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Reiten Natur-Nah

Rubrik:Reiten
Start:Prezelle, Dorfstraße 55
Streckenverlauf:Schmarsau, Im Rundling 17
Ziel:Prezelle, Dorfstraße 55
Länge:Ca. 45,5 km
Dauer:2-Tages-Ritt
Barrierefreiheit:Die Tour ist nicht barrierefrei.
Anfahrt:B 493 bis zum Abzweig auf die K4 hinter Klein Breese bis nach Prezelle, Dorfstraße 55.
Kontakt:Wanderreitstation Hof Tilsner
Susanne Tilsner
Schmarsau
Im Rundling 17
29485 Lemgow
05883-609

S.Tilsner@gmx.de
Station 29 auf www.wanderreiten-im-wendland.de

Peter Dalwigk und Christiane Bähr
Dorfstraße 55
29491 Prezelle
05848-981794, 0172-5235875, 0162-2167735

www.horse-travel.de
reiten@horse-travel.de

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Informationen zur Tour

2-tägiger Wanderritt durch die relativ unbekannte, abwechslungsreiche Landschaft im südöstlichen Teil des Wendlandes.

Ritt der Ruhe

Ritt der Ruhe

Start dieses für Anfänger, Einsteiger und Wendlandschnupperer geeigneten 2-Tages-Rittes ist die Wanderreitstation von: Peter Dalwigk und Christiane Bähr Dorfstraße 55 29491 Prezelle 05848-981794, 0172-5235875, 0162-2167735, www.horse-travel.de, reiten@horse-travel.de Aus dem noch angedeuteten Rundling wird in Richtung Kirche hinausgeritten. Direkt dahinter wendet man sich nach rechts und reitet am denkmalgeschützten Friedhof vorbei in die Feldmark hinaus. Nach ungefähr 1 km halbrechts in den unbefestigten Feld-/Waldweg abbiegen. An der in ca. 1,5 km entfernten Waldkreuzung links abbiegen und dem Wegeverlauf bis zum asphaltierten Ortsverbindungsweg Prezelle - Wirl folgen. An der Einmündung rechts in Richtung Wirl abbiegen. Beim Erreichen der Siedlung kann man die frühere Nutzung der Reet gedeckten Fachwerkhäuser als Schafställe noch erahnen. Das umliegende Waldgebiet wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts durch die Grafen von Bernstorff aufgeforstet, weil sich die Schafzucht auf dem kargen Boden nicht mehr lohnte. Nun geht es an den Häusern vorbei in Richtung Osten. An einer Forstscheune zur Linken steht eine Gruppe Paddocks und eine Tisch-Bank Kombination, die zu einer Pause einlädt. Kurz hinter dem Torbogen, der den Zugang zum ehemaligen Feuerwachtturm absicherte, zweigt halbrechts ein recht breiter Waldweg ab. Auf diesem 3 km langen Weg erreicht man bald die Wirler Spitze. Nach einer Rechtswendung am Ende des Waldweges kann die Einzigartigkeit der Flora und Fauna der Dünenlandschaft aus der letzten Eiszeit bewundert werden. Nun führt der zu reitende Sandweg immer auf dem ehemaligen West-Zollweg am "Grünen Band" entlang in Richtung Westen. Nach fast "endlosen" 4 km auf bestem huffreundlichen Untergrund ist der Ortsverbindungsweg Lomitz - Ziessau erreicht. Hier kurz rechts und gleich wieder links um. Das Naturschutzgebiet Planken und Schletauer Post ist erreicht. Auf einem seit dem Mittelalter bekannten Handelsweg zwischen Wendland und Altmark fällt nach 1,5 km eine kulturhistorische Besonderheit ins Auge, die "Vierzehn Gräben". Hierbei handelt es sich um eine mittelalterliche Zollsperre, die dazu diente, den Verkehr zu kanalisieren und zu verhindern, dass sich die Händler vor der Bezahlung des Wegezolls drücken konnten. Nach ca. 1 km trifft man auf eine Wegespinne, an der insgesamt 6 Waldwege aufeinander treffen. Hier dem mittleren Weg durch die Schmarsauer Bauerntannen folgen. An der 2 km entfernten Wegekreuzung in der Feldmark links abbiegen, geradeaus zur L 260 reiten, diese überqueren und ein kurzes Stück in Richtung Lüchower