| Rubrik: | Regionales Radwandern |
|---|---|
| Streckenverlauf: | Hodenhagen, Bothmer, Ahlden |
| Länge: | 31,03 km |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1:100.000, CR11 Zentralheide, Südheide |
| Kontakt: | Zweckverband Aller-Leine-Tal touristinfo@aller-leine-tal.de www.aller-leine-tal.de |
Rundtour im Aller-Leine-Tal

Ausgangspunkt ist Hodenhagen, entlang der L 190 bis zum Ortsausgang - dort links abbiegen bis zur Bahntrasse - nun rechts immer entlang der Bahntrasse - am Ende der Einzäunung des Serengeti-Parkes links - die erste Abzweigung rechts an den Heidelbeerplantagen vorbei immer geradeaus bis zur Teerstraße - entlang der Bahntrasse am Alternativ in Eickeloh durch den Ort in Richtung Eickeloher Fähre, mit der Fähre (Fährmann Tel. 1815) die Aller überqueren und auf dem gepflasterten Weg durch die Marsch nach Grethem bis zur L 191 ehemaligen Bahnhof vorbei - links in Richtung Wartenberg der Teerstraße folgen - bei der nächsten Teerkreuzung rechts - über die nächste Kreuzung geradeaus in Richtung Hademstorfer Wald (Schotterweg) - am Hinweispilz rechts abbiegen in den Bruchweg - geradeaus nach Hademstorf bis zu L 190 - rechts in Richtung Sportplatz (Ortsausgang) - links in den Hansadamm bis zur Hademstorfer Schleuse - die Schleuse (am Wohnhaus) überqueren durch die Marsch in Richtung Wald bis nach Bothmer - vor dem Kriegerdenkmal rechts auf die "Alte Dorfstraße" - auf dem Steindamm vorbei am Schloß Bothmer in Richtung Leine - rechts auf der K 106 die Leine überqueren - entlang dem Radweg durch Gilten, Grethem bis nach Büchten - in Büchten auf die Straße "Im alten Dorf" - an der nächsten Kreuzung rechts in Richtung Marsch - immer dem gepflasterten Weg folgen (knickt 2 mal links ab) - rechts auf dem Sand-/Schotterweg nach Ahlden (Aller) am Schloß vorbei - nun rechts auf dem Radweg wieder zum Ausgangspunkt Hodenhagen.
Kulturelle Sehenswürdigkeiten und andere Ziele der Tour F
1. Schleuse Hademstorf
1914 erbaut zur Fahrwassersicherung der umfangreichen Schifffahrt zur Kohle- und Futterversorgung der flussaufwärts gelegenen Dörfer und Städte, bis in die Oker hinein. Der Wasserstand oberhalb beträgt ca. 4 Meter, unterhalb ca. 1,5 Meter. Die zwischen Aller und Leine eingespannte Schleuse ist 165 m und 10 m breit. Zugleich wurde eine bis 1999 existierende Fähre oberhalb für die Bauern eingerichtet. Unterhalb der Schleuse erfolgt der Leinezufluss in die Aller.
2. Allerbrücke
Die "Ölbrücke" verbindet das ehemalige Ölbohrfeld mit der Arbeitersiedlung "Hansadamm". Zahlreiche Häuser sind im ehemaligen Stil erhalten.
3. Historischer Posthof
Die erste Poststation in der näheren Umgebung wurde 1649 als Pferdewechselstation eingerichtet. Der Weg mit der Pferdepost von Hannover nach Harburg lief hier mit der nach Bremen zusammen. Hier konnte auch übernachtet werden. 1855 wurde die Station nach Essel/ Aller verlegt.
4. Feldweg
Alter Postkutschenweg von Stade und Harburg, der hier über Hodenhagen, die Poststation Hademstorf und Engehausen nach Celle führte.
5. Wartenberg
Im 30-jährigen und 2. Weltkrieg Versteck der Eickeloher Bevölkerung vor gegnerischen Truppen.
6. Waldhügel
Sanddünen der letzten Jahrhunderte, nach der Entwaldung durch Salinenholzbedarf bedingtem Waldraubbau entstanden.
7. Serengeti-Safari-Park Hodenhagen
Seit den 70er Jahren wird hier Spaß und Abenteuer für die ganze Familie geboten: Freigehege für Tiere aus aller Welt, Streichelzoo, Fahrattraktionen für Jung und Alt.
8. Gedenkstein
Westlich vor dem Eingangsbereich des Safariparks steht der Gedenkstein seit 1856 zur Erinnerung an die an diesem Ort im Jahr 1289 zerstörte Burganlage. Sie wurde 1244 erstmals erwähnt als an einer Meißefurt gelegene Station der alten Heerstraße. Geschichtsforscher vermuten, dass sie wegen Raubrittertums vom Herzog von Celle zerstört wurde.
9. Gutskapelle
Die Herren von Hodenberg begannen noch Ende des 13. Jahrhunderts westlich der alten Burganlage an der Meißemündung eine neue Burganlage zu errichten (Sage von Hinzelmann). Heute steht von dieser Burg nur noch die 1425 errichtete St. Thomas- und Maria-Kapelle. Sie wurde Mitte der 90er Jahre restauriert und beherbergt noch eine Vielzahl vorzüglich gearbeiteter Grabplatten der von Hodenbergschen Familie. Im Chorgewölbe des Sakralbaues wurden figürliche Darstellungen mit biblischem Inhalt wiederentdeckt.
