| Rubrik: | Regionales Radwandern, Eintagestour |
|---|---|
| Streckenverlauf: | Rastede, Sandkrug, Rastede |
| Länge: | 102,54 km |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1:100.000, CR2 Nordoldenburg |
| Kontakt: | Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH Markt 22 26122 Oldenburg Tel.0441 - 36161340 Fax 0441 - 36161355 info@oldenburg-tourist.de www.oldenburg-tourist.de |
Auf der Route werden Sie durch die Wesermarsch, den Naturpark Wildeshauser Geest und die Ammerländer Parklandschaft um Oldenburg herum geführt.

Erste Etappe von Rastede nach Sandkrug Schon bei der Ankunft in Rastede spüren Sie das gesunde Reizklima der nahen Nordsee. Bereits die Oldenburger Landesherren schätzten diesen Ort daher als Sommerresidenz. An diese Zeit erinnern das beeindruckende Schloss und der Schlosspark. Weitere Sehenswürdigkeiten und ein attraktives Ortszentrum laden zu Besichtigungen und zum Bummeln ein. Entdecken Sie Rastede! Nehmen Sie einen kräftigen Atemzug und auf den Sattel, fertig, los... ...in Richtung Wesermarsch. Vorbei an Schloss und Ellernteich mit Wasserfontaine führt Sie der Loyer Kirchweg durch den herrlichen Schlosspark und Ellernbruch zum Geestrand nach Loy. Bis zu 15 Höhenmeter liegt die Geest hier über den angrenzenden Moormarschen. Diese imposante Geestkante gewährt zur benachbarten Wesermarsch einen herrlichen Ausblick in die Weite der Landschaft. Lassen Sie sich von Loy hinabrollen in das Ipweger Moor, das durch ein regelmäßiges Netz von Gräben entwässert und als Grünland genutzt wird. Sie durchqueren das Ipweger Moor auf einer etwa 10 km langen schnurgeraden Strecke. Genießen Sie einen Horizont, der gerade Städtern einmal "Weitblick" erlaubt, und lassen Sie sich den Wind um die Nase wehen (... und wie sollte es anders sein: immer von vorn!). Es geht vorbei an Naturschutzgebieten, die die Ursprünglichkeit einer Hochmoor-Landschaft im Übergangsgebiet zwischen Geest und Marsch bewahren. An der Grenze zwischen Moor und Marsch stoßen Sie auf die Reihen-Siedlung von Moorriem. Auf der schönen Allee, vorbei an Häusern und Gehöften, die zum Teil 300 Jahre alt sind und die bäuerliche Kulturgeschichte sichtbar machen, haben Sie herrliche Fernsicht über die Marschen bis Elsfleth. Südlich von Bardenfleth liegt die Hofstelle Uhlenbusch, bekannt aus der Serie "Neues aus dem Uhlenbusch". Durchs "Paradies" am Gellener Moor entlang geht es weiter. Im Gegensatz zum Ipweger Moor ist das Gellener Moor ein Niedermoor. Mit großen Moorflächen, charakteristischen Verlandungszonen, Schwingrasen und Bruchwald zeichnet es sich besonders aus. Ein Moorlehrpfad nahe der Route gibt dazu weitere Informationen. Führungen ab 5 Personen durch das Naturschutzgebiet "Gellener Torfmöörte" können vereinbart werden. Weiter über die Huntewiesen haben Sie einen Blick bis zum Huntedeich. Die Deichsicherheit wird durch Schafe gewährleistet: Sie halten die Grasnarbe kurz und sorgen so für einen festen Halt des Deichbewuchses. Abseits großer Straßen durchquert die Route den Gellener Polder. Hier lohnt ein Abstecher zum Informationszentrum der Deichschäferei. Die "Route um Oldenburg" führt nun aus der Wesermarsch südlich der Hunte in den Naturpark Wildeshauser Geest. Auf die andere Hunteseite gelangen Sie über einen Radweg an der Autobahnbrücke (sehr hoch! - mit eindrucksvollem Ausblick auf Hunte und Landschaft bis zur Innenstadt Oldenburg). Für nicht schwindelfreie Radler bietet sich eine Alternativroute über Oldenburg an. Nachdem Sie den Blankenburger See umrundet haben, geht es entlang der Hunte weiter, vorbei an kleinen Teichen und Wiesen bis zur Gellener Hörne - nutzen Sie unterwegs die an den Schafzaun gebauten Tritte, um noch einmal einen Blick über den Deich auf die Hunte zu werfen. Für heute entfernen Sie sich von der Hunte und radeln durch Grünland und Acker durch Wüsting, einem kleinen Ort mit Einkaufs- und Rastmöglichkeiten. Menschen, die an Astronomie interessiert sind, sollten einen kurzen Abstecher zum Planetenlehrpfad machen. Entlang der Straße an der Bahn zwischen Wüsting und Hude sind maßstabsgerecht Planetenmodelle unseres Sonnensystems errichtet, durch die die Faszination des Weltraumes erlebbar wird. Das gelbe Sonnenmodell steht in Wüsting. Lohnend ist auch ein kleiner Exkurs ins Witte Moor, wo Hochmoorpflanzen wachsen