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DWT 2014 - MO 07 Zwerge und Berggeister

Rubrik:Wandern
Start:Lautenthal : Tourist- Info
Ziel:Lautenthal
Länge:8 km
Dauer:6 Stunden mit Einkehr
Anfahrt:Lautenthal: Tourist-Info, Kaspar-Bitter-Str.
UTM: 32 U 588620 57474400
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Harzklub-Schilder,Dennert-Tannen und Hinweisschilder des Lautenthaler Bergwerks- und Geschichtsvereins und der Tourist-Info
Kontakt:Harzklub e. V., Bahnhofstr. 5a, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323-81758, Fax: 05323-81221, Mail: info@harzklub.de, homepage: www.harzklub.de

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Informationen zur Tour

Harzklub-Wandertipp zum Deutschen Wandertag 2014.
Hinweis: Die Wanderführer behalten sich vor, beim offiziellen DWT-Termin die Tour bei Bedarf zu modifizieren.

Im Bischofsthal

Im Bischofsthal

Bischofsthal - Kroatenbach - Bielsteinkopf - Schöne Aussicht - Dölbetal - Kiefernweg - Zwergenloch.

Einkehrmöglichkeiten in Lautenthal.

Übrigens: Die ehemals freie Bergstadt Lautenthal ist ein staatlich anerkannter Luftkurort mit rund 2.000 Einwohnern und seit 1972 Ortsteil der Stadt Langelsheim im Landkreis Goslar in Niedersachsen. Lautenthal liegt im Innerstetal zwischen Clausthal-Zellerfeld und Langelsheim im nordwestlichen Oberharz. Der Ort befindet sich auf einer Höhe von ungefähr300 m ü. NN in einem Talkessel, wobei die umliegenden Berge Höhen bis620 m ü. NN erreichen. Die beiden Flüsse Innerste und Laute durchfließen die Bergstadt. In Richtung Langelsheim wird die Innerste zur Innerstetalsperre angestaut. Um 1225 begann am 557 m hohen Kranichsberg der Abbau von Silber, Blei und Kupfer. Um 1330 bestanden in dem Gebiet, wo sich heute Lautenthal befindet, mehrere Kupfergruben. Diese erste Form des Bergbaues kam jedoch zum Erliegen, als der Harz bei der Pestepidemie von 1348 bis 1350 entvölkert wurde. Anschließend war der Harz fast 200 Jahre lang weitgehend unbesiedelt.1524 ließ Herzog Heinrich der Jüngere von Braunschweig-Wolfenbüttel den Bergbau neu beginnen und siedelte Bergleute aus dem Erzgebirge im Tal der Innerste und der Laute an. Auf diese Art wurde Lautenthal 1538 als Bergmannsiedlung gegründet und 1580 zur Stadt erhoben. Die Gründung des Ortes war verbunden mit dem Auffinden von Eisenerz im oberen Stollen am Gramsberge durch einen Bergmann namens Kaspar Bitter, nach dem heute eine der wichtigsten Straßen Lautenthals benannt ist. Nachdem er seinen Fund Herzog Heinrich dem Jüngeren meldete, überließ ihm dieser einige Intraden (Einnahmen) des Amtes Liebenburg. 16 Jahre später wurde Lautenthal freie Bergstadt, deren Einwohner von bestimmten Steuern und vom Militärdienst befreit waren. Dadurch nahm die Bevölkerung des Ortes rasch zu. Lautenthal war anfangs ein langgestreckter Straßenmarkt im Tal der Laute entlang der heutigen Hahnenkleer Straße, der ältesten Straße der Stadt. Um 1560 erfolgte eine planmäßige Erweiterung der Stadt nach Norden, wobei auch der heutige rechtwinklige Marktplatz angelegt wurde. 1570 wurde dort das heute noch erhaltene Rathaus erbaut. 1561 wurde mit dem Bau der Kirche begonnen, die drei Jahre später den Gottesdienst im Ort ermöglichte. Lautenthal besaß zu jener Zeit jedoch noch keinen eigenen Pfarrer, diese kamen aus den umliegenden Ortschaften. Erst 1577 war mit Jacob Bitter der erste Seelsorger im Ort ansässig, der sein Amt bis ins Jahr 1607 ausübte. Entkam Lautenthal 1577 noch der pestartigen Seuche, die damals im Harz wütete und beispielsweise in Goslar 1578 knapp 2600 Menschen tötete, wurde der Ort von einer weiteren Pestwelle im Rahmen des Dreißigjährigen Krieges heimgesucht. 1603 verlieh Herzog Heinrich Julius der Stadt ein eigenes Wappen und ein eigenes Siegel. 1626 wurde die Stadt im Dreißigjährigen Krieg durch die Truppen von Johann t'Serclaes von Tilly geplündert. Mit dem Bau der heutigen Paul-Gerhardt-Kirche wurde 1649 begonnen. 1690 waren in und um Lautenthal 28 Erzgruben in Betrieb. 1821 zählte die Stadt 2006 Einwohner. Eine Hütte zur Aufbereitung des in Lautenthal geförderten Erzes wurde 1873 gegründet. Anschluss an das Eisenbahnnetz erhielt die Stadt 1875, als die Innerstetalbahn bis Lautenthal fertiggestellt wurde. Das Empfangsgebäude des Bahnhofs, unweit südwestlich der Stadt 305 m ü. NN gelegen, wurde allerdings erst 1877 eingeweiht. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte Lautenthal 2626 Einwohner. Mit der Schließung der Erzhütte 1945 und der Einstellung des Bergbaus 1959 verlor der Ort an Bedeutung und wurde 1972 nach Langelsheim eingemeindet. 1976 wurde die Innerstetalbahn stillgelegt, die bis dahin Lautenthal an das Eisenbahnnetz angeschlossen hatte. Lautenthal ist von zwei Skilanglaufloipen und vielen Wanderwegen umgeben, über die man Sehenswürdigkeiten in der Umgebung wie die Innerstetalsperre erreichen kann, darunter der Harzer Försterstieg. Es existiert ein Bergbaulehrpfad. Das ganzjährig geöffnete Bergbaumuseum befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Silberbergwerks Lautenthals Glück. Es liegt auf einem etwa 500 m langen Gelände an der Straße nach Wildemann. Das Eingangsgebäude ist ein markanter Förderturm, eine Nachbildung des Schachthauses Herzog Johann Friedrich in Bockswiese. Das Museum bietet die Einfahrt in das Bergwerk mit einer Grubenbahn, ein Freilichtmuseum mit Bergbautechnik und etwa 30 historischen Grubenloks, die Befahrung einer Kahnstrecke untertage, die St.-Barbara-Kapelle in 266 m Tiefe, in der Gottesdienste, Hochzeiten und Taufen stattfinden, sowie Exponate zur historischen Bergbautechnik, wie Fahrkunstanlage, ein Kunstrad, ein Steigerhaus und eine Silberhütte.  Ein weiteres Museum ist die Heimatstube in der alten Schule am Marktplatz. Das dritte Museum im Ort ist das Brauhausmuseum. Es ist zur Zeit (2012) geschlossen, wird aber bald wieder geöffnet werden. Das Brauhaus wurde um 1600 errichtet. Die Braukunst begann 1660 und endete 1960.

Quelle: wikipedia

Blick vom Bielsteinkopf

Blick vom Bielsteinkopf

Marktplatz Lautenthal mit Köhlerhütte

Marktplatz Lautenthal mit Köhlerhütte

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Urheber: Harzklub e. V.

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