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Hannover erfahren - Route 5 Eilenriede-Route

Rubrik:Regionales Radwandern, Eintagestour
Start:Strandbad Maschsee
Streckenverlauf:Eilenriede, Kirchrode
Ziel:Strandbad Maschsee
Länge:10,54 km
Dauer:ca. 3 Stunden
Kartenmaterial:Kartenmaterial ist erhältlich. erhältlich in der Tourist Information Hannover
Kontakt:Tourist Information Hannover
Ernst-August-Platz 8
30159 Hannover
Tel.: 0511 12345 111

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Informationen zur Tour

Hannover erfahren - umweltfreundlich mit dem Rad: Rund 11 Kilometer lang
ist die Eilenriede-Route vom Maschsee bis zur Schleuse in Anderten. Was es
am Rande der gut ausgeschilderten Strecke zu entdecken gibt, verrät dieses
Faltblatt. Also rauf aufs Rad und gute Fahrt!

Die Eilenriede
Die grüne Oase mitten in der City
Mit gut 650 Hektar gilt sie als Europas größter Stadtwald. Es handelt sich um
den Rest eines vorgeschichtlichen Waldzugs im Urstromtal der Leine, der sich
etwa zwischen Hildesheim und Neustadt ausdehnte und als ?elenride? 1333
erstmals erwähnt wird. Der Name bedeutet wahrscheinlich ?feuchter Wald?. Seit
1371 ist der Stadtwald offiziell Eigentum der hannoverschen Bürger. Die Stadt
ließ im späten Mittelalter in der Eilenriede ein umfangreiches System von Wällen
und Gräben anlegen. Teile dieser Landwehr sind bis heute erhalten. Seit dem
19. Jahrhundert wandelte sich der Nutz- zum Erholungswald mit Spielplätzen,
Liegewiesen und einem engmaschigen Wegenetz. Die vordere Eilenriede wurde
um 1900 von Gartendirektor Julius Trip zu einem Waldpark mit Wasserlauf und
Plastiken umgestaltet. Der Südteil, durch den diese Route führt, geht zum Teil
auf spätere Aufforstungen zurück.
Bitte verhalten Sie sich rücksichtsvoll gegenüber Fußgängern. Danke.1 Maschsee
Hannovers Haussee: 1934 bis 1936 während der Nazi-Diktatur künstlich angelegt
unter Oberbürgermeister Arthur Menge. Die Uferbefestigungen und Plastiken
sind im Stil des während der 30er Jahre bevorzugten Neo-Klassizismus
gehalten. Restaurants, Bootsverleihe und das Strandbad haben den See zu
einem beliebten Erholungsziel gemacht.
2 Friedhof Engesohde
Ein Stück Stadtgeschichte: Auf Hannovers
erstem großen Kommunalfriedhof (angelegt
1861-1864) fanden viele berühmte Hannoveraner
ihre letzte Ruhestätte.
Eine Tafel informiert über die bedeutendsten
Grabstellen.3 Arthur-Menge-Brunnen
Einer der schönsten in Hannover: Etwas versteckt springt unweit des Döhrener Turms
der Arthur-Menge-Brunnen. Die Brunnenskulptur - drei muntere Lachse, aus deren
Mäulern das Wasser strömt - hat der Bildhauer Ludwig Vierthaler (1875 bis 1967)
geschaffen.4 Döhrener Turm
Sagenumwoben: Der Döhrener Turm, 1382 als Turm der äußeren Landwehr errichtet,
nach einem Brand 1488 wieder aufgebaut, 1888 mit Fachwerkaufsatz versehen. Bei
Überfällen auf die Stadt sollen im 15. Jahrhundert auf dem Turm sieben Wächter
umgekommen sein. Das 1.000-jährige Döhren wurde 1907 eingemeindet.5 Pädagogische Hochschule
Die Lehrer-Schmiede: An der Bismarckstraße liegt die frühere Pädagogische Hochschule
(heute Teil der Universität). Der Bau aus den Jahren 1929 -1935 gilt als modernstes
Beispiel der Klinkerarchitektur jener Zeit in Hannover. Architekten: Kassbaum und Palaschewski.6 Bismarck-Bahnhof
Hannovers schönster Vorort-Bahnhof ist einen Abstecher wert: Das Gebäude aus dem
Jahr 1911, eine Mischung aus Neo-Klassizismus und Jugendstil, hat als Empfangsgebäude
ausgedient.
Heute halten S-Bahnen und Nahverkehrszüge an einem nüchternen Bahnsteig. Der
