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Hannover erfahren - Route 6 Julius-Trip-Ring

Rubrik:Regionales Radwandern, Eintagestour
Start:Strandbad Maschsee
Streckenverlauf:Calenberger Neustadt, Linden, Herrenhäuser Gärten, List, Eilenriede
Ziel:Döhrener Turm
Länge:24,61 km
Dauer:ca. 5 Stunden
Kartenmaterial:Kartenmaterial ist erhältlich. erhältlich in der Tourist Information Hannover
Kontakt:Tourist Information Hannover
Ernst-August-Platz 8
30159 Hannover
Tel.: 0511 12345 111

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Informationen zur Tour

Wenn Hannover sich heute selbstbewusst als eine ?Stadt der Gärten? bezeichnen kann, ist dieses nicht zuletzt auf den dafür prägenden Einfluss von Julius Trip zurückzuführen, in der Zeit von 1897 bis 1907 erster Stadt- Gartendirektor von Hannover. Der Radweg um Hannovers Innenstadt will an seine Arbeit erinnern und die seit seinem Wirken entstandenen vielfältigen Grünqualitäten
Hannovers auf dem 25 Kilometer langen, gekennzeichneten Radrundweg erlebbar machen.

1 Maschsee
Weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und eines der beliebtesten Ausflugsziele
für Hannoveraner und Gäste ist der rund 0,8 Quadratkilometer große
Maschsee. Der 1936 eingeweihte künstliche See zieht Wassersportler ebenso
an, wie er auf seinen 6 Kilometer langen Uferwegen zum Flanieren, Radfahren,
Inline-Skaten oder Joggen einlädt. Vor allem im Sommer wird der Maschsee
zum Mittelpunkt beliebter Veranstaltungen. Die bekannteste ist wohl das
?Maschseefest? im August. Wer im Maschsee baden möchte, der kann dieses
von Mai bis September im Strandbad Maschsee tun. Ein herrlicher Blick erstreckt
sich vom Natursandstrand aus über den See bis zum Rathaus.2 Maschseequelle
Zur Entstehungszeit des Maschsees war der Staudengrund ein freier, besonnter
Staudengarten, dessen Pflege nach Kriegsende eingestellt wurde. Zur EXPO
2000 entstand hier in den Jahren 1997/98 auf der mittlerweile von großen
Gehölzen überdachten Fläche ein neuer Garten: Eine artenreiche Pflanzenkombination
aus hohen Stauden und Gräsern erinnert an den alten Staudengrund.
Architektonischer Bezugspunkt war und ist die Maschseequelle. Sie wurde als
eine der ersten Bauten am Südwestufer im November 1935 in Betrieb genommen
und war viele Jahre als Pumpen- und Filterhaus für den Wasserhaushalt
des Maschsees verantwortlich. Seit 1960 wird der ?Nachschub? für das Seewasser
über ein neues Pumpwerk an den Kiesteichen gesichert.3 Wehr Schneller Graben
An der Westseite des Maschsees verbindet
der Schnelle Graben die Flüsse
Leine und Ihme. Das Wehr wurde 1745
in Betrieb genommen, um bei Hochwasser
die Leine zu entlasten und das
Wasser über die Ihme um Hannover
herumzuleiten. Erst 140 Jahre später
entstand die Idee, das Gefälle des Wassers
zur Stromerzeugung zu nutzen. Im
Jahre 1922 nahm das Wasserkraftwerk
Schneller Graben seinen Betrieb auf,
seit 1983/84 arbeitet das Kraftwerk
vollautomatisch.4 Sportpark
Der Sportpark Hannover bietet viel Bewegung: Bundesligaspiele und Open-Air-Konzerte
der Spitzenklasse in der AWD-Arena. Auf der angrenzenden Mehrkampfanlage trainieren
die Profis von Hannover 96 und es gibt z.B. Leichtathletik-Wettkämpfe. Im Bundesleistungszentrum
Nord wird der sportliche Nachwuchs gefördert. Das Stadionbad
lädt zum Baden und Saunen ein. Konzerte und Comedy finden in der AWD-hall ganzjährig
statt. Die Gilde Parkbühne bietet ?open air? Musik, Kino und Feste im Sommer.5 Fährmannsinsel
Bevor der Weg über die Justus-Garten-Brücke nach Linden führt, gibt es die Möglichkeit
sich dem ?Strandleben? hinzugeben. Auf der Fährmannsinsel wurde 2005
