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Niedersächsische Spargelstraße in 16 Etappen - Etappe 16

Rubrik:Regionales Radwandern, Mehrtagestour
Start:Burgdorf (Bahnhof)
Streckenverlauf:Schwüblingsen, Abbensen, Peine, Wendeburg, Watenbüttel, Braunschweig, Waggum, Meine, Rötgesbüttel
Ziel:Gifhorn (Bahnhof)
Länge:78,17 km
Dauer:1 - 2 Tage
Kartenmaterial:Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1 : 100 000 |13|
Großraum Hannover
Regionalkarte 1 : 100 000 |14|
Großraum Braunschweig

Radwanderkarten 1 : 75 000 | R16|
Südheide Gifhorn
Radwanderkarten 1 : 75 000 | RC30|
Hannover und Umgebung
Radwanderkarten 1 : 75 000 | RC24|
Braunschweig
Kontakt:Dieter Hurcks
Bürgerweg 5
31303 Burgdorf

Tel. 05136/896460
Fax 01212/510536924

info@spargelradweg.de
www.spargelradweg.de

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Informationen zur Tour

Entdecken Sie den Spargelradweg in 16 Etappen

16 Tages- und Mehrtagestouren gehören zum Spargelradweg, der vom Journalisten Dieter Hurcks aus Burgdorf ausgearbeitet worden ist, leider aber bislang mangels finanzieller Mittel der anliegenden Kommunen noch nicht ausgeschildert werden konnte. Der Weg begleitet auf mehr als 1000 km die Niedersächsische Spargelstraße und ist in dem Buch "Spargelradweg" (ISBN 3-8334-0944-4) ausführlich beschrieben. Das Buch enthält 32 Karten, ausführliche Streckenbeschreibungen sowie einen Serviceteil mit Adressen von Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants und Sehenswertem. Nähere Informationen gibt es unter www.spargelradweg.de. Wieder geht es von Burgdorfs Spittaplatz aus entlang der Niedersächsischen Spargelstraße, aber möglichst auto-fern - grobe Richtung ostwärts. Das erste Teilstück führt über den Peiner Weg durch die Feldmark zum Naturfreundehaus Grafhorn (montags Ruhetag) und entlang des Burgdorfer Holzes und des Beerbuschs nach Schwüblingsen. Die teils ziemlich schlechten Wege können uns angesichts der abwechslungsreichen Landschaft mit Wald, Wasser, Getreide- und Kartoffelfeldern die Stimmung nicht vermiesen. Wir passieren kurz vor Grafhorn - rechts des Weges - ein Naturdenkmal: den Schrölingsstein, einen riesigen Findling. Er erinnert an den ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten und Bundeskanzler Gerhard Schröder, der einige Jahre in der Gemeinde Immensen sein Zuhause hatte. Durch den Windpark Als sich der Wald wieder öffnet, sehen wir rechts den Windpark Oelerse mit seinen mächtigen Windrädern. Eine kahle Waldlichtung lässt noch deutlich die Gewalt des Sturmes erkennen, der 1997 Hunderte von Bäumen wie Streichhölzer knickte. Wir radeln auf der holprigen Grafhornstraße in den Ortskern. Auch im Dorf Schwüblingsen fielen 1997 Dutzende uralter Eichen den Naturgewalten zum Opfer, beschädigten beim Fall sogar das eine oder andere Haus. Manche der Narben, die den Ort bundesweit in die Schlagzeilen brachten, sind immer noch sichtbar. Ein kurzer Abstecher durch das Dorf lohnt: Schmucke Bauernhäuser mit alten Eichenbeständen, die kleine Kapelle und der Dorfgasthof "Zur Post" - mit angeschlossenem Biegarten - bilden ein schönes Ensemble. Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Von Schwüblingsen radeln wir ein Stück in Richtung Dollbergen, wo in der Ferne die Schornsteine der Altölraffinerie grüßen. Kurz hinter der Bahnüberführung biegen wir rechts ab und radeln Richtung Süden bis nach Oelerse. Nun ist es nicht mehr weit nach Abbensen, wo wir uns zunächst Richtung Eixe halten, um beim Rittergut Abbensen nach links abzubiegen. Das Gut macht einen sehr gepflegten Eindruck und bietet mit seinen in Gelb und Weiß getünchten Fachwerkbauten einen malerischen Anblick. Eine herrliche Lindenallee führt ostwärts leicht bergauf bis zum Sportplatz, wo eine ebenso faszinierende Eichenallee kreuzt, auf der wir uns nach rechts, also wieder südwärts, wenden. In der Ferne erkennen wir bereits die Autobahn A 2 mit ihren endlosen LKW-Kolonnen. Immer geradeaus führt der Weg, von einem