Landgraben reiten und die nächste Möglichkeit rechts abbiegen. Dieser Wirtschaftsweg führt durch die "Alten Wiesen" auf Schmarsau zu. An der Einmündung rechts um und bis zur Straße reiten. Hier links abbiegen und gleich wieder um in den Rundling zu gelangen. Gegenüber des Stichweges, links neben Kinderrutsche und Schutzhütte liegt die Übernachtungsmöglichkeit: Wanderreitstation Hof Tilsner Susanne Tilsner Schmarsau Im Rundling 17 29485 Lemgow 05883-609 S.Tilsner@gmx.de Station 29 auf www.wanderreiten-im-wendland.de Man sollte sich die Zeit nehmen, einen Rundgang entlang der um 1850 erbauten 4-Ständer-Häuser zu machen. Auf jedem Balken über der "Groot Döör" der einzelnen Höfe wird Bezug auf die damalige Feuersbrunst genommen, der fast alle Häuser - bis auf eines - zum Opfer fielen. Entstanden ist Schmarsau etwa Mitte des 14. Jahrhunderts. Die zweite Halbzeit der Strecke führt in Richtung Norden aus dem Rundling hinaus und die Bahnhofstraße hinab. Am Dorfende hinter dem ehemaligen Bahnhofsgebäude links abbiegen und den Mühlenberg hinaufreiten. In Höhe der Sandkuhle hat bis in die 1950-er Jahre eine Windmühle gestanden. An der Wegeeinmündung auf dem Berg links abbiegen und den nächsten Feldweg auf das Waldstück zureiten. Vor dem Wald rechts abbiegen und dem Weg in Richtung Schletau folgen. Nach ca. 1 km in eine leichten Rechtskurve links in einen kleinen Pfad abbiegen. Dieser führt zum Ortsverbindungsweg Simander - Schletau. Rechts abbiegen und vor Schletau links in den Wirtschaftsweg wenden, der nach 750 m in einen unbefestigten Grasweg übergeht. An dessen Ende links reiten und dem Waldstück nach rechts folgen. Kurz darauf folgt die Fortsetzung der "S-Kurve" nach links-rechts-links. Nach 1 km geradeaus rechts abbiegen. In der Rechtskurve links um in den Feldweg abbiegen. Nach 1 km rechts abbiegen und dem Weg bis ins Dorf Lanze folgen. Nach links in die Hauptstraße abbiegen um gleich wieder halbrechts in Richtung Wald abbiegen. Im Wald die nächste Kreuzung überqueren und rechts in den ersten Weg abwenden. Dem Wegeverlauf in Richtung Norden folgen. Nach 1 km ist der Ortseingang des Heidedörfchens Nemitz erreicht. In Nemitz nach rechts abzweigen und gleich darauf nach links in die Nemitzer Heide abbiegen. Nach 500 m links zu den Schafställen abbiegen. Links gegenüber befindet sich eine weitere Raststation für Pferd und Reiter, die zusätzlich mit einer Köhlerhütte ausgestattet ist. Am Ortsverbindungsweg Nemitz - Trebel rechts in Richtung Trebel abbiegen. Auf der linken Seite gelang man zum Nemitzer Heidehaus, dass nach einem Brand in 2010 zu Ostern 2011 wiedereröffnet wird. Auch hier befinden sich Paddocks, eine Sitzgelegenheit und Tränkewasser. Im Obergeschoss des Heidehauses befindet sich eine Ausstellung über die Entstehungsgeschichte der Nemitzer Heide. Vom Heidehaus führt links der Straße nach Trebel am Wald ein Weg entlang. Nach knapp 500 m nach rechts in die Heide abbiegen und dem Sandwegeverlauf etwa 4 km weit folgen. An der erreichten Wegekreuzung rechts abbiegen und dem Waldweg in Richtung Süden folgen. Nach 2 km mündet dieser Weg in den unbefestigten Verbindungsweg zwischen Nemitz und Prezelle. Links nach Prezelle abbiegen und an der Straße nach rechts ins Dorf wenden. Hinter den Sportstätten halbrechts in den Fuhrweg abbiegen. Dem Wegeverlauf nach links folgen und gleich wieder rechts zur Dorfstraße hin abbiegen. Nun nur noch die Straße überqueren und zum Ausgangspunkt zurückreiten. Der Wanderritt wurde von der Länge und der