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Der Mühlenweg am Wiehengebirge

Rubrik:Wandern
Streckenverlauf:Wallenhorst, Evinghausen, Belm
Länge:97.00
Kontakt:posteingang@wallenhorst.de

www.wallenhorst.de

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Informationen zur Tour

Wandern von Mühle zu Mühle im Osnabrücker Land

Start ist am Rathaus in Wallenhorst. Die Wegmarkierung ist ein weißes "M" auf schwarzem Grund. Sie gehen auf die St. Alexanderkirche zu, biegen rechts ab und kommen am Kindergarten vorbei. Das weiße M führt Sie jetzt zur Autobahn, Sie erreichen Lechtingen und dann Pye. Nachdem Sie etwa 13 km über abwechselungsreiche Wege gewandert sind, gelangen Sie zur ersten Mühle, der "Tüchter Mühle". Sie wurde im 13./14. Jahrhundert erbaut und ist seit 1862 in Familienbesitz. Bis Ende der 50er Jahre war sie in Betrieb, und das Mahlwerk ist bis heute erhalten. In ca. 200 Meter Entfernung befindet sich die zweite Mühle, die "Ölmühle Borgmann". Auch sie wurde im 13./14. Jahrhundert erbaut und hatte im ersten Weltkrieg große Bedeutung. Heute wird die Mühlenanlage als Wohnhaus genutzt. Schon bald sehen Sie rechts die "Mühle Bohle". Sie stammt ebenfalls aus dem 13./14. Jahrhundert und wurde damals als Kupfermühle eingesetzt. In den folgenden Jahrhunderten hatte sie unterschiedliche Aufgaben. Sie wurde als Walkemühle zur Leinenherstellung gebraucht und hatte zudem auch eine Bedeutung als Korn-, Öl- und Sägemühle. Seit Anfang der 90er Jahre ist sie ein Baudenkmal. Etwa bei km 23 erreichen Sie Hollage und damit die jüngste unter den Mühlen. Sie wurde erst 1850 erbaut. Die "Hollager Mühle" nannte man früher "Barlagsche Mühle". Sie war bis 1951 in Betrieb und dient heute der Gemeinde Wallenhorst als Jugendfreizeitstätte. Die nächsten acht Kilometer haben Sie eine flache Wegführung vor sich, um dann wieder einige Steigungen zu meistern. Nachdem Sie die Autobahn hinter sich gelassen haben, erreichen Sie die Mühle Nr. 5. Die "Sommer Mühle", auch "Schleptruper Mühle" genannt, wirtschaftet heute noch als Sägemühle. In ihrer jetzigen Form entstand sie 1742. Das Mühlenrad ist allerdings nicht mehr erhalten. In unmittelbarer Nähe finden Sie dann die Wassermühle "Zur Mühlen". Als Getreide- und Bockmühle wurde sie bereits um das Jahr 1000 auf Pfählen errichtet und diente bis 1970 als Lohngetreideschroterei. Heute ist die Anlage denkmalgeschützt und noch funktionstüchtig. Jetzt geht es in den Kalkrieser Berg, vorbei an der Waldorfschule Evinghausen, am Campingplatz Kalkriese und an Schmittenhöhe. Letztere ist mit 157 m die höchste Erhebung auf dem Mühlenweg. Nachdem Sie die B 218 überquert haben - sehr starker Verkehr - erreichen Sie das Schloss Neu Barenaue und gehen über den Mittellandkanal. Auf der Querstraße zeigt Ihnen das M den weiteren Verlauf nach rechts, um bald wieder links in einen Feldweg "Zum Eiskeller", einzubiegen. Wieder auf der Teerstraße angekommen, führt der Weg nach rechts, zum Naturdenkmal Lindenallee und weiter zur Wasserburg Alt Barenaue. Sie kommen nach ca. 3 km wieder zum Mittellandkanal und wenig später noch einmal zur B 218. Wenn Sie das Waldstück verlassen, sehen Sie den Aussichtsturm Venner Berg. Jetzt geht es in Richtung Venne immer bergab. Hier finden Sie die "Linnenschmidtsche Wassermühle". Im frühen Mittelalter entstanden, wurde sie bis 1981 von Pächtern bewirtschaftet. Der Heimat- und Wanderverein Venne übernahm sie später zwecks Restaurierung. Heute erklären hier Freizeitmüller die Funktionsweise der Mühle. Auf den nächsten Kilometer ist die Strecke wieder flach. Sie haben jetzt schon 60 km des Weges geschafft und kommen zur "Krebsburger Mühle". Diese wurde erstmals im Lehnsbuch der Bischöfe von Osnabrück 1410 bis 1434 erwähnt. Nach Stillegung und Renovierung befindet sie sich heute in Privatbesitz. Die vor Ihnen liegende Steigung führt in das Wiehengebirge und Sie erreichen bald Vehrte. Am Ortsrand wandernd befinden Sie sich bald wieder im Wald. Entlang des Weges finden Sie zwei Großsteingräber. Weiter kommen Sie am Naturfreundehaus und Süntelstein vorbei. Die nächsten Kilometer sind sehr abwechslungsreich. Bevor Sie die "Belmer Mühle" erreichen, müssen Sie die Bahnlinie und die Bundesstraße 51 / 65 hinter sich lassen. Die Mühle ist etwa 840 erbaut worden und gehörte bis 1776 den Osnabrücker Bischöfen. Die Gemeinde Belm erwarb sie 1991 und nutzt sie heute als Kultur- und Begegnungsstäte. Der weitere Weg führt Sie um Belm herum, und Sie lassen ein zweites Mal Bundesstraße und Bahnlinie hinter sich. Die folgenden Kilometer bieten wieder viel landschaftliche Abwechslung, bevor Sie die "Wassermühle im Nettetal" erreichen. Dieser Oldie unter den Mühlen im Osnabrücker Land stammt etwa aus der Zeit Karls des Großen. Hier wird nach der Restaurierung seit 1983 Vollkornmehl produziert. Die Wassermühle ist der einzige Wassermühlenbetrieb im Osnabrücker Land, der mit historischen Anlagen heute noch gewerbsmäßig Vollkornmehle herstellt. Nach etwa 5 km verlassen Sie die Wälder und nähern sich dem Flachland und der letzten Mühle. Die "Windmühle Lechtingen" befindet sich auf einer Erhebung und ist schon von weitem zu sehen, sie wurde 1887 erbaut und erlebte bis zur Stilllegung 1970 eine wechselvolle Geschichte. Die Beinahe-Ruine wurde 1982 vom Verein Windmühle Lechtingen restauriert. Heute finden hier jährlich der Mühlentag, Öko- und Handwerkermärkte und Ausstellungen statt. Die letzten 5 km führen Sie zurück in die Gemeinde Wallenhorst, vorbei an der Alten Alexanderkirche, und nach 97 km haben Sie den Ausgangspunkt wieder erreicht.

Urheber: © Gemeinde Wallenhorst

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