| Rubrik: | Regionales Radwandern |
|---|---|
| Streckenverlauf: | Waldparkplatz Kirchlinteln, Verdener Moor, Kirchlinteln |
| Länge: | 34,67 km |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1:100.000, CR5 Rotenburg (Wümme) |
| Kontakt: | SchwarzAufWeiss, Lars Glander Schwarz-Auf-Weiss@web.de |
Die Idee dieser Tour ist Natur entdecken und Natur erleben.
Aus diesem Grund verlässt sie einige Male das vorbildliche Streckennetz im Landkreis Verden und führt auch über unbefestigte Feldwege.

Nach längerer Trockenheit oder starken Regenfällen kann das Befahren von kurzen Abschnitten etwas beschwerlicher sein. Aber die kleinen Anstrengungen lohnen sich: Eine Bilderbuchlandschaft erwartet sie.
Bitte beachten sie, dass wir nicht für den Zustand der Wege und Straßen verantwortlich sind. Daher geschieht das Abfahren unseres Tourenvorschlags auf eigene Gefahr.
Alle Streckenabschnitte waren bei der Erstellung der Tour gut befahrbar.
Ausrüstung:
Sonnenschutz, Insektenschutz, Getränke, Orientierung auf der Fahrt bieten die Karten (im Maßstab1:50 000) Verden (L3120) und Walsrode (L3122) der LGN.
Einkehrmöglichkeiten bestehen in Kükenmoor und Neddenaverbergen.
Die Tour beginnt auf dem Waldparkplatz an der Kreisstraße 21 (K21) zwischen Kirchlinteln und Weitzmühlen. (Wenn sie mit dem Fahrrad von Verden aus starten möchten können sie den Parkplatz über die Lindhooper Straße am Bullenstall der Nordrind vorbei durch den Lindhoop erreichen (etwa 6 km).
Wir verlassen den Parkplatz durch die Einfahrt und überqueren die K21 und folgen dem braunen Schild zur Hügelgräber Heide. Die Schranke, die nach 300 m den unbefestigten Weg blockiert passieren wir linker Hand. Frühgeschichtlich Interessierte finden 300 m weiter links Hohlwegsspuren.
Die Lintler Hügelgräber Heide liegt nun vor uns. Eine große Tafel am hinteren Ende informiert uns über ihre Bedeutung und Geschichte. Wir bleiben auf dem Weg und rollen am Schild vorbei in den Wald hinein. Die Radtour folgt jetzt dem weißen F des Freudenthalwegs (Fernwanderweg Verden - HH-Harburg), das an Bäumen und auf Schildern prangt. Uns führt er durch den Wald und an einer weiteren Schranke vorbei zur Verbindungsstraße zwischen Specken und Kirchlinteln.
Das weiße F leitet uns nach rechts auf die asphaltierte Straße, und nach ca. 100 m wieder nach links in einen Forstweg. (Streckenalternative: Alle, die befestigte Wege dem Naturerlebnis vorziehen, fahren geradeaus weiter und folgen - vor der Autobahn - der grünen Beschilderung nach Ramelsen zum Heidhof unserem nächsten Ziel).
Der Forstweg mündet nach 200 m an einer Gabelung im Wald. Nach weiteren 200 m biegen wir an einer Kreuzung rechts ab. Jenseits des Ackers linker Hand erkennen wir einen dichten Wacholderbestand. Das ist die Grenze zum Naturschutzgebiet Wacholderheide. Interessierten bietet sich in Ramelsen die Möglichkeit einen Abstecher dorthin zu machen. Wer allerdings Heideflächen im üblichen Sinne erwartet wird enttäuscht. Die Wachholderheide ist eine ca. 7 ha große von hohen Wachholder-Büschen gesäumte und durchsetzte Grassteppe. Vereinzelt findet man Erica. Für eine Rast oder ein Picknick ist dieser Ort wie geschaffen.
Nach 600 m erreichen wir Ramelsen und steuern genau auf den Heidehof zu. Keine Angst, die Wildschweine sehen zwar sehr lebendig aus, sind aber nur Statuen. Der Heidehof war früher eine beliebte Begegnungsstelle für Mitglieder der Wandervogelbewegung. Mit einem Stein in der Wacholderheide gedachten sie ihrer im 2. Weltkrieg gefallenen Wanderkameraden.