ein künstlicher Strand angelegt. Seitdem ist hier ein Szenetreff mit Liegestühlen und
Sonnenschirmen entstanden. Wer es lieber kuschelig möchte, quert die Ihme und
erfrischt sich im ?Gretchen?. Der schöne Biergarten gehört zum Faust-Gelände, dem
soziokulturellen Zentrum in der ehemaligen Bettfedernfabrik Werner und Ehlers.6 ?Dornröschen?
Das ?Dornröschen? existiert seit 1875 und ist ein Klassiker in Hannover. Ein wunderschöner
Blick auf die Leine eröffnet sich hier von den zwei Tischreihen am Ufer aus. Das
sportliche Treiben auf der Leine lädt zum Zuschauen ein, denn in direkter Nachbarschaft
ist der Wassersport angesiedelt: der WSC Hannover, Hannovers erster und einziger Wasserskiclub
und der KSC (Kanu-Sport-Club Hannover) teilen sich das feuchte Nass.7 Wehr Herrenhausen
Vieles über die Wege des Wassers ist am Wehr Herrenhausen zu erfahren. Das 1913
errichtete Wehr sorgt für die Schiffbarkeit von Leine und Ihme im Stadtgebiet und
dient dem Hochwasserschutz. Gleichzeitig mit dem neuen Wasserkraftwerk wurde
eine ?Fischtreppe? gebaut, die Wasserlebewesen das Passieren des Wehrs ermöglicht.
Die Wasserkunst mit der prägnanten Dreiturmfassade wurde 1864 errichtet. In
ihrem Inneren sorgen mächtige Pumpen dafür, dass die große Fontäne in Herrenhausen
springt und die Graft am Großen Garten mit Wasser gefüllt ist. Dazu wurde der
Fluss im Jahr 1696 aufgestaut und der Ernst-August-Kanal angelegt.8 Herrenhäuser Gärten
Die Herrenhäuser Gärten sind weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und gehören
zu den bedeutendsten Parkanlagen Europas. Zum Gartenensemble gehört der
barocke Große Garten, der von der Graft eingefasst ist. Der Garten wurde bis 1714
unter Kurfürstin Sophie angelegt und ist einer der besterhaltenen Barockgärten Europas.
Der Berggarten, einer der ältesten botanischen Gärten Deutschlands, entstand
zur gleichen Zeit. Rund 11.000 Pflanzen aus verschiedensten Klimazonen der Erde
werden gezeigt. Mit dem Aquarium SEA LIFE gibt es hier tierische Attraktionen. Ein
Landschaftspark nach englischem Vorbild entstand bis 1841 mit dem Georgengarten.9 Schulbiologiezentrum
Über das 6,5 Hektar große Waldgelände der Freiluftschule Burg gelangt man in den
Botanischen Schulgarten. Den Mittelpunkt des über 80 Jahre alten Schulbiologiezentrums
bilden auch heute noch von Schülern angelegte Beete. Themengärten wie
?Genetik und Evolution?, ?Sonne und Energie, ?Heilkräuter? und auf dem Gelände gehaltene
Tiere ergänzen das Umweltbildungsangebot. Sonntags lädt der Förderverein
zu Veranstaltungen für Kinder aller Altersstufen, Eltern und Interessierte ein.10 Hainhölzer Bad
Das Hainhölzer Bad wurde in den 1950er Jahren von den ?Freien Schwimmern?
gebaut. Inmitten von Wohnen, Gewerbe und Kleingärten hat das Bad einen besonderen
Charme als Erholungsort. Mittlerweile wurde das Bad zu einem ?Naturbad?
umgestaltet. Neben dem saisonalen Badebetrieb laden vor allem die neu gestalteten
Grünanlagen zu einem ganzjährigen Besuch.11 Kleingärten
Rechts und links des Weges befinden sich
einige von rund 21.000 hannoverschen
Kleingärten. Die kleinen grünen Oasen für
Familien, Berufstätige, junge und alte Leute,
Einheimische und ausländische Mitbürger
bedecken ca. 5 % der Stadtfläche. Lauschige
Lauben, Gemüsebeete, Obstbäume und
bunte Blumen - es lohnt sich, gelegentlich
einen Abstecher in die Kleingartenkolonien
zu machen.12 Stadtwald Eilenriede
Mit einer Fläche von rd. 650 Hektar ist die Eilenriede, dank einer Schenkung der Herzöge
Wenzeslaus und Albrecht von Sachsen im Jahr 1371, der größte Stadtwald Europas.