kleinen Links-Rechts-Schlenker abgesehen, leicht bergan bis direkt an die Autobahn. Wir nehmen auf Höhe des Autobahnschildes "Peine 1000 m" die Unterführung, die direkt auf ein Gasthaus zuführt. Über eine vermutlich sehr alte Steinbrücke mit eisen-geklammerten Steinbrocken fahren wir weiter. Die Sundernstraße führt bis zu einer Fußgängerampel. Hier überqueren wir die Hauptstraße, halten uns dann rechts und fahren bis zum Schlosswall. Dieser führt direkt zum Marktplatz der Stadt Peine. Peine-Bummel Ein kurzer Abstecher an der Weingroßhandlung mit den großen Goldbuchstaben vorbei führt zu den Resten einer Schlossanlage. Wer Zeit hat, sollte ruhig ein bisschen durch Peine radeln und sich die Windmühle ansehen, die Jakobi-Kirche, das Denkmal für den Peiner Dichter Friedrich von Bodenstedt (1819 Peine bis 1892 Wiesbaden), den Werderpark oder die backsteinerne Privatbrauerei Härke. Von dort fahren wir über den großen Parkplatz, überqueren rechter Hand an der Fußgängerampel die Hauptstraße und radeln auf dem Radweg an der Straße Schwarzer Weg nach links (nördlich) bis zur Gunzelstraße, an der das Stadtbad liegt. Diese Straße führt uns schnurstracks aus der Stadt. Wir durchqueren ein großes Wohngebiet mit vielen kleinen Einfamilienhäusern und schaffen es schließlich sogar, die verkehrsreiche L 321 zu überqueren. Schon sind wir wieder mitten in der Natur. Rechts ein blühendes Rapsfeld, ganz weit hinten die Schlote des Stahlwerkes Peine-Salzgitter. Der Weg führt in den Ort Essinghausen. Hinter der Feuerwehr biegen wir nach links und durchradeln die Ortschaft, lassen die Kapelle links liegen und sind auch schon wieder in freier Natur. In der Kurve nehmen wir den Feldweg, der fast parallel zur Autobahn verläuft. Er endet bei einer Autobahnbrücke, wo wir aber nach rechts abbiegen, um nur wenige Meter weiter nach links durch Buschwerk in einen unscheinbaren Wald- und Wiesenweg hinein zu fahren. Dieser scheint seit Wochen nicht benutzt worden zu sein. Aber keine Angst: Nach gut 500 Metern ist er wieder asphaltiert, und ein zügiges Fortkommen ist gesichert. Durchs Zweidorfer Holz Der Wirtschaftsweg endet an einer Landstraße. Diese überqueren wir, umrunden linkerhand den Paradiessee, an dem der Campingplatz von Meerdorf liegt, und folgen dem sich durch den Wald schlängelnden Weg. An der Gabelung halten wir uns rechts, biegen nach ein paar Metern links in den beschrankten Forstweg, der nach Süden führt, und nach der Abschluss-Schranke - das Waldende schon im Visier - nach links. Der Asphaltbelag endet bald und wir erreichen eine ehemalige militärische Anlage, deren Bedeutung sich eventuell an der breiten, dorthin führenden Straße ablesen lässt. Uns bringt sie leicht bergan nach Zweidorf. Eine Mühle und ein paar Spargelbauern an der Mühlenstraße fallen ins Auge, ehe wir - nach links abbiegend - an der Kirche und dem Braunschweiger Hof vorbei durch Wendeburg radeln, das nördlich des Mittellandkanals liegt und - in seinen zehn Ortschaften zusammen - nicht ganz 10.000 Einwohner hat. Hohe "Spargeldichte" In Wendeburg gibt es mehrere größere Spargelhöfe, und dieses Gericht wertet natürlich auch das Angebot der örtlichen Restaurants auf. Hinter einem gut beschilderten Spargelhof an der Durchgangsstraße fahren wir nicht nach Bortfeld weiter, wo es ein kleines Bauernhausmuseum gibt, sondern biegen in die Braunschweiger Straße ein, die nach Wendezelle führt. Gegenüber dem rechts orangerot leuchtenden Gutshof biegen wir in die Straße Am Bülten links ab Richtung Süden und fahren bis an den Mittellandkanal. Hier wenden wir uns scharf links zurück und radeln nun, im Wettrennen den Schiffen deutlich überlegen, immer am Wasser entlang genau nach Osten, vorbei an der Einmündung des Zweigkanals Salzgitter. Erst an der bläulich angepinselten Stahlbogenbrücke der B 214, die schräg über den Kanal nach Watenbüttel hinein verläuft, verlassen wir den Mittellandkanal, fahren ein Stück entlang der verkehrsreichen Bundesstraße, durchqueren