Beschaffenheit so geplant, dass er von "Jedermann/-frau" mit einer Grundkondition zu bewältigen ist. Die Wege sind sehr gut für unbeschlagene Pferdehufe geeignet, da sie zu über 90 % über unbefestigtes Terrain führen. Zudem werden fast keine Straßen überquert und wenn, dann ist das Verkehrsaufkommen nicht sehr hoch. Beeindruckend ist die hörbare Stille, die einen umgibt, wenn man in die nahe Natur eingetaucht ist. Der Hufschlag wird durch den weichen Untergrund gedämpft und somit ist das Ohr offen für jegliches natürliches Geräusch, sei es Vogelgezwitscher oder das Knarzen der Bäume im Wind. Schon nach kurzer Zeit lässt man den Stress des Alltags hinter sich. Angenehm entspannend empfindet man den Duft des Waldes. Die abwechslungsreiche Landschaft zieht immer wieder die Blicke an. Hinter mancher Kurve entdeckt man viele Überraschungen, sei es der Anblick von Dam- und Rothirschen, Mufflons oder Kranichen oder auch einem zauberhaften Farnfeld mitten im Wald. Die kooperierenden Wanderreitstationen sind auf ihre 2- und 4-beinigen Gäste bestens vorbereitet. Pferde und Reiter bekommen Vollverpflegung und auch um den Gepäcktransport braucht man sich keine Sorgen machen. Auf Anfrage können auch pferdelose Reiter beritten gemacht werden. Sehenswürdigkeiten: Idyllisch gelegene, mit Reet gedeckte Fachwerkhäuser der ehemaligen Schäferei in Wirl. Heute Wohnplatz und Standort einer Gräfliche von Bernstorff´schen Försterei. Die Wirler Spitze eröffnet eine Flusssanddünenlandschaft aus der letzten Eiszeit mit ihrer Flora und Fauna und ist politisch-geschichtlicher Standort an der ehemaligen Deutsch-Deutschen Grenze. Ein junger Mann starb 1963 bei dem Versuch das Minenfeld zu überqueren. Die reichhaltige Flora und Fauna des ehemaligen Grenzsstreifens, des heutigen „Grünen Bandes“ spricht in ihrem Artenreichtum für sich. Viele Raritäten – kleine wie große – lassen sich hier entdecken und beobachten. Die „vierzehn Gräben“ im Naturschutzgebiet Planken und Schletauer Post sind ein Kulturdenkmal aus der Zeit zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert. Es handelt sich hierbei um die Überreste einer Zollstation und Landwehr der Burg Lüchow und diente der Kontrolle des Verkehrsweges zwischen Wendland und Altmark. Es blieb den Händlern nichts anderes übrig dieses Nadelöhr zu passieren, anderenfalls wären sie mit ihren Wagen im sumpf stecken geblieben. Rundlingsdorf Schmarsau mit seinen 4-Ständer Fachwerkhäusern, die nach einem Dorfbrand 1849 in ihrer heutigen Form wieder aufgebaut wurden. Auf den Spruchbalken über der „Groot Döör“ der einzelnen Häuser wird in verschiedener Form darauf eingegangen. Die Kulturlandschaft Nemitzer Heide entstand durch eine großen Waldbrand Mitte der 1970-er Jahre. Seltene Vögel wie Brachpieper, Nachtschwalbe und Wiedehopf wurden hier schon gesichtet. Im Nemitzer Heidehaus findet man im Obergeschoss des kleine gastronomischen Betriebes eine Dauerausstellung zur Entstehungsgeschichte des Heidegebietes. Prezelles namentlicher Ursprung geht wahrscheinlich auf das slawische Wort für „Biene“ oder „Bienenzaun“ zurück, vielleicht ein Rückschluss auf ein früheres umgebendes Heidegebiet. Interessant ist das Bild dieses großen Haufendorfes mit seinem komplizierten Wegenetz sowie die Überreste eines Rundlings im Süden des Dorfes.

Vierzehn Gräben

Vierzehn Gräben

Heideausflug

Heideausflug

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Urheber: © Susanne Tilsner, 23. Februar 2011

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