| Rubrik: | Regionales Radwandern, Eintagestour |
|---|---|
| Start: | Melbeck |
| Streckenverlauf: | Lüneburg , Adendorf, Scharnebeck |
| Ziel: | Melbeck |
| Länge: | 31,29 km |
| Dauer: | 1 Tag |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Radwanderkarte: 1:75,000, RC7, RC12 |
| Kontakt: | Samtgemeinde Ilmenau Waldemar Höfner Am Diemel 6 21406 Melbeck Tel. 04134/9080 Fax. 04134/90869 hoefner@samtgemeinde-ilmenau.de www.samtgemeinde-ilmenau.de |
Rundtour zu einem der größten Schiffshebewerke der Welt

Nach dem Start beim Rathaus in Melbeck Am Diemel fahren Sie nach Deutsch Evern. Über die Melbecker Straße, Am Bahnhof und die Tiergartenstraße gelangen Sie in das Waldgebiet Tiergarten. Sie fahren immer geradeaus, rechts neben Ihnen die Bahnstrecke Hamburg/Lüneburg/Hannover. In Lüneburg fahren Sie über die Straßen Eulenweg, An der Wittenberger Bahn (Bahnhof Lüneburg-Süd), Altenbrücker Damm, Lüner Weg, unterqueren die Bahnstrecke und sehen dann linker Hand das Kloster Lüne. Das 1172 gegründete Benediktinerinnen Kloster Lüne ist inmitten einer Grünanlage mit altem Baumbestand und Streuobstwiesen. Nach zwei Bränden entstanden ab 1372 die bis heute erhaltenen mittelalterlichen Gebäude inmitten gepflegter Anlagen nicht weit vom Zentrum der historischen Salzstadt Lüneburg entfernt. Besonders erwähnenswert sind die Brunnenhalle mit dem Handsteinbrunnen, das Refektorium mit freigelegten Wandmalereien, der Kreuzgang mit dem Taustabsteingewölbe und der Kapitelsaal mit den Portraits der Äbtissinnen. In der Klosterkirche und auf dem Nonnenchor sind u.a. ein reich geschnitztes Hochaltar-Triptychon von 1524, eine frühbarocke Orgel von 1645 und Prozessionsfahnen aus dem frühen 15. Jahrhundert zu sehen; in den Dormitorien eine Nonnenzelle aus der Zeit um 1500 und Leinwandmalereien von 1700. Der kostbarste Besitz des Klosters wird im 1995 eröffnetem Textilmuseum gezeigt: Weißstickereien - mit Leinengarn auf Leinen gestickte Altar- und Fastentücher aus dem 13. und 14. Jahrhundert, sowie Bildteppiche und Banklaken, mit farbiger Wolle auf Leinen im "Klosterstich" um 1500 gestickt in einmaligem Erhaltungszustand. Alle Exponate wurden von den Benediktinerinnen im Kloster gefertigt und stellen biblische Themen und Heiligenlegenden dar. Das Kloster ist seit der Reformation ein evangelisches Damenstift, das bis heute unter der Leitung einer Äbtissin steht. Nachdem Sie das Kloster besichtigt haben, fahren Sie geradeaus in das Waldgebiet Lüner Holz. Hier überqueren Sie dann die Lüneburger Ostumgehung und kommen in die Gemeinde Adendorf. Dort fahren Sie auf den rechts abgehenden Grüner-Jäger-Weg und gelangen nach Erbstorf und von dort weiter zum Schiffshebewerk Scharnebeck. Das Senkrechtschiffshebewerk wurde 1974 als das größte der Welt erbaut. Nach jahrzente langer Planung schufen Ingenieure in knapp 8-jähriger Bauzeit den "Elbe-Seitenkanal" und verwirklichten damit die Verbindung zwischen der Elbe (von Artlenburg abzweigend) und dem Mittellandkanal (bei Wolfsburg einmündend). Hierbei müssen 61 Meter überwunden werden, 23 m werden von einer Schleuse bei Uelzen überbrückt, die restlichen 38 Meter vom Schiffshebewerk in Scharnebeck. Die 115,2 Kilometer lange und 53 Meter breite Wasserstraße wurde am 15. Juni 1976 in Betrieb genommen. Die Baukosten des gesamten Kanals betrugen 1,7 Milliarden DM, davon kostete allein der Bau des Schiffshebewerkes 152 Mio. DM. Das erste Schiff passierte mit der Teilfreigabe des Kanals zwischen der Elbe und dem Hafen Lüneburg am 5.Dezember 1975 das Schiffshebewerk. Mehr als 500.000 Gäste kommen jedes Jahr, um zu sehen, wie in zwei riesigen Wassertrögen Fracht- und Sportschiffe auf ihrem Weg durch den Elbe-Seiten-Kanal über die Stufe zwischen Elbmarsch und Geest gehoben werden. Das Gewicht jedes Troges beträgt 5800 Tonnen. Um Energie zu sparen, dienen 224 Betonscheiben, jede mit einem Gewicht von 26,5 Tonnen an 54 mm dicken Stahlseilen hängend, als Gegengewichte. Die Tröge werden durch vier gleichgeschaltete Elektromotoren angetrieben, die die Kraft mittels Zahnstangenantrieb übertragen. Für die Durchfahrt benötigt ein Schiff 15 Minuten. Mehr Informationen über dieses gigantische Bauwerk und andere wassertechnische Meisterwerke finden Sie in dem Ausstellungspavillon gleich neben dem Hebewerk. Die Ausstellungshalle ist täglich vom 15. März bis 31. Oktober von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Die Hebewerkbesichtigungsfahrten sind ein ganz besonderes Erlebnis. Nachdem Sie sich das Schiffshebewerk und die Ausstellung angesehen haben, fahren Sie ein kurzes Stück zurück und gelangen zum Oberhafen. Von hier fahren Sie gen Süden an der östlichen Seite des Kanals bis zur Kreisstraße von Wendisch Evern nach Barendorf. An dieser Stelle verlassen Sie den Kanal und fahren Richtung Wendisch Evern. Diesen Ort durchqueren Sie und gelangen über Deutsch Evern wieder zu Ihrem Ausgangspunkt Melbeck zurück. Waldemar Höfner Mehr Infos über Fahrrad- und Urlaubsregion der Samtgemeinde Ilmenau erhalten Sie hier... www.samtgemeinde-ilmenau.de
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Urheber: © Waldemar Höfner, Samtgemeinde Ilmenau