Für die Exkursion in die Wacholderheide biegen sie auf dem Hof nach links ab. Der Weg endet direkt im Naturschutzgebiet. Unsere Radtour geht geradeaus über den Hof weiter und führt am alten Brunnen vorbei dem Dorf hinaus, über den Gohbach in Richtung Autobahn. Vor der Autobahn biegen wir nach links ab und folgen der Beschilderung bis nach Neuenförde.
In Neuenförde wenden wir uns nach rechts. Grüne Radwege-Schilder weisen schon auf unser nächstes Ziel, Kükenmoor, hin.
Die Straße knickt nach rechts ab - eine Bank lädt uns hier zu einer kleinen Verschnaufpause ein. Nach fast 300 m kommen wir an eine Kreuzung. Wir folgen dem befestigten Weg nach links. Die Straße verläuft 1,5 km schnurgerade durch den Sahlingsloher Forst und mündet am Kükenmoorer Schützenhaus auf die K13.
Rote Radwege-Schilder weisen uns den Weg nach links in den Ort. Ein frisch gezapftes Bier oder eine kleine Mahlzeit bekommen wir 500m weiter die K13 entlang. Dort befindet sich der Campingplatz "Am Sahlingsloh". Familie Haase heißt dort auch Radler auf der Durchreise herzlich Willkommen und bietet eine kleine Karte mit leckeren Deftigkeiten für den Hunger zwischendurch. Ein Toilette finden wir hier selbstverständlich auch. Gestärkt und entlastet fahren wir ein kleines Stück auf unserem Weg zurück und folgen den Selbstversorgern, die vorher schon nach 300 m rechts in Richtung Verdenermoor abgebogen sind.
Hier befindet sich die "St Moorland Ranch" die etwas selbst für den pferdedominierten Landkreis Verden besonderes tut: Sie züchten und trainieren amerikanische Quarter Horses.
Streckenalternative: Wer abkürzen möchte, für den besteht die Möglichkeit nach passieren der Ranch die zweite Abzweigung (nicht "Am Siel" sondern die nächste) nach links zu nehmen und am Verdenermoorgraben entlang zu fahren. Der Anfang der Strecke ist etwas mullig, das ändert sich aber rasch. Man spart dadurch etwa 1,5 Km überspringt aber auch Verdenermoor und die Feldbahn.
Kurz vor Goldborn vereinigt sich der Weg wieder mit der Hauptroute.
Sie biegen dann nach links ab.
Wir folgen der Straße nach Verdenermoor und dann durch den Ort hindurch bis fast zu ihrem Ende dem Ferienhof Krusenhoff. Vor einem torähnlichen Schild mit den Standbildern eines Schäfer mit seiner Herde radeln wir nach links und folgen dem befestigten Feldweg durch das Moor bis nach Goldborn. Nach ein paar 100 m fällt uns auf der rechten Seite ein Container mit der Aufschrift www.verdener-moorbahn.de.vu auf. Hier versuchen ein paar Hobby-Eisenbahner auf einer Strecke von 800 m Feldbahn- bzw. Moorbahngeschichte zu erhalten. Mit etwas Glück basteln sie gerade an ihren Fahrzeugen und man hat die Gelegenheit einen Blick darauf werfen.
Am Ende des Moordamms, am Pumpwerk in Goldborn wenden wir uns nach rechts Richtung Klein Heins und Groß Heins und durchqueren den Weiler. Wiedereinmal können wir uns am Freudenthalweg (weißes F) orientieren. Wir behalten die Richtung bei. Nach einem einzelnen Gehöft biegen die asphaltierte Straße und der beschilderte Radweg nach links ab; wir nicht! Wir fahren an dieser Stelle geradeaus weiter den Buchstaben "F" und "B" (Hermann Billung Wanderweg) folgend in den Feldweg ein. Rechter Hand sehen wir, etwas entfernt, von Birken durchsetzt, das Naturschutzgebiet Verdenermoor. Das renaturierte Feuchtgebiet im Zentrum ist Privatbesitz und darf zum Schutz der dort lebenden bedrohten Fauna und Flora nicht betreten werden.
Der NABU Verden bietet einmal jährlich eine geführte Exkursion an. (Infos unter www.nabu-verden.de - Veranstaltungen).