und ein alter Bohlenweg übers Moor rekonstruiert wurde, eine uralte Verbindung von der Geest zur Hunte. Die "Route um Oldenburg" führt Sie von Wüsting am Hemmelsholz vorbei Richtung Sandkrug in den Naturpark Wildeshauser Geest. Bevor Sie die Geest erreichen, radeln Sie durch ebene Niedermoorgebiete. Baumreihen säumen die Wege, die Äcker werden für Mais- und Getreideanbau genutzt. Sandkrug selber mit seinen Restaurants, Cafes, kleinen Geschäften und Galerien ermuntert zum Bummeln und Entspannen. Sie haben jetzt die halbe "Route um Oldenburg" erfahren. Übernachtungsangebote finden Sie in Sandkrug, Streekermoor oder in Wardenburg. Von Sandkrug aus können Sie an diesem Abend noch auf "Berge" kraxeln, denn die eigentliche Attraktion Sandkrugs sind die südlich gelegenen Osenberge! Über 25 Meter hohe Dünen aus der letzten Eiszeit, von duftenden alten Kiefern bewachsen, liegen inmitten eines großen Waldgeländes, dem Barneführerholz. Am Waldrand entlang der Hunte gibt es einen schönen Weg, über den auch der Fernradweg "Hunteweg" führt. Wenn Sie mögen, besuchen Sie am Abend oder am nächsten frühen Morgen noch das attraktive Freizeitzentrum in Kirchhatten. Hier finden Sie ein Freizeitbad, eine Minigolfanlage u.v.m.. Zweite Etappe von Sandkrug nach Rastede Hinter Sandkrug treffen Sie wieder auf die Hunte, deren Ufer Sie bis Wardenburg folgen. Schafe grasen auf dem Deich und hohe Pappelreihen grüßen mit ihren Baumkronen aus einiger Entfernung. Anders als im ausgebauten Unterlauf ist die Hunte hier nicht schiffbar und fließt in leichten Windungen durch die Geestlandschaft. In Wardenburg begegnet Ihnen eine bunte Geschäftswelt, die den Ortskern durchzieht. Ganz in der Nähe ist nach Absprache "Bunjes Schmiede" zu besichtigen. Sie präsentiert klassische Handwerkskunst. Hinter Wardenburg am Wäldchen Achterholt vorbei und entlang an Wallhecken geht es weiter nach Westerholt - dort befindet sich ein Ziegeleimuseum. Sie folgen dem Geestrand bis zum Küstenkanal. Richtung Westen breiten sich weite Hochmoorgebiete aus, mit einem Raster aus Gräben durchzogen und überwiegend als Grünland genutzt. Der schnurgerade Küstenkanal ist 70 km lang und verbindet den Dortmund-Ems-Kanal bei Dörpen mit der Hunte bei Oldenburg. Zur Überwindung der Höhenunterschiede dient die Schleuse in Oldenburg. Der Küstenkanal ist eine wichtige Wasserstraße für die Binnenschifffahrt, so dass Sie bestimmt ein Schiff sehen werden. Auch nördlich des Küstenkanals führt die Route durch Moorgebiete. Dies kommt auch in den Ortsnamen Friedrichsfehn und Petersfehn zum Ausdruck. Die Fehnsiedlungen des Nordwestens entstanden durch eine beidseitige Bebauung lang gezogener Kanäle, die die Moore entwässerten. Friedrichsfehn und Petersfehn am Stadtrand von Oldenburg sind heute junge, wachsende Dörfer. Am Wold, einem großen Staatsforst, gelangen Sie wieder auf die Geest. Vielleicht brauchen Sie eine Erfrischung? Nutzen Sie doch einfach den Badestrand am Woldsee. Für eine "große Erfrischung" bietet sich ein kleiner Abstecher zum Zwischenahner Meer an; ein faszinierendes Feriengebiet und Eldorado für Wasserratten. Der Weg, der bis Rastede vor Ihnen liegt, macht Sie mit der herrlichen Ammerländer Parklandschaft bekannt. Typisch sind die zahlreichen Wallhecken. Die mit Sträuchern und hohen Eichen bewachsenen Wälle wurden Anfang des 19. Jahrhunderts zur Grenzziehung angelegt und bilden heute besonders geschützte Lebensräume. Über Wehnen, Heidkamp und Mansholt kommen Sie zum Mansholter Holz, einem schattigen Laubwald. Genießen Sie das Rauschen des Windes in den Blättern der Bäume. Über Bokel und Leuchtenburg, durch Wiesen und Äcker, vorbei an Wallhecken und stattlichen Bauernhöfen gelangen Sie wieder an den Ausgangsort Rastede zurück. Fällt Ihnen der Abschied von der "Route um Oldenburg" schwer? Greifen Sie zum Telefon - rufen Sie zu Hause an und bleiben Sie noch einen Tag! Sie haben sicher bemerkt: Es gibt an vielen Stellen der Route über ausgeschilderte Querverbindungen die Möglichkeit, die Innenstadt Oldenburgs aufzusuchen. Hierdurch bieten sich vielfältige Kombinationsmöglichkeiten zwischen Stadt und Land. Wir hoffen, dass dieser kleine Bericht ein wenig "Appetit" gemacht hat und wünschen Ihnen nun viel Spaß auf der "Route um Oldenburg"!
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