Während in anderen Städten Waldflächen der Bebauung wichen, blieb er in Hannover
erhalten. Seit Mitte des 13. Jhdts. diente der Wald überwiegend dem steigenden Holzbedarf
der wachsenden hannoverschen Bevölkerung. In der Vorderen Eilenriede legte
Julius Trip um 1900 einen Waldpark mit Wasserläufen, Lichtungen und Skulpturen an.
Hannovers ?grüne Lunge? wird auch heute sehr geschätzt, denn sie sorgt für gutes
Klima in der Stadt und bietet Raum für Naherholung direkt vor der Haustür zu jeder
Jahreszeit.13 Steuerndieb
Der Name Steuerndieb erinnert an die einstige Funktion des Ortes als eine Wachstation
der Landwehren. Kurz vor 1400 wurden diese ?wehrhaften? Anlagen am Rande
der Eilenriede angelegt, um Holzentnahme und Warentransport zu kontrollieren. Ihre
Wächter wohnten vor Ort und hatten die Erlaubnis, ihr Gehalt durch die Einrichtung
von Schankstellen aufzubessern. Noch heute lädt das ?Gasthaus Steuerndieb? zum
Verweilen drinnen oder im Biergarten unter schattigen Waldbäumen ein. Wer lieber in
der Sonne seine Erfrischung genießt, wählt die gegenüber liegenden ?Landhausterrassen?.
Stadteinwärts führt der Weg direkt zum Erlebnis-Zoo Hannover.14 Waldstation Eilenriede
Im Mai 2004 wurde die Waldstation Eilenriede auf dem Gelände des ehemaligen
Vogelschutzgehölzes eröffnet. Die Waldstation ist eine außerschulische Umweltbildungseinrichtung
für Menschen aller Altersstufen, insbesondere für Kinder. Der Lebensraum
?Stadtwald? bildet den Themenschwerpunkt. Kleine und große Besucher
erfahren, wie viel ein Baum trinkt, was alles im Boden lebt oder wo Specht, Eichhörnchen
und Fledermaus zu Hause sind. In dem großen Werkstattgebäude kann
gebastelt und gebaut werden. Das 3,7 Hektar große Waldgelände mit 29 Erlebnis-
Stationen kann auf eigene Faust oder mit fachkundiger Führung erforscht werden.15 Pferdeturm
Der unter Denkmalschutz stehende
mittelalterliche Pferdeturm war Teil
der ehemaligen Landwehr der Stadt
Hannover und wurde erstmals 1387
urkundlich erwähnt. Er steht direkt vor
dem Eingangsbereich des Eisstadions,
das 1959 gebaut und 1978 überdacht
wurde. Neben dem öffentlichen Eislaufbetrieb
trainieren und spielen hier
regelmäßig die Hannover Indians des
EC Hannover. Die ev.-luth. Petrikirche
ist bereits vom Braunschweiger Platz aus
weithin sichtbar als ?Tor? zum Stadtteil
Kleefeld. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg
zerstört und erst 1953 wieder aufgebaut.16 Bischofshol
Der Legende nach holte hier der Bischof von Hildesheim 1533 die hannoverschen
Geistlichen ab, die aufgrund der Reformation die Stadt verließen. 1968
erhielt die Ausflugsgaststätte ?Bischofshol? ihr jetziges Äußeres. Die Gaststätte
bietet einen großen Biergarten mit Schatten spendenden Bäumen. Das gegenüberliegende
?Knusperhäuschen? mit Kiosk, Sitzgelegenheiten und Spielmöglichkeiten,
ergänzt das gastronomische Angebot.17 Döhrener Turm
Der Döhrener Turm wurde 1382 errichtet
und ist die südlichste ehemalige
Landwehr in Hannover. In Sichtweite
bietet das Restaurant ?Vier Jahreszeiten?
im Sommer und Winter eine Einkehrmöglichkeit.
Von hier aus lohnt
ein Abstecher zu Hannovers ältestem
Stadtfriedhof, dem Engesohder Friedhof.
Er wurde 1861-64 von Ludwig
Droste angelegt und zeichnet sich durch
zahlreiche künstlerisch gestaltete Grabdenkmale
und Ruhestätten bekannter
hannoverscher Persönlichkeiten aus.
Der letzte Wegabschnitt führt an einem
der schönsten Brunnen, dem Arthur-
Menge-Brunnen vorbei durch die Grünanlage
Vierthaler Teich zum Maschsee.

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Urheber: LH Hannover / HMTG

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