerstedt

Ortskern Jerstedt

Goslar - Friedhof Hildesheimer Str. - Riechenberger Spange - Gut riechenberg mit Kloster - Fischteiche - Astfeld Am Nonnenteiche - Wartberg - Waldkamp - Jerstedt Harzweg - Am oberen Dorfbach - Unterquerung B 6 - Hermann-Löns-Weg - Jerstedter Bach - Kläranlage  - Überquerung Bahnlinie - Goslar Gewerbegebiet Baßgeige - Alte Heerstr. - Wachtelpforte - Kuhlenkamp - Parkplatz

Wissenswertes am Wegesrand:

Das Kloster Riechenberg ist eine historische Klosteranlage am westlichen Stadtrand von Goslar. Bedeutendster Gebäuderest ist die romanische Krypta der abgetragenen Stiftskirche. Das Klostergut untersteht der Klosterkammer Hannover. Im Kloster Riechenberg lebt die evangelische Bruderschaft Gethsemanekloster.

Das Kloster mit dem Patrozinium der Gottesmutter Maria wurde 1117 gestiftet. Als Gründer werden Petrus, Subdiakon an St. Simon und Judas, sowie dessen Familie aus dem Goslarer Patriziat genannt, denen die Ländereien gehörten. Die folgenden Jahrhunderte waren geprägt von weiterem Besitzzuwachs durch Stiftungen, aber auch von Konkurrenz und Streitigkeiten mit dem benachbarten Goslarer Georgsstift und von Misswirtschaft. 1278 beschädigte ein Brand die Gebäude. 1429 wurde Riechenberg der Windesheimer Reformkongregation angeschlossen, was eine neue wirtschaftliche und kulturelle Blüte bewirkte.

Als Folge der Hildesheimer Stiftsfehde wurde Riechenberg 1527 wie das Umland braunschweigisch und 1569 lutherisch. Durch die Wiederherstellung des Hochstifts Hildesheim in den alten Grenzen kam Riechenberg 1643 wieder unter fürstbischöfliche Herrschaft, wurde rekatholisiert und erneut mit Windesheimer Chorherren besiedelt. In den folgenden Jahrzehnten erfolgte die Wiederherstellung der Gebäude und die Barockisierung der Innenausstattung.

Das Ende des Stifts verbindet sich mit dem Namen des Propstes Wilhelm de la Tour, dessen Amtszeit 1762 begann. Er war zugleich Propst des Goslarer Domstifts. Durch überdimensionierte Bauprojekte und verschwenderisches Hofleben ruinierte er die Finanzen Riechenbergs und überwarf sich gleichzeitig mit dem Konvent der Chorherren. 1774 entkam er den fürstbischöflichen Soldaten, die ihn verhaften sollten, und floh nach Hamburg. Das Kloster ließ er zahlungsunfähig zurück. Es wurde 1794 aufgelöst. Nur vier Chorherren blieben als Pfarrer und Lehrer in Riechenberg. Mit der Säkularisation von 1803 ging das Klostergut in preußischen, nach dem Wiener Kongress 1815 in hannoverschen Besitz über und wurde Teil des Hannoverschen Klosterfonds. Die barocke

Kirchenausstattung wurde in die Goslarer Jakobikirche gebracht, die 1803 der katholischen Gemeinde übergeben worden war. 1816 brannte das Propsteigebäude nieder. 1818 wurde die romanische Stiftskirche zur Gewinnung von Baumaterial abgerissen.In den 1980er Jahren begann die Klosterkammer, Riechenberg für eine evangelische Bruderschaft und als Ort für Rüstzeiten herzurichten. Die noch vorhandenen Konventsgebäude wurden bewohnbar gemacht, die Reste der Stiftskirche konserviert, die Krypta bestandsschonend restauriert. Die romanische Krypta von Riechenberg zählt zu den schönsten ihrer Art in Norddeutschland. Sie ist eine dreischiffige Hallenkrypta mit reicher figürlicher Steinmetzarbeit an Säulen und Kämpfern. Von der ehemaligen Stiftskirche sind Teile der West- und Nordwand, des nördlichen Querhausarms und des Chores erhalten. Die Sakristei ist als Kapelle ausgebaut.

Jerstedt ist ein Ortsteil der Kreisstadt Goslar im Landkreis Goslar in Niedersachsen. Er liegt nördlich der Stadt und zu den nächsten Nachbarorten gehören Othfresen, Dörnten, Hahndorf, Astfeld, Bredelem und Langelsheim.

Zurzeit hat Jerstedt rd. 2000 Einwohner.

Eingang Kloster Riechenberg

Eingang Kloster Riechenberg

Krypta Riechenberg

Krypta Riechenberg

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Urheber: Harzklub e. V.

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