| Rubrik: | Regionales Radwandern, Eintagestour |
|---|---|
| Start: | Hauptbahnhof / Ernst-August-Denkmal |
| Streckenverlauf: | Bischofshol, Eilenriede, Park der Sinne |
| Ziel: | Endstation Stadtbahn |
| Länge: | 18,77 km |
| Dauer: | ca. 4 Stunden |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. erhältlich in der Tourist Information Hannover |
| Kontakt: | Tourist Information Hannover Ernst-August-Platz 8 30159 Hannover Tel.: 0511 12345 111 |
Wählen Sie die schönste und umweltfreundlichste Art, zum Messegelände und
dem Park der Sinne zu kommen: In Hannover wird das Radeln zum Vergnügen!
Unser Faltplan beschreibt die etwa 19 Kilometer lange Bult-Route und informiert
über Sehenswürdigkeiten links und rechts des Weges. Wir wünschen eine
gute Fahrt!

1 Ernst-August-Denkmal
Willkommen in der Landeshauptstadt Hannover! Vor dem Bahnhofsgebäude reitet
König Ernst August (Regierungszeit 1837 bis 1851). Das Denkmal erinnert
daran, dass Hannover bis 1866 Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs war.2 Kröpcke
Am Kröpcke Sie sind mitten im Zentrum! Rechts befindet sich das Café Kröpcke.
Die alte, in den 70er Jahren rekonstruierte, Uhr ist ein beliebter Treffpunkt der Hannoveraner
im Herzen der Stadt. Geradeaus sehen Sie den Turm der Marktkirche.3 Georgstraße mit Staatsoper Hannover
Die Georgstraße: Hannovers Prachtund
Bummel-Boulevard mit Restaurants
und feinen Geschäften. Hier
finden Sie auch das 1852 eröffnete
klassizistische Opernhaus. Um das
Opernhaus herum entstand mit dem
Operndreieck eine moderne Parkanlage,
die auch das Mahnmal für die
ermordeten hannoverschen Juden von
Michelangelo Pistoletto beherbergt.4 Aegidientorplatz
Ganz in der Nähe, etwa an der Einmündung der Breiten Straße, stand früher das
Aegidientor, eines der Stadttore, die das mittelalterliche Hannover vor unerwünschten
Eindringlingen schützten. Heute ist der Platz - von den Hannoveranern ?Aegi?
genannt - einer von mehreren großen Verkehrsknoten an den Eckpunkten des
innerstädtischen Stadtrings.5 Neues Rathaus
Der monumentale 97 Meter hohe Kuppelbau wurde auf genau 6.026 Buchenpfählen
errichtet und 1913 fertiggestellt. Die Fahrt mit dem Bogenaufzug auf die Aussichtsplattform
wird mit einem Panoramablick belohnt. Auf der Südseite befindet sich der
Maschpark mit Maschteich, im Norden das Museum August Kestner mit Sammlungen
von Ägypten bis Gegenwart.6 Gartenfriedhof
Zu Füßen der Gartenkirche liegt der Gartenfriedhof. Hier gibt es das so genannte
?Menschenfressergrab? und das Grab der Henriette von Rüling. Es hätte laut Vermächtnis
nie geöffnet werden dürfen, doch ein Baum hat die schweren Steine beiseite
gedrückt. Kulturhistorisch bedeutsam ist das Grabmal von Charlotte Buff, geb.
Kestner - der Lotte aus Goethes ?Werther?.7 Tierärztliche Hochschule
1778 am Clevertor als königliche Ross- und Vieh-Arzney-Schule gegründet, besteht
die Hochschule seit 1887. Die heutige Anlage am Braunschweiger Platz entstand
1895 bis 1899, unverändert blieb seitdem aber nur die ehemalige Apotheke. Seit
1977 findet sich hier das Veterinärhistorische Museum.8 Robert-Koch-Platz
Am Robert-Koch-Platz im Stadtteil Bult versteckt sich ein Glanzlicht der hannoverschen
Architekturgeschichte: die frühere Turnhalle und Mensa der Tierärztlichen
Hochschule von 1930. Mit ihren klaren Formen in weißem Putz ein perfekter Vertreter
des Bauhaus-Stils: der einzige rein funktionalistische Vorkriegsbau, der in Hannover
erhalten geblieben ist.9 Hiroshima-Hain
An den Atombombenabwurf am 6. August 1945 auf Hiroshima erinnert der Gedenkhain
mit 110 Kirschbäumen. Sie wurden für die 110.000 Menschen gepflanzt, die
damals ums Leben kamen. Die Gedenktafel zeigt die Friedensgöttin Kannon: eine
Granitplatte, die zwischen Straßenbahnschienen den Feuersturm überlebt hat. Hiroshima
ist seit 1983 offiziell Partnerstadt Hannovers.10 Große Bult
Bis zu Beginn der 70er Jahre hatte das Areal seine goldene Zeit: Auf der Bult befand
sich Hannovers Pferderennbahn. Dann wollte ein Unternehmen der Computerbranche
hier ein Werk errichten. Die Rennbahn wurde abgerissen, weit außerhalb eine neue
gebaut. Da die Fabrik nicht gebaut wurde, konnte hier ein Kinder-Krankenhaus entstehen.11 Bischofshol
War einst Teil des Systems der mittelalterlichen Landwehren, den Außenposten der
städtischen Befestigung. Früh entwickelte sich nebenher ein Bier- und Kaffeeausschank.