Nachdem wir die Gasförderstation passiert haben, biegen wir nach rechts, auf den wieder als Radweg gekennzeichneten Lehringer Damm ab. Er führt schnurgerade durchs Moor. Nach 2,5 km überqueren wir die Autobahn. Nach weiteren 500 m geht es nach links Richtung Lehringen / Ihlden. 2 km später mündet die Straße in Lehringen in die K30. Wir folgen der grünen Radweg - Beschilderung auf der anderen Seite der Kreisstraße rechts Richtung Neddenaverbergen / Stemmen und halten uns links. Der Weg ist etwas anstrengend. Nach ca. 1 km befindet sich auf der rechten Seite ein Pfahl mit mehreren gut getarnten Hinweisschildern. Geradeaus weißt ein braunes Schild auf die Elefantenkuhle hin.
Der Radweg und unsere Tour biegen links ab. Vorsicht durch den Graben kann es hier morastig sein. Gegebenenfalls sollten Sie absteigen und ein paar Meter schieben. Der Weg wendet sich sofort wieder nach rechts und wird besser befahrbar. Die Elefantenkuhle, wie auch die anderen Tümpel zeugen vom Mergelabbau in dieser Gegend. Der Mergel wurde zum einen als Baumaterial wie Zement benutzt. Zum Anderen diente er der Urbarmachung der Moore. Durch den Kalkanteil im Mergel wurde der Säuregehalt gesenkt und der enthaltene Ton verbesserte die Begehbarkeit.
Im März 1948 stießen die Lehringer bei den Abbauarbeiten auf das mehr als 100.000 Jahre alte Skelett eines Waldelefanten, das im Mergel konserviert worden war. Die Knochen und die Umgebung des Elefanten bargen aber noch einen größeren archäologischen Schatz: Den langezeit ältesten bekannten Speer der Welt und eine Reihe von rasiermesserscharfen Feuersteinklingen. Die steinzeitlichen Fundstücke sind im Verdener historischen Museum "Domherrenhaus" zu besichtigen.
Am Ende des Weges biegen wir nach links Richtung Stemmen ab und dann gleich wieder nach rechts. Unser nächstes Ziel heißt Neddenaverbergen. Wir folgen dem Wegeverlauf. Nach ca. 500 m wechselt der Weg seinen Belag von Schotter auf Beton und biegt dann nach rechts ab. Wir kommen an einem Kuhstall und einem älteren Lagergebäude vorbei und erreichen nach weiteren 600 m den Sprengkampsweg in Neddenaverbergen. Der Radweg führt uns zunächst nach links dann hinter der Feuerwehr nach rechts und an der Sparkasse vorbei auf die K30. Rechts wartet das Gasthaus "Zur Linde" auf uns, das für uns neben leckeren Speisen und frischen Getränken in seinem Biergarten auch eine Toilette bereithält. Hinter dem Gasthaus befindet sich ein kleiner Supermarkt.
Unsere Radtour führt uns jetzt über die K30 in die K13 Richtung Kohlenförde. Nach 1,8 km erreichen wir eine Kreuzung und biegen nach links Richtung Armsen / Specken ab. Nach ziemlich geraden 1,5 km biegen wir nach rechts Richtung Kirchlinteln / Specken ab. Nach 1,6 km geht die Betonstraße in Kopfsteinpflaster über. Am Ende des Weges in Specken folgen wir den Schildern nach rechts Richtung Kirchlinteln / Ramelsen. Kurz vor der Autobahnüberführung biegen wir nach links Richutng Verden / Weitzmühlen ab. Nach passieren des Weitzmühlener Ortsschildes fahren wir in die zweite Straße rechts "Auf dem Loh" ein. An ihrem Ende biegen wir nach links ab. Dann unterqueren wir nach rechts die Autobahn und haben nach 200m wieder den Ausgangspunkt unserer Radtour, den Waldparkplatz am Linthoop erreicht.
Service und Einkehr:
Direkt am Weg:
Kükenmoor
Campingplatz "Am Sahlingsloh", Familie Haas, Kükenmoorer Dorfstr. 16, Kükenmoor,
Tel: (04236) 6 65.
Neddenaverbergen
Hotel Gasthaus "Zur Linde", Neddener Dorfstraße 33, Neddenaverbergen,
Tel: (04238) 9429 - 0.
Etwas abseits u.a.:
Nordkampen
Gasthaus Panning, Familie Brunner, Nordkampen 15, Walsrode/Nordkampen
Tel: (05166) 9 10 30.
Fahrradverleih in Verden:
Akzent Hotel Höltje
Obere Straße 13-19
Verden
Tel: (04231) 89 20
Zugvogel (Rainer Roth)
Nagelschmiedestraße 1
Verden
Tel: (04231) 93 77 21
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Urheber: © SchwarzAufWeiss, Lars Glander