10. Brinkanlage
1988 erstellte Hofanlage aus 300- und 200-jährigen Gebäuden. Nur zu Veranstaltungen geöffnet.
11. Schloss Ahlden
In der Zeit um 1290 entstand an dieser Stelle eine typische Wasserburg mit Wällen und Gräben. Der heute zweigeschossige Bau stammt aus verschiedenen Epochen. 1579 wurde der Südflügel in Fachwerk erbaut. Es folgten 1613 der Hauptflügel in Backstein und Fachwerk sowie um 1700 der Nordflügel. Berühmt wurde das Schloss Ahlden als Verbannungsort der Celler Herzogstochter Sophie Dorothea, der Gattin des Kurfürsten Georg Ludwig von Hannover (Später Georg I. von England) als "Prinzessin von Ahlden". Die unglückliche Ehe und die daraus resultierende Affäre mit dem schwedischen Grafen Königsmark trugen ihr die lebenslange Verbannung ein.
12. Feldhecken
Sie erfüllen als blühende und fruchtende Großsträucher eine ganz wichtige Funktion im Lebensnetz des Aller-Leine-Tals. Als Grenzzäune angelegt, ersetzen sie seit dem 17. Jahrhundert teilweise die zunehmend naturfern umgewandelte Landwirtschaftsfläche.
13. Kalihalde in Grethem
Die ehemalige Schachtanlage zur Kalisalzgewinnung ist noch ein Zeugnis aus der Zeit des örtlichen Kalibergbaus, der nach dem ersten Weltkrieg ca. 1923 eingestellt wurde. Grethem hat seinen bäuerlich dörflichen Charakter erhalten. Der Ort ist die Geburtsstätte der hier erstmalig gezüchteten Kulturheidelbeere.
14. Hörem
Hier befindet sich ein landesbedeutendes Trakehnergestüt.
15. Alte Leine
Ehemaliger Hauptarm der Aller bis zum Hochwasser von 1608, das den heutigen Flusslauf erzwang.
16. Fähre
Die Fähre hatte seit ihrer Inbetriebnahme immer die Bedeutung, die Eickeloher Landwirte über die Aller zu ihren Ackerflächen zu bringen. Die Aller suchte sich im 17. Jahrhundert nach Überflutungen ein neues Flussbett, d.h. sie verlagerte sich von der heutigen Alten Leine ein Stück nach Osten. Da die Eickeloher aber ihr Land behalten wollten, wurde diese Fährverbindung nötig. Vor der Anschaffung der heutigen Fähre im Jahre 1928 wurde die Überfahrt mit Holzkähnen betrieben, hergestellt und gewartet von einem Schiffbauer aus Hodenhagen. Einige Eickeloher Einwohner und alle Landwirte besitzen einen amtlichen Fährschein, da es einen Fährmann nicht mehr gibt. Die Fähre wurde 1996 auf einer Bremer Werft generalüberholt und soll künftig für den Fremdenverkehr genutzt werden.
Nutzung der Fähre nach telefonischer Anmeldung möglich (Telefon 05164-18 15). 17.
17. Alte Kirche Eickeloh
Diese vormalige Dorfkirche liegt hoch über der Allerniederung am Rande der Marsch. Das ursprüngliche Dorf gehörte zum Kirchspiel Ahlden. Auf dem mühsamen Weg zur dortigen Kirche durch die Marsch ist es vor allem bei Hochwasser zu Kahnunglücken gekommen, bei denen Tote zu beklagen waren. So wurde 1296 diese Kirche zu Eickeloh vom Adelsgeschlecht zu Hodenberg gestiftet. Die Kirche ist ein gotischer Backsteinbau und vermittelt eine Vorstellung da von wie mittelalterliche Dorfkirchen ausgesehen haben. Beim Bau der größeren Kirche auf neuem Grund 1887 wurde der alte Bau von der Familie von Hodenberg als Familiengruft eingerichtet. Bis 1999 wurde eine Restauration durchgeführt. Im Pfarrhaus gegenüber kann eine Besichtigung vereinbart werden.
18. Fachwerkhaus, Baudenkmal in Grethem
Ehemaliges Bahnhofshotel aus Zeiten des erfolgreichen Kaliabbaus.
19. Windmühle zwischen Gilten und Bothmer Die Herren von Bothmer besaßen ursprünglich auf dem rechten Leineufer eine Wassermühle. Weil diese die Leineschiffahrt behinderte, erfolgte im Jahre 1822 der Abbruch unter der Bedingung, an gleicher Stelle eine Holländerwindmühle zu erbauen. Für diese waren zwei Mahlgänge sowie je ein Graupengang und Ölschlag vorgesehen. Die Mühle brannte 1930 ab und wurde 1932 wieder aufgebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie schwer beschädigt. Die Restaurierung erfolgte in den 80er und 90er Jahren.
Besichtigung ist an den Mühlentagen und nach Absprache möglich (Telefon 05139-35 32).
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