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DWT 2014 - MI 13 Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaft - das Rosenhöfer Revier

Rubrik:Wandern
Start:Clausthal-Zellerfeld, ZOB ehem. Bahnhof
Ziel:Clausthal-Zellerfeld, ZOB ehem. Bahnhof
Länge:4,53 km
Dauer:ca. 5 Stunden
Anfahrt:ZOB Clausthal-Zellerfeld
Harzklub Geschäftsstelle, Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld
UTM: 32 U 592036 5741169
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Harzklub-Schilder, Dennert-Tannen und Hinweisschilder der Harzwasserwerke
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

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Informationen zur Tour

Harzklub-Wandertipp zum Deutschen Wandertag 2014.
Hinweis: Die Wanderführer behalten sich vor, beim offiziellen DWT-Termin die Tour bei Bedarf zu modifizieren.

Ottiliae-Schacht ehem. Förderturm

Ottiliae-Schacht ehem. Förderturm

Befahrung des Bremerhöher Wasserlaufes - Besichtigung des Ottiliae-Schachtes und        der Runden Radstube - Rückwanderung zum ZOB. Schutzkleidung wird gestellt

Unterricht im Dunkeln ... .... das ist auch so eine Spezialität unserer Schule.  So hat am 15. März die Klasse 11 a eine Erdkundestunde unter Tage abgehalten, wo sie, „bewaffnet" mit Helmen,Lampen und Watstiefeln unter der Leitung ihres Mentors den Bremerhöher Wasserlauf befuhr (Bergleute „fahren" immer, egal ob sie fliegen, schwimmen, tauchen oder gehen ...).. Das ist ein Privileg: die RKS ist sowohl mit dem Oberharzer Geschichts- und Museumsverein als auch mit den Harzwasserwerken partnerschaftlich verbunden. Nur so ist es möglich, dass der rund 1 km lange Stollen, der gewöhnlichen Sterblichen nicht zugänglich ist, zur Veranschaulichung der Oberharzer Bergbaugeschichte, der Geologie und der Mineralogie genutzt werden kann. 
Der Bremerhöher Wasserlauf, dessen Anfänge bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts zurückreichen, wurde ursprünglich mit der Hand aufgefahren, das heißt, die  Bergleute arbeiteten pro Schicht mit Schlägel und Eisen ca. 1 cm vorwärts, und das alles zu dem Zweck, die Betriebswasser für die im Großen Clausthal befindlichen Gruben  zu führen, die dort die Kehr- und Kunsträder antrieben, welche zur Förderung des silberhaltigen Bleiglanzes notwendig waren. In ihrer besonderen Erdkundestunde lernte die 11a von ihrem Pauker, der selbst eine Zeitlang im Bergbau gearbeitet hat, einiges vom Herzynischen Streichen, vom Ausbeißen der Erzgänge und vom Einfallen der Schichten - Bergbaukauderwelsch, welches aber nach entsprechender Erklärung  sowohl die  Entstehungsgeschichte des Harzes als auch die Ursachen für den regen Bergbau in einem der bedeutendsten Industriegebiete der frühen Neuzeit  verständlich macht.
Und Spaß macht eine solche Befahrung auch - gerade für die Neulinge, die erst einmal ihre klaustrophobischen Ängste und ihre Spinnen-, Molch- und Fledermausfurcht überwinden mussten. Arschkalt war es dazu - das Wasser hat etwa 7 Grad, und die Gummistiefel sind zwar dicht, aber  nur dünn. Und wenn einem dann noch die Brühe in Ausschnitt und Kragen tropft, weiß man nicht so recht, ob man die Bergleute von damals bewundern oder bemitleiden soll.
In jedem Fall zieht man den Hut vor den hart arbeitenden Menschen, die die Existenz unserer Stadt, unserer Uni und last but not least auch unserer Schule ( unter der wir exakt durchfuhren !)erst ermöglichten.
Und ich ziehe den Hut vor meiner Klasse, die das ja auch nicht ganz ungefährliche Unternehmen tapfer und diszipliniert mitmachte !
Glück Auf !
(Bericht: Thomas Gundermann) 

Ottiliae-Schacht:

Das Schachtgelände ist heute eine Außenstelle des Oberharzer Bergwerksmuseums. Auf dem Zechenplatz steht noch die Schachthalle mit dem stählernen Fördergerüst von 1876. Es handelt sich um das älteste erhaltene Fördergerüst in Deutschland. Im vorderen Teil des Fördermaschinenhauses ist der zuletzt verwendete Förderhaspel Baujahr 1914 funktionsfähig erhalten. Im hinteren Teil befindet sich eine museale Ausstellung zur Schachtfördertechnik im Oberharz. Weiterhin sind noch ein Rechenhaus und das Einlaufbauwerk der Turbinenfallleitung („Wasserschloss"), sowie in etwas Entfernung das Zechenhaus (heute privates Wohnhaus) erhalten. Das Fundament des Schornsteins vom abgebrochenen Kesselhaus ist auch noch erkennbar. Die Tagesförderbahn wurde 1:1 nachgebaut. Damit können Museumsbesucher vom ehemaligen Clausthaler Bahnhof aus zum Ottiliae-Schacht fahren.

Runde Radstube der Grube Thurm Rosenhof:

Diese Grube gehört zu den ältesten und am längsten betriebenen Bergwerken in Clausthal. Der Erzgang auf dem sie arbeitete ist daher nach Ihr benannt - Rosenhöfer-Gangzug.

Runde Radstube

Runde Radstube

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Urheber: Harzklub e. V. + HWW Niedersachsen

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