1689 wird erstmals eine Gastwirtschaft erwähnt. Im Sommer locken sonntags
Jazz-Frühschoppen in den Biergarten.
12 Die Eilenriede
650 Hektar Wald - der größte Stadtforst Europas reicht fast bis in die Innenstadt.
Seit dem Mittelalter hüten die Hannoveraner die Eilenriede (was so viel heißt wie:
sumpfiges Waldland) wie ihren Augapfel. Wir durchqueren ein kleines Stück davon
auf unserem Weg nach Süden.
13 Kleingärten
Rund 21.000 Schrebergärten gibt es in Hannover, überwiegend auf Pachtland, das
durch Bauleitpläne vor einer Bebauung geschützt ist. Eine Laube, ein bisschen Grün
auf eigener Scholle: Für viele ist das fast das Paradies.14 Seelhorst
Die Seelhorst - wieder ein Stück grünes Hannover. Rund 100 Hektar groß ist das
Waldstück, das von Wegen und kleinen Wasserläufen durchzogen wird. Beliebter
Anziehungspunkt ist das Restaurant mit Biergarten (früher Jagdhaus der Bemeroder
Familie von Graevemeyer). Dahinter im Wald gibt ein Obelisk Rätsel auf. Er trägt keine
Inschrift außer der Jahreszahl 1852.15 Messegelände
Seit 1947 finden hier die bedeutendsten
Messen der Welt statt und im Jahr 2000 war
hier die Welt bei der EXPO zu Gast. Auf dem
Messegelände befindet sich der 97 Meter
hohe Messeturm, der als Verwaltungsgebäude
dient. Die ?Vereinigten Bäume? verbinden
den Westeingang mit der Brücke zur Plaza.
273 verschiedene Baumarten aus allen Erdteilen sind hier aufgereiht und symbolisieren das friedliche Miteinander unterschiedlicher Menschen.16 Park der Sinne
Luft, Wasser, Feuer, Erde: Vier Elemente zum Sehen, Hören, Fühlen, Schmecken und
Riechen sorgen im Park der Sinne in Laatzen auch nach der EXPO für sinnliche
Vielfalt und spannende Eindrücke. Den Besucher des Parks erwarten viele beeindruckende Naturhighlights zum Staunen, Anfassen und Genießen.17 ?Gärten im Wandel?
Grüne Schneise: Durch das Pavillon-Gelände Ost ziehen sich von der Plaza im
Norden bis zum ehemaligen EXPO-Park im Süden die ?Gärten im Wandel? von
Landschaftsarchitekt Kamel Louafi. Seine Gärten durchleben eine Veränderung
von intensiver und extensiver Pflege, von Hoch zu Tief, von geschnitten und
gestaltet bis landschaftlich natürlich.18 Aussichtshügel
Schöne Aussichten: Von dem künstlich aufgeschütteten Hügel am Kronsberghang
bietet sich ein ausgezeichneter Blick auf das ehemalige EXPO-Gelände Ost
und das Messe- und Ausstellungsgelände.
19 Wohnen und Arbeiten
?La Ola? (die Welle) wird das kühne Dach genannt, das den Komplex der
FinanzIT überspannt. Rechts daneben sehen Sie den ökologischen Vorzeigestadtteil
Kronsberg mit inzwischen knapp 7.000 Einwohnern.
20 Exponale
Die Fußgängerbrücke über den Messeschnellweg verbindet die Plaza mit dem
westlichen Teil des Ausstellungsgeländes. Die von den Architekten Schlaich und
Marg entwickelte Exponale mit den nachts weithin sichtbaren Leuchtstelen ist
mit 30 Metern Breite und 130 Metern Länge eine der größten Fußgängerbrücken
Europas.21 Die Plaza
Die Plaza, ehemaliger Treffpunkt der Nationen: Hier finden Sie den Deutschen
Pavillon (Fassade aus 2.900 einzelnen Glaselementen), die Veranstaltungs-
halle TUI Arena für maximal 14.000 Besucher, den futuristischen
?Planet M? und die Institute der Fachhochschule Hannover.22 Endstation
Futuristisch wie vieles auf dem ehemaligen EXPO-Gelände: die Endstation der
Stadtbahnlinien 6 und 16 mit ihrem charakteristischen Glasdach. Eine Brücke
führt direkt auf die Plaza.


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Urheber: LH Hannover / HMTG