Bahnhof dient als stilvolles Domizil von zwei Gaststätten.7 Große Bult
Bis zum Beginn der 70-er Jahre war die Große Bult das Eldorado der hannoverschen
Pferdefreunde. Hier befand sich die alte Rennbahn. Nun steht dort das neue Kinderkrankenhaus.
Aber es ist immer noch genug Platz, um im Herbst auf der Wiese
Drachen steigen zu lassen.8 Bischofshol
Der Legende nach holte hier der Bischof
von Hildesheim im Jahre 1533 die hannoverschen
Geistlichen ab, die aufgrund der
Reformation die Stadt verließen. 2000 erhielt
die Ausflugsgaststätte ?Bischofshol? ihr
jetziges Äußeres. Die Gaststätte bietet einen
großen Biergarten mit Schatten spendenden
Bäumen. Das gegenüberliegende ?Knusperhäuschen?
mit Kiosk, Sitzgelegenheiten und
Spielmöglichkeiten ergänzt das gastronomische
Angebot.9 Stadtwald Eilenriede
Mit einer Fläche von rd. 650 Hektar ist die Eilenriede der größte Stadtwald Europas.
Seit Mitte des 13. Jhdts. diente der Wald überwiegend dem steigenden Holzbedarf
der wachsenden hannoverschen Bevölkerung.
Hannovers ?grüne Lunge? wird auch heute sehr geschätzt, denn sie sorgt für gutes
Klima in der Stadt und bietet Raum für Naherholung zu jeder Jahreszeit.10 Kirchröder Turm
Der Turm der früheren Landwehr ist verschwunden. Eine kleine Gaststätte erinnert
an den 1337 erstmals erwähnten Wehrbau, der über Jahrhunderte mit einer Waldwirtschaft
verbunden war.11 Hermann-Löns-Park
Der Hermann-Löns-Park bildet die Verbindung zwischen Eilenriede und Tiergarten.
Angelegt zwischen 1936-1939 als Kontrast zum Georgengarten: Zwar Landschaftspark,
aber kein ?englischer Garten?, sondern eine niedersächsische Auenlandschaft.
Nahe beim Annateich das Parkrestaurant Alte Mühle (Hallenhaus von 1720 aus
Wettmar) und die hier 1938 wieder errichtete 300 Jahre alte Bockwindmühle, die
ursprünglich auf dem Windmühlenberg, dem heutigen Opernplatz, stand.12 Tiergarten
Herzog Johann Friedrich ließ den Tiergarten 1678/79 für Hofjagden anlegen. Nach
1866 in preußischer Verwaltung. 1903 erwarb die Stadt das 112 Hektar große Areal
mit schönem altem Baumbestand. Heute leben in dem 112 Hektar großen Wildpark
Damhirsche, Wildschweine und Rehe. Eintritt frei.13 Der Broyhan hatte Konkurrenz
Der hannoverschen Brauergilde waren die Anderter ein Dorn im Auge: Mit ihrem
1727 gegründeten Brauhaus machten sie dem Broyhan Konkurrenz. Ab 1818 bis
zur Einstellung der Bierproduktion 1955 Besitz der Familie Scheele. Das Wappen
am ehemaligen Verwaltungsgebäude Krumme Straße, Ecke Am Tiergarten erinnert
an die Anderter Brautradition.14 Anderten
Im Ortskern zeugen Reste dörflicher Bebauung und die mehr als 500 Jahre
alte Kapelle von der Vergangenheit Andertens. Heute sind noch vier bäuerliche
Betriebe aktiv. Die Windmühle am Hang des Kronsbergs ist seit 1949 außer Betrieb.
Anderten kann seine Geschichte bis zu einer Urkunde aus der Zeit um 990
zurück verfolgen. 1974 endete die Selbstständigkeit Andertens.15 Hindenburgschleuse
Heute das Wahrzeichen Andertens: Die Hindenburgschleuse wurde am 20. Juni
1928 vom damaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg eingeweiht. Mit
ihren 225 Meter langen und zwölf Meter breiten Becken ist sie ein technisches
Denkmal ersten Ranges und bewältigt heute noch problemlos die Anforderungen
der modernen Großmotorschiffe. Sparkammern sorgen dafür, dass 75 Prozent
des Schleusenwassers bei Bergfahrten wieder verwendet werden können. Jährlich
werden etwa 20.000 Schiffe in 12.000 Schleusengängen durchgeschleust.

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Urheber: LH Hannover / HMTG

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