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Lüsswald-Tour (Landesforsten)

Rubrik:Wandern
Start:Unterlüß, Müdener Straße
Ziel:Unterlüß, Müdener Straße
Länge:5,80 km
Schwierigkeit:Waldwanderung auf größtenteils gut befestigten
Wirtschaftswegen.
Anfahrt:Auto: Auf der B 191 von Celle kommend bis zur Kreuzung in Weyhausen – dort auf die L 280 Richtung Unterlüß. Nach ca. 6,5 Kilometern liegt rechts der Parkplatz (vor einer Lichtleitungs-Trasse).
Auf der B 4 (Braunschweig – Uelzen) bis zur Kreuzung Breitenhees – dort auf die B 191 Richtung Celle bis zur Kreuzung in Weyhausen – von dort aus der oben stehenden Beschreibung folgen.

Bus und Bahn: Mit dem Regionalexpress Celle- Uelzen zum Bahnhof Unterlüß (Züge fahren im Stundentakt). Im Bahnhof die Unterführung Richtung »Weyhausen« passieren – nach ca. 1,8 Kilometern liegt der Parkplatz auf der linken Seite.
Kontakt:Joachim Hansmann
Regionaler Pressesprecher Niedersachsen Mitte
Niedersächsisches Forstamt Saupark
Jagdschloss
31832 Springe

Joachim.Hansmann@nfa-saupark.niedersachsen.de
www.landesforsten.de/index.php?id=2048

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Informationen zur Tour

Diese Wandertour führt Sie in eine der großen grünen Lungen Deutschlands. Atmen Sie die herrliche, natürliche Luft ein und lauschen Sie den beruhigenden Geräuschen des Waldes!

Wegweiser der besonderen Art

Wegweiser der besonderen Art

Die rund 6 Kilometer lange Strecke liegt vollständig im "Lüsswald", einem der größten zusammenhängenden Waldgebieten in Deutschland. In dieser idyllischen Landschaft können Sie den Staub der Großstadt abschütteln und die Hektik des Alltags vergessen. Hirsche, Rehe und Wildschweine sind hier heimisch und können mit etwas Glück von den Wegen aus beobachtet werden.

Die Wanderung beginnt beim Parkplatz am »Alten Weyhäuser Weg«. Wenn Sie sich hier umblicken, werden Ihnen sofort die Nadelbäume mit der runzeligen Borke auffallen. Ihre gewaltigen
Dimensionen und schnurgeraden Stämme lassen den Betrachter
staunen. Zu Zeiten des letzten deutschen Kaisers wurden diese
Douglasien zusammen mit Buchen, Fichten und Eichen vor 110 Jahren gepflanzt. Diese wuchskräftigen, in Nordamerika beheimateten Bäume liefern hervorragendes Holz für vielfältigste
Ansprüche: Rahmen, Türen, Fenster, Treppen, Decksplanken, Pergolen oder Außenverkleidungen werden aus diesem Rohstoff hergestellt.

Weiter führt der Weg an einer etwas im Wald verborgenen heimlichen Wildtränke vorbei. An heißen Tagen suchen hier die Tiere des Waldes gern ein wenig Abkühlung und löschen ihren Durst. Auf der linken Seite des Weges begleiten Sie alte Buchenmischwälder: Hier hat der Förster schon für die neue Waldgeneration gesorgt. Unter dem Schutzschirm der Altbäume
wachsen die jungen Pflanzen heran, die aus den Samen der Altbäume hervorgegangen sind. Die natürliche »Verjüngung« des Waldes wird von den Förstern des Lüßwaldes bevorzugt.

Nach rund 400 Metern lädt eine Wiese am Wegesrand zum Verweilen ein. Ehemals wurde die Fläche als kleine Baumschule (Forstkamp) genutzt. Hier wuchsen die kleinen Bäume für den Bedarf des Forstamtes heran. Heute dient sie Rehen, Hirschen
und Wildschweinen als Nahrungsfläche.

Weiter führt die Tour mithilfe eines steinernen Wegweisers zum »Lüßberg «. Mit seinen 130 Metern über Normalnull ist er die höchste Erhebung in der Gegend. Hier erinnert ein beachtlicher Findling mit einer Inschrift an den Jahrhundertschaden  durch den Orkan vom 12. 11. 1972.
Die Wunden, die der Sturm auch im Lüßwald geschlagen hat, sind heute kaum mehr zu entdecken.

Durch einen jüngeren dichten Buchenwald geht die Wanderung zu
einem über 180 Jahre alten Traubeneichenwald – Blaubeeren bilden hier einen wahren Teppich: Ein herrliches Bild zu jeder Jahreszeit!

Nur ein paar hundert Meter weiter macht Sie ein rotes Schild auf einen ganz besonderen Waldabschnitt aufmerksam: Seit 1973 wurde auf dieser Fläche jegliche Nutzung eingestellt, steuernde Eingriffe des Menschen werden nicht mehr durchgeführt. Die Natur soll sich selbst überlassen bleiben: Ein Kleinod für Tiere und Pflanzen, die besondere Ansprüche an ihren Lebensraum haben. Der Schwarzspecht und die Hohltaube sind hier häufige Tagesgäste. Für diesen »Naturwald« herrscht ein generelles
Betretungsverbot! Vom Weg aus können Sie aber den besonderen Reiz, der von diesem Wald ausgeht, sehr gut erkennen.


Auf dem Rückweg lädt eine idyllisch gelegene Schutzhütte zu einer Rast unter alten Baumriesen ein. Am Ende der Tour erreichen Sie wieder den »Alten Weyhäuser Weg« mit dem
Parkplatz.

Bäume aus Kaisers Zeiten säumen Ihren Weg

Bäume aus Kaisers Zeiten säumen Ihren Weg

Idyllisches Fleckchen entlang der Tour

Idyllisches Fleckchen entlang der Tour

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Urheber: © Joachim Hansmann

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