| Rubrik: | Regionales Radwandern, Eintagestour |
|---|---|
| Start: | Melbeck |
| Streckenverlauf: | Barnstedt, Bad Bevensen, Bienenbüttel |
| Ziel: | Melbeck |
| Länge: | 42,49 km |
| Dauer: | 1 Tag |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Radwanderkarte: 1:75,000, RC12 |
| Kontakt: | Samtgemeinde Ilmenau Waldemar Höfner Am Diemel 6 21406 Melbeck Tel. 04134/9080 Fax. 04134/90869 hoefner@samtgemeinde-ilmenau.de www.samtgemeinde-ilmenau.de |
Rundtour auf reizvollen Wegen zum Erholungsort Bad Bevensen

Sie starten beim Rathaus Am Diemel in Melbeck und befahren den Heinser Weg Richtung Kolkhagen (Bokenkamp) und Barnstedt. In der kleinen, landschaftlich reizvollen Gemeinde Barnstedt steht die Gutskapelle derer von Estorff. Diese Patronatsfamilie hat das Gotteshaus 1593 errichtet. Im 30jährigen Krieg wurde zwar das Gutshaus zerstört, die Kirche jedoch verschont. 1731 fand eine Versetzung des Fachwerkbaues statt, der zu diesem Zwecke auf Rollen gesetzt wurde. 1893 unternahm Albrecht v. Estorff eine Renovierung der Kapelle, die mehr und mehr durch ihre Baufälligkeit bedroht war. Im Innern des Kanzelaltars befindliche Malereien sowie eine Kassettenmalerei an der Decke, die noch aus der Zeit der Gebäudeverschiebung stammt, konnten über die Zeit erhalten bzw. wieder freigelegt werden. 1985 restaurierte Klaus v. Estorff mittels Zuschüsse unter anderem den alten Fliesenboden und ließ das charakteristische Fachwerk der Giebelfront wieder sichtbar werden. Seit dieser Zeit gibt es auch den "Musischen Förderverein Barnstedt". Dieser Verein veranstaltet vor einem Auditorium von nah und fern regelmäßig Kammerkonzerte und Dichterlesungen mit namhaften Künstlern und Autoren. Die Schönheit dieses kirchlichen Raumes, seine hervorragende Akustik und die private Atmosphäre der Barnstedter Gutskapelle, sie ziehen immer wieder Musiker und Rezidatoren und ihr Auditorium in den Bann. Kleine Gemeinden, die sich ganz dem Wohlklang von Musik und Sprache zuwenden, sind in lärmerfüllten Zeiten selten geworden. Barnstedt durchfahren Sie und gelangen am Ortsausgang zur Straße Butterberg. Dieser ausgebaute Wirtschaftsweg bringt Sie nach Beverbeck. Von hier aus geht Ihre Tour weiter über Grünewald, Rieste, Varendorf, Addenstorf und Seedorf nach Bad Bevensen Bevensen wurde erstmals im Jahre 1162 nach Christus urkundlich erwähnt, 1293 wurde das Münzrecht erteilt. Als Flecken entwickelte sich Bevensen zum geistlichen und wirtschaftlichen Mittelpunkt. Im Jahre 1489 wurde Bevensen an das Kloster Medingen verpfändet und erhielt seine Selbständigkeit erst mit der Einführung der Reformation wieder. Durch den 30-jährigen Krieg und zwei Feuersbrünste (1729 und 1811) wurde fast die gesamte Bausubstanz Bevensens zerstört. Erst nach 1847, nach dem Eisenbahnanschluss und der Errichtung einer Posthalterei, blühte die Stadt wieder auf. Auf der Suche nach Erdöl stieß man 1964 zufällig auf eine Heilquelle, deren medizinische Wirkung bald anerkannt wurde. Im Jahr 1975 wurde der Heidestadt das bedeutungsvolle "Bad" zuerkannt. Die hier sprudelnde Solequelle mit 4 % Salzgehalt ist die jodhaltigste Thermalquelle Deutschlands. Mit dem bis zu 30 Grad C warmen Wasser wird u.a. ein Thermal-Jod-Sole-Bad gespeist, das inmitten des großzügigen Kurzentrums mit Parkanlage liegt. Die evangelische Dreikönigskirche in der Stadt stammt aus den Jahren 1811-13 und wurde auf Fundamenten des abgebrannten Vorgängerbaus als klassizistische Saalkirche wiederaufgebaut. Ihr Rückweg führt am Kloster Medingen vorbei nach Bruchtorf, Bröckel, Wichmannsburg und Bienenbüttel. Diesen schönen Nachbarort von Melbeck durchfahren Sie Richtung Lüneburg und kommen so an der B 4 über Grünhagen zu Ihrem Ausgangspunkt zurück. Waldemar Höfner Mehr Infos über Fahrrad- und Urlaubsregion der Samtgemeinde Ilmenau erhalten Sie hier... www.samtgemeinde-ilmenau.de
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Urheber: © Waldemar Höfner, Samtgemeinde Ilmenau