Watenbüttel und freuen uns, dass der Verkehr sich großenteils auf den Autobahnzubringer verflüchtigt. In Watenbüttel gibt es sogar eine Art Spargel-Schnellimbiss. Wir sind an einem Scheideweg angekommen und haben die Wahl, nach Braunschweig hinein zu fahren, die Stadt zu besichtigen, dort zu übernachten und den Weg am nächsten Tag fortzusetzen, was wegen der vielen Sehenswürdigkeiten natürlich absolut empfehlenswert ist. Eine andere Möglichkeit besteht darin, nach der Besichtigung am Abend mit der Bahn wieder über Lehrte zurück nach Burgdorf zu fahren. Noch eine Alternative: Radeln bis Gifhorn und von dort per Bahn bis Immensen-Arpke und die restlichen knapp 10 km bis Burgdorf wieder mit dem Rad. Verlängerungsetappe (20 km) Als Alternative für alle, die noch Kraft und Spaß am Radeln haben, bietet sich die Weiterfahrt nach Gifhorn an. Dazu radeln wir am Ortsausgang Watenbüttel erst ein Stück Richtung Ölper, biegen dann links ab und fahren über die Okerbrücke nach Veltenhof. Die Straße führt anfangs leicht bergan in einem Bogen Richtung Rühme. Wir biegen links in den Radweg, der am markanten, silbrig glänzenden Heizkraftwerk vorbei über die A 391 nach Rühme verläuft. Jetzt wird´s ein bisschen kompliziert: Hinter der Autobahn halblinks auf der Hansestraße, dann nach rechts die Straßenbahngleise der Gifhorner Straße überqueren, an der Ampel über die Straße und die Straße neben dem Restaurant Am Wendeturm nehmen. An der Einmündung rechts halten (links ist eine Kirche zu sehen) bis Gasthaus Campe (mit Biergarten), dort links abbiegen und dem Radwegschild nach Kralenriede folgen. Der Weg führt auf einer Holzbrücke über das Flüsschen Schunter, dann schräg hinauf auf eine Straße, über Schreberweg, links Sandwüstenweg, rechts Rodelandweg und einen kurzen Fußweg an die Bahnlinie Braunschweig-Gifhorn. Diese und die parallel verlaufende, stark frequentierte L 625 überqueren wir und wenden uns auf dem Radweg rechts Richtung Querum. Vor einer kleinen Bachbrücke beim Ortschild biegen wir links in den Waldweg ein und folgen diesem ostwärts durch den Wald, bis er auf einen breiten asphaltierten Weg stößt. Dort biegen wir nach links ab und radeln exakt nordwärts, vorbei an einem steinernen Kopf mit zwei Gesichtern bis kurz vor den Braunschweiger Flughafen. Hinter der Unterführung der A 2 orientieren wir uns nach rechts an der Wegweisung des Fernradwegs Braunschweig-Lüneburg (grüner Radfahrer und Schrift Lüneburg auf weißem Grund). Zum Bahnhof Gifhorn Nun geht es aufwärts bis zum Autobahnzubringer, links ab nach Norden, vorbei am Waggumer Weghaus und dann wieder links ab und um das Flugfeld herum nach Waggum. Durch den Ort geht die Fahrt zügig nordwärts nach Abbesbüttel. An einem Backsteinturm verfehlen wir das zugewachsene Schild nach Meine um ein Haar, passieren ein paar Spargelfelder und einen Bauernhof mit jeder Menge freilaufender Hühner und überqueren wieder mal den Mittellandkanal. Den Schildern des Radfernwegs BS-LG folgend, erreichen wir Meine. Dort verlassen wir den Radfernweg, biegen nach links und gleich wieder nach rechts Richtung Rötgesbüttel. Den Rest der Strecke bis zum Bahnhof Gifhorn müssen wir an der verkehrsreichen B 4 entlang radeln. Hinter Ausbüttel teilt sich die Straße, links geht es - nur für Kraftfahrzeuge - Richtung Zentrum Gifhorn, rechts auf der alten Trasse der B 4 ebenso - und auch zum Bahnhof, von wo wir bald einen Anschluss für die Rückfahrt bekommen. Wir fahren per Bahn bis Immensen-Arpke, der letzten Station vor Lehrte, und von dort per Fahrrad zunächst Richtung Grafhorn (ausgeschildert), biegen dann aber links ab auf den Weg nach Burgdorf, auf dem wir am frühen Morgen gestartet waren. Der Kreis hat sich geschlossen. Eine schöne Tour durch herrliche Landschaften, oft in beinahe romantischer Einsamkeit, liegt hinter uns. Der Tag hat sich gelohnt!

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Urheber: © Dieter Hurcks

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