| Rubrik: | Regionales Radwandern, Eintagestour |
|---|---|
| Start: | Emden Hbf |
| Ziel: | Marienhafe |
| Länge: | 67,41 km |
| Dauer: | 6-7 Stunden |
| Schwierigkeit: | Leicht, gut befahrbare Wegstrecke |
| Barrierefreiheit: | Die Tour ist barrierefrei. |
| Anfahrt: | Emden Hbf – Wegweisung Riepe |
| Beschilderung: | Die Tour ist ausgeschildert. |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. |
| Kontakt: | Reiner Schuchardt rg.schuchardt@ewetel.net |
Tour für Jedermann geeignet, gut ausgeschildertes Radwegenetz, bei Besichtigungen sollte man die Strecke in zwei Etappen fahren.

Marienhafe-Störtebeker
Geschichte und Natur Ostfriesland verfügt über ein ca’ 3.500 Kilometer langes Radwegenetz, ein Verirren ist fast unmöglich. Neben den Radrouten gibt es oft eine Vernetzung zu anderen Gemeinden. Aber man sollte trotzdem immer eine Radwanderkarte bei für den „Notfall“ bei sich haben. Die vorgeschlagene Fahrradtour führt von Emden durch Südbrookmerland in das nordöstliche Brookmerland.- das Störtebekerland. Bis ins frühe Mittelalter war das Brookmerland weitgehend unbesiedelt, heute weitgehend bekannt durch den Hauptort Marienhafe mit den „Störtebeker-Festspielen“ Auf dem Weg zum Ziel Marienhafe begegnen uns viele geschichtliche Orte, wie Moordorf mit dem „Moormuseum“, (Kultivierung der Moore) das Historische Dorf „Dörpmuseum“ in Münkeboe, der Ort an dem die Schlacht auf den Wilden Äckern 1426 zwischen Focko Ukena und Ocko II tom Brok stattfand und schließlich Marienhafe mit der Kirche St. Marien in dem Klaus Störtebeker gewohnt haben soll. Start ist der Vorplatz am Emder Hbf, hier stehen Wegweiser die uns die auf die Strecke Richtung Riepe/Simonswolde über die Emer Wallanlage führen. Kurz vor Riepe folgen wir der Beschilderung zum „Großen Meer“. Am „Ems-Jade-Kanal“ halten wir uns rechts und gelangen so über den „Ihlow 3“ Radwanderweg über Barstede den Ring-Kanal. Hier treffen wie auf die Friesenroute „Rad up Pad“, die uns zum Moormuseum führt – „das Museum der Armut zum Anfassen und Mitmachen mit der gemütlichen Teestube“ wie ein Prospekt uns mitteilt. Weiter auf der Friesenroute „Rad up Pad“ erreichen wir den Ort Münkeboe mit dem Historischen Dörpmuseum, am letzten Wochenende im August finden die „Münkeboer Festtage“ statt. Über Moorhusen, Moorburg Neu Siegelsum erreichen wir den „Wilde Äcker-Weg“ und den Platz an dem 1426 die Auseinandersetzung zwischen Focko Ukena und Ocko tom Brok stattfand. Die ausgeschilderte Strecke führt zum Zentrum von Brookmerland – Marienhafe. Der Hauptort Marienhafe entwickelte sich im 14. Jahrhundert zu einem bedeutenden Handelsplatz. Nach schweren Sturmfluten 1374 und 1377 wurde er gar zum Seehafen. Dies ermöglichte damals auch die Likedeeler genannten Seeräubern Unterschlupf in Marienhafe. Im Kirchturm von St. Marien soll Klaus Störtebeker gewohnt haben. Die Marienkirche wurde zwischen 1230 und 1270 erbaut und war einstmals Ostfrieslands größte dreischiffige basikale Kreuzkirche. Heute beherbergt die Kirche St. Marien ein Kirchenmuseum und der Besuch des Störtebekerturm ermöglicht einen weiten Blick auf das Umland und bringt Erinnerungen an die Zeit als das Wasser noch fast bis zur Kirche reichte. Im Umfeld der Marienkirche befindet sich die „Störtebekers Teestube“ in dem der Besucher als Höhepunkt die ostfriesische Teezeremonie genießen kann. Passend zum wundervollen ostfriesischen Ambiente werden Köstlichkeiten in historischer Kleidung serviert. Die Rückfahrt führt uns wieder auf der Friesenroute „Rad up Pad“ vorbei an zwei Mühlen, wobei man in der Mühle Sterrenberg in Upgant-Schott (Bockwindmühle von 1880, 3-stöckiger Gallerieholländer) sonnabends auch zum Tee einkehren kann, nach Wirdum. Kurz vor dem Zielort, in Hinte, können wir noch einmal an der Mühle (Standerwindmühle), in der Teestube oder auch auf der Terrasse am Knockster Tief Einkehr halten, bevor wir die letzten Kilometer Richtung Emden Hbf antreten. Sehenswürdigkeiten: Emden, Kesselschleuse Moordorf, Moormuseum Münkeboe, Dorfmuseum Marienhafe, St. Marien Kirche Upgant,Schott Mühle Osterhusen, Osterhusischer Accord Hinte, Burg, Mühle

Upgant-Schott-Mühle
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Urheber: © Reiner Schuchardt